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Meine Mutter verändert sich immer stärker durch Verschwörungstheorien und Endzeit-Glauben – wie soll ich damit umgehen?

merliah92

Mitglied
Hallo zusammen,

ich weiß langsam nicht mehr weiter und würde gerne eure Einschätzung hören.

Meine Mutter (lebt alleine) hat sich in den letzten Jahren extrem verändert. Früher war sie eigentlich ganz anders: Sie war zwar getauft, aber nicht besonders gläubig, ist mit meiner Tante feiern gegangen und hatte ein normales Leben. Vor einigen Jahren (vor 6 Jahren) hat sie angefangen, sich sehr intensiv mit der Bibel zu beschäftigen und gleichzeitig immer mehr Inhalte aus dem Internet und Telegram zu konsumieren. ( zu ihrem 50 geburtstag habe ich ihr damals ein Ipad geschenkt, also vor 6 Jahren)

Seitdem wird es meiner Meinung nach von Jahr zu Jahr schlimmer.

Unsere Gespräche bestehen mittlerweile zu einem sehr großen Teil (gefühlt 70 %) aus Themen wie:

  • Weltuntergang und „Tag X“
  • Entrückung und dass bald alles vorbei ist
  • angebliche Zeichen, die sie erkennt
  • Verschwörungstheorien über Deutschland
  • die Aussage, Deutschland sei eigentlich eine Firma und es würden andere Gesetze gelten
  • angebliches Kriegsrecht in Deutschland
  • Misstrauen gegenüber Ärzten und Impfungen
  • Reptilien und andere Verschwörungserzählungen
Sie sagt oft Dinge wie: „Ihr werdet noch sehen, dass ich recht habe“ oder dass sie die Menschen warnen müsse.

Sie ist inzwischen auch davon überzeugt, dass sie besondere Zeichen erkennt. Zum Beispiel meinte sie, ein „M“ auf ihrer Handfläche hätte eine besondere Bedeutung und würde ihr helfen, Dinge zu erkennen.

Was mir Sorgen macht: Sie vertraut kaum noch Ärzten und möchte vieles lieber mit „Heilmitteln“ lösen. Sie hat sogar schon selbst versucht, Muttermale zu entfernen.

Sie sagt außerdem, sie sei froh, zu Gott gefunden zu haben und am glücklichsten wäre sie, wenn sie irgendwann bei Gott wäre, weil der aktuelle Zustand Deutschlands und der Welt so schlimm sei.

Sie schcikt mir auch immer komische Videos die bekloppt sind (Richtung Verschwärung) und ich habe auch schon versucht gegen zu kontern und ih logische sachen erklärt, dass das nicht stimmt, aber das bringt nichts, sie meint immer sie hat recht. Sie hat mir sogar videos geschickt, wo sie mich überzeugen will das die Erde einne Scheibe is.

Ich habe ihr schon oft gesagt, dass ich diese Themen nicht mehr hören möchte. Ich habe versucht zu diskutieren, ihr zu erklären, dass vieles davon nicht stimmt, und bin inzwischen sogar so weit, dass ich gesagt habe, ich breche den Kontakt ab, wenn es so weitergeht.

Das Problem ist: Sie akzeptiert diese Grenze kaum und fängt immer wieder damit an.

Auch in der Familie gibt es deswegen immer mehr Streit. Mein Onkel widerspricht ihr und versucht, ihre Aussagen zu widerlegen. Meine Mutter fühlt sich dadurch wahrscheinlich angegriffen und es eskaliert regelmäßig. Unsere Familie ist sowieso schon zerstritten und ich habe Angst, dass dadurch noch mehr Kontakte abbrechen.

Ich frage mich:

  • Wie würdet ihr das Verhalten meiner Mutter einschätzen?
  • Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Angehörigen gemacht?
  • Wie geht man am besten damit um, ohne jedes Gespräch in einen Streit ausarten zu lassen?
  • Sollte man versuchen, sie zu überzeugen, oder bringt das eher nichts?
  • Wie setzt man Grenzen, ohne die Beziehung komplett kaputtzumachen?
Ich bin einfach traurig, weil ich das Gefühl habe, meine Mutter verändert sich immer mehr und ich erkenne sie teilweise nicht wieder.
 
Hallo zusammen,

ich weiß langsam nicht mehr weiter und würde gerne eure Einschätzung hören.

Meine Mutter (lebt alleine) hat sich in den letzten Jahren extrem verändert. Früher war sie eigentlich ganz anders: Sie war zwar getauft, aber nicht besonders gläubig, ist mit meiner Tante feiern gegangen und hatte ein normales Leben. Vor einigen Jahren (vor 6 Jahren) hat sie angefangen, sich sehr intensiv mit der Bibel zu beschäftigen und gleichzeitig immer mehr Inhalte aus dem Internet und Telegram zu konsumieren. ( zu ihrem 50 geburtstag habe ich ihr damals ein Ipad geschenkt, also vor 6 Jahren)

Seitdem wird es meiner Meinung nach von Jahr zu Jahr schlimmer.

Unsere Gespräche bestehen mittlerweile zu einem sehr großen Teil (gefühlt 70 %) aus Themen wie:

  • Weltuntergang und „Tag X“
  • Entrückung und dass bald alles vorbei ist
  • angebliche Zeichen, die sie erkennt
  • Verschwörungstheorien über Deutschland
  • die Aussage, Deutschland sei eigentlich eine Firma und es würden andere Gesetze gelten
  • angebliches Kriegsrecht in Deutschland
  • Misstrauen gegenüber Ärzten und Impfungen
  • Reptilien und andere Verschwörungserzählungen
Sie sagt oft Dinge wie: „Ihr werdet noch sehen, dass ich recht habe“ oder dass sie die Menschen warnen müsse.

Sie ist inzwischen auch davon überzeugt, dass sie besondere Zeichen erkennt. Zum Beispiel meinte sie, ein „M“ auf ihrer Handfläche hätte eine besondere Bedeutung und würde ihr helfen, Dinge zu erkennen.

Was mir Sorgen macht: Sie vertraut kaum noch Ärzten und möchte vieles lieber mit „Heilmitteln“ lösen. Sie hat sogar schon selbst versucht, Muttermale zu entfernen.

Sie sagt außerdem, sie sei froh, zu Gott gefunden zu haben und am glücklichsten wäre sie, wenn sie irgendwann bei Gott wäre, weil der aktuelle Zustand Deutschlands und der Welt so schlimm sei.

Sie schcikt mir auch immer komische Videos die bekloppt sind (Richtung Verschwärung) und ich habe auch schon versucht gegen zu kontern und ih logische sachen erklärt, dass das nicht stimmt, aber das bringt nichts, sie meint immer sie hat recht. Sie hat mir sogar videos geschickt, wo sie mich überzeugen will das die Erde einne Scheibe is.

Ich habe ihr schon oft gesagt, dass ich diese Themen nicht mehr hören möchte. Ich habe versucht zu diskutieren, ihr zu erklären, dass vieles davon nicht stimmt, und bin inzwischen sogar so weit, dass ich gesagt habe, ich breche den Kontakt ab, wenn es so weitergeht.

Das Problem ist: Sie akzeptiert diese Grenze kaum und fängt immer wieder damit an.

Auch in der Familie gibt es deswegen immer mehr Streit. Mein Onkel widerspricht ihr und versucht, ihre Aussagen zu widerlegen. Meine Mutter fühlt sich dadurch wahrscheinlich angegriffen und es eskaliert regelmäßig. Unsere Familie ist sowieso schon zerstritten und ich habe Angst, dass dadurch noch mehr Kontakte abbrechen.

Ich frage mich:

  • Wie würdet ihr das Verhalten meiner Mutter einschätzen?
  • Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Angehörigen gemacht?
  • Wie geht man am besten damit um, ohne jedes Gespräch in einen Streit ausarten zu lassen?
  • Sollte man versuchen, sie zu überzeugen, oder bringt das eher nichts?
  • Wie setzt man Grenzen, ohne die Beziehung komplett kaputtzumachen?
Ich bin einfach traurig, weil ich das Gefühl habe, meine Mutter verändert sich immer mehr und ich erkenne sie teilweise nicht wieder.
Normal und gesund ist das Verhalten sicher nicht, aber ändern wird man es auch nicht können.
 
Aus eigener, leidvoller Erfahrung:

Die Leute kriechen in dieses Grube hinein und krabbeln immer weiter. Man bekommt sie da nie wieder raus. Das einzige, was du für dich tun kannst, ist dich zu distanzieren.

Sag klar, dass die den Kontakt erheblich einschränkst, weil du dir den ganzen Mumpitz nicht mehr anhören möchtest.

Dann wirst du sehen, dass ihr all das längst wichtiger ist als alles andere.

Ich habe meinen Bruder an all das verloren, was du da beschreibst. Die Leute klicken sich von einem Quatsch zum nächsten.
 
Nun, traurig zu sagen, aber in/ab den Coronazeiten sind solche Gedankenwege "salonreif" geworden.
Mein Bruder, der zuvor schon extrem egoistisch, schwierig und asozial war, der ist durch diese Welle nicht mehr erträglich und ich habe den Kontakt zu ihm komplett blockiert. Mir persönlich tun solche Menschen nicht gut.
Ich glaube jedoch, bei einem Elternteil hätte ich es nicht geschafft komplett zu blockieren da ich persönlich meinen Eltern gegenüber für mich eine Verpflichtung des "kümmerns" sehen würde. Jedoch würde ich Abstand halten wenn der Kontakt mir schadet.
Denn ich kann mich nur anschließen: solche Menschen werden nicht von außen geändert.

Viel Glück wünscht Dir Grisu
 
Normal ist es nicht, ändern kann man solche Veränderungen auch nicht,
Wenn es Dich belastet, dann bleibt nur, dass Du den Kontakt zurückfährst auf ein Maß, dass für Dich ertràglich ist. Dazu musst Du Deiner Mutter aber klar sagen, weshalb Du Dich zurückziehst, alles andere wäre unfair.
Mit logischer Argumentation kommt man da leider nicht weiter.
 
Du kannst dir hier Rat suchen, wie du konkret im Dialog bleiben kannst, ohne dass es zum Bruch kommen muss:


Du hast sehr wenig Handlungsspielraum, denke ich. Ich kann den anderen nur zustimmen, es ist wahnsinnig anstrengend und schwierig.
 
Das ist schon traurig, wenn es die eigene Mutter betrifft.
Sie hat sich da in etwas verrannt/hineingesteigert und dieses "Verschwörungsdenken" zeigt schon etwas Anzeichen von Demenz oder psych. Wahnideen.
Du wirst nicht viel tun können, und solche Leute wollen auch nicht zum Arzt und sich behandeln lassen. Aber Kontakt abbrechen würde ich auch nicht, wenn es meine Mutter wäre.
Ich würde zwar den Kontakt etwas einschränken, aber ab und zu ihr zuhören und sagen, ja das könnte schon sein, das du das so wahrnimmst und gut das du mir das sagst. Nur dann halt die Grenze ziehen und sagen, ich kann das nicht so empfinden wie du.
 
Seitdem wird es meiner Meinung nach von Jahr zu Jahr schlimmer.
Das wird sich noch steigern, weil sie sich wahrscheinlich in entsprechenden "Verschwörungsforen" aufhält.

Wäre es nicht deine Mutter, würde ich zum Kontaktabbruch raten. Du kannst das begrenzen, indem du ihr verbietest, dir zig Videos und Links zu ihren Themen zu schicken. Wenn ihr miteinander sprecht, möge sie doch bitte ihre Themen bei dir nicht ansprechen. Daran wird sie sich nicht halten, weil sie in ihrer Blase lebt.

Ich hatte mal eine gute Bekannte, die mich mit dem Zeug zugemüllt hat per Mail und Whatsapp, die immer gen Himmel schaute, ob die Chemtrails wieder Gift versprühen. Diesen Kontakt habe ich abgebrochen, weil sie nur noch diese Themen hatte.

Ein langjährige ehemalige Freundin ging soweit, dass sie ihren schwerkranken Mann, als Heilpraktikerin, selbst behandelte, weil den Ärzten nicht zu trauen sei. Den Höhepunkt erreicht mit Corona. Das gäbe es nicht bli bla blubb. Auch diesen Kontakt gibt es nicht mehr.

Du wirst deine Mutter da nicht rausholen können, weil sie das gar nicht will und Hilfe nicht zulassen wird.
Du kannst deine Mutter aber auffordern, dich mit ihrer Ideologie in Ruhe zu lassen, du möchtest nicht missioniert werden.
 
Auf mich wirkt sie psychisch krank.
Ich würde ihr Gerede nicht so ernst nehmen und mich von ihr stärker distanzieren.
Sie lebt in ihrer eigenen Welt, in
ihrem eigenen Film. ...und nur dies ist ihr wichtig .
 

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