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Völlig unterfordert

  • Starter*in Starter*in Girasol
  • Datum Start Datum Start
Übrigens finde ich es keinen Wert an sich, viel und lang zu arbeiten. Wäre es nicht wünschenswert, wenn sich das jeder in gewissem Rahmen selbst aussuchen könnte? (natürlich mit jeweils entsprechendem Einkommen).

Der eine arbeitet nun mal für sein Leben gern, und ein anderer hat eben noch andere Interessen, denen er nachgehen will.

Und Freizeit bedeutet ja nicht automatisch, dass man ständig vor dem Fernseher hockt oder in der Sonne liegt. Man kann sich in dieser Zeit auch für andere Dinge engagieren, sich weiterbilden, ein Ehrenamt bekleiden usw.


Sehe ich ähnlich.
Wir haben zumindest Gleitzeit, ich kann mir also zwar nicht aussuchen, wie lange ich arbeite, aber zumindest, wann ich arbeite.
Ich hab mich eben dafür entschieden, früh anzufangen, um dann auch noch was vom Tag zu haben, ich hab ja z.B. auch noch nen Haushalt zu machen.
Mein Kollege stöhnt jeden morgen rum, wenn er kommt, dass er am Vortag wieder bis halb 8 im Büro war... ja, mein gott, dann soll er halt nicht erst um 10 kommen... selbst schuld.

Im übrigen ist es ja auch nicht immer automatisch was gutes, wenn man lange arbeitet... könnte ja auch ein Zeichen sein, dass man seine Arbeit in der Zeit, die andere dafür benötigen würden, nicht bewältigt. Klar gibt es mal Phasen, in denen hier richtig der Bär steppt, dann mach ich auch länger, aber wenn ich ansonsten meine Arbeit erledigt habe, warum sollte ich nicht früh gehen?
 
...um dann auch noch was vom Tag zu haben, ich hab ja z.B. auch noch nen Haushalt zu machen.


Ja genau. Ich wohne alleine und brauche natürlich auch meine Zeit für den Haushalt, Einkäufe, etc. Das nimmt mir nun mal keiner ab...

Ich selber definiere mich und meinen Wert übrigens nicht in erster Linie durch die Arbeit. Wichtig ist mir ein ausgefülltes, sinnvolles Leben - und dazu gehören viele Dinge, nicht nur die Arbeit.

Das kommt unter anderem daher, dass ich recht dominante Interessen habe, die sich leider beruflich nicht umsetzen lassen (Musik, Theater, Fotografie, ...). Also muss ich Kompromisse schließen. Ein Aufgeben meiner Interessen kommt nicht in Frage, denn sie gehören zu meinem Leben als wichtige Bestandteile meiner Persönlichkeit. Muss ich längere Zeit darauf verzichten geht auch meine berufliche Leistungsfähigkeit den Bach runter.
 
Ihr grenzt jetzt aber schon ab zw. selbständig und angestellt???

Wer will nicht mal seinen Interessen nachgehen, in den Garten fahren, Ausflüge machen etc...

Aber es ist nunmal so dass man für einen Großteil seiner Interessen arbeiten muss, von nichts kommt halt nichts.

Die Ansprüche allerdings muss jeder für sich selbst entscheiden.
Der eine ist mit seinem Golf zufrieden, der andere will halt Porsche fahren.
Man kann auch mit wenig zufrieden sein, alles Ansichtsache.
 
Mir ist schon klar, dass man in der Selbstständigkeit anderen Bedingungen unterliegt als in einem Angestelltenverhältnis.

Drum könnte ich mir eine Selbstständigkeit nur in einem Beruf vorstellen, der wirklich gut zu mir passt (dann würde ich beinahe automatisch viel arbeiten).

Da mein jetziger Beruf keinerlei leidenschaftlichen Gefühle in mir auslöst würde mir in dieser Branche eine Selbstständigkeit schwer fallen...
 
Das kommt unter anderem daher, dass ich recht dominante Interessen habe, die sich leider beruflich nicht umsetzen lassen (Musik, Theater, Fotografie, ...). Also muss ich Kompromisse schließen. Ein Aufgeben meiner Interessen kommt nicht in Frage, denn sie gehören zu meinem Leben als wichtige Bestandteile meiner Persönlichkeit. Muss ich längere Zeit darauf verzichten geht auch meine berufliche Leistungsfähigkeit den Bach runter.


So geht es mir auch, meine Freizeitinteressen gehören zu mir und ohne diese wäre ich einfach nicht glücklich und das wirkt sich dann natürlich auch auf die Arbeit aus.

@Micha: Sicher muss man für diese Interessen arbeiten, aber genau das ist es ja, wenn ich mich nur über die Arbeit definiere und für nichts anderes mehr Zeit bleibt, wofür arbeite ich denn dann?
Will sagen: ich arbeite, um mir ein angenehmen Leben nach meinen Vorstellungen zu ermöglichen, und lebe nicht, um zu arbeiten.
 
Hallo Arynia,

genau deshalb gibt es ja unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Meinungen/Bedürfnissen.

Der eine will ganz nach oben, dann muss er halt (meistens):

1. ackern
2. ackern
3. ackern
4. Freizeit

Der andere will ein gewisses Maß an Einkommen und hat vielleicht auch weniger Ansprüche. Um möglichst viel zu "leben" ist dann wohl ein Schema-F Angestelltenverhältnis besser.

Prinzipiell teile ich deine Meinung ja, aber irgendwie schlummert in mir halt doch der Wille nach Erfolg.

Es ist aber schon erstaunlich wie man sich manchmal darüber Gedanken macht, während andere so wie du sagst halt "leben" und scheinbar keine Probleme haben.
 
Eigentlich würde ich auch gern Erfolg haben und "nach oben" kommen.

In meinem jetzigen Beruf geht das aber nicht, weil dieser Beruf einfach nicht mein Ding ist (und noch nie war). Und das Thema Berufswechsel habe ich inzwischen nach mehreren gescheiterten Versuchen erstmal an den Nagel gehängt.

Jahrelang habe ich alles mögliche versucht, um mein Ziel doch noch zu erreichen. Aber ein Jobwechsel im Erwachsenenalter ist ziemlich schwierig. Immer fehlte irgendwas (die passenden Zeugnisse und Referenzen, ausreichende Erfahrungen, ...), oder man war schon zu alt, usw. Habe mich eine Zeitlang wirklich massiv auf Stellen beworben, die mich interessieren würden - keine Chance. Habe mich für Postgraduierten-Studiengänge beworben - ging nicht wegen meines für den neuen Weg "unpassenden Lebenslaufs". Und nicht zuletzt benötigt man für so einen Berufswechsel jede Menge finanzieller Reserven, die ich nicht habe...

Da ich nun mal keinen Beruf habe der zu mir passen würde, lebe ich nun sozusagen nach "Plan B". Und das bedeutet: arbeiten, um zu (über-)leben. Die Selbstverwirklichung findet ausserhalb der Arbeit statt.

Seitdem ich so lebe bin ich immerhin viel ausgeglichener geworden. Zuvor war ich oft sehr gestresst und genervt wegen der vielen vergeblichen Versuche, meinen Job zu wechseln. Sogar meine damalige Partnerschaft ist daran gescheitert. Inzwischen lebe ich mein Leben nach meiner Facon, bin entspannt und gar nicht mehr gestresst.

Interessanterweise finden mich nun viel mehr Leute sympathisch als zuvor und sind gern mit mir zusammen - eine ganz neue Erfahrung für mich...
 
Hi, mir geht es ja ähnlich.

Wenn ich mich heute umorientieren will geht das nicht so einfach. Berufserfahrung, Studium, entsprechende Zeugnisse etc. kann ich auch nicht vorweisen, obwohl ich mir 100% sicher bin, dass ich einsatzbereiter bin als manch anderer, und ich bin auch nicht blöd.

Es ist halt schwer. Ich versuche aber auch noch etwas zu leben bzw. ab und zu mal abzuschalten.

Wenn ich 1-2 Leute finden würde mit denene man gemeinsam Ideen verwirklichen könnte, wäre ich der glücklichste Mensch 🙁
 
Hi, mir geht es ja ähnlich.

Wenn ich mich heute umorientieren will geht das nicht so einfach. Berufserfahrung, Studium, entsprechende Zeugnisse etc. kann ich auch nicht vorweisen, obwohl ich mir 100% sicher bin, dass ich einsatzbereiter bin als manch anderer, und ich bin auch nicht blöd.

Es ist halt schwer. Ich versuche aber auch noch etwas zu leben bzw. ab und zu mal abzuschalten.

Wenn ich 1-2 Leute finden würde mit denene man gemeinsam Ideen verwirklichen könnte, wäre ich der glücklichste Mensch 🙁

@ michax: sag mal steht die firma so schlecht da? Geht die firma in den nächsten tagen pleite? Du und keine berufserfahrung? Dann warst du also die letzten jahre nciht arbeiten, hast also in der firma däumchen gedreht? Mensch junge, das ist doch berufserfahrung . . . du probierst es ja noch nicht mal dich woanders zu bewerben. du leitest ne eigene firma denkst du nicht das du dann evtl. die möglichkeit hast abteilungsleiter oder was ähnliches zu werden? manchmal braucht man nicht nur zeugnisse usw um was aus seinem leben zu machen.


@ girasol: bewerb dich woanders. was machst du denn beruflich? ich bin auch der typ der stress braucht und viel arbeit und ich habe meine beruflichen ziele. ich will sekretärin der geschäftsführung werden und komme meinem ziel mit kleinen schritten näher. bis vor 2 monaten habe ich noch in der buchhaltung gearbeitet und jetzt arbeite ich in ner pc firma und mache hotline und vertretung sekretariat. noch dazu darf ich bald ins kernkraftwerk fahren und in etwa 5 monaten bin ich dort die sekretärin (weil die eine weg soll). mag sein das es für den anfang nicht meine traum firma ist und am anfang es im kraftwerk langweilig sein mag aber dann kann ich die gelegenheit nutzen und ne weiterbildung machen. aber zumindestens mache ich sekretariatsaufgaben und das ist ja mein ziel - mein ziel aufzusteigen.

deswegen bewerb dihc, probier aus. ich bin 21, habe mit 16 meine ausbildung angefangen (ging 2 1/2 jahre) und war seitdem in 7 verschiedenen firmen, habe dadurch ne menge berufserfahrung und weiß was ich will, was ich werden möchte. also manchmal ist es eben wichtig ein RISIKO einzugehen. bewerb dich und wenn du genommen wirst dann nimm es an . . .
 

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