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Ausweg aus der Pornosucht

Ja. Wir haben regelmäßig Sex. Da gibt es aber keine Regeln oder keinen Terminplan. Demnach gibt es auch kein "Ich muss jetzt bis Mittwoch aushalten!" oder so.
Auch wir haben unseren Alltag mit Terminen und anderen Verpflichtungen. Deswegen passt es mal zeitlich nicht oder einer hat keine Lust oder ist müde.... ich würde sagen, dass unsere Sexualität gut und gesund ist. Wir haben Sex wenn es passt und wir Lust darauf haben ohne Erwartungen oder Pflichten. Ich nutzte oder wir nutzen unsere Sexualität nicht als Regulator für meine Sucht. Das will ich auch nicht. Ich möchte Sex mit meiner Freundin weil ich sie liebe und gern Sex mit ihre habe. Nicht weil es ein Ventil für Lust oder Emotionen ist.
 
Ja. Wir haben regelmäßig Sex. Da gibt es aber keine Regeln oder keinen Terminplan. Demnach gibt es auch kein "Ich muss jetzt bis Mittwoch aushalten!" oder so.
Auch wir haben unseren Alltag mit Terminen und anderen Verpflichtungen. Deswegen passt es mal zeitlich nicht oder einer hat keine Lust oder ist müde.... ich würde sagen, dass unsere Sexualität gut und gesund ist. Wir haben Sex wenn es passt und wir Lust darauf haben ohne Erwartungen oder Pflichten. Ich nutzte oder wir nutzen unsere Sexualität nicht als Regulator für meine Sucht. Das will ich auch nicht. Ich möchte Sex mit meiner Freundin weil ich sie liebe und gern Sex mit ihre habe. Nicht weil es ein Ventil für Lust oder Emotionen ist.
Das siehst du natürlich so, dass es kein Regulator zum Bekämpfen deiner Pornosucht ist.

Hättet ihr jedoch keinen Sex wäre es wesentlich schwieriger. Dann hättest du nur die SB.
 
Hättet ihr jedoch keinen Sex wäre es wesentlich schwieriger. Dann hättest du nur die SB.
Das hast du natürlich recht. Sex schafft Nähe und Verbundenheit und macht glücklich. Das sind Fakten, die mir helfen.
Ich würde aber trotzdem nicht sagen, dass ich den Sex nutze um meine Sucht zu regulieren. Ich nutze den Sex mit meiner Freundin nicht um schlechte Gefühle oder so zu regulieren. Damit mache ich sie und unsere Sexualität zu einem Objekt mit deren Hilfe ich meine Gefühle reguliere. Das habe ich in der Vergangenheit schon viel zu oft gemacht indem ich Verantwortungen und Gefühle auf sie projiziert habe und sie damit zum Objekt und Grund meines Unwohlseins gemacht habe.
Generell versuche ich zu unterscheiden. Sex oder SB auf Grund von Lust und Sex oder SB aufgrund von Sucht und damit emotionalen Problemen. Da wir eine gute Sexualität haben brauche ich keine SB aus Lust. Wenn es keinen Sex gebe und ich SB aus Lust betreiben würde, wäre das auch ok und gut.
Wenn ich Sex nur machen würde um meine Sucht zu bedienen wäre das genauso doof wie aus den selben Gründen Selbstbefriedigung zu machen. Dann ist es besser die Themen ohne eines von beiden bearbeiten.
Aber ja. Die Grenze ist sicher fließend. Wo ist es Lust und wo ist es Sucht. Im Zweifel ist dann die absolute Abstinenz das Beste bis man sich sicher ist. So habe ich das zumindest in Selbsthilfegruppen gehört. Ich bin aber überzeugt, dass ich Sex mit meiner Freundin aus Lust haben will
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube das ist aktuell auch der Unterschied. Ich mache ja quasi ein 24 Stunden Verhaltenscoching mit ChatGPT. Was da ganz deutlich wird ist, dass ich meine Emotionen immer durch sexuelle Reize reguliert habe. Jetzt versuche ich das ganz zeitig zu erkennen und durch konsequentes nicht sexuelles Handeln zu regulieren, abzubauen und umzuleiten. Dadurch reduziert sich die Schuld und die Heimlichkeit und das Selbstbild verändert sich. Langsam drehe ich die Abwärts- in eine Aufwärtsspirale. Da werden sicher auch noch schwere Momente kommen. Zum Beispiel was ich mache, wenn es mal zu einem Rückfall kommt. Ich merke aber gerade, dass ich die Emotionen und Themen auch auf eine gesunde Weise ohne Sexualisierung bearbeiten kann
 
Und wie ist das derzeit mit Umsetzen von Fantasien beim richtigen Sex mit deiner Freundin?

Kannst du dem widerstehen?
(Ich denke, du hattest dir doch aufgrund der Pornosucht sicherlich gezielt bestimmte Inhalte reingezogen, von denen du weißt, dass du sie mit deiner Freundin biemals umsetzen kannst weil sie dem so z.B. gar nichts abgewinnen kann oder war es nie so?)
 
Hallo!

Mein Name ist Andreas. Ich bin 47 und gerade wieder einmal sehr rat- und mutlos. Eigentlich weiß ich auch noch gar nicht recht, was ich mir davon erhoffe die Zeilen hier zu schreiben. Vielleicht möchte ich einfach mal meine Gedanken teilen. Die Überschrift verrät ja schon das Thema. Ich suche einen Weg aus meiner Pornosucht.
Das Problem beschäftigt mich schon sehr lang. Ich habe im Alter von 14 Jahren angefangen Pornos zu schauen und habe es bis jetzt nicht geschafft damit aufzuhören. Bis 2021 (also knapp 30 Jahre nach dem Beginn) bin ich unreflektiert durch mein Leben gesteuert und habe in den schlimmsten Zeiten mehrmals täglich Pornos konsumiert. Das hat am Ende dazu geführt, dass meine Ehe gescheitet ist und ich nun keinen Kontakt mehr zu meinen Kindern habe. Ich habe mich dann auf den Weg gemacht. Ich habe Therapien gehabt, an coachings teilgenommen, war in Selbsthilfegruppen und in medizinischer Behandlung. Ich habe dabei viel über mich gelernt. Über meine Selbstwertprobleme, über die Dinge die in meiner Vergangenheit nicht gut waren. Ich kann mein Suchtverhalten besser reflektieren und analysieren und weiß warum ich das "brauche".
Das alles entscheidende hat sich aber nicht geändert. Ich konsumiere immer noch regelmäßig Pornos. Nicht mehr täglich aber ich tue es immer noch.
Ich lebe aktuell wieder in einer Beziehung. Meine Partnerin kennt all meine Probleme und weiß von meiner Sucht. Sie unterstützt mich mit Gesprächen und Blockersoftware und so. Am Ende mache ich aber wieder den gleichen Mist wie in der gescheiterten Ehe. Ich lüge, ich betrüge und hintergehe sie indem ich unsere 0,0 Vereinbarung immer wieder breche.

Ich weiß nicht, warum es mir nicht gelingt ins handeln zu kommen. Warum ich die innere Leere und das alles immer wieder versuche mit den Pornos zu füllen. Nur um dann jedes Mal verkatert festzustellen, dass es mir danach nur noch schlechter geht. Ich habe schon so viel verloren und komme immer noch nicht von der Sucht los. Ich kann immer noch nicht mit meinen dahinter liegenden Problemen umgehen außer das mit Pornos weg zu machen.

Warum schreibe ich das nun alles? Keine Ahnung! Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Vielleicht hoffe ich hier auf den Stein der Weisen. Auf den einen (oder die eine) der mir sagt wie es geht. Die Themen die mich belasten - Arbeit, Alltag, Verlust, Trauer, Wut - kann oder gehe ich nicht an. Ich stehe nicht für mich ein und tue oft Dinge gegen meine innere Einstellung und Wünsche. Das kompensiere ich dann mit den Pornos nur um dann festzustellen, dass ich damit noch mehr gegen meine inneren Werte und Einstellungen verstoße.

Ich glaube das werde ich jetzt erstmal versuchen. Immer wenn der Drang in mir hoch kommt, werde ich das hier teilen und versuchen zu beschreiben wie es dazu gekommen ist. Im besten Fall auch mit einer Info wie ich den Konsum verhindert habe.

Viele Grüße!
Wichtig ist die Ursachen zu erkennen und gezielt zu handeln, um die negativen Auswirkungen zu überwinden und zu einer erfüllteren Sexualität zu finden.
Diese leere entsteht ja grad erst durch die Pornos und das onanieren.
Stress und Einsamkeit: Viele Menschen greifen auf Pornografie zurück, um schwierige Emotionen zu verdrängen oder sich von Stress zu befreien.
Auch ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass Betroffene pornografische Inhalte als eine Art Bestätigung suchen.
Dies kann zunächst als kurzfristige Flucht dienen, bietet jedoch oft nur scheinbare Erleichterung und verstärkt das Verlangen, das Verhalten zu wiederholen.
Dies führt zu einem Teufelskreis, der sich nur schwer durchbrechen lässt.
 
Und wie ist das derzeit mit Umsetzen von Fantasien beim richtigen Sex mit deiner Freundin?

Kannst du dem widerstehen?
(Ich denke, du hattest dir doch aufgrund der Pornosucht sicherlich gezielt bestimmte Inhalte reingezogen, von denen du weißt, dass du sie mit deiner Freundin biemals umsetzen kannst weil sie dem so z.B. gar nichts abgewinnen kann oder war es nie so?)
Zu deiner Frage möchte ich eine Grenze setzen: Konkrete Fantasien oder Details unserer Sexualität gehören für mich ausschließlich in meine Beziehung und nicht in dieses Forum.


Außerdem möchte ich etwas richtigstellen: In früheren Beiträgen habe ich meine Situation verzerrt dargestellt. Das war stark von meiner Suchtlogik geprägt und hatte wenig mit der tatsächlichen Realität zu tun.


Die Sexualität mit meiner Partnerin ist erfüllend. Ich brauche keine pornografischen Inhalte oder Fantasien, um sie zu erleben. Der Eindruck, dort etwas kompensieren zu müssen, war Teil meiner inneren Rechtfertigungsstrategie – nicht die Wahrheit.


Mir ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und unsere Intimität zu schützen.
 
Zu deiner Frage möchte ich eine Grenze setzen: Konkrete Fantasien oder Details unserer Sexualität gehören für mich ausschließlich in meine Beziehung und nicht in dieses Forum.
Genau. Wenn du dir die Posts der User hier ansiehst, siehst du, dass es bei manchen immer in dieselbe Kerbe schlägt. Gerade wenn man mit einer Suchtproblematik zu tun hat, sollte man sich nicht einreden lassen, dass man ja wohl unstillbare Fantasien in sich trägt, die man niemals ausleben wird können und deswegen dies und das. Du entscheidest, was du ausleben willst und ob das sein muss. 👍
 
Zu deiner Frage möchte ich eine Grenze setzen: Konkrete Fantasien oder Details unserer Sexualität gehören für mich ausschließlich in meine Beziehung und nicht in dieses Forum.


Außerdem möchte ich etwas richtigstellen: In früheren Beiträgen habe ich meine Situation verzerrt dargestellt. Das war stark von meiner Suchtlogik geprägt und hatte wenig mit der tatsächlichen Realität zu tun.


Die Sexualität mit meiner Partnerin ist erfüllend. Ich brauche keine pornografischen Inhalte oder Fantasien, um sie zu erleben. Der Eindruck, dort etwas kompensieren zu müssen, war Teil meiner inneren Rechtfertigungsstrategie – nicht die Wahrheit.


Mir ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und unsere Intimität zu schützen.
Jedenfalls: Dass du weiter ein erfüllendes Sexleben hast mit deiner Freundin, hilft sicherlich enorm den Pornokonsum besser eindämmen zu können.

So ist kein langes Warten auf den nächsten Orgasmus nötig. Alleine das verringert das Suchtpotential hier und da dafür mal wieder zum Porno zu greifen.
 
Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und habe keinen Plan ob man hier einfach so schreiben darf. Ich bin seit 137 Tagen pornofrei und befinde mich in Therapie wegen meiner Pornosucht. Ich habe in dieser Zeit schon viel über mich selbst gelernt, aber ich merke gerade, wie schwer es mir fällt, wirklich über meine Gefühle zu sprechen – sowohl in der Therapie als auch in meiner Beziehung. Dennoch fühle ich mich trotzdem oft allein mit meinen Gedanken und Emotionen.

Es ist für mich sehr schwer, jemandem in meinem direkten Umfeld alles anzuvertrauen, ohne Angst zu haben, dass ich jemanden verletze oder falsch verstanden werde. Deshalb suche ich hier nach einem Raum, in dem ich langfristig über meine Gefühle, Ängste und Fortschritte sprechen kann.

Ich hoffe, hier jemanden zu finden, mit dem ich mich regelmäßig austauschen kann, um nicht allein durch diese Phase zu gehen.

Vielen Dank schon mal fürs Lesen. Ich würde mich über Antworten, Tipps oder einfach nur ein offenes Gespräch sehr freuen
 

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