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Bekannter versteht nicht, dass ich kein Interesse habe

Also gestern habe ich ihn leider wieder angetroffen. Dachte mir, ich will jetzt nicht alle Veranstaltungen meiden, nur weil ER da ist. Er war aber so unangenehm, dass ich nachher mit einer Bekannten gegangen bin. Dass er starrt: ok. Aber wir haben uns mehrfach woanders hingestellt und er kam jedes Mal hinterher. Eine andere meinte auch: Du musst ihm das sagen. Wo ich dann meinte: Ich laufe die ganze Zeit vor ihm weg. Wie deutlich soll ich es denn noch zeigen!?
Ich glaube ich gehe in Zukunft erstmal nicht mehr dahin, wenn ich weiß, dass er da ist. Ich kann die Veranstaltung eh nicht genießen, wenn ich weiß, dass er mir wieder im Nacken sitzt. Die Bekannte die das organisiert hat, will immer "keinen Stress" und dass sich alle "gut verstehen". Und die Gruppe war jetzt auch nicht sooo groß, dass man ihm jetzt hätte den restlichen Abend aus dem Weg gehen können.
Wenn er es so nicht begreift, dann solltest Du es ihm deutlich sagen.
Warum tust Du das nicht und lässt Dich von ihm vertreiben?
 
Wo ich dann meinte: Ich laufe die ganze Zeit vor ihm weg. Wie deutlich soll ich es denn noch zeigen!?
Ich glaube ich gehe in Zukunft erstmal nicht mehr dahin, wenn ich weiß, dass er da ist

Hallo, fällt es Dir denn generell schwer, deutlich zu kommunizieren und zu sagen, was Du möchtest und was nicht? In einem öffentlichen Platz musst Du ja keine Angst vor ihm haben.

Und man sollte nie davon ausgehen, dass Leute genauso denken und fühlen, wie man selbst. Sehr oft kommt es deswegen zu Mißverständnissen, weil Menschen nicht offen und deutlich kommunizieren, sondern immer denken, dass der andere es doch schon begreifen müsse. Nein, tun viele aber nicht.

Du kannst auch vor dem Spiegel üben, klar und deutlich zu sagen, was Dich stört und was Du nicht mehr möchtest. Das hilft manchmal, dass man dann in der Situation selbstsicherer auftritt.
 
Also gestern habe ich ihn leider wieder angetroffen. Dachte mir, ich will jetzt nicht alle Veranstaltungen meiden, nur weil ER da ist. Er war aber so unangenehm, dass ich nachher mit einer Bekannten gegangen bin. Dass er starrt: ok. Aber wir haben uns mehrfach woanders hingestellt und er kam jedes Mal hinterher. Eine andere meinte auch: Du musst ihm das sagen. Wo ich dann meinte: Ich laufe die ganze Zeit vor ihm weg. Wie deutlich soll ich es denn noch zeigen!?
Ich glaube ich gehe in Zukunft erstmal nicht mehr dahin, wenn ich weiß, dass er da ist. Ich kann die Veranstaltung eh nicht genießen, wenn ich weiß, dass er mir wieder im Nacken sitzt. Die Bekannte die das organisiert hat, will immer "keinen Stress" und dass sich alle "gut verstehen". Und die Gruppe war jetzt auch nicht sooo groß, dass man ihm jetzt hätte den restlichen Abend aus dem Weg gehen können.

Willst du immer weglaufen, wenn irgendwas ist? Das ist doch kindisch und albern.

Es wurde hier zwar schon zigfach geschrieben, aber nochmal: nicht zeigen, sondern sagen. Er versteht es sonst wohl einfach nicht.
 
wir haben uns mehrfach woanders hingestellt und er kam jedes Mal hinterher.
Du musst ihm das sagen. Wo ich dann meinte: Ich laufe die ganze Zeit vor ihm weg. Wie deutlich soll ich es denn noch zeigen!?

Du tust genau das:
Du läufst vor deinem Problem weg.
Dadurch löst sich dein Problem aber nicht!
So langsam sollte das unübersehbar werden.

Dieser Mensch WILL deine Art der Kommunikation NICHT VERSTEHEN.
Daran kannst du nichts ändern.
Du machst weiter wie bisher,
er macht weiter wie bisher.
Höchstens verstärkt er sein Verhalten noch, da du ja Raum dafür schaffst.
Möchtest du das?

Änderst du dein Verhalten,
ändert sich dadurch die ganze Situation.
Und dadurch gewinnst du Einfluss, kommst raus aus deiner bisherigen, duldsamen Opferhaltung.
 
Dass er starrt: ok. Aber wir haben uns mehrfach woanders hingestellt und er kam jedes Mal hinterher. Eine andere meinte auch: Du musst ihm das sagen. Wo ich dann meinte: Ich laufe die ganze Zeit vor ihm weg. Wie deutlich soll ich es denn noch zeigen!?
Kommunikation ist das, was beim Gegenüber ankommt. Du glaubst, du zeigst deutlich deine Ablehnung, er sieht nur eine Frau, die von A nach B geht. Die andere Frau hatte Recht: Du musst ihm das sagen. Keine Drama-Vorstellungen, einfach nur: "Ich habe den Eindruck, dass du mir nachläufst, lass' das bitte, ich möchte keinen weiteren Kontakt zu dir!"

Weil er ein unsicherer Typ ist, wird er wahrscheinlich herumkaspern und so etwas sagen wie: "Ach, das war doch alles nicht so gemeint ..." Darauf nicht eingehen. Du könntest dann z.B. sagen: "Lass mich jetzt einfach in Ruhe, dann sind wir beide zufrieden." Dann wegdrehen und fertig.
 
In der perfekten Welt gäbe es solche Männer nicht.

So simpel ist es leider nicht.
Hier ist es ja nun wohl so, dass so das wirkliche klare "NEIN" irgendwie noch gar nicht von der TE gekommen ist.
Alles halt (aus verständlichen Gründen) eher indirekt und diplomatisch.
Es gibt Männer, die sind schlichtweg nicht im Stande, so subtile Signale zu verstehen oder sie wollen es nicht.
Am Ende kommt das sicherlich auf das Gleiche hinaus.

Andererseits gibt es sicherlich auch die ein oder andere Frau, die sich auch durchaus wünscht mal etwas hartnäckiger erobert zu werden, von einem Mann, der nicht gleich die Flinte ins Korn wirft.
Als ich ein Kind war (in den 90igern) da habe ich ständig von irgendwelchen Bekannten meiner Eltern so Storys gehört im Sinne von "Mein Gott, der hat mich am Anfang so genervt und ich habe ihm 20 Körbe gegeben, aber er hat nicht aufgegeben und tja, jetzt sind wir verheiratet und haben 3 Kinder"..

Was ich bisher gelesen habe, würde ich noch an den äußeren Rändern, der Hartnäckigkeit einordnen. Übergriffig ist das in meinen Augen (noch) nicht.
@Eisblume beim nächsten Mal am Besten klare Worte finden, gerne auch im Beisein, von anderen Leuten, wenn du dich unter 4 Augen nicht traust.
Musst ja nicht gleich die Atombombe werfen, aber ihm schon klar sagen "Du Mr. XY ich merke schon, dass du Interesse an mir hast, und ich sage dir deutlich, ich habe keins an dir"..Denke, dass sich das Thema dann mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig erledigt haben wird.
 
So simpel ist es leider nicht.
Hier ist es ja nun wohl so, dass so das wirkliche klare "NEIN" irgendwie noch gar nicht von der TE gekommen ist.
Alles halt (aus verständlichen Gründen) eher indirekt und diplomatisch.
Es gibt Männer, die sind schlichtweg nicht im Stande, so subtile Signale zu verstehen oder sie wollen es nicht.
Am Ende kommt das sicherlich auf das Gleiche hinaus.

Andererseits gibt es sicherlich auch die ein oder andere Frau, die sich auch durchaus wünscht mal etwas hartnäckiger erobert zu werden, von einem Mann, der nicht gleich die Flinte ins Korn wirft.
Als ich ein Kind war (in den 90igern) da habe ich ständig von irgendwelchen Bekannten meiner Eltern so Storys gehört im Sinne von "Mein Gott, der hat mich am Anfang so genervt und ich habe ihm 20 Körbe gegeben, aber er hat nicht aufgegeben und tja, jetzt sind wir verheiratet und haben 3 Kinder"..

Was ich bisher gelesen habe, würde ich noch an den äußeren Rändern, der Hartnäckigkeit einordnen. Übergriffig ist das in meinen Augen (noch) nicht.
@Eisblume beim nächsten Mal am Besten klare Worte finden, gerne auch im Beisein, von anderen Leuten, wenn du dich unter 4 Augen nicht traust.
Musst ja nicht gleich die Atombombe werfen, aber ihm schon klar sagen "Du Mr. XY ich merke schon, dass du Interesse an mir hast, und ich sage dir deutlich, ich habe keins an dir"..Denke, dass sich das Thema dann mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig erledigt haben wird.

Ich verstehe, was du sagen möchtest.
Und nonverbale Kommunikation kann missverständlich sein oder bewusst ignoriert werden.
Mir ist etwas dennoch sehr wichtig:
Sprache kann gefährlich sein und nicht nur unser Denken aufzeigen, sondern auch beeinflussen.
In sensiblen Bereichen wie diesem hier finde ich es daher überaus wichtig, sensibel damit umzugehen.

In diesem Zusammenhang hier den Hinweis auf die nach genervten 20 Körben mit ebendiesem Gekorbten verheirateter Frau...
Das ist nicht ohne.

Es kann sehr verharmlosend wirken, als subtile Schuldumkehr dieser Belästigung gesehen werden.
Die Verantwortung für das distanzlose Verhalten so eines Mannes wird so der Frau übergestülpt.

Sie weicht ständig aus, geht immer wieder weg. Eine klare Form von Ablehnung, die eben nicht verstanden werden will. Selbst dem größten Holzklotz unterstelle ich soviel Hirn.
Dass mehrere Körbe Teil der Eroberung/des Spiels sein können, kann man als Verharmlosung von Stalkingmustern, emotionaler Nötigung, interpretieren.
Denn jemand, der konsequent nonverbale Kommunikation ignoriert, zeigt mindestens solche Ansätze.

Die "Hartnäckigkeit" sollte sich schon aus etwas speisen, aus positiven Signalen, einen wahrnehmbaren widerwilligen Interesse z. B. (meist, weil Anziehung da ist, jedoch Kopf die Bremse zieht).
 
Es kann sehr verharmlosend wirken, als subtile Schuldumkehr dieser Belästigung gesehen werden.
bisher hat sich der hier im Thread beschriebene Mann, noch keiner Belästigung schuldig gemacht.

Die "Hartnäckigkeit" sollte sich schon aus etwas speisen, aus positiven Signalen, einen wahrnehmbaren widerwilligen Interesse z. B. (meist, weil Anziehung da ist, jedoch Kopf die Bremse zieht).
Das sagt sich so einfach.
In der Realtität wird halt auch mal etwas falsch interpretiert oder man verfällt in Wunschdenken und und und..
 
Mir liegt das am Herzen, dass ich KI nachstehend dazu etwas zusammenfassen ließ. Vielleicht wird dir, @Eisblume , die Situation noch etwas bewusster und du kannst ins dringend nötige Handeln kommen. Womit du auch den Mann schützen würdest, wenn dein Antrieb für Selbstschutz nicht ausreicht:
Stellst du verbal ein deutliches Stoppschild auf, kann ihm das helfen, aus seinem jetzigen Verhaltensmuster auszusteigen und nicht möglicherweise (!) irgendwann zu eskalieren.

Jetzt darf KI sich um grey zone und Gesellschaft kümmern:

Unsere Gesellschaft tut sich oftmals noch immer schwer damit, subtilere Formen von Stalking und Grenzüberschreitungen ernst zu nehmen. Wenn nonverbale Ablehnung ignoriert und das Verhalten von Umstehenden verharmlost wird, spricht man oft von "Micro-Aggressions" oder "Grey-Zone-Behaviors". Diese Dynamiken werden gesellschaftlich häufig bagatellisiert, obwohl sie für die Betroffenen massiven psychischen Stress bedeuten. [1]

Hier sind die zentralen Gründe, warum dieses Verhalten oft falsch eingeordnet wird:

Fokus auf physische Gewalt:
Vielen ist nicht bewusst, dass Stalking nicht erst bei direkter Bedrohung oder Verfolgung beginnt. Das systematische Ignorieren von Grenzen und nonverbaler Ablehnung ist bereits psychische Gewalt.

Täter-Opfer-Umkehr (Victim-Blaming):
Das Umfeld relativiert solche Taten oft mit Sprüchen wie „Er meint es doch nur gut“ oder „Sei doch nicht so empfindlich“.
Das verschiebt die Verantwortung vom Täter auf die betroffene Person.

Soziale Normen:
Auf Veranstaltungen herrscht oft eine „Kumpel-Stimmung“. Wer hier aufdringliches Verhalten kritisiert, wird schnell als „Spaßbremse“ abgestempelt.

Es ist absolut berechtigt, sich durch dieses Verhalten unwohl zu fühlen. Nonverbale Zurückweisung (wie Wegdrehen, Schweigen oder das Suchen von Distanz) ist eine klare Grenze. Wer diese ignoriert, zeigt mangelnden Respekt und überschreitet eine persönliche Schwelle.
 

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