Mich persönlich würde mal die Vorgeschichte interessieren. Ich komme selbst aus einem kleineren Ort und dort haben alle große Häuser gebaut. Nicht nur, um darin ihre Kinder großzuziehen, sondern auch in der Hoffnung, daß wenigstens ein Kind im Haus bleiben möchte und man im Alter dann 'Hilfe' hat.
Denn die Häuser sind ja nicht wirklich geeignet, um als älteres Ehepaar da später alleine zu leben.
Meine Eltern beispielsweise haben meinem Bruder und mir bereits als wir Anfang 20 waren das Haus überschrieben. Das Ganze mit Notar und an Bedingungen geknüpft wie 'lebenslanges Wohnrecht, das Haus darf nie von einem der Kinder bei der Bank für einen Kredit als Garantie angegeben werden, etc.'
Ihnen ging es auch darum, daß das Haus schon Jahrzehnte überschrieben ist, falls sie mal pflegebedürftig werden sollten, damit es zu ihren Lebzeiten nie verkauft werden muss.
Der große Traum war immer, dass mindestens einer von uns dort mit seiner Familie und Ihnen dauerhaft leben möchte.
Weder mein Bruder noch ich möchten da wohnen.
So fragt euch doch zuerst einmal:
Ist es euer Wunsch, dass der Sohn da lebt und sich dauerhaft wohl fühlt? Dann wäre es wohl ein relativ kleines Opfer, ihm auch bei der Weiterentwicklung des Hauses ein Mitspracherecht einzuräumen und auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Oder lasst ihr ihn da freundlicherweise wohnen, weil es keinen guten Grund gibt, ihm zu signalisieren, dass ihr es an der Zeit findet, dass er mal alleine lebt?
Wenn es in eurem eigenen Interesse ist, daß er so nah bei euch ist, sollte euch das auch lenken.