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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Als ich mal einen Strafzettel für zu langes parken bekam (24€), war das für mich die absolute Katastrophe. Man musste mich beruhigen, da ich Angst hatte, ins Strafregister auf Dauer eingetragen zu werden, und mein Leben zerstört wäre.
Du hast eben niemanden der dir erklärt, dass es ein solches Strafregister gar nicht gibt. Jedenfalls keines, in das Andere einfach mal so reinschauen können. Und ein Strafzettel wird da ohnehin nicht erfasst.

Nein, es kommt keiner der alles für dich regelt. Auch einen Chauffeur oder eine Steuerkanzlei musst du selbst beauftragen, bevor die dann für dich irgendwas machen. Und da kann man natürlich auch die falsche Wahl treffen, von selbst passiert gar nichts.
 
Ich habe ziemliche Angst vor Strafen, Bürokratie, Verwaltung, da bei mir nirgends was dabei rundläuft. Deswegen habe ich „gelernt“ immer Regeln auf strikteste zu befolgen. Als ich mal einen Strafzettel für zu langes parken bekam (24€), war das für mich die absolute Katastrophe. Man musste mich beruhigen, da ich Angst hatte, ins Strafregister auf Dauer eingetragen zu werden, und mein Leben zerstört wäre.
Weil Du einen Job hast und Einkommensteuer zahlen musst, tauchst Du sicher in keinem Register auf.
Dein Arbeitgeber ist für den Steuerabzug des Lohns zuständig und Du kannst im Jahr darauf ein Einkommensteuererklärung machen oder auch nicht.
 
Weil Du einen Job hast und Einkommensteuer zahlen musst, tauchst Du sicher in keinem Register auf.
Dein Arbeitgeber ist für den Steuerabzug des Lohns zuständig und Du kannst im Jahr darauf ein Einkommensteuererklärung machen oder auch nicht.

Das kann in Luxemburg anders sein. Vielleicht hat er außerdem seinen Hauptwohnsitz in Österreich während des Studiums.
Bei Studenten ist es tatsächlich nicht ganz einfach, was Einkommensgrenzen betrifft.

Aber natürlich kann man sich darüber informieren.

Es ist halt ein Problem, wenn die Eltern @BennyPenny einerseits pushen, andererseits aber unmündig wie ein Kleinkind halten.
 
Vielleicht hat er außerdem seinen Hauptwohnsitz in Österreich während des Studiums.
Ich habe sogar zwei Hauptwohnsitze, die Behörden kommunizieren nicht miteinander. Insofern bin ich doch nicht so das Vorbild bei Regeln…jeder sündigt einmal.

Bin da auch vorgestern wieder angekommen. Genieße jetzt mal wieder etwas Privatsphäre, bevor es dann an Ostern zurück in die Heimat zum Jobben geht.
 
In letzter Zeit beschäftigt mich wieder mal viel die Frage, ob ich überhaupt jemals einen Job finden werde. Ich denke nein. Meiner Meinung nach ist mein Lebenslauf einfach viel zu schlecht, sowohl inhaltlich als auch visuell. Zudem stelle ich mir Bewerbungsgespräche sehr schrecklich vor.
Ich fühle mich zunehmend wie ein Betrüger, der versucht, über Hinterlistigkeiten sich irgendwelche Vorteile zu verschaffen, ohne dass er sie verdient hätte.

Mein Selbstvertrauen ist am Boden und damit auch meine Fähigkeit, Dinge in meinem Leben zu verändern, damit es besser werden kann.

Körperliche Selbstbestrafung hat sich ausgeweitet, mittlerweile schlage ich mich auch in anderen Situationen, wo ich einfach bemerke, dass ich in punkto Intelligenz nicht auf der Höhe bin, zB habe ich mich heute im Auto geschlagen, weil ich eine Sperrfläche während der Rotphase einer Ampel blockierte.
 
Ich möchte lernen, mehr bei mir selbst zu bleiben. Aber ich hab meine Ahnung, wie das geht.
Wie kann man sich von äußeren Erwartungen lösen, wenn man es nie gelernt hat, sich selbst zu vertrauen?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat und kann mir einen Impuls geben?
Ich denke wenn du genau die Dinge tust, die du grade möchtest, wie den Wind eines Zuges zu spüren, dann bist du bei dir.

Wenn es dir wichtig ist, könntest du dir einen Wecker stellen und dir dann bewusst Zeit für dich nehmen und in dich reinhörchen, was du grade brauchst. Oder du schreibst ein Tagebuch um deine Gedanken aufzuschreiben und zu sammeln. In dem Moment bist du auch bei dir selbst und kümmerst dich um dich.

Niemand kann allen Erwartungen der Menschen gerecht werden und es ist auch wichtig, an sich selber zu denken. Wie soll ich funktionieren, wenn mich die Erwartungsgedanken fesseln und unbeweglich machen?!

Eine Balance zu finden zwischen, es mir recht machen und den anderen, würde ich empfehlen. Dabei könnte dir z.B. ein Therapeut, Mentor oder guter Freund helfen. Jemand der selber dazu fähig ist und dich dabei unterstützen kann.

Die Welt ist für neurodiverse Menschen meist eine größere Herausforderung und es ist nicht immer leicht, die Hilfe zu bekommen, die benötigt wird und es führt oft zu Unsicherheiten. Du bist da nicht alleine.
 
In letzter Zeit beschäftigt mich wieder mal viel die Frage, ob ich überhaupt jemals einen Job finden werde. Ich denke nein. Meiner Meinung nach ist mein Lebenslauf einfach viel zu schlecht, sowohl inhaltlich als auch visuell. Zudem stelle ich mir Bewerbungsgespräche sehr schrecklich vor.
Ich fühle mich zunehmend wie ein Betrüger, der versucht, über Hinterlistigkeiten sich irgendwelche Vorteile zu verschaffen, ohne dass er sie verdient hätte.

Mein Selbstvertrauen ist am Boden und damit auch meine Fähigkeit, Dinge in meinem Leben zu verändern, damit es besser werden kann.

Körperliche Selbstbestrafung hat sich ausgeweitet, mittlerweile schlage ich mich auch in anderen Situationen, wo ich einfach bemerke, dass ich in punkto Intelligenz nicht auf der Höhe bin, zB habe ich mich heute im Auto geschlagen, weil ich eine Sperrfläche während der Rotphase einer Ampel blockierte.
Ich denke ja.

Du hast viele Fähigkeiten und bist vielseitig interessiert. Du hinterfragt vieles und möchtest an dir arbeiten.

Ich glaube dir würde jemand gut tun, der dir bei gewissen Dinge hilft und dich unterstützt. Am besten jemand professionelles der sich mit deiner ASD auskennt.
Hast du so jemanden? Oder könntest du dir vorstellen sowas in Anspruch zu nehmen?

Ich denke du hast es eine ganze Zeit lang alleine versucht hinzubekommen und das ist auch in Ordnung, aber wenn du einen Punkt erreichst, wo du zu sehr leidest, würde ich dir empfehlen, dir Hilfe zu suchen.
 
Ich bin mittlerweile stark der Überzeugung, dass in meiner Heimat irgendwelche Spione auf mich ausgesetzt sind, die meine Abhängigkeit von der Meinung anderer noch verschärfen. So haben verschiedene Menschen in meinem Dorf gewisse Informanten, die über mein Leben sehr viele Details wissen. Diese haben natürlich auch Erwartungen, sie fragen sich, wann ich denn mit einer Partnerin komme, wie gut ich an der Uni bin, warum ich wenige Freunde habe,… Das alles macht mir Angst. Warum ist mein Leben anderen so wichtig, dass sie alles wissen wollen? Wo werde ich überall beobachtet?
 
Ich bin mittlerweile stark der Überzeugung, dass in meiner Heimat irgendwelche Spione auf mich ausgesetzt sind, die meine Abhängigkeit von der Meinung anderer noch verschärfen. So haben verschiedene Menschen in meinem Dorf gewisse Informanten, die über mein Leben sehr viele Details wissen. Diese haben natürlich auch Erwartungen, sie fragen sich, wann ich denn mit einer Partnerin komme, wie gut ich an der Uni bin, warum ich wenige Freunde habe,… Das alles macht mir Angst. Warum ist mein Leben anderen so wichtig, dass sie alles wissen wollen? Wo werde ich überall beobachtet?

Nirgends. Bitte besprich diese Befürchtung baldmöglichst mit einem Therapeuten!
 

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