Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass ich vor großen Prüfungen an der Uni auch immer düstere Gedanken bekam, obwohl ich eigentlich nie Schwierigkeiten mit Noten hatte. Was weiß man, wieso man zu solchen Weltuntergangsstimmungen neigt. Mir hat Sport geholfen. Wann immer es los ging, bin ich eine Runde um den Block gelaufen oder auch mehr.
Ja, diese besondere Art von deprimierter Stimmung vor oder nach einer wichtigen Prüfungszeit hat z.B. in England einen passenden Namen:
Dort nennt man das den A -Student Blues. 😉
Denn gerade als intelligenter Mensch fragt man sich doch irgendwann, ob das Studium oder was man sonst gerade macht, sinnvoll ist, und ob das Leben für einen wirklich nur aus Studium, Prüfung und anschließend Arbeiten bestehen sollte.
Oder ob das Fach was man gewählt hat, wirklich das Richtige ist, auch wenn man dort gute Noten hat.
Das ist auch ganz richtig, daß man darüber mal gründlich nachdenkt, und sein Leben nicht nur auf gute Noten und Karriere machen ausrichtet...
Es ist einfach wichtig, daß man auch noch andere Dinge in seinem Leben hat, die einem was bedeuten, und nicht alles nur auf die berufliche Karriere ausrichtet, und auf Geld verdienen und das Geld dann für irgendwelche Statussymbole auszugeben.
Denn das alleine kann und sollte einen auch nicht zufrieden stellen, gerade wenn man nicht nur Streber, sondern ein wirklich intelligenter Mensch ist!
Vielleicht können diese Stimmungstiefs einem manchmal sogar nützlich sein, um mal in Ruhe zu überdenken, welche Ziele und Wünsche man im Leben überhaupt hat.
Und sich zu fragen, ob man denn im Studium seine wirklichen Wünsche und Begabungen berücksichtigt hat, oder nicht vielleicht eher das gemacht hat, was andere von einem erwartet haben...
Aber natürlich sollte man sich nicht zu sehr von dieser Stimmung runterziehen lassen.
Es ist vor allem wichtig, sich dann nicht zu sehr zu vergraben und isolieren, sondern den Kontakt zu Leuten die einem wirklich lieb und wichtig sind, sollte man auf jeden Fall halten.
Auch wenn es einem vielleicht schwerfällt, in dieser Stimmung mal rauszugehen und Leute zu treffen!
Sonst fängt man irgendwann an, sich gedanklich und gefühlsmäßig nur noch im Kreis zu drehen, und hat immer weniger Lust und Kraft dazu, aus diesem depressiven Gedankenkreisen wieder raus zu finden.