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Völlig unterfordert

  • Starter*in Starter*in Girasol
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Die hocken auch den ganzen Tag im Rathaus und spitzen Bleistifte. Aber anscheinend sind sie glücklich damit.

Ey Micha, gehts noch? Jetzt werde ich aber etwas sauer! Meinst du eigentlich, du bist der Einzige auf der Welt, der hart arbeitet?

Auch in Rathäusern und ähnlichen Institutionen gibt es Menschen, die ihr Geld wirklich durch Arbeit verdienen.

Ich selbst arbeite in einem ähnlichen Bereich und stand vor zwei Jahren vor Weihnachten kurz vor einem Herzinfarkt. Und das kam nicht vom Bleistiftespitzen.
 
Ich hatte einen Bekannten der in Florida eine Spätzles-Fabrik gebaut hat. Läuft wie Sau.

Ja, aber irgendwie - eigentlich wären viele, viele Leute froh, wenn sie einen Job hätten, der weiterführende Gedanken zuließe.
 
Wie dem auch sei, selbstständig machen werde ich mich nicht. Ich möchte meiner Branche auch treu bleiben, weil es eigentlich viel Spaß macht, nur in der jetzigen Firma nicht. Ich brauche eben eine Aufgabe, will was schaffen und mag Streß. Vielleicht schön blöde, aber so bin ich eben 😉
 
Hey Luisa, ich meinte damit welche aus meinem Bekanntenkreis, ich habe nicht gesagt, dass das überall so ist. Das war mehr ein Synonym für den ersten Beitrag hier, und um aufzuzeigen, dass es Leute gibt, die sich durchaus in so einem Job glücklich fühlen.

Und die zwei Kandidaten die ich meine haben wirklich nichts groß zu tun,
man kann ja verfolgen wie oft und wie lange sie im Internet rumsurfen oder
E-Mails schreiben. Und die Arbeitszeiten will ich gar nicht erwähnen.

Die freuen sich um 10 schon wenn sie um 3 Feierabend haben - das ist halt die klassiche Spaßgesellschaft, wenig Ansprüche, nur Party und "leben". Deshalb kann ich mir vergleichsweise mehr leisten als der knapp 10 Jahre ältere um den es hier geht. Ich muss aber gestehen, man beneidet sie trotzdem manchmal wenn man einen Tag hat an dem man um 22 Uhr völlig platt vom Business kommt.

Ich betone aber nochmals dass dies speziell auf die beiden zutrifft, wollte das nicht verallgemeinern und schon gar niemand angreifen. Wer´s so mag - bitteschön.

P.S: Kannte auch jemand von der Telekom bei dem es sehr ähnlich war. Raucherpausen alle 30 Min mit einem ausgiebigen Plausch. Die Leute haben sich aber auch nciht beschwert so wie die Hilfesuchende hier. Ich denke aber dass die Zeiten in den große Firmen, die für jede Aufgabe mehrere Personen "durchschleifen" können, langsam vorbei sind.

Noch was zu Girosol:

jeder muss auf seine Art glücklich werden. Ich weiß nicht, ob es die Erfüllung wäre, Geld bis Afrika zu haben und sich alles leisten zu können. Ich finde der Mensch braucht eine Aufgabe, für mich bringt es unheimlich viel wenn ich viel geleistet habe und mich dafür hinterher aber auch "belohne", man geht dem Feierabend viel froher entgegen, ok wird grade seltener, aber prinzipiell hätte ich auch sagen können mein reicher Pappi ist ja da wenn was ist, nein ich will selbst etwas tun.

Ich kenne wie gesagt Beispiele, die haben das Leben irgendwie nicht so recht begriffen oder leben halt in Ihrer eigenen Welt, sehen die Arbeit halt als Pflicht an, empfinden sie aber als lästig und sind über jede Minute "nichtstun" bzw. Freizeit glücklich wie ein Honigkuchenpferd.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir geht es in meinem Beruf ähnlich. Ich hab jetzt auch mal nach Boreout gegoogled und stelle viele Gemeinsamkeiten fest. Interessant fand ich, daß es doch sehr viele Menschen mit diesem Problem gibt, dachte ich bis jetzt, daß die meisten Menschen viel zu viel zu tun haben. Scheinbar teilt sich das ganz schön. Wenn die eine Hälfte die andere entlasten könnte, hätten wir gar kein Problem 😉

Das Schlimme daran ist ja nicht nur das Desinteresse und die "anerzogene Faulheit", sondern ich merke, daß ich immer mehr Selbstvertrauen dadurch verliere. Ich trau mir bestimmte Tätigkeiten selbst nicht mehr zu. Das ist noch viel schlimmer und betäubt mich umso mehr, mich für eine andere, anspruchsvollere Tätigkeit zu bewerben. Wenn ich mich mit Kollegen und Arbeitgebern unterhalte, meinen sie, ich hätte viel Potential etc., aber ich traue mir einfach selbst nicht. Das macht alles umso schwerer.
Ich bewerbe mich zwar schon, weil ich hier weg möchte, aber ich merke, daß es ebenfalls nur anspruchslose Arbeiten sind..einfach kein Vertrauen :-(
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir geht es auch so ähnlich. Vormittags in der Telefonzentrale, dass heißt dann warten, bis jemand anruft, hauptsächlich Gespräche vermitteln oder bisschen beraten und vor allem 4 Stunden Zeitung lesen. Nachmittags im selben "Verein" Langtexte nach Diktat schreiben, also tipppen, tippen, tippen und da ist dann entweder totaler Zeitdruck oder grade mal gar nix los (dann bleibt nur das Internet, weil Zeitung war ja schon).

Ich weiß auch, dass ich viel mehr "auf dem Kasten" hätte, bin aber trotzdem froh, überhaupt eine Vollzeitstelle zu haben. Ist in der heutigen Zeit ja alles nicht mehr so selbstverständlich. Zumal ich keinen Beruf gelernt habe, nur zwei abgebrochene Ausbildungen etc. Ich machs ja nur wegen der Kohle, leider hat es ansonsten nix mit meiner Person zu tun, nichts, wo ich mich persönlich einbringen oder etwas mitgestalten könnte.

Und sich selbstständig machen da gehört doch schon viel dazu, vorallem Risikobereitschaft und sicher kein Feierabend um vier. (dass ich jetzt nicht Zeitung lese sondern schreibe liegt nicht an einer getauschten Schicht, sondern am Urlaub 😀 ach, ist das schön... im Bett liegen und bäuchlings bisschen durchs Forum tippen...)
 
Gut zu wissen, dass ich mit meinem Problem nicht alleine da stehe. Ich bin wirklich nicht faul, mag Streß und Trubel und da kann der Feierabend ruhig später sein. Ist in meinem Job aber auch eigentlich normal, ich bin in der Logistikbranche. Ich kenne es sogar sehr gut, an Wochenenden und Feiertagen komplett durchzuarbeiten ohne Freizeitausgleich oder gesonderter Bezahlung. Und jetzt nur noch leere Stunden, das schafft mich. Ich kann Yassi nur zustimmen, das Selbstvertrauen geht durch diese Leere ganz schön den Bach runter. Uns selbstständig machen?? Mit einem LKW kommt man in der Branche heute nicht mehr weit. Und was anderes möchte ich nicht machen, ich bin Logistiker durch und durch.
 
Aber Hallo. Um 4 Feierabend? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann dies das letzte mal gewesen sein soll 🙂

Sicher, du hast in der Selbständigkeit Risiko und auch lange Arbeitszeiten, aber es ist ein anderes Arbeiten als irgendwo Hans in einer Firma. Jede Kleinigkeit die du machst, ist im Endeffekt für dich und nicht für andere.
Wahrscheinlich sind auch deshalb manche Leute so eingestellt, nach dem Motto ich verdiene mein Geld, wieso sollte ich dafür mehr tun.
 
Aber Hallo. Um 4 Feierabend? Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann dies das letzte mal gewesen sein soll 🙂

Das soll vorkommen... bei mir in letzter Zeit zum Glück sogar häufiger... 🙂

dafür fange ich aber auch um halb 7 an, verlasse um halb 4 das Haus und bin, wenn ich um 4 Feierabend habe um halb 7 zu Hause...

Wenn ich also länger machen würde, könnte ich gleich im Büro übernachten...🙄
 
Übrigens finde ich es keinen Wert an sich, viel und lang zu arbeiten. Wäre es nicht wünschenswert, wenn sich das jeder in gewissem Rahmen selbst aussuchen könnte? (natürlich mit jeweils entsprechendem Einkommen).

Der eine arbeitet nun mal für sein Leben gern, und ein anderer hat eben noch andere Interessen, denen er nachgehen will.

Und Freizeit bedeutet ja nicht automatisch, dass man ständig vor dem Fernseher hockt oder in der Sonne liegt. Man kann sich in dieser Zeit auch für andere Dinge engagieren, sich weiterbilden, ein Ehrenamt bekleiden usw.
 

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