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Trauer und Angst ,Reaktion Ehemann

Ich denke es würde dir vielleicht helfen wenn du das Thema mit deiner Mutter mit deiner freundin gesprichst. Sie scheint da ja sehr ähnlich wie du zu fühlen und es hilft dir sicher mehr als wenn dein Mann sich aus "pflichtgefühl" vor dir verstellt. Natürlich brauch deine Freundin nun auch unterstützung und freiraum um selbst erstmal zu trauern. Meiner Erfahrung nach schließt das eine aber nicht das andere aus.

Oder was auch sehr hilfreich sein kann ist direkt mit deiner Mutter darüber zu sprechen.

Von außen jetzt Tipps zu geben ist allerdings schwer da keiner hier deine genaue Familäre Situation kennt und wie die menschen deines Umfeldes so drauf sind.
 
Die meisten Menschen, die ein gesundes und liebevolles Verhältnis zu ihren Eltern haben, sind sich ab einem gewissen Alter bewusst, dass der Tag x mal kommen wird.

Natürlich wird einem das nochmal verdeutlicht, wenn im engsten Freundeskreis ein solcher Fall eintritt.

Und glaube mir - es spielt keine Rolle, wie alt jemand geworden ist - am Ende ist man darauf nicht vorbereitet....

Aber: Du schreibst, dass dir sehr bewusst ist, dass dein Mann alles andere als eine enge und liebevolle Verbindung zu seiner Mutter hat und dass es gute Gründe dafür gibt, dass er im Todesfall keinen tiefen Schmerz empfinden würde. Findest du nicht, dass du von ihm dann etwas viel erwartest, wenn du meinst, er müsste deine Angst glaubhaft teilen?
 
Nein, er muss meine Angst nicht teilen, er soll sie nur nicht als völlig absurd darstellen.

Er kann deine Angst aber nunmal nicht verstehen, weil er keine liebevolle Mutter hat, die ihm wichtig ist und die ihm fehlen würde.

Gehört zu einer guten Ehe nicht auch dazu, dass man dahingehend sehr ehrlich miteinander ist, wenn man Familie aus der Vergangenheit nicht als Bereicherung, geschützten Raum und behütetem Zuhause erlebt hat?

Wie soll dein Mann da in der Lage sein, deine Gefühle zu teilen oder zugewandt darauf zu reagieren?

JEDES Kind kämpft um die Liebe und Zuwendung seiner Eltern. Das liegt in unserer DNA. Dein Mann hat sich auch nach liebevollen Eltern gesehnt und wurde tief enttäuscht.

Er ist nicht der richtige Ansprechpartner, wenn du nun Trost wünscht, weil dir aufgrund eines Todesfalls im Freundeskreis bewusst wurde, dass du eines Tages auch deine liebe Mama gehen lassen musst.

Er hatte nie eine liebe Mama. Das ist sein Schmerz. Erkennst du das an?
 
Ich habe dies zu meinem Mann gesagt und gleichzeitig meine Angst vor diesem Augenblick ausgedrückt, wenn meine Mama (75) mal stirbt.

Versuche vielleicht mehr Zeit mit deiner Mutter zu verbringen, habt eine tolle Zeit, macht Unternehmungen zusammen und erinnert euch noch lange daran, damit ihr euch beide wohl fühlt. Und ich kann nichts versprechen, dass es das 100%ig wirklich gibt, aber manche glauben auch an sowas wie an ein Leben nach dem Tod. Glaubt man verschiedenen Kommentatoren im Internet, so scheinen sie darin einen Trost zu finden. Aber zuviel beschäftigen sollte man sich vielleicht lieber nicht damit, nicht das man vergisst am Leben zu sein und Erfahrungen zu sammeln und eine spitzen Zeit zu haben und die beinhaltet auch mal frei sich eine Arbeit auszusuchen, und wenn es nur hobbymäßig ist. 🙂

Er meinte, dass Angst ja wohl fehl am Platz wäre, da jeder mal stirbt.
Obwohl ich weiß, dass ihm der Tod seiner Mutter nichts ausmachen wird ( sie ist ein a…) , finde ich, dass man in einer langen, langen Ehe doch die Ängste de anderen nicht einfach so wegwischen darf, oder?

Nimms ihm nicht so krumm, besonders wenn nichts Schlimmeres vorgefallen sein sollte! Wer weiß, könnte er sich im Laufe seines Lebens verändert haben? Von einem Menschen mit mehr Gefühl zu einem Menschen mit weniger Gefühl? Und vielleicht könntest du ihm ja sagen, dass du traurig bist darüber und du trotzdem Angst hast und gerne sowas wie Mitgefühl, weniger Angst haben willst oder wie du darüber denkt wegen der Sache?

Nach dieser Äußerung bin ich so fassungslos, dass ich am liebsten sofort gehen würde.

Es scheint dich doch hoffentlich geliebt zu haben damals schon und auch jetzt noch, trotz seiner Erfahrungen mit seiner Mutter? Offenbar ja, oder? Also, wer weiß, hat er es vielleicht nicht so gemeint und nur im Augenblick an seine Mutter gedacht?

Du musst nicht alles beantworten, aber vielleicht ist ja was für dich dabei worüber du nachdenken willst.
 
Er kann deine Angst aber nunmal nicht verstehen, weil er keine liebevolle Mutter hat, die ihm wichtig ist und die ihm fehlen würde.

Gehört zu einer guten Ehe nicht auch dazu, dass man dahingehend sehr ehrlich miteinander ist, wenn man Familie aus der Vergangenheit nicht als Bereicherung, geschützten Raum und behütetem Zuhause erlebt hat?

Wie soll dein Mann da in der Lage sein, deine Gefühle zu teilen oder zugewandt darauf zu reagieren?

JEDES Kind kämpft um die Liebe und Zuwendung seiner Eltern. Das liegt in unserer DNA. Dein Mann hat sich auch nach liebevollen Eltern gesehnt und wurde tief enttäuscht.

Er ist nicht der richtige Ansprechpartner, wenn du nun Trost wünscht, weil dir aufgrund eines Todesfalls im Freundeskreis bewusst wurde, dass du eines Tages auch deine liebe Mama gehen lassen musst.

Er hatte nie eine liebe Mama.
Nun, ich denke, dass daraus bei dir selbst eine leidvolle Erfahrung spricht.
Ja, er hatte diese Mama nicht. Und diesen Weg bin ich mit ihm gegangen.
Er hat aber auch die Zuneigung meiner Mutter erfahren dürfen und es ist nicht fair mir gegenüber eine spontan geäußerte Angst vor Verlust so lapidar abzutun.
Darum ging es mir.
Nicht mehr und nicht weniger.
 
Nun, ich denke, dass daraus bei dir selbst eine leidvolle Erfahrung spricht.
Ja, er hatte diese Mama nicht. Und diesen Weg bin ich mit ihm gegangen.
Er hat aber auch die Zuneigung meiner Mutter erfahren dürfen und es ist nicht fair mir gegenüber eine spontan geäußerte Angst vor Verlust so lapidar abzutun.
Darum ging es mir.
Nicht mehr und nicht weniger.

Das mag sein, dass du dir eine andere Reaktion gewünscht hättest. Aber das ist ein Kommunikationsthema zwischen euch beiden.

Dann mach eben keine Äußerung mit Erwartungshaltung und stell keine offene Frage. Sag ihm konkret, was du jetzt von ihm brauchst: 'Schatz, ich brauche jetzt eine feste Umarmung von dir, weil ich gerade ganz stark mit meiner Freundin mitfühle und mir vorstelle, es wäre meine Mama und ich müsste da durch...'

Er sieht nur, dass deine Mutter aktuell rüstig und fit ist und keine akute Gefahr besteht.

Tag x ist für ihn weit entfernt und er sagt dir ganz realistisch, dass du irgendwann da durch musst, aber der Tag nun nach jetzigem Kenntnisstand nicht kurz bevor steht. Genieße lieber besonders intensiv die noch verbleibende Zeit, wo du deine Mama an deiner Seite weißt.
 
Er hätte da empathischer sein können. Rede noch einmal mit ihm und sage ihm was dir gefehlt hat und du darüber gerne mit ihm drüber reden möchtest, so wie du hier geschrieben hast.
 

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