Evtl. kann sie die Situation mit jemand Außenstehenden (ProFamilia, etc.) analysieren ?
Meine Nachbarn waren heute bei einer Beratungsstelle, die eine Art offene Sprechstunde hat.
Dort wurde ihnen gesagt, sie sollen immer wieder zu versuchen, mit dem Sohn ins Gespräch zu kommen und zu signalisieren, dass sie sich entschuldigen möchten.
Bei ihrem Sohn keinen Druck zu machen.
Kein Nachfragen: Wieso, weshalb, warum ?
Ich finde deinen Tipp ehrlichgesagt auch sehr viel klüger und sinnvoller als den dieses Fachmenschen in der Beratungsstelle.
So wie ich dich hier erlebe scheinst du auch zu sehr "verbunden" zu sein.
Unser nachbarschaftliches Miteinander ist wirklich sehr eng.
Wir waren besonders damals, als die Kinder klein waren, ein gut eingespieltes Team, das sich gegenseitig geholfen und unterstützt hat.
Und...
zu deinen Aussagen, beste Eltern, seit 30 Jahren Nachbarn...
selbst die Eltern bekommen nicht alles mit und alles kommt bei den Kindern so an, wie Eltern meinen "es gut zu machen".
Da hast du recht.
Aber dennoch bekommt man ein Gespür dafür, was nebenan los ist, wie miteinander umgegangen wird und ob da vielleicht etwas im argen ist.
Man merkt es zum Beispiel an der Art, wie die Familie miteinander redet, wenn sie sich unbeobachtet und "unbelauscht" fühlt.
Nachdem ich mich lange mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt habe, konnte ich mit meinen Eltern gut frieden schließen, da ich weiß, sie haben aus Ihrer Sicht alles dafür getan, daß aus mir ein "ordentlicher" Mensch wird...
deswegen war - für mich - noch lange nicht alles perfekt.
Ich gehe mal davon aus, dass du zwar mit deinen Eltern gehadert, jedoch nicht den Kontakt abgebrochen hast.
Mir geht es mit meinen Eltern ähnlich wie dir.
Sie waren nicht perfekt. Mein Vater hat mich bei jeder schlechten Schulnote übers Knie gelegt.
Damals habe ich ihn dafür verachtet.
Heute weiß ich, dass er tatsächlich nur mein Bestes wollte, dass er es einfach nicht besser machen konnte, weil er es nicht besser wusste.
Ich habe innerlich Frieden mit ihm geschlossen und bin früh zu der Erkenntnis gelangt, dass ich meine Kinder niemals für schulische Leistungen unter Druck setzen werde.
Das habe ich durchgezogen.
Als "Dank" sagte eine meiner Töchter irgendwann zu mir: " Ich hätte einen viel besseren Abi Schnitt erreicht, wenn du strenger gewesen wärst. Du hast mir viel zu viel durchgehen lassen"
Fazit: Wie man´s macht, macht man´s verkehrt.