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Behindertenwerkstatt - Ein Einblick

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Die dahinterliegenden Kosten sieht der Mensch mit Behinderung aber nicht auf seinem Konto. Bei Menschen ohne Behinderung wirken sich die Produktions- und Overheadkosten ja auch nicht senkend auf den Mindestlohn aus. Menschen mit Behinderung werden als billigste Arbeitskraft ausgebeutet, weil sie sich nicht wehren können. Das kann nicht schöngeredet werden.
So ist das.
In einer Behindertenwerkstatt wird der Behinderte ausgebeutet.
Ein Behinderter kann am gesellschaftlichen Leben kaum teilnehmen.
 
Keiner wird gezwungen in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten.
Es ist ganz einfach nicht möglich dort die gleichen Löhne wie auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bezahlen.
Die Wahl zwischen Ausbeutung und Arbeitslosigkeit ist nicht wirklich eine Wahl.

Das man keine Löhne wie für ausgebildete und erfahrene Fachkräfte zahlt, meinetwegen. Der Mindestlohn heißt aber nicht umsonst so und wenn es unserer Gesellschaft wirklich darum gehen würde Menschen mit Behinderung ein selbstständigeres Leben zu ermöglichen, könnte man das über Zuschüsse auch hinkriegen. Es kann doch nicht sein, dass eine Schüleraushilfe pro Stunde zehn Mal so viel verdient wie jemand der eine Behinderung hat.
 
Huhu,

ich kenne deine Behinderung nicht aber je nach Behinderung kannst du vielleicht mal schauen ob dich ein normaler Betrieb aufnehmen kann/will. In unserer Tischlerei haben wir z.B. Gehörlose arbeiten die das normale Geld bekommen wie der rest und ich weiß auch von anderen Tischlereien das sie dort geistig Behinderte Menschen arbeiten haben.

Ist aber natürlich stark davon abhängig ob das für dich möglich ist.

Auf jeden Fall für deine Zukunft alles gute!
Es wäre für mich möglich.
Wo gibt es ein solches Arbeitsangebot?
 
Die Wahl zwischen Ausbeutung und Arbeitslosigkeit ist nicht wirklich eine Wahl.
Ich sehe keine Ausbeutung. Wenn man für den ersten Arbeitsmarkt nicht geeignet ist und behindert, erhält man staatliche Leistungen und muss nicht zwingend einer Arbeit nachgehen.
Das man keine Löhne wie für ausgebildete und erfahrene Fachkräfte zahlt, meinetwegen. Der Mindestlohn heißt aber nicht umsonst so und wenn es unserer Gesellschaft wirklich darum gehen würde Menschen mit Behinderung ein selbstständigeres Leben zu ermöglichen, könnte man das über Zuschüsse auch hinkriegen. Es kann doch nicht sein, dass eine Schüleraushilfe pro Stunde zehn Mal so viel verdient wie jemand der eine Behinderung hat.
Behinderung ist nicht gleich Behinderung.
Manche sind behindert und für den ersten Arbeitsmarkt geeignet und bekommen mindestens den Mindestlohn und andere sind es eben nicht und bekommen dann auch keinen Mindestlohn.
 
Ich sehe keine Ausbeutung. Wenn man für den ersten Arbeitsmarkt nicht geeignet ist und behindert, erhält man staatliche Leistungen und muss nicht zwingend einer Arbeit nachgehen.

Behinderung ist nicht gleich Behinderung.
Manche sind behindert und für den ersten Arbeitsmarkt geeignet und bekommen mindestens den Mindestlohn und andere sind es eben nicht und bekommen dann auch keinen Mindestlohn.
Offenbar ist ein Mensch in einer Behindertenwerkstatt ja aber in der Lage irgendeine Arbeitsleistung zu erbringen und dafür hat er meiner Meinung dann auch die gleiche Mindestentlohnung pro geleisteter Stunde verdient wie alle anderen auch. Der Mindestlohn ist schließlich nicht an den wirtschaftlichen Nutzen der Arbeit gekoppelt.
 
Offenbar ist ein Mensch in einer Behindertenwerkstatt ja aber in der Lage irgendeine Arbeitsleistung zu erbringen und dafür hat er meiner Meinung dann auch die gleiche Mindestentlohnung pro geleisteter Stunde verdient wie alle anderen auch. Der Mindestlohn ist schließlich nicht an den wirtschaftlichen Nutzen der Arbeit gekoppelt.
Er ist aber nicht in der Lage die selbe Arbeitsleistung zu erbringen und deshalb erhält er weniger Lohn.
Wenn man das dann konsequent durchziehen würde und er bekäme den Mindestlohn, müsste er im Gegenzug für für die erhaltenen Leistungen wie Betreuung und Mittagessen bezahlen und dann käme nicht sehr viel mehr dabei heraus.

In der freien Wirtschaft ist der Mindestlohn insofern an eine Leistung erbracht, dass jemand der die Leistung nicht erbringt seine Stelle verliert und dann überhaupt keinen Lohn mehr erhält.
Das ist in einer Behindertenwerkstatt nicht so.
 
Die Wahl zwischen Ausbeutung und Arbeitslosigkeit ist nicht wirklich eine Wahl.
So ist das nicht. Man könnte von einem Tag auf den anderen alle Behindertenwerkstätten schliessen und was auch immer dort produziert wird an die Industrie übergeben, wo, wie @grauer Kater schon erwähnt hat, billiger und schneller produziert werden kann. Das würde den Steuerzahlern viel Geld ersparen, denn Behindertenwerkstätten werden mit öffentlichen Geldern finanziert.

Eine Behindertenwerkstatt ist dazu gedacht, Menschen die durch ihre (meist geistige) Behinderung nicht in der Lage sind einer "normalen" Tätigkeit nachzugehen, einen Sinn im Leben zu geben und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Sie gehen ein paar Stunden am Tag einer sinnvollen Tätigkeit nach und verdienen ein kleines Zugeld.

Ich habe weiter oben von B. und R. geschrieben. Beide waren geistig behindert und sie waren unglaublich stolz darauf einer Arbeit nachgehen zu können und mit ihrem eigen verdienten Geld einen Kaffee bezahlen zu können. So fühlten sie sich als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft und sind nicht zu Hause versauert. Der Lohn für ihre Arbeit hätten sie gar nicht gebraucht, denn sie hatten schon 100% Invalidenrente. Mit Abzug ihres eigen verdienten Lohnes dann halt nur noch 90%.

Firmen, die an Behindertenwerkstätten Aufträge geben haben ein Herz für Benachteiligte und sind dafür sogar bereit mehr zu bezahlen. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich.

Die Idee hinter einer Behindertenwerkstatt ist demnach eine ganz andere als zB von @rosabarbier vermutet.
 
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