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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

In dem Kontext fällt mir auch mein alter Thread zum Thema Elektrik im Haus ein.

Wenn ich das Haus saniere, steigt der Strombedarf. Ich ersetze u.U. Gasheizung durch Wärmepumpe, vielleicht noch eine Split Klimaanlage oder elektrische Rolläden. Falls ich eine Solaranlage installiere, fließt auch damit nochmal mehr Strom durch die Leitungen.

Derzeit habe ich keine elektrischen Probleme aber gewisse Grenzen. In der Küche kann ich Herd, Mikrowelle und Wasserkocher nicht gleichzeitig anmachen, da fliegt die Sicherung raus. Im Wohnzimmer hängen 4-5 Geräte an einer Mehrfachsteckdose.

In dem Thread damals kam ich auch wegen des Elektrikers zum Schluss: Ich lass die alten Leitungen erstmal drin. Aber wenn ich jetzt eh einiges aufreiße, würde es sich natürlich anbieten auch die Elektrik zu tauschen. Wenn ich z.B. Rollädenkästen erneuere und mit elektrischem Motor versehe muss eh was elektrisch angeschlossen und am Ende wieder drüber tapeziert werden. Das sagte mir vor 5 Jahren auch der Elektriker: "Leitungen erneuern würde ich, wenn sie eh renovieren"

Und ich meine so what? Soll der Elektriker doch dann gleich die Leitungen im ganzen Haus neu legen, evtl. gleich mitsamt Vorbereitung für Wärmepumpe. Drüber tapezieren/streichen kann ich später immer noch schrittweise.

Ich habe jetzt einfach mal exemplarisch durchgerechnet, wenn ich das "volle Programm" will. Immer vorausgesetzt, dass alles so möglich ist (z.B. die Einblasdämmung):

Fassade:Einblasdämmung möglich?6.000
Fenster:3fach Verglasung, Pilzkopfsicherungen, Kunststoff18.000
Rollädenkästen:Erneuern und Dämmen, EG mit Elektro7.000
Heizung:Wärmepumpe30.000
Klimatisierung:Split Klimaanlage im EG Wohnzimmer3.000
Stromleitungen:Erneuern15.000
Solaranlage:auf dem Dach20.000
Folgemaßnahmen:Neu tapezieren, Streichen etc.15.000
Summe114.000

Das geht also schon in die Richtung von 100.000 €, die ich am Anfang andeutete. Allerdings sind davon noch Förderungen abzuziehen.
Und es wäre keine reine energetische Erneuerung sondern mit Elektrik und co. auch Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt der Immobilie, mit der Hoffnung dass das Haus so die nächsten 30 bis 50 Jahre gut aufgestellt ist.
 
Herd, Mikrowelle und Wasserkocher nicht gleichzeitig anmachen
Das ist seltsam. Bereits bei alten Installationen ist der Herd separat mit 3x16A abgesichert. Das hängt wenn dann noch der Backofen mit dran, da früher eigentlich immer in einem Gerät.
Die Kleingeräte wie Mikrowelle, Wasserkocher, Toaster teilen sich dann eine Sicherung. Und ja, die kann schon mal fliegen, wenn mehreres gleichzeitig läuft. Auch wenn hier nicht alle Steckdosen an einer Sicherung hängen, muss man aufpassen, wie man die Geräte verteilt, so dass z.B. Wasserkocher und Toaster an zwei unterschiedlichen hängen.
 
Hm - Altbau 1948/50 gebaut, 320 Qm Wohnfläche - 25 Grad haben wir es alle gerne im Winter.
Ich hab - weil der Kessel 30 Jahre war, eine neue Ölheizung eingebaut, für 17.000 , aber mit vertraglicher Ersatzteilsicherung für die nächsten 30 Jahre.
Ich habe da so eine Art Zusatzheizmöglichkeit , die darauf basiert, dass ich zusätzlich so etwas einbauen kann wie einen " Durchlauferhitzer " warum .
Wenn man sich mal überlegt, wie so eine Heizung funktioniert. ganz simpel dann wärmt die Ölflamme das Heizungskreislaufwasser, das mit 75 Grad losläuft und bestenfalls mit ein paar Grad weniger wieder kommt. Wird es zu kalt, heizt die Heizung mit Öl .
Hast Du jetzt aber die Möglichkeit mit selbst erzeugtem Strom , zu zu heizen , sparst Du Öl.

Früher -zweimal im Jahr 4500 Lier Öl gekauft - jetzt mit der neuen Heizung nur noch 1 Mal im Jahr, aber ohne die Stromzufuhr.
Aber die Umwälzpumpe hat 80 Watt - auch die kostet - genauso aber die elektrische Versorgung der Heizung. die Heizungssteuerung.

Nun kommt - Solarpanel von Gersolar - hole ich mir da selbst ab - bester Anbieter hier. 30 KP sind erlaubt - Einspeisung mache ich nicht, besorge mir Speicher.

Wandler 3 Phasig bis 400 V + "Sinuswelle" - Kostenpunkt 2500 ( soll ja kein Müll sein - da spare ich nicht , das beste ist gut genug ) - dann Speicher, da wird ja mittlerweile einiges angeboten.

Aber ne Autobatterie hat 1,2 Kw/h kostet 69 Tacken und davon 20 haben 24 Kw/h Kosten 1400.

Laderegler - Befestigungsmaterial -Zusatzzähler für die Mieter, die den Strom wollen und Leitungen.
nochmal so 4000 Tacken.

Im Vergleich hab Dir hier mal was rausgezogen

ist mir noch zu teuer, und so viel Speicher brauche ich nicht.

Ich denke das ich dann-
a nur noch 30 % ÖL brauche
b Strom wahlweise zusätzlich veräußern kann, ohne Gewerbeschein.

Sanierungsköder - oder Förderungen ??? Die können mich mal.
Dämmung - nur was muss - die spinnen doch, d.h. Speicher hat Dämmung.

So und nu rechne mal .... ich denke ich will hier noch so locker 10 Jahre bleiben , irgendwann verkauf ich den Kasten.
Aber was Du da aufzählst und an Kosten aufwirfst ...finde ich teuer.

Bei Fragen gerne .....
 
Das ist seltsam. Bereits bei alten Installationen ist der Herd separat mit 3x16A abgesichert. Das hängt wenn dann noch der Backofen mit dran, da früher eigentlich immer in einem Gerät.
Die Kleingeräte wie Mikrowelle, Wasserkocher, Toaster teilen sich dann eine Sicherung. Und ja, die kann schon mal fliegen, wenn mehreres gleichzeitig läuft. Auch wenn hier nicht alle Steckdosen an einer Sicherung hängen, muss man aufpassen, wie man die Geräte verteilt, so dass z.B. Wasserkocher und Toaster an zwei unterschiedlichen hängen.
Soweit mir bekannt wurde vor langer Zeit mal eine der Herd Leitungen zweckendfremdet und für eine andere Steckdose in der Küche genutzt, eben weil sonst die eine Sicherung für Mikrowelle, Wasserkocher, Toaster, TK Schrank usw. zu wenig war.
Ich hatte damit nie Probleme, aber ich merke halt, dass die Elektrik am Limit läuft, vor allem in Räumen wie Küche und Wohnzimmer wo man mit einer Sicherung heutzutage sehr wenig hat.
 
Das geht also schon in die Richtung von 100.000 €, die ich am Anfang andeutete. Allerdings sind davon noch Förderungen abzuziehen.
Und es wäre keine reine energetische Erneuerung sondern mit Elektrik und co. auch Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt der Immobilie, mit der Hoffnung dass das Haus so die nächsten 30 bis 50 Jahre gut aufgestellt ist.
Ich glaube, bei dem Thema "dauerhafter Erhalt" solltest du dich ganz konsequent an deinen eigenen Bedürfnissen orientieren. Also daran, wie du dort angenehm wohnen kannst, solange du willst... und wie sehr du dich an anderer Stelle einschränken müsstest, wenn du viel Geld in das Haus steckst. Denn wenn du es doch mal verkaufen wolltest (oder halt irgendwann für die Erben) steigert eine aufwendige Sanierung für > 100.000 € den Wert vermutlich nicht oder allenfalls marginal, oder? Wobei es natürlich auch auf die Lage und den Bebauungsplan ankommt. Aber "Kleines Häuschen & großes Grundstück" in einer nicht komplett strukturschwachen Region ist ja in der Regel prädestiniert für Abriss und Neubau von Mehrfamilienhaus oder Reihenhäusern - selbst wenn das Gebäude in einem guten Zustand ist. Da hat man dann u.U. eine Menge Geld versenkt, die man anderswo noch gut gebrauchen könnte...
 
Klar mein Auto ist jetzt ...Jahre alt und die Batterie auch .....wieso tauschen, wenn gut ?

Wird jeden Tag geladen und auch wieder entladen ...also Du kannst gerne L-spreicher kaufen - ich brauch das nicht.

Die Überlegung das direkt zu machen , macht Sinn, wenn man den Strom nicht auch für andere Quellen nutzen will und er ständig anliegt, hat man aber Sonnenlöcher oder nicht genug Saft oder - sollte man schon wählen können , wofür man den Strom nutzen will, das ist sinnvoll.

Ich denke darüber nach mir irgendwo an einem Gewässer das fließt und ganzjährig Wasser führt, etwas zu kaufen und dort Wasserrad und damit Generator zu betreiben, wäre die optimale Lösung .......

Mein Bekannter hat auf seinem Grundstück schon seit 20 Jahren Solar , da haben sich die Autobatterien bewährt, ab und zu geht mal eine kaputt - die wird halt ersetzt , aber im Großen und Ganzen
sind die Kosten für Speicher naja - mir zu teuer.

Die Zusatzheizmöglichkeit wird auch nur genutzt, wenn genug Saft da , es gibt ne Steuerung, wo man praktisch wählen kann.
Aber rechnerisch ist es eben sinnvoller, weil günstiger geht nicht......weil mit 17 k und mit sagen wir mal 15 K bist Du bei 32 K

Da Du aber nur 140 QM Wohnfläche hast -wird auch die Heizungsanlge nicht 17 kosten , sondern nur 9 oder so.
Die Grundsanierung der Elektrik - war bei mir notwendig - nach der Zeit fiel praktisch die Isolierung vom Draht. Zählst Du das dazu kamen noch 6000 mit drauf.

Der Hintergrund - bei Ölkosten von ca 1 Euro / Liter heizt Du mit 5000 Liter und 340 QM
mit ca 15 Euro im Jahr pro QM bedeutet - 100QM Wohnung = 1500 Heizkosten

eigentlich könnte ich es so lassen . aber mit der Hälfte sinds imJahr ...Euro weniger + was ich an Strom " verkaufe " ....sollten aber die Stricke reißen könnte man auch nur mit Strom heizen, also ÖL abschalten .

Man weiß ja nie was kommt .
 
Ich glaube, bei dem Thema "dauerhafter Erhalt" solltest du dich ganz konsequent an deinen eigenen Bedürfnissen orientieren. Also daran, wie du dort angenehm wohnen kannst, solange du willst... und wie sehr du dich an anderer Stelle einschränken müsstest, wenn du viel Geld in das Haus steckst. Denn wenn du es doch mal verkaufen wolltest (oder halt irgendwann für die Erben) steigert eine aufwendige Sanierung für > 100.000 € den Wert vermutlich nicht oder allenfalls marginal, oder? Wobei es natürlich auch auf die Lage und den Bebauungsplan ankommt. Aber "Kleines Häuschen & großes Grundstück" in einer nicht komplett strukturschwachen Region ist ja in der Regel prädestiniert für Abriss und Neubau von Mehrfamilienhaus oder Reihenhäusern - selbst wenn das Gebäude in einem guten Zustand ist. Da hat man dann u.U. eine Menge Geld versenkt, die man anderswo noch gut gebrauchen könnte...
Genau darum geht es mir auch. Der Wert der Immobilie ist mir nahezu egal. Ich möchte dort bis zu meinem Lebensende leben.

Es geht mir um Wohnqualität. Deswegen meine Überlegungen zu einer Split Klimaanlage.
Es geht mir um Sicherheit. Deswegen die Überlegungen wegen der Elektrik.
Es geht mir um Wirtschaftlichkeit. Deswegen der Gedanke zu einer energetischen Sanierung, die sich aber eben finanziell lohnen muss.

Also wie du passend formulierst, "wie ich da angenehm wohnen kann".
Das sind auch viele Kleinigkeiten. Durch die jetzigen Rolladenkästen zieht es, ich muss überall mit Mehrfachsteckdosen arbeiten, alles ist manuell, ich wechsel jedes Jahr den Gasanbieter um Kosten zu sparen usw.
Ich würde die Immobilie in den nächsten Jahren gerne so aufstellen, dass ich am besten bis ins hohe Alter keine Mühe mehr damit habe. Ok, selbst ne jetzt neue Heizung muss ich vielleicht in 30 Jahren nochmal austauschen, aber wenn ich heute in alles 100.000 € reinstecke, habe ich vermutlich ansonsten in den nächsten 40 Jahren Ruhe.
 

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