Ja, auch hier in Deutschland hat man sehr viele Möglichkeiten. Ob man die nutzen kann und will, ist natürlich die andere Frage. Wenn du in anderen Ländern auf das Abstellgleis gerätst oder da schon immer warst, dann war's das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Ganz übel finde ich das ja auch in Indien, also mit diesem Kastensystem. Durch Geburt landest du in einer von diesen kuriosen Kasten und dadurch sind dir dann diverse Partnerschaften, Jobs, etc., nicht möglich bzw. zugänglich. So zumindest mein letzter Stand der Dinge, aber ich glaube, da hat sich gar nicht so viel verändert. Vielleicht stört es die Leute dort auch nicht, aber ich denke, dass "soziale Mobilität" und so grundsätzlich für jeden möglich sein sollte.
Das mit dem Auffangnetz in Deutschland durch Bürgergeld, Grundsicherung oder wie das alles heißt, finde ich grundsätzlich gut. Auch die ganzen Hilfsangebote, um sich weiterzubilden, neue Kompetenzen zu erlangen und so, finde ich gut. Es gibt Leuten, die willig sind, eine Chance, die sie sonst vielleicht nicht hätten. Kann oder sollte man das alles vielleicht optimieren? Ja, keine Ahnung, ist auch irgendwie nicht mein Job.
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In Summe, ich denke, man sollte seine Möglichkeiten hier in Deutschland nutzen, ob man nun Empfänger von Sozialleistungen ist oder nicht. Allein, es mangelt wohl oft auch an der Motivation, mehr aus sich zu machen. Das führt dann oft auch dazu, dass man keine besonders gute Arbeit leistet, keinen besonders guten Partner abgibt, man diverse Probleme nicht souverän angehen kann und sich dann über diese ungerechte Welt beschweren muss. Hab' das jetzt etwas salopp ausgedrückt, aber ich denke, ihr wisst, was gemeint ist.
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Ich denke, ein Merkmal von "erfolgreichen" Menschen ist, dass die immer denken, dass sie noch was lernen und mehr aus sich machen können - im Gegensatz zu denen, die meinen, dass sie genug getan haben und jetzt alles laufen muss.
Wenn's gut läuft, super, und wenn's nicht gut läuft, kann man nicht immer was dran ändern, zumindest nicht so leicht, und manchmal auch gar nicht, das gebe ich zu.
Würde sagen, wenn man sich bemüht, ist niemals der letzte Tag. Absolute Grenzen muss man natürlich akzeptieren.