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Trauer und Angst ,Reaktion Ehemann

Mere53

Mitglied
Hallo zusammen, heute habe ich erfahren, dass die Mutter einer meiner besten Freundinnen recht plötzlich an einer Krebserkrankung verstorben ist.
Sie war Ende 70. Ich bin mit meiner Freundin sehr traurig.
Ich habe dies zu meinem Mann gesagt und gleichzeitig meine Angst vor diesem Augenblick ausgedrückt, wenn meine Mama (75) mal stirbt.
Er meinte, dass Angst ja wohl fehl am Platz wäre, da jeder mal stirbt.
Obwohl ich weiß, dass ihm der Tod seiner Mutter nichts ausmachen wird ( sie ist ein a…) , finde ich, dass man in einer langen, langen Ehe doch die Ängste de anderen nicht einfach so wegwischen darf, oder?
Nach dieser Äußerung bin ich so fassungslos, dass ich am liebsten sofort gehen würde.
 
Nicht jeder kann und möchte über Tod und Schmerz sprechen...

Wenn dein Mann keine enge Bindung und Liebe zwischen Eltern und Kind erlebt hat, ist das sehr traurig. Sprecht ihr darüber und arbeitet das auf?

Je nach persönlicher Geschichte kann er dir da nicht authentisch beistehen in der aktuellen Situation. Soll er sich so verhalten, wie es angemessen wäre, auch wenn es vorgespielt ist?
 
Ich habe dies zu meinem Mann gesagt und gleichzeitig meine Angst vor diesem Augenblick ausgedrückt, wenn meine Mama (75) mal stirbt.
Er meinte, dass Angst ja wohl fehl am Platz wäre, da jeder mal stirbt.
Ja Männer sind da anders gestrickt, leider.
So eine Antwort hätte von meinem auch kommen können.
Der haut auch öfters sowas raus, ohne nachzudenken.
Ein bisschen Wahrheit ist in der Aussage schon dabei...jeder stirbt mal und es bringt einem nichts, nun ständig Angst zu haben (meine Mutter ist 93, ich denke jeden Tag, ob sie wohl noch lebt)
Am besten, du redest in einer ruhigen Minute nochmal mit deinem Mann und sagst ihm, wie sehr dich die Aussage getroffen hat und es wäre auch netter gegangen.
Meistens sagt er dann, ich habe das nicht so gemeint, du kennst mich doch.
 
Ja Männer sind da anders gestrickt, leider.
So eine Antwort hätte von meinem auch kommen können.
Das ist kein Geschlechterding.

Ich bin eine Frau, von mir hätte das auch kommen können. Ich halte es für sinnfrei, sich Sorgen um Dinge zu machen, die noch gar nicht eingetreten sind.
Wenn man so gehäkelt ist, also so rein pragmatisch und weniger emotional, dann ist man deswegen kein schlechterer Mensch.

Liebe @Mere53, wenn das allein schon ausreicht, dass du "am liebsten sofort gehen würdest", ist bei euch entweder noch mehr in deutlicher Schieflage oder du übertreibst maßlos. So eine Aussage allein ist kein Trennungsgrund - was machst du denn, wenn der Mann mal was wirklich Schlimmes macht?
 
Nicht jeder kann und möchte über Tod und Schmerz sprechen...

Wenn dein Mann keine enge Bindung und Liebe zwischen Eltern und Kind erlebt hat, ist das sehr traurig. Sprecht ihr darüber und arbeitet das auf?

Je nach persönlicher Geschichte kann er dir da nicht authentisch beistehen in der aktuellen Situation. Soll er sich so verhalten, wie es angemessen wäre, auch wenn es vorgespielt ist?
 
Manchen fällt es leichter diese Sachen wegzuwischen. Vielleicht meint er es wortwörtlich und versteht die Angst nicht. Oder er möchte einfach nicht über sowas nachdenken und sprechen. Elegant ist das nicht, aber wenn sonst alles passt, würde ich das Thema einfach mit anderen Leuten besprechen.
 
Wie geht er denn normalerweise mit deinen Problemen um? ist der da Einfühlsam oder ist das allgemein ein Punkt in eurer Ehe das dir nicht gefällt?

Das Thema Tod ist eines mit dem viele Menschen ein Problem haben und sehr unterschiedlich damit umgehen oder dieses halt umgehen. Du könntest versuchen darüber mit ihm offen zu reden und vielleicht hat er dazu wirklich kein Gefühl und kann es auch nicht Nachfühlen, dann kannst du ihn nicht dazu zwingen Ehe oder nicht. Er ist und bleibt ein Mensch.

Da wieder die Geschlechterschublade rauszuholen finde ich etwas kurz gedacht aber nunja.
 
Ich antworte jetzt mal auf alle Beiträge, auch wenn ich nur einen zitiere, weil ich nicht weiß, wie ich das sonst machen soll:
Ja, mein Mann und ich reden ganz ganz viel über alles, Familiendinge und auch sonst.
Mit sofort gehen meinte ich keine Trennung, sondern aus der Situation raus.
Was ich auch getan habe.
Ich bin ein Einzelkind und aus meiner Ursprungsfamilie ist nur noch meine Mama da. Ich habe nicht tagtäglich Angst, sie zu verlieren, aber dennoch Angst vor diesem Augenblick.
Dass meine Freundin diesen Verlust gerade durchleben muss, hat mir das wieder vor Augen geführt.
Ich freue mich für Jeden und Jede , die und derdiese Ängste niemals hat.
 
Ich antworte jetzt mal auf alle Beiträge, auch wenn ich nur einen zitiere, weil ich nicht weiß, wie ich das sonst machen soll:
Ja, mein Mann und ich reden ganz ganz viel über alles, Familiendinge und auch sonst.
Mit sofort gehen meinte ich keine Trennung, sondern aus der Situation raus.
Was ich auch getan habe.
Ich bin ein Einzelkind und aus meiner Ursprungsfamilie ist nur noch meine Mama da. Ich habe nicht tagtäglich Angst, sie zu verlieren, aber dennoch Angst vor diesem Augenblick.
Dass meine Freundin diesen Verlust gerade durchleben muss, hat mir das wieder vor Augen geführt.
Ich freue mich für Jeden und Jede , die und derdiese Ängste niemals hat.

Die meisten Menschen, die ein gesundes und liebevolles Verhältnis zu ihren Eltern haben, sind sich ab einem gewissen Alter bewusst, dass der Tag x mal kommen wird.

Natürlich wird einem das nochmal verdeutlicht, wenn im engsten Freundeskreis ein solcher Fall eintritt.

Und glaube mir - es spielt keine Rolle, wie alt jemand geworden ist - am Ende ist man darauf nicht vorbereitet....

Aber: Du schreibst, dass dir sehr bewusst ist, dass dein Mann alles andere als eine enge und liebevolle Verbindung zu seiner Mutter hat und dass es gute Gründe dafür gibt, dass er im Todesfall keinen tiefen Schmerz empfinden würde. Findest du nicht, dass du von ihm dann etwas viel erwartest, wenn du meinst, er müsste deine Angst glaubhaft teilen?
 

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