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Werde ich jemals einer bezahlten Arbeit nachgehen? Ich glaube nicht…

Es ist immer leicht, alles auf die Neurodivergenz zu schieben - für mich liest sich vieles im Eingangsbeitrag ganz typisch für Studis, denen in naher Zukunft der Eintritt ins Arbeitsleben droht. Ein Studium wie Geographie führt - wie viele andere - nicht zu einem klaren Berufsziel wie Arzt und Anwalt, d. h. man muss sich Gedanken machen, was man damit anstellen will. Auch die Angst vor Vorstellungsgesprächen ist ein Stück weit normal, wenn man das eben nicht schon mehrfach geübt hat.
 
Hast Du Deinen Job jeweils gut gemacht?
Weiß nicht. Das eine mal wurde ich eigentlich abgelehnt, weil ich mit einer Software damals noch nicht arbeiten konnte, habe aber durch Beziehungen dann aber den Job bekommen, obwohl ich ungeeignet war. Musste demnach meine Vorgesetzten immer wieder nach Hilfe fragen.
Das andere Mal stand zwar auf dem Arbeitszeugnis „sehr gut“, trotzdem habe ich das Gefühl dass ich absolut nicht gut genug war und noch viel mehr hätte machen können und müssen.
 
Weil ich mich, auch aufgrund meiner Vorgeschichte dass ich Jobs nur durch Mitgliedschaften oÄ bekommen habe, prinzipiell als Betrüger sehe, der eigentlich total ungeeignet war.
Ich kenne so etwas als 'Vitamin B', also 'Vit-Beziehung', und jede Menge Leute, die sagen, ohne Vit B geht gar nichts.. also eigentlich etwas ganz Normales im Sinne von oft üblich.
Ich war übrigens auch einmal quasi-selbständig und nach für mich schrecklichen Fehlgriffen mit Bewerbern aus Inseraten hab ich mir geschworen, nur mehr Leute zu nehmen, die mir von irgendjemandem persönlich empfohlen werden - also das kann auch etwas sein, das für das Unternehmen selbst so gewünscht wurde und als positiv gesehen wird!
Wenn du wo Mitglied warst, was denen positiv bekannt war, dann können sie dich im Vorfeld schon ein bisschen einschätzen und viele wollen das so!

Ich habe auch etliche 'Besonderheiten' und war bei Vorstellungsgesprächen sehr nervös, und es hat eigentlich immer wieder geklappt, eine Nische zu finden, bei der es, so wie ich war, von der Aufgabenstellung und von der Arbeitsatmosphäre her gepasst hat.
Es geht ja da nicht um richtig oder falsch, sondern nur darum, ob 2 Puzzlestücke zueinander passen..
Und das merkt man oft beidseitig sehr schnell, wenn es so ist.

Ich kann dein Streben nach 'Perfektion', also dass du anscheinend sehr schnell glaubst, nicht zu genügen, zwar sehr gut verstehen!
Aber es ist trotzdem nicht hilfreich! Niemand in der Arbeitswelt ist perfekt!!
 Und es wird normalerweise auch nicht erwartet.
Vielleicht kannst du da an deinen eigenen Ansprüchen, Erwartungen an dich selbst irgendwie arbeiten..

Mir kommt vor, mit der Angst vor dem Eintauchen in die Arbeitswelt ist es wie mit der Angst vor dem kalten Wasser beim Schwimmen.. Es geht eigentlich nur um die ersten Schritte - kaum ist man im Wasser drin und beginnt zu schwimmen, fühlt es sich nicht mehr kalt an..

Sind halt so meine Erfahrungen
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil ich mich, auch aufgrund meiner Vorgeschichte dass ich Jobs nur durch Mitgliedschaften oÄ bekommen habe, prinzipiell als Betrüger sehe, der eigentlich total ungeeignet war.
Vielleicht solltest du dir mal einfach einen Nebenjob suchen.
Also, so einen, der nur zum Geldverdienen ist, und zwar ohne Hilfe von Familie und Vereinen...

Hattest du es während deiner Schul-und Studienzeit nie nötig gehabt, nebenbei zu jobben, und dabei zu lernen, worauf es im Arbeitsleben ankommt?
Manchmal ist es doch von Vorteil, keine wohlhabenden Eltern zu haben, die einen während des Studiums großzügig unterstützen...😉

Aber es haben hier schon mehrere gefragt, was du konkret mit deinem Studium später machen möchtest!
Eine ehemalige Mitschülerin von mir hat seinerzeit Germanistik und Anglistik studiert, obwohl sie alle gewarnt haben, daß sie nie einen vernünftigen Job kriegt, und für sie eine Arbeitslosen-und Aushilfsjob-Karriere prognostiziert.
Tja, und heute hat sie einen gutdotierten Job in Irland, im Bereich Bildungsreisen...

Aber sie wusste halt schon, was sie mit ihrem Studium später anfangen wollte, und hat die entsprechenden Seminare besucht, und Kontakte geknüpft.
Genau das solltest du auch tun, anstatt dich hier selbst fertig zu machen.
Wie hier schon andere geschrieben haben: raus aus der Grübelschiene, und einfach mal handeln!
Vom Grübeln und sich selbst schlecht reden hat noch niemand einen Job gefunden...

Und du solltest dir dabei die passende Unterstützung suchen, an den meisten Unis wird doch sowas für Studenten ohne Berufserfahrung angeboten.
Denn du bist ganz sicher nicht die einzige Akademikerin, die solche Ängste hat und mit dem Arbeitsleben noch etwas fremdelt.
Sonst würden die Unis solche Beratungen ja gar nicht anbieten müssen...
 
Ich war leider völlig überfordert bzgl. Ideen, was du mit deinen Abschlüssen machen könntest. Als Fan der Möglichkeiten der KI hab ich deine Studienrichtungen und Abschlüsse aber gerade mal in chat gpt reingehauen und siehe da, dort wurde wirklich viel ausgespuckt, was du machen könntest. Diesen Weg empfehle ich dir auch und dann kannst du Richtungen, wie z. B. die Forschung schon mal streichen, andere Anregungen weiterentwickeln bis du auf etwas stößt, was zu dir passt. Tatsächlich glaube ich, dass es bei deinem Schwerpunkt jetzt nicht STellen wie Sand am Meer gibt - umso wichtiger, dass du mit einer richtig guten Bewerbung aufwartest und sie vor allem immer auch genau auf die Stelle anpasst, auf die du dich bewirbst. Blaupausen werden von HR sofort identifiziert und du bist raus. Zur Not lass das ein bisschen etwas kosten und dich unterstützen, so dass deine Bewerbung treffend und stimmig ist.

Bisher sehe ich nichts Nachteiliges an deinem Lebenslauf. Eine 2,2 ist übersetzt in Zeugnissprech ein Gut - darauf kannst du stolz sein und das auch betonen. Klar gibt es immer noch bessere STudenten, aber eben auch unzähle, die schlechter sind. Kennst du das Bild vom halbleeren/halbvollen Glas? So halte es auch mit deiner 2,2 - das ist eine gute Note und das stelle heraus und verkauf es positiv.

Wenn du Jobs bisher nur über Vitamin B bekommen hast ist auch das jetzt nichts Besonderes. Vitamin B im Job ist nicht zu unterschätzen und ganz viele profitieren davon. Die wenigsten hängen es allerdings an die große Glocke. Und wenn du ein sehr gutes Arbeitszeugnis bekommen hast ist auch das kein Grund, es schlechtreden zu wollen oder gar deine Leistungen in Zweifel zu stellen. Freu dich, dass es das gibt und präsentiere es - übeall wird mit Wasser gekocht und es gibt keinen Grund, ausgerechnet jene Belege zurückzuhalten, die dir gute Leistung attestieren.

Was hältst du denn von der Arbeit im öffentlichen Dienst? Da könnte ich dich mir gut vorstellen. Nicht jeder Bewerber ist ein exotischer Kolibri. Ganz viele Stellen sind aber auch für solche Paradiesvögel mit bunter Historie gar nicht gemacht. Man sucht nach Solidität und Verlässlichkeit. Darauf solltest du aufbauen und ich bin sicher, dass du das leisten kannst.
 
Vielleicht solltest du dir mal einfach einen Nebenjob suchen.
Also, so einen, der nur zum Geldverdienen ist, und zwar ohne Hilfe von Familie und Vereinen...
Ich weiß ja mal gar nicht was ich kann, nur was ich nicht kann (Gastro, Nachhilfe, Promoting, Alltagshilfe zB).
Hattest du es während deiner Schul-und Studienzeit nie nötig gehabt, nebenbei zu jobben, und dabei zu lernen, worauf es im Arbeitsleben ankommt?
Manchmal ist es doch von Vorteil, keine wohlhabenden Eltern zu haben, die einen während des Studiums großzügig unterstützen...😉
Nötig nicht, ich hab in meiner Schulzeit in den Sommerferien immer so 2 Wochen bei meiner Mutter gearbeitet, sonst wäre ich nie da rein gekommen und hätte es auch nicht gewollt. Jobbe jetzt über Ostern etwas in einer Firma meiner Familie.
Am Studienort war ich eine Zeit lang gelegentlich als Stage Hand beschäftigt. Bin da aber auch wegen meiner zu wünschen übrig lassenden Statur eher überfordert gewesen.
Aber nötig hatte ich es nie.
Denn du bist ganz sicher nicht die einzige Akademikerin
Ich bin männlich, das ändert aber gar nichts an deinem Argument.
Was hältst du denn von der Arbeit im öffentlichen Dienst? Da könnte ich dich mir gut vorstellen.
Ich mich auch, wären da nicht die Konnotationen, die die Gesellschaft über den ÖD hat. So in Richtung "ihr verdient viel ohne was zu leisten". Glaub das schränkt meinen Selbstwert auch ein.
 

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