Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Meine Mutter verändert sich immer stärker durch Verschwörungstheorien und Endzeit-Glauben – wie soll ich damit umgehen?

Ich empfehle bei solchen Problemen, etwas Gleichmut zu üben, andere Meinung stehen zu lassen und bei sich zu bleiben.
Außerdem scheint das hier ein Stellvertreter"krieg" der generellen Mutter-Kind - Beziehung zu sein.
siehe z. B. meine Mutter interessiert sich mehr für die Bibel als für mich
 
@Werner , die Mutter der TE ist 56. Ich bin 58. Wenn meine erwachsenen Kinder nichts anderes zu tun hätten, als zu überlegen, was mit mir los ist, würde ich mir ernste Sorgen machen.
Interessant, wie unterschiedlich man denken kann 🙂

Ich bin 62 und wäre dankbar, wenn sich jemand um mich kümmern würde, wenn ich offenkundig auf die schiefe Bahn geraten wäre oder geistig verwirrt wäre.

Auch mentale oder geistige Erkrankungen sind heilbar – zu sagen "man kann da nichts machen", passt hier nicht. Klar braucht es die Einsicht der Erkrankten. Und die entsteht halt manchmal irgendwann, wenn man einen gut beleuchteten Spiegel vorhält, welcher die Krankheit erkennbar macht. So ein Spiegel kann durchaus die Tochter sein, weil die Mutter deren Nachfragen vermutlich doch bedenkt – auch wenn sie das nicht gleich offen zugibt.
 
Ich bin 62 und wäre dankbar, wenn sich jemand um mich kümmern würde, wenn ich offenkundig auf die schiefe Bahn geraten wäre oder geistig verwirrt wäre.
Das sagst du jetzt im geistig unverwirrten (nehme ich jedenfalls an) Zustand. Du kannst keine Aussage darüber treffen, was in dir vorgehen würde, wenn du geistig verwirrt wärst.
 
Das sagst du jetzt im geistig unverwirrten (nehme ich jedenfalls an) Zustand. Du kannst keine Aussage darüber treffen, was in dir vorgehen würde, wenn du geistig verwirrt wärst.

Gute Erklärung
Subjektives Empfinden wird meist als richtig befunden, liegt in der Natur der Sache
Ich denke, ihr unterschätzt hier die Wirkungskraft einer nahen Beziehung (wie hier Mutter-Tochter) – auf dieser Ebene werden auch dann noch Zugänge zur Gedankenwelt möglich, wo alle anderen Argumente versagen.

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Meine – schon länger verstorbene – Stiefmutter (auch in einer religiösen Glaubenswelt verhaftet) weigerte sich, notwendige Medikamente zu nehmen. Begründung: Gott muss mich heilen, der Arzt glaubt nicht an Gott. Ich habe dann argumentiert, dass vielleicht auch der Arzt und die Medizin genau der Weg seien, auf die Gott sie heilen möchte. Das fand sie schlüssig (oder sie war froh um den Ausweg aus ihrem Dilemma, immerhin war sie Krankenschwester) und stimmte mir zu. Ab da nahm sie die Tabletten und sprach dabei ein Dankgebet.

So lange die "religiöse Verirrung" nur in diesem Bereich oder in wenigen anderen Schaden anrichtet, bleibt es meist harmlos. Es gibt ja Milliarden von Gläubigen auf der Welt und die kommen ja auch durch den Tag. Nur wenn es dann den Alltag und die Beziehungen zu Anders- oder Nichtgläubigen zerstören, dann wird es kritisch – das ist wie bei anderen Süchten. Im gesunden Rahmen stört es nicht groß, aber wenn es übergreifend oder gar übergriffig (Eltern - Kinder) wird, dann darf man schon mal versuchen, ob eine Intervention Wirkung zeigt.

Die Gläubigen sind ja nicht gläubig geboren, sondern sind da irgendwie reingeraten – also muss es auch einen Weg raus geben.
 
Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Meine – schon länger verstorbene – Stiefmutter (auch in einer religiösen Glaubenswelt verhaftet) weigerte sich, notwendige Medikamente zu nehmen. Begründung: Gott muss mich heilen, der Arzt glaubt nicht an Gott. Ich habe dann argumentiert, dass vielleicht auch der Arzt und die Medizin genau der Weg seien, auf die Gott sie heilen möchte. Das fand sie schlüssig (oder sie war froh um den Ausweg aus ihrem Dilemma, immerhin war sie Krankenschwester) und stimmte mir zu. Ab da nahm sie die Tabletten und sprach dabei ein Dankgebet.
Das ist jetzt eher ein Beispiel für gute Argumentation
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
J Ich glaube meine Mutter hat Warnvorstellungen Familie 33
F Meine Mutter Familie 13
R Mutter mit narzistischen Zügen mag meine Frau nicht Familie 18

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben