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Neustarts, Plan B und C

Hast Du Tipps für mich, wie ich dahin komme? Wie hast Du es geschafft?
Ich war fünf Wochen im Koma...( wegen eines Unfalls) nachher schien es noch lange, dass ich vom Hals weg gelähmt bleibe...naja und etliche liebe Leute sind nicht mehr etc etc...- da relativiert man dann automatisch und wird sowieso "belehrt".

Ganz ehrlich, bei dir mache ich mir keine Gedanken, du schaffst diese paar Hürden sicher auch noch locker, nach dem, was dir nach diesen Schocks schon wieder gelungen ist. Alle Achtung, meinen Respekt!
 
Wann immer du etwas zum Job geschrieben hast hab ich das als sehr belastet und wenig erfreulich empfunden. Vielleicht würde dir das ja neuen Schwung und auch eine neue Perspektive geben.
Das stimmt, diese Wahrnehmung. Meine Wahrnehmung ist in letzter Zeit genau so. Anstatt mich im Job zu fordern und zu guten Leistungen zu motivieren, ist es eine reine Last.
Das ist aber aktuell Vieles für mich im Privatleben auch. Sei es Selbstfürsorge oder Kontakte zu pflegen.

Mein Problem ist nicht der Job, den ich habe, sondern ganz weit gefasst: Mein Mindset.

zB das Thema Geld und Wohnung: Wie gehe ich damit um?
Montag hat es mich fix und fertig gemacht, ich fühlte mich ausgeliefert und um alles betrogen..Habe alles damit zusammenhängende schwarz gemalt..Es hat mich auch völlig gelähmt zu arbeiten..
Aber über den gesamten Tag hinweg bis zum Abend habe ich die Kurve bekommen zu der Einsicht, dass ich mir mit dem Wohnungswechsel einfach Erleichterung verschaffen kann. Vielleicht habe ich sogar noch extra Glück und die neue Bude ist der wahrgewordene Junggesellentraum. Oder vielleicht ziehe ich doch zu meiner Partnerin und es hebt unsere Beziehung auf ein ganz neues Level.

Aber auch mit dieser Erkenntnis ist es nicht so leicht, sich gedanklich einfach mal so umzupolen..Dahin müsste ich aber irgendwie kommen.
Ich denke, mein Problem wird nicht durch den Job verursacht und durch einen anderen gelöst..

Ich war fünf Wochen im Koma...( wegen eines Unfalls) nachher schien es noch lange, dass ich vom Hals weg gelähmt bleibe...naja und etliche liebe Leute sind nicht mehr etc etc...- da relativiert man dann automatisch und wird sowieso "belehrt".

Ganz ehrlich, bei dir mache ich mir keine Gedanken, du schaffst diese paar Hürden sicher auch noch locker, nach dem, was dir nach diesen Schocks schon wieder gelungen ist. Alle Achtung, meinen Respekt!
Das ist natürlich eine richtig heftige Geschichte! Ich finde deine Art zu schreiben echt ganz toll, das klingt so abgeklärt, aber nicht im Sinne von kühl, sondern zuversichtlich und positiv. "Komme was wolle" - Respekt!

Wie gesagt, schnell umgepolt kriege ich mich nicht, selbst wenn mir das bewusst ist. Ich kann mir jetzt auch nicht irgendwelche Mindfulness Podcasts reinzimmern und dann wird alles wieder fein. Ich möchte dennoch irgendwie lernen, diese Seite zu verändern.

In den letzten 14 Tagen habe ich zwei unterschiedliche Male fast das gleiche gehört, im Kern: Unsere gesamte Wahrnehmung oder das Gefühl, glücklich zu sein, wird nur zu etwa 10% von außen beeinflusst. 90% sind unsere Haltung unser Handeln und auch Veranlagung.

Bei mir hängt vieles sehr stark von den 10% ab. Viel zu vieles und viel zu stark.
Wenn man es komplett auf die andere Seite schafft, sich von den 10% gar nicht groß tangieren zu lassen, dann kann man einfach alles Schöne genießen und allem schlechten den Mittelfinger zeigen. Finde ich sehr bewundernsert, bin ich aber meilenweit von entfernt.

Wie gesagt, schnell umgepolt kriege ich mich nicht, selbst wenn mir das bewusst ist. Ich kann mir jetzt auch nicht irgendwelche Mindfulness Podcasts reinzimmern und dann wird alles wieder fein. Ich möchte dennoch irgendwie lernen, diese Seite zu verändern. Und auch nicht alles zu zergrübeln...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, schnell umgepolt kriege ich mich nicht, selbst wenn mir das bewusst ist. Ich kann mir jetzt auch nicht irgendwelche Mindfulness Podcasts reinzimmern und dann wird alles wieder fein. Ich möchte dennoch irgendwie lernen, diese Seite zu verändern.
Eine neue Situation, die das eigene Leben verändert, muss man erst einmal schlucken. Danach folgt die Akzeptanz. Wenn ich eine Situation akzeptiere, kann/muss ich mich auf das konzentrieren, was vor mir liegt und welche Schritte ich gehen werde. Videos/Podcasts halte ich für kontraproduktiv, da sie nicht deine eigenen Gefühle und Gedanken widerspiegeln.

Mir hilft es, mir einen Pro- und Contra-Zettel zu machen, was spricht dafür, was dagegen, was kann ich umsetzen, was ist unrealistisch? Was sagt mein Bauch, was mein Gefühl?

Zu deiner Freundin würde ich (noch) nicht ziehen, im schlechtesten Fall kann das, in deinem jetzigen Umbruch, zu neuen Konflikten führen.
 
Wie gesagt, schnell umgepolt kriege ich mich nicht,

Es ist egal, welches Naturell wir haben. Wichtig wär, es zu kennen und dementsprechend gut zu sich zu sein- auf sein Naturell Rücksicht zu nehmen.

Ich denke da an deine Idee, dir statt eine kostengünstigere Schutzburg und Rückzugsbleibe zu suchen, eine Familie aufzuladen wieder. Mag sein, dass sie alle sehr lieb sind, sie werden dich nicht wegbeamen können, du musst dann deren Familiensorgen auch zu deinen machen und sehr viel mehr zusätzlich jonglieren müssen- wo du nicht einfach sagen kannst, ich ruh mich aus.

Ich kenne keine Frau mit Kindern, die die Kinder nicht zum Zentrum ihres Daseins macht. Deren Wichtigkeiten müssen dann auch deine sein dort. Packst du das so schnell schon...??
 
Eine neue Situation, die das eigene Leben verändert, muss man erst einmal schlucken. Danach folgt die Akzeptanz. Wenn ich eine Situation akzeptiere, kann/muss ich mich auf das konzentrieren, was vor mir liegt und welche Schritte ich gehen werde.
"Schritte" und "was vor mir liegt"..
Ich glaube ich versuche bisher einen Ansatz zu finden mit dem ich mir grundsätzlich ein anderes Mindset zulegen kann. Damit ich anders reagieren kann oder Verhaltensweisen, grübeln zB, ablegen kann. Quasi Veränderung von groß nach klein.

Die andere Herangehensweise wäre von klein nach groß, keine Grundsatz Arbeit, sondern eine top 5 oder top 3 oder nur top 1 Liste: Was ist jetzt gerade akut?
Wo muss ich gerade Zeit und Energie reinstecken?

wäre das vielversprechender?
Ich habe nun mal die Angewohnheit auch in die Zukunft zu blicken und ein Probleme entschärfen wollen, die im hier und jetzt noch keine Auswirkung haben... natürlich ist das erst mal mehr Ballast aber ich versuche so auf eine ruhigere Zukunft hin zu bauen.
vielleicht komme ich deshalb im jetzt schon nicht mit meinen Kräften aus?

Es ist egal, welches Naturell wir haben. Wichtig wär, es zu kennen und dementsprechend gut zu sich zu sein- auf sein Naturell Rücksicht zu nehmen.
Wie finde ich den richtigen Weg für mich?
Ich werde wohl immer ein Grübler bleiben, ein Stück weit, wie verändere ich das zB ohne zu versuchen es vollständig anzukämpfen?
"Sich Gedanken machen" ist ja etwas mal etwas Gutes, in negativen Strudeln drin zu hängen ist hingegen zerstörerisch..

Ich denke da an deine Idee, dir statt eine kostengünstigere Schutzburg und Rückzugsbleibe zu suchen, eine Familie aufzuladen wieder. Mag sein, dass sie alle sehr lieb sind, sie werden dich nicht wegbeamen können, du musst dann deren Familiensorgen auch zu deinen machen und sehr viel mehr zusätzlich jonglieren müssen- wo du nicht einfach sagen kannst, ich ruh mich aus.
Ich wollte schon sagen, ich würde das Thema hier gern raus lassen... aber warum... es geht mir durch den kopf.. also tu dem thema:
Bevor irgendwas passiert werden Juni und Juli ins Land gehen. Auf meiner Seite wechselt das Betreuungdmodell und für die Kinder verschiebt sich der Schwerpunkt, Lebensmittelpunkt. Ich bin noch hier, in dieser Wohnung, daran ändert sich nichts. Ende Juli reden wir dann in der Meditation erneut darüber, wie es lief und weitergehen soll, Betreuung und Unterhalt.
Sollte ich dann zu einem Umzug gezwungen sein, habe ich erst mal 3 Monate Kündigungsfrist.
D.h. bevor ich meine Zelte irgendwo neu aufschlage, werden 4-5 Monate vergehen.
Es geht also bei der Idee, zusammen zu ziehen, nicht um eine Entscheidung in der Situation jetzt und in den nächsten Wochen, wir reden von fast einem halben Jahr.
Und nur weil ich bei meiner Partnerin mit einziehen würde, werde ich kein Ersatz Papa - und Ihre Kinder kein Ersatz für meine. Natürlich werde ich nicht nur Mitbewohner von Mama, ich werde und will auch am Familienleben teilnehmen. Sich um die Kinder kümmern, einkaufen, kochen etc mache ich schon immer. Und trotz allem haben wir realistische Ansichten, dass das dann auch wachsen muss und nicht alles über Nacht glatt läuft.

Wenn ich jetzt in Schritten denke:
Gerade stehen die zwei letzten Kinderwochen als solche an. Die möchte ich auch genießen und mich echt aufs wesentliche konzentrieren.
Der nächste Schritt kommt in Juni, wenn das Model wechselt. Dann schau ich bei mir, welchen Alltag ich für mich etablierten kann, Arbeit, Selbstfürsorge, wieder mehr Kochen, wieder mehr Sport, es steht eine schöne Jahreszeit bevor. 🙂 Beobachte wie es mit den Kindern läuft, mit der Partnerschaft und halte das Geld im Auge.
Alle was darüber hinaus kommt, Thema Umzug, da kann sich noch viel ändern. Ich denke nicht, dass ich mir hierzu ein einen Masterplan zurechtlegen kann. Das war ursprünglich das, was mich insb am Montag so sehr hat verzweifeln lassen aber zu dieser Einsicht und Erkenntnis bin ich nun gekommen. Und es ist einen Tonnen Gewicht von meinen Schultern gefallen.
 
Ich werde wohl immer ein Grübler bleiben, ein Stück weit, wie verändere ich das zB ohne zu versuchen es vollständig anzukämpfen?
"Sich Gedanken machen" ist ja etwas mal etwas Gutes, in negativen Strudeln drin zu hängen ist hingegen zerstörerisch..

Grübeln ist einem finseren Denken nachgehen, das irgendwie lähmt, gefangen hält und schwächt.

Meine Strategie ist, alles umzudrehen- diese Denke, es geht mir nicht gut, einzutauschen in, ich bin zufrieden, mir geht es gut. Pasta, DAS ist heute meine Richtlinie, nach dieser richte ich mich aus.

Wie man bei dir sehen kann, du hast sehr wohl auch Frohsinn in dir, eine fröhliche Freud an dir und wie du es hast- also falls das Grübeln über dich herfallen will, dann schwenke in diese Richtung. Habs ich schön, ist meine Freundin toll, ich liebe sie, ich konnte die Renovierung toll hinkriegen, so schön war der Ausflug, so schön werden meine zukünftigen Ausflüge werden und sein- es geht darum, dass du dich gut darin trainieren sollst, falls Grübeln und niedersinken da ist, immer wieder auszusteigen können daraus. Daher fürchte das Grübeln nicht, das ist ein Training deiner Kräfte. Diese Umkehr, dieses Umschwenken muss dir immer leichter von der Hand gehen, wird es auch, je öfter du das übst.
Bleib am Weg....bleib über Wasser, bleib auf dem Sattel, bleib ein fröhlicher Charakter, ein liebender Mensch, der klar schafft, was ansteht- es wird schön!!! In so einer Haltung zittern dir die Knie nicht mehr, packst du leicht zu, lächelst du wieder und bist praktisch stärker gewesen als dieses "Nonsensdenken". Da freu dich dann drüber und weiter gehts.

Mental gut in Form zu sein ist auch wichtig, nicht nur den Leib müssen wir fit halten, auch unsere Fähigkeit gedanklich nicht zu verschlampern.

Also find das Grübeln wie Sport. Mach dir einen Spaß daraus, hinabzutauchen um dann zu erkennen, ich kann mich auch wieder auftauchen lassen.
 
Hallo!
Ich erinnere mich noch gut an deinem Thread, wo du dich gerade getrennt hattest...
Ich finde, du bist schon weit gekommen.
Und dass noch nicht alles geklärt ist , ist total normal.
Auch die schlechten Momente, wo alles schwarz aussieht, ist verständlich.
Ich finde das gut, dass du Schritt für Schritt gehst.
Es nützt nichts, schon vorher alles zu planen.
Manchmal tut sich der Weg beim Gehen auf.
Hauptsache es geht bergauf, das ist anstrengend, aber irgendwann bist du oben und es ergibt sich eine neue Aussicht.
Genieß erst einmal die Zeit mit dem Kindern und freue dich über die schönen Momente, auch mit deiner neuen Partnerin!
 
Ich habe nun mal die Angewohnheit auch in die Zukunft zu blicken und ein Probleme entschärfen wollen, die im hier und jetzt noch keine Auswirkung haben... natürlich ist das erst mal mehr Ballast aber ich versuche so auf eine ruhigere Zukunft hin zu bauen.
Das finde ich grundsätzlich nicht falsch, allerdings bin ich auch der Meinung, dass sich die Zukunft zum großen Teil nicht planen lässt. Wir wissen nicht, was zwischen Gegenwart und Zukunft andere Wege geht, als wir uns vorgestellt haben.
Du schreibst es ja selbst:

Alle was darüber hinaus kommt, Thema Umzug, da kann sich noch viel ändern. Ich denke nicht, dass ich mir hierzu ein einen Masterplan zurechtlegen kann. Das war ursprünglich das, was mich insb am Montag so sehr hat verzweifeln lassen aber zu dieser Einsicht und Erkenntnis bin ich nun gekommen. Und es ist einen Tonnen Gewicht von meinen Schultern gefallen.
Dann schau ich bei mir, welchen Alltag ich für mich etablierten kann, Arbeit, Selbstfürsorge, wieder mehr Kochen, wieder mehr Sport, es steht eine schöne Jahreszeit bevor. 🙂 Beobachte wie es mit den Kindern läuft, mit der Partnerschaft und halte das Geld im Auge.

Das ist eine gute Strategie.
 
Wenn ich das hier so lese, vergeht mir der Wunsch auf Heiraten und Kinder.

Ich bewundere deine Kraft und Energie, auch nicht aufzugeben. Wenn ich mir vorstellen ich werde von meiner Frau betrogen und muss auf die nächsten Jahre Unterhalt an Kinder und Frau zahlen, mir bleibt nur der Selbstbehalt und muss trotz Fulltimejob jeden Cent 2mal umdrehen ... ich weiß nicht ob ich das durchhalten würde.
 

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