Hallo zusammen,
mich plagen aktuell einige Probleme und Zukuntfsängste und ich suche hier einfach etwas Anklang bei Menschen, denen es evtl ähnlich geht/ging, oder einfach Anregungen und neue Blickwinkel, um wieder in die Spur zu finden.
Meine Vorgeschichte in Kurz: Ich bin 36J und Vater von zwei Kindern (7 und 2). Im September habe ich mich von meiner Frau getrennt, da sie fremdging. Im Dezember zog sie aus unserer großen Mietwohnung aus und ich im Januar, seitdem betreuten wir die Kinder im Wechselmodell (Wöchentlicher Wechsel) bis zum heutigen Tag. Fragen zu Kinderbetreuung und Finanzen klären wir gemeinsam mithilfe einer Anwältin (Mediatorin).
Oktober und November standen für mich im Zeichen von "Sortieren" und Neuanfang.
Dezember und Januar standen dann im Zeichen von Umzug und Renovieren, was Kraft und Geld gekostet hat. Ich fühle mich in meiner neuen Wohnung aber inzwischen echt wohl, es liegt zwar etwas außerhalb und die Kinder müssen sich ein Zimmer teilen, aber das war es dann schon mit Kritik.
Parallel dazu startete zum 01.12. der neue Alltag aus der Arbeit (Volllzeit) und jede zweite Woche "alleinerziehend" zu sein.
Der Februar war dann der Monat zum "Ankommen" und die Wohnung fertig bekommen.
Ende Februar lernte ich dann meine jetzige Partnerin kennen (ebenfalls 36, getrennt und 2 Kinder mit 7 und 4 Jahren).
Die letzten drei Monate habe ich versucht, irgendwie mit diesem neuen Setting auf verschiedenen Ebene Fuß zu fassen und mir "mein neues Leben aufzubauen". Der große Schmerz von der Trennung und dem Betrug war nach/mit dem Umzug wirklich ganz gut verarbeitet. Der Alltag machte mir aber extrem zu schaffen: Der wöchentliche Wechsel von Junggeselle zu Alleinerziehend war leider nicht die erhoffte Erleichterung, ich renne meiner Energie einfach völlig hinterher. Im Job hab ich große Konzentrationsprobleme und laufe der Arbeitszeit hinterher: In den "Kinder-Wochen" schaffe ich nur 30-32h und fange die fehlende Zeit komplett vom Überstundenkonto ab. Das ist natürlich "endlich" und ich hatte keine Lösung dafür parat.
Abgesehen will ich meinen Kindern auch gerecht werden und Aufmerksamkeit schenken, den Kleinen (2) födern, der gerade anfängt, Sprechen zu lernen und der Große (7) der im Sommer eingeschult wurde..
Nun ändert sich gerade alles wieder grundlegend: Der Große hat deutlich geäußert, dass er Mama zu sehr vermisst und "nur bei Ihr" sein möchte. Wir haben uns jetzt im Mai unter einander verständigt, dass wir ab 01.06. in das klassiche Residenzmodell wechseln: Kinder zur Mama, dort ist der Lebensmittelpunkt und DAS zuhause, alle zwei Wochenenden bei mir..
Das musste ich als Papa erst mal verarbeiten, ist mir aber gelungen in den letzten Wochen. Und es löst das bisher unlösbare Problem mit Arbeit+Familie auf meiner Seite; ich selbst hätte nicht am Wechselmodell gerüttelt, aber da es klar im Interesse der Kinder ist, gehe ich diesen Weg mit.
Wie es dann ab übernächster Woche tatsächlich aussieht (wie es mir aber auch den Kindern geht), bleibt abzuwarten.
Hinzukommt aber nun echt Angst um alles, was ich mir hier jetzt gerade aufgebaut habe:
Ich musste bisher schon Unterhalt für die Kinder und Trennungsunterhalt für meine Ex zahlen. Zwar nicht in voller Höhe, aber das war mir bliebt, war zum Leben gerade genug. Ab 01.06. muss ich entsprechend den vollen Unterhalt zahlen, das ist gut das doppelte und selbst wenn ich optimistisch rechne, dass ich ja weniger einkaufen muss etc - es reißt jeden Monat ein Loch von mehreren Hunder Euro in meine Tasche. Für Juni und Juli haben wir mithilfe unserer Anwältin eine Übergangslösung, mit der das Loch nicht so extrem, wird, aber sollte meine Ex in dieser Zeit keinen Job finden (seit Mitte Februar arbeitslos) wäre ich im schlimmsten Fall bis zum Ende einer Scheidung voll Unterhaltspflichtig. Mit anderen Worten, die ganze Mühe der letzten Monate, das "Ankommen" und der Versuch eines Neustarts - alles kann ich in die Tonne treten und fange wieder bei Null an, bin schon wieder gezwungen "mein zuhause" aufzugeben und etwas "kleineres" = Billigeres zu suchen..
Ich bin eigentlich auf der Suche nach Normalität, Ruhe und Beständigkeit. Gerade, habe ich das Gefühl, wackelt komplett alles, selbst das was sicher geglaubt war, und es macht mir echt Sorgen. Es nimmt gefühlt einfach kein Ende.
Auf der Sonnenseite darf ich zumindest, aber ganz deutlich, meine Partnerin verbuchen. Sie ist ein unglaublich guter Mensch, wir passen extrem gut zu einander, gerade weil wir auch wissen, was wir von einer Beziehung wollen, wie es ist mit Kindern etc. und wir tun uns beide einfach nur bedingungslos gut. Unsere Kinder kennen sich auch schon ud kommen toll mit einander klar. Natürlich sind drei Monate noch kein großer Zeitraum, aber wir versuchen viel Zeit mit und ohne Kinder zu verbringen. Es ist echt super harmonisch und wir sind - auch über Meinungsverschiedenheiten hinweg - super in Einklang.
Wir hatte jetzt am Wochenende beide "Kinderfrei", also zwei volle Tage mit einander - heute früh habe ich sie noch heim gefahren und hatte die Zeit über schon ein komisches Gefühl. Sie bemerkte auch, dass ich etwas reserviert bin, ich konnte es aber nicht direkt "greifen". Inzwischen weiß ich einfach, dass es das ist, was ich hier beschrieben habe:
Heute wieder im Job sitzen und kaum was geschafft bekommen. Leistungsdruck von außen, aber auch von mir selbst.
Dann kommen die Kinder diese Woche wieder zu mir, ich freue mich zwar sehr, aber es schwingt direkt wieder die Schattenseite mit, dass diese Zeit das letzte Mal so sein wird - und eben auch beruflich wieder Stunden fehlen und das ganze meiner Leistungsfähigkeit nicht zuträglich ist.
Und dann der Gedanke, dass ich diesen ganzen Druck aushalten muss, meinen Ansprüchen bzgl Arbeit hinterherlaufe und dann in naher Zukunft reelle Angst habe, meine Wohnung und mein jetziges Leben so aufrecht halten zu können..
Die letzten Monate bestanden eigentlich nur daraus, in meine neue Zukunft Energie (und Geld) zu investieren und dafür zu kämpfen, dass das alles klappt. Jetzt stehe ich kurz davor, "alles wieder zu verlieren" und das lähmt mich gerade einfach immens.
Vielleicht habt Ihr ein paar Worte und GEdanken für mich, Erfahrungen die ihr teilen könnt oder auch Bewältigungsstrategien..
Ich freue mich gerade über alles!
mich plagen aktuell einige Probleme und Zukuntfsängste und ich suche hier einfach etwas Anklang bei Menschen, denen es evtl ähnlich geht/ging, oder einfach Anregungen und neue Blickwinkel, um wieder in die Spur zu finden.
Meine Vorgeschichte in Kurz: Ich bin 36J und Vater von zwei Kindern (7 und 2). Im September habe ich mich von meiner Frau getrennt, da sie fremdging. Im Dezember zog sie aus unserer großen Mietwohnung aus und ich im Januar, seitdem betreuten wir die Kinder im Wechselmodell (Wöchentlicher Wechsel) bis zum heutigen Tag. Fragen zu Kinderbetreuung und Finanzen klären wir gemeinsam mithilfe einer Anwältin (Mediatorin).
Oktober und November standen für mich im Zeichen von "Sortieren" und Neuanfang.
Dezember und Januar standen dann im Zeichen von Umzug und Renovieren, was Kraft und Geld gekostet hat. Ich fühle mich in meiner neuen Wohnung aber inzwischen echt wohl, es liegt zwar etwas außerhalb und die Kinder müssen sich ein Zimmer teilen, aber das war es dann schon mit Kritik.
Parallel dazu startete zum 01.12. der neue Alltag aus der Arbeit (Volllzeit) und jede zweite Woche "alleinerziehend" zu sein.
Der Februar war dann der Monat zum "Ankommen" und die Wohnung fertig bekommen.
Ende Februar lernte ich dann meine jetzige Partnerin kennen (ebenfalls 36, getrennt und 2 Kinder mit 7 und 4 Jahren).
Die letzten drei Monate habe ich versucht, irgendwie mit diesem neuen Setting auf verschiedenen Ebene Fuß zu fassen und mir "mein neues Leben aufzubauen". Der große Schmerz von der Trennung und dem Betrug war nach/mit dem Umzug wirklich ganz gut verarbeitet. Der Alltag machte mir aber extrem zu schaffen: Der wöchentliche Wechsel von Junggeselle zu Alleinerziehend war leider nicht die erhoffte Erleichterung, ich renne meiner Energie einfach völlig hinterher. Im Job hab ich große Konzentrationsprobleme und laufe der Arbeitszeit hinterher: In den "Kinder-Wochen" schaffe ich nur 30-32h und fange die fehlende Zeit komplett vom Überstundenkonto ab. Das ist natürlich "endlich" und ich hatte keine Lösung dafür parat.
Abgesehen will ich meinen Kindern auch gerecht werden und Aufmerksamkeit schenken, den Kleinen (2) födern, der gerade anfängt, Sprechen zu lernen und der Große (7) der im Sommer eingeschult wurde..
Nun ändert sich gerade alles wieder grundlegend: Der Große hat deutlich geäußert, dass er Mama zu sehr vermisst und "nur bei Ihr" sein möchte. Wir haben uns jetzt im Mai unter einander verständigt, dass wir ab 01.06. in das klassiche Residenzmodell wechseln: Kinder zur Mama, dort ist der Lebensmittelpunkt und DAS zuhause, alle zwei Wochenenden bei mir..
Das musste ich als Papa erst mal verarbeiten, ist mir aber gelungen in den letzten Wochen. Und es löst das bisher unlösbare Problem mit Arbeit+Familie auf meiner Seite; ich selbst hätte nicht am Wechselmodell gerüttelt, aber da es klar im Interesse der Kinder ist, gehe ich diesen Weg mit.
Wie es dann ab übernächster Woche tatsächlich aussieht (wie es mir aber auch den Kindern geht), bleibt abzuwarten.
Hinzukommt aber nun echt Angst um alles, was ich mir hier jetzt gerade aufgebaut habe:
Ich musste bisher schon Unterhalt für die Kinder und Trennungsunterhalt für meine Ex zahlen. Zwar nicht in voller Höhe, aber das war mir bliebt, war zum Leben gerade genug. Ab 01.06. muss ich entsprechend den vollen Unterhalt zahlen, das ist gut das doppelte und selbst wenn ich optimistisch rechne, dass ich ja weniger einkaufen muss etc - es reißt jeden Monat ein Loch von mehreren Hunder Euro in meine Tasche. Für Juni und Juli haben wir mithilfe unserer Anwältin eine Übergangslösung, mit der das Loch nicht so extrem, wird, aber sollte meine Ex in dieser Zeit keinen Job finden (seit Mitte Februar arbeitslos) wäre ich im schlimmsten Fall bis zum Ende einer Scheidung voll Unterhaltspflichtig. Mit anderen Worten, die ganze Mühe der letzten Monate, das "Ankommen" und der Versuch eines Neustarts - alles kann ich in die Tonne treten und fange wieder bei Null an, bin schon wieder gezwungen "mein zuhause" aufzugeben und etwas "kleineres" = Billigeres zu suchen..
Ich bin eigentlich auf der Suche nach Normalität, Ruhe und Beständigkeit. Gerade, habe ich das Gefühl, wackelt komplett alles, selbst das was sicher geglaubt war, und es macht mir echt Sorgen. Es nimmt gefühlt einfach kein Ende.
Auf der Sonnenseite darf ich zumindest, aber ganz deutlich, meine Partnerin verbuchen. Sie ist ein unglaublich guter Mensch, wir passen extrem gut zu einander, gerade weil wir auch wissen, was wir von einer Beziehung wollen, wie es ist mit Kindern etc. und wir tun uns beide einfach nur bedingungslos gut. Unsere Kinder kennen sich auch schon ud kommen toll mit einander klar. Natürlich sind drei Monate noch kein großer Zeitraum, aber wir versuchen viel Zeit mit und ohne Kinder zu verbringen. Es ist echt super harmonisch und wir sind - auch über Meinungsverschiedenheiten hinweg - super in Einklang.
Wir hatte jetzt am Wochenende beide "Kinderfrei", also zwei volle Tage mit einander - heute früh habe ich sie noch heim gefahren und hatte die Zeit über schon ein komisches Gefühl. Sie bemerkte auch, dass ich etwas reserviert bin, ich konnte es aber nicht direkt "greifen". Inzwischen weiß ich einfach, dass es das ist, was ich hier beschrieben habe:
Heute wieder im Job sitzen und kaum was geschafft bekommen. Leistungsdruck von außen, aber auch von mir selbst.
Dann kommen die Kinder diese Woche wieder zu mir, ich freue mich zwar sehr, aber es schwingt direkt wieder die Schattenseite mit, dass diese Zeit das letzte Mal so sein wird - und eben auch beruflich wieder Stunden fehlen und das ganze meiner Leistungsfähigkeit nicht zuträglich ist.
Und dann der Gedanke, dass ich diesen ganzen Druck aushalten muss, meinen Ansprüchen bzgl Arbeit hinterherlaufe und dann in naher Zukunft reelle Angst habe, meine Wohnung und mein jetziges Leben so aufrecht halten zu können..
Die letzten Monate bestanden eigentlich nur daraus, in meine neue Zukunft Energie (und Geld) zu investieren und dafür zu kämpfen, dass das alles klappt. Jetzt stehe ich kurz davor, "alles wieder zu verlieren" und das lähmt mich gerade einfach immens.
Vielleicht habt Ihr ein paar Worte und GEdanken für mich, Erfahrungen die ihr teilen könnt oder auch Bewältigungsstrategien..
Ich freue mich gerade über alles!