Nun - damit gestehst du zumindest ein, dass deine Beurteilung ihrer Vertrauenswürdigkeit und Aufrichtigkeit aus dem Ausgangspost wohl doch eher Wunschdenken deinerseits war.
Eigentlich weißt du recht wenig über sie und ihre Aussagen machen dich misstrauisch. Sie verwickelt sich in Widersprüche und eigentlich kannst du sie weder einschätzen noch mit voller Überzeugung für ihre 'Geschichten' eine haltbare Aussage treffen.
Mein Verständnis ist, dass du es ihr von Herzen wünschen würdest, dass sie es schafft - trotz der Negativbeispiele aus dem Elternhaus - einen soliden Lebensweg einzuschlagen. Aber über den Weg trauen, tust du nicht.
Du bist nicht sicher, ob sie noch immatrikuliert ist oder ihr Studium abgebrochen hat. Du weißt nicht, ob sie inzwischen 'Bürgergeld' bezieht. Du hast keine Ahnung, ob sie ihr 'Geschäft' angemeldet hat und Steuererklärungen einreicht.
Und - ich behaupte mal - so genau willst du die Antworten auch gar nicht kennen, denn es dürfte leicht sein, zum Beispiel ihren Eintrag im Handelsregister abzufragen. Du gibst dich lieber der Illusion hin, dass sie vielleicht seriös unterwegs ist.