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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Umgang mit alkohol- oder drogenabhängigen Menschen

Egal ob betrunken oder bekifft.
Schau, dass du dich nicht verlierst und es dir gut geht.
Wenn es dich belastet, distanziere dich etwas.

Was den Arbeitskollegen betrifft, ruhig ein- und ausatmen, ruhig, freundlich und gelassen bleiben.
Das hilft am besten.
Sehe ihn als Übungsfeld, das zu lernen und daran zu wachsen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht mag jemand seine Erfahrungen und Sichtweise teilen.
Mein Ex hatte ein Alkoholproblem und speziell unter Schnaps gabs sehr viel Aggression.
Einmal kam er heim und "öffnete mir dir Augen"- er beschimpfte sich selber!!! Er faselte : du bist ja besoffen, du bist das Letzte, du bist unter aller Sau etc. - ich war übrigens nüchtern, ich vertrage keinen Alkohol, bzw echt selten, meist wird mir übel- ÜBEL... das wäre ja eigentlich eine Erklärung, ihm war sicher auch übel.
Kleine Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit heißt es. Unzensiert kommt ihr Unmut raus, ihr Frust, ihre Nöte, ihre Unzulänglichkeit- sie können dann nicht mehr verbergen, dass es ihnen sehr schlecht geht, das zeigen sie durch solche Anfälle, das sind wie Hustenanfälle eigentlich, kommt mir vor. Das ist Kontrollverlust.

Dann sehe ich nicht selten, wenn jemand verletzt ist, dann gibt er gern durch ein bestimmtes Benehmen bekannt, wie sehr er verletzt ist, er benimmt sich "verletzend"- je schlimmer, umso bösartiger reagiert er.

Frust ist ein Ausdrucksmittel- mir gehts schlecht. Mir ist jetzt übel- da kann man getriggert haben, oder etwas angetastet haben, wo jener leidet und das zeigt jener. Manche töten sogar, so geht es mir, ich bin tödlich beleidigt, das gebe ich jetzt zurück.

Unsere Mutter war Bipolar, gings ihr gut, war sie friedlich, tauchte Stress auf, dann war sie wie ausgewechselt- also ist Aggression eventuell auch ein Stress-Symptom. Da baut man sich dann auf und tut recht wild, um in Ruhe gelassen zu werden.

Auf die Frage, wie geht man mit so jemand um...??? Nachsichtig sein...??? Der war gestresst, das war ein Schutzmechanismus...???

Nach dem, was ich alles an Argen erlebt habe mit aggressiven Leuten, weiche ich solchen heute einfach aus, ich mag mich nicht als Therapeut verfügbar machen, das ist so irrsinnig anstrengend.
Ich geh zornigen Menschen aus dem Weg und achte drauf, sie nicht weiter zu provozieren, oder gar lang zu diskutieren, solange sie in so einem Zustand sind.
Als Gefährte nehme ich solche auch nicht, weder Freunde, noch Mitbewohner würde ich wollen, die so eine Art haben, ob krank oder nicht, ich brauch das nicht.
Ich habe sogar mal gesehen, wie jemand fluchte beim Werkeln, weg war ich, nie wieder spekulierte ich damit, mich auf jenen einzulassen, obwohl er mir gegenüber nett war immer.
 
Das zeigte sich vor allem in der Abwertung meiner Person. Er kritisierte alles was ich sagte. Sprach mir meine Sichtweise ab, alles war in seinen Augen falsch was ich sagte. Hm. Irgendwann sagte ich gar nichts mehr. War nur noch enttäuscht.

Mit Recht, oder?
Es gibt andere auch, die so ein Gemüt nicht haben. Vielleicht ist das eine Hausübung, die ansteht- aufstehen und solche Menschen sich selber überlassen, was gehen sie dich an??? Mach mal auf taub, wenn dich so jemand einladen will in sein Leben. Sag dir, aus solchen Spielchen bin ich raus, meine Welt ist clean und bleibt es auch.
Du sagst, du triffst nur solche, bzw gehäuft tauchen solche auf bei dir.

Eine Bekannte, die Alkoholkrank ist, mir einen Hund verkauft hat, sich viel und oft von der Nettesten Seite gezeigt hat, meinte zu mir vor Kurzem, unsere Freundschaft ist beendet- dh, obwohl ich nichts machte, obwohl ich keine Spur anders war wie sonst, ist sie abgefallen von mir. Ich war irgendwie nicht der richtige Nährboden.

Ich bin jetzt älter, weit weniger wild, ziehe also das Wilde nicht mehr an. Früher habe ich mich gern gerieben mit "Hörner-Träger", man wird müder. Vielleicht hilft dir schon, wenn du auch "zu müde" bist, um es kompliziert zu haben. Sei zu langweilig für solche Drama-Leute.
 
Danke euch allen für eure Worte.
Ja, wie damit umgehen, ist jetzt die Frage.
Ich denke sofern Einsicht auf seiner Seite besteht, kann am Umgang miteinander gearbeitet werden.
Vielleicht oder wahrscheinlich habe ich ja auch dazu beigetragen, dass er meinte er muss mich jetzt bloß stellen.
Nur muss ich aufpassen, zu gerne wird mir dann die Schuld für alles zugeschoben. So zumindest die Erfahrung mit anderen Alkoholikern und sonst wie beeinträchtigten Personen.

Er sagt selbst, dass er ein Alkoholproblem hat. Den Alkohol zwar lässt und statt dessen jetzt kifft.
Nur habe ich bei der letzten Begegnung eben gemerkt, wie das Wesen des Alkoholikers bekifft durch kommt.
Diese persönlichen Angriffe kenne ich und dabei war das Thema nicht mal er. Er hat nur nicht verstanden was ich sagte, wie auch, wenn total benebelt im Hirn. Ich hätte mir das Gespräch sparen sollen.
Er war nicht verfügbar heißt, er konnte gar nicht zuhören.

Das war auch früher immer eine traurige Feststellung für mich, wenn die Leute mit steigenden Alkoholpegel verschwinden. Sie sind ja nicht mehr die selbst dann. Ihre Persönlichkeit und Wesen ist dann einfach weg, obwohl sie vor einem sitzen.

Ich habe ein Buch über Co-Abhängigkeit. Dort wird auch behandelt dass dieser Begriff nicht gleich aussagt was er bedeutet. Er beinhaltet einige Verhaltens und Denkweisen.
Zum einen eben das Denken der Verantwortlichkeit über das Verhalten eines anderen Menschen.
Viele meinen sie seien verantwortlich wenn der andere jetzt wieder trinkt. Oder sich aufregt usw. Sie versuchen dann sich so zu verhalten, das der andere eben nicht trinkt oder sich aufregt.
Kann man sich gut vorstellen, das bedeutet dass man denjenigen und dann auch andere immer im Auge behält, versucht zu erfassen wie es ihm geht und dann auch manipulativ mit ihr umgeht. So, dass es eben nichts gibt über dass sich diese Person aufregt oder zu ihrem Stoff greifen muss.
Das ganze ist natürlich fast immer aussichtslos. Aber was sonst kann man denn tun?

Ich vermute jeder reagiert mehr oder weniger auf sein Gegenüber, auf dessen Eigenheiten.
Je nachdem in welchen Ausmaß, verliert er sich dabei mehr oder weniger selbst aus den Augen.
Es geht dann vorrangig nicht mehr darum was man selbst will und braucht, sondern was der andere will oder vielleicht braucht um umgänglich zu sein.
Das beschreibt glaube ich ein Aspekt von Co-Abhängigkeit.

Und ich habe das letztens auch gemerkt. Ich bin dazu aber nicht mehr bereit, was dann meine Umgänglichkeit für diese Leute schmälert. Ich habe eine noch verborgene Lust, Choleriker auf die Palme zu treiben um sie dann zur Sau zu machen wenn sie mich dabei angepflaumt haben. Aber irgendwo reagiere ich ja dann auch wieder auf krankes Verhalten.

Am schlimmsten für mich ist dieses Niedergemacht und Kleingehalten werden. Abgelehnt zu werden, kommt auch noch dazu.
Bedeutet letztendlich mich unabhängig zu machen, damit diese kranken, äußeren Einflüsse nicht mehr auf mich einwirken können.

Das ist irgendwie nicht leicht, weil ich es so gewohnt bin, auf andere zu reagieren.
Und ich werde mir damit keine Freunde machen es nicht mehr zu tun, zumindest nicht jene die ihr krankes an mir ausleben wollen. Bin gespannt ob das im Mobbing endet.

Hinsichtlich des Kumpels müsste ich die Regel aufsetzen, kein Treffen mehr wenn er kiffen will. Er bekommt ja durchs Kiffen auch kaum etwas auf die Reihe. Er fängt schon morgens damit an.
Ich hatte gelegentlich auch mit geraucht, aber es tut mir nicht gut. Es bringt mir keine Vorteile im Gegenteil.
Ich bin auch lieber klar im Kopf, abgesehen von etwas Kaffee und Zigaretten.
Meine Zigaretten wollte er auch echt mit Kiffen und Saufen gleich stellen. Hahaha.
Davon, dass es nicht zu vergleichen ist, ließ er sich nicht überzeugen. Solche Diskussionen will ich mir zukünftig nicht mehr geben.

Fällt mir diese Szene ein
Ein Reporter fragt einen Yogi wie man es schafft innerlich immer ruhig, friedlich und gelassen zu sein. Der Yogi antwortet, indem man nicht mit Idioten diskutiert. Da sagt der Reporter, was?! Das kann doch nicht sein! Der Yogi antwortet, Du hast Recht.
😉
 
Vielleicht hilft dir schon, wenn du auch "zu müde" bist, um es kompliziert zu haben. Sei zu langweilig für solche Drama-Leute.
Hm nunja, von müde noch keine Spur. Das ist ja das traurige, ich muss mich zurücknehmen und wir ein Regulator agieren. Dabei möchte ich mich doch auch gerne mal ausleben.
Ich denke immer wieder an die Aussage eines Therapeuten, der meinte mir würde jemand gut tun, der in sich ruht. Damit ich rum wuseln kann.
Im Kontakt mit einer süchtigen oder sonst wie beeinträchtigten Person geht das eben nicht, ich muss ständig aufpassen was ich sage und tue und den anderen im Auge behalten, damit es nicht gänzlich aus der Bahn gerät.

Ja schade. Na mal schauen ob es draußen noch kalt ist... Das sagte eine trockene Alkoholikerin mal zu mir, wenn Coabhängige die Realität nicht wahr haben wollen. Sie versuchen es immer wieder. Das nicht zu Akzeptierende zu ändern. Oder vielleicht ändert es sich ja von selbst?
Im Winter ist es kalt, Basta^^
... und ein süchtiger Mensch ist krank und das hat Auswirkungen auf mich.
Kann ich mir jetzt überlegen ob ich mich soweit abgrenzen kann, dass es mir nicht schadet.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich muss ständig aufpassen was ich sage und tue und den anderen im Auge behalten, damit es nicht gänzlich aus der Bahn gerät.
Musst du???

Passe halt nicht mehr auf. Hab diese kindliche Angst nicht mehr. Das ist, als ob du auf das Falsche Rücksicht nimmst.

Für dich, für jene wäre längst fällig, dass dieses Muster aus der Bahn gerät.

Das ist der berüchtigte Drachen, der zu besiegen ist.
 
Ich hatte mal einen ganz tollen Kumpel, der total abgestüzt war!!! Also mit Führerscheinentzug und allem. Er hat sich dann wieder nach Jahren gerappelt und zu mir gesagt was ihm geholfen habe wären meine unschönen aber deutlichen Worte an ihn. Damals war er sauer, im Gesundwerdungsprozeß habe er verstanden dass ich Recht gehabt hätte.....

Allerdings: das war ein Kumpel, von dem ich nichts wollte also war mir das mögich. Wäre auch nur ein Ansatz von Gefühl - und sei es Mitleid - gewesen, dann wäre mir das nicht möglich gewesen. Starkes Mitleid kann ein ganz schlechtes Gefühl sein, welches beide dann ins Chaos stürzt.....

Gruß von Grisu
 

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