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Philosophie - die Liebe zur Weisheit

Und nein, nichts gegen ein gutes materielles Auskommen für jeden Menschen, aber ganz offensichtlich tickt die Welt bzw. ticken sehr viele Menschen da ein bisschen anders. Das ist nicht naturgegeben oder zwingend so, sondern angeboten, angenommen und gewählt - mit allen Konsequenzen, die das so mit sich bringt.
 
Wenn man so geneigt ist, könnte man auch sagen, dass der Mensch sich aus der unermesslichen Fülle der Welt, des Lebens, der Existenz, des Universums ein Gefängnis baut. Das ist kein Muss, aber es ist eben wie es ist. Oder?
 
In gewisser Weise ist das Leben der größte Supermarkt überhaupt. Es stellt sich nur die Frage, wofür man sich entscheidet.

Warum sind nun manche Menschen eingeschränkter und andere freier?

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten.

Wenn wir nun mal von materieller Freiheit ausgehen, es ist nur bedingt die Schuld oder der Verdienst von jemandem, wenn er sehr arm oder sehr reich ist. Das ist oft genug ganz einfach Zufall - bspw. abhängig davon, wo man geboren wurde. Andere Faktoren, über die man nicht wirklich selbst entschieden hat, zählen auch.

Was die geistige Freiheit betrifft, das ist auch nicht ganz einfach zu beantworten. Wir hier im Forum mögen einen gewissen geistigen Standard haben, den andere nicht haben - auch das ist von diversen Zufällen abhängig. Hat man bzw. jemand die geistige Freiheit, morgen oder im nächsten Jahr geistig freier zu sein als heute? Gilt das für jeden Menschen? Kann man sich auf Bildung, Intelligenz oder geistige Freiheit was einbilden?
 
Manche Menschen können in diesem Leben viel erreichen, wie auch immer man dieses "viel" definieren möchte. Und ganz klar ist auch, dass das für manche Menschen recht einfach ist und für manche andere Menschen nahezu unschaffbar.
 
Über mich selbst würde ich sagen, dass ich gewissermaßen den Luxus habe, ein paar Dinge zu verstehen - warum auch immer das so ist. Und ich denke nicht, dass das alleine mich irgendwie besser oder schlechter als andere macht.
 
Wenn ich mir andere Ecken in der Welt betrachte , lebt hier selbst der Bürgergeldempfänger in purem Luxus.
Betrachte ich es aber unter möglichen Lebensqualität, so geht es Bürgergeldempfängern nicht so gut , wie arbeitenden , die mehr Geld haben, vieles kostet halt.
 
Ja, auch hier in Deutschland hat man sehr viele Möglichkeiten. Ob man die nutzen kann und will, ist natürlich die andere Frage. Wenn du in anderen Ländern auf das Abstellgleis gerätst oder da schon immer warst, dann war's das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Ganz übel finde ich das ja auch in Indien, also mit diesem Kastensystem. Durch Geburt landest du in einer von diesen kuriosen Kasten und dadurch sind dir dann diverse Partnerschaften, Jobs, etc., nicht möglich bzw. zugänglich. So zumindest mein letzter Stand der Dinge, aber ich glaube, da hat sich gar nicht so viel verändert. Vielleicht stört es die Leute dort auch nicht, aber ich denke, dass "soziale Mobilität" und so grundsätzlich für jeden möglich sein sollte.

Das mit dem Auffangnetz in Deutschland durch Bürgergeld, Grundsicherung oder wie das alles heißt, finde ich grundsätzlich gut. Auch die ganzen Hilfsangebote, um sich weiterzubilden, neue Kompetenzen zu erlangen und so, finde ich gut. Es gibt Leuten, die willig sind, eine Chance, die sie sonst vielleicht nicht hätten. Kann oder sollte man das alles vielleicht optimieren? Ja, keine Ahnung, ist auch irgendwie nicht mein Job.

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In Summe, ich denke, man sollte seine Möglichkeiten hier in Deutschland nutzen, ob man nun Empfänger von Sozialleistungen ist oder nicht. Allein, es mangelt wohl oft auch an der Motivation, mehr aus sich zu machen. Das führt dann oft auch dazu, dass man keine besonders gute Arbeit leistet, keinen besonders guten Partner abgibt, man diverse Probleme nicht souverän angehen kann und sich dann über diese ungerechte Welt beschweren muss. Hab' das jetzt etwas salopp ausgedrückt, aber ich denke, ihr wisst, was gemeint ist.

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Ich denke, ein Merkmal von "erfolgreichen" Menschen ist, dass die immer denken, dass sie noch was lernen und mehr aus sich machen können - im Gegensatz zu denen, die meinen, dass sie genug getan haben und jetzt alles laufen muss.

Wenn's gut läuft, super, und wenn's nicht gut läuft, kann man nicht immer was dran ändern, zumindest nicht so leicht, und manchmal auch gar nicht, das gebe ich zu.

Würde sagen, wenn man sich bemüht, ist niemals der letzte Tag. Absolute Grenzen muss man natürlich akzeptieren.
 
Was ist der Nutzen von Philosophie? So ganz allgemein?

Ich würde sagen, dass es eine geistige Tätigkeit ist. Sieht irgendwie nach nichts aus und lässt sich auch nicht besonders gut verkaufen bzw. in bare Münze umwandeln. Ich denke, dass es bei der Philosophie darum auch nicht geht. Es gibt ja auch Leute, die Philosophie weitgehend in ihrem stillen Kämmerlein betreiben und niemals ein Buch schreiben oder so.

Was man mit Philosophie machen kann, ist aus meiner Sicht, Gedankenmuster zu analysieren, zu hinterfragen und entsprechende Grenzen zu überschreiten. Ist zunächst nur eine persönliche Sache, Geistarbeit sozusagen, die keinerlei materiellen Wert hat, aber ja, manchmal kann es jemanden dazu befähigen, Dinge zu tun, die andere nicht für möglich halten.

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Ich finde, man sollte das, was der Geist ist und kann, niemals unterschätzen.
 

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