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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

Das ist das, was überall geschrieben steht, wenn man zum Thema "Kind bricht Kontakt zu den Eltern ab" googelt.
Das mag in der Mehrheit der Fälle bestimmt richtig sein.
Was meine Nachbarin betrifft, glaube ich eher, dass der Fehler darin liegt, dass viel zu wenig vorgefallen ist.
Rückblickend wurde er, meiner Meinung nach, viel zu sehr in Watte gepackt.
Er hatte es während seiner Schulzeit nicht leicht. Er wurde wegen seines Andersseins gemobbt und als Schwuchtel beschimpft.
Seiner Mutter tat das immer richtig weh und sie hat alles getan, um ihn zu unterstützen und zu stärken und ihm zu vermitteln, dass er gut und richtig ist, so wie er ist.
Vielleicht hat sie es dabei das ein oder andere Mal zu gut gemeint.
Dass seine Mutter ihn unterstützt und in seinem Wesen bestärkt, ist in meinen Augen das Minimum.

Ich kenne viele, die eine schwierige Beziehung zu ihren Eltern haben. Manche sogar so eine schwierige, dass ich mir als Freundin wünschen würde, dass der Kontakt reduziert oder komplett eingestellt wird. Da werden Wünsche und Bedürfnisse ignoriert oder kleingeredet oder mit ,ich hatte es schlechter als du‘ abgetan.

Und warum sollte ein Kind den Kontakt abbrechen, wenn nichts vorgefallen ist? Vor allem wegen einer einzelnen Aussage von vor 15 Jahren ?

Deine Nachbarin wird das nicht erzwingen können, dass ihr Sohn mit ihr redet. Gleichwohl darf sie natürlich entscheiden, ob sie mit ihm dann noch reden möchte, wenn er das Gespräch sucht. Ist ihr gutes Recht 🙂
 
Der Sohn spricht von "emotionaler Erpressung" und die Mutter von "zu sehr in Watte gepackt".
Dazwischen liegen Welten oder eher das ganze Universum.

Wäre ein Familien-Mediator vielleicht eine Idee, um da zunächst die Problematik an sich gemeinsam ermitteln zu können?
 
Der Sohn spricht von "emotionaler Erpressung" und die Mutter von "zu sehr in Watte gepackt".
Ich dachte die Nachbarin ?
Wäre ein Familien-Mediator vielleicht eine Idee, um da zunächst die Problematik an sich gemeinsam ermitteln zu können?
Dazu müsste der Sohn redebereit sein.
Im Moment wird er u. U. die Hände überm Kopf zusammenschlagen.
Um da was sagen zu können, sind wir zu weit entfernt.
Was meinst du @Struwwelpeter ?
 
Denkst du du hast hier noch den richtigen Abstand zur Situation ?
Hajooo, eine neutrale Person hätte bestimmt mehr Abstand und somit vielleicht auch eine objektivere Sicht auf die Situation.

Ist das nicht schlimm genug ?

Das sollten Eltern auch tun, mehr können sie allerdings auch nicht tun.

Was wäre denn aus deiner Sicht das richtige Maß gewesen ?

Ich hätte mich ganz genauso verhalten, wie es meine Nachbarin getan hat.
Aber von mehreren Seiten kommt diese Vermutung:
Da wird viel mehr vorgefallen sein als das, was deine Nachbarin dir erzählt.
Und weil spekuliert wird, dass viel mehr vorgefallen sein muss, als meine Nachbarin erzählt, bin ich zu der Überlegung gekommen, dass sie es mit ihrer Unterstützung vielleicht zu gut gemeint haben könnte.
Dass sie den Jungen dadurch eingeengt hat oder von Unternehmungen (Grillen im Garten des Lehrers vor 15 Jahren) abgeraten hat, weil sie Angst um ihn hatte.
Aber das sind nur meine Vermutungen, die eben in eine ganz andere Richtung gehen als die üblichen Vermutungen, die hier von den verschiedenen Usern geäußert werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hajooo, eine neutrale Person hätte bestimmt mehr Abstand und somit vielleicht auch eine objektivere Sicht auf die Situation.







Ich hätte mich ganz genauso verhalten, wie es meine Nachbarin getan hat.
Aber von mehreren Seiten kommt diese Vermutung:

Und weil spekuliert wird, dass viel mehr vorgefallen sein muss, als meine Nachbarin erzählt, bin ich zu der Überlegung gekommen, dass sie es mit ihrer Unterstützung vielleicht zu gut gemeint haben könnte.
Dass sie den Jungen dadurch eingeengt hat oder von Unternehmungen abgeraten hat, weil sie Angst um ihn hatte.
Aber das sind nur meine Vermutungen, die eben in eine ganz andere Richtung gehen als die üblichen Vermutungen, die hier von den verschiedenen Usern geäußert werden.
Ah okay dann verstehe ich das mit dem ,Watte einpacken‘.

Klar, das kann durchaus sein. Auch wenn sie das gut gemeint hat, hält man das Kind durch die Übervorsichtigkeit klein.

Vielleicht sollte deine Nachbarin ihrem Sohn eine Brief schreiben und ihre Gefühle ausdrücken und ihn gleichzeitig signalisieren, dass sie bereit ist für ein weiteres Gespräch und einer gemeinsamen Konfliktlösung.
Finde so ein Brief kann echt hilfreich sein, um die Wogen etwas zu glätten und man nicht mit den geballten Emotionen in das Gespräch geht.
 
Aber von mehreren Seiten kommt diese Vermutung:
und genau hier sehe ich das Problem:
Und weil spekuliert wird,
es wird "wild rum" spekuliert
Und weil spekuliert wird, dass viel mehr vorgefallen sein muss, als meine Nachbarin erzählt, bin ich zu der Überlegung gekommen, dass sie es mit ihrer Unterstützung vielleicht zu gut gemeint haben könnte.
das kann ich ein Stückweit verstehen, aber das hilft deiner Nachbarin nicht.
Aber das sind nur meine Vermutungen, die eben in eine ganz andere Richtung gehen als die üblichen Vermutungen, die hier von den verschiedenen Usern geäußert werden.
"die üblichen Vermutungen" ?

Ich vermute bei meiner Bekannten auch Vermutungen...
Ich habe eine Zeitlang versucht bei ihr herauszuhören, woran der Kontaktabbruch liegen könnte. Aus meiner Sicht, blockierte sie sich da selbst um hinschauen zu können. Es ist schwer zu erklären...
So sehr sie es verstehen möchte, irgendwie geht es nicht.

Von daher kannst du ihr aus meiner Sicht "nur" zuhören. Ihr aktiv etwas zu raten sehe ich als schwierig.
 
Der Sohn spricht von "emotionaler Erpressung" und die Mutter von "zu sehr in Watte gepackt".
Dazwischen liegen Welten oder eher das ganze Universum.
Der Sohn spricht von emotionaler Erpressung. Die Mutter hat nie von "zu sehr in Watte gepackt" gesprochen.
Sie ist völlig niedergeschlagen und hat gar keine Worte dafür. Sie zermürbt sich, weil sie unentwegt die Schuld bei sich zu finden versucht.

Wäre ein Familien-Mediator vielleicht eine Idee, um da zunächst die Problematik an sich gemeinsam ermitteln zu können?

Dazu müsste der Sohn redebereit sein.
Im Moment wird er u. U. die Hände überm Kopf zusammenschlagen.
Um da was sagen zu können, sind wir zu weit entfernt.
Was meinst du @Struwwelpeter ?
Ich habe diese Frage jetzt erst gesehen.
Es wird so sein, wie du vermutest: der Sohn ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu einer Konfliktbearbeitung bereit.
 

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