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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

Ich glaube, die Aufgabe "gute Eltern sein" hat im Laufe der letzten Generation regelrecht groteske Züge angenommen.

Meine Urgroßmutter war das jüngste von 13 Kindern. Ich glaube kaum, dass da um jedes einzelne so ein Bohei gemacht wurde, wie das heute üblich ist.

Kinder während Kriegs- und Nachkriegszeiten großzuziehen war vordringlich, ihnen Nahrung und ein Dach über dem Kopf zu verschaffen.

Kindererziehung in der DDR hatte auch so spezielle Eigenheiten, die auch sehr mit einer gewissen Gleichmacherei einhergingen, das Individuum gab's im Prinzip nicht, man war nur Teil einer möglichst homogenen Herde.

Heute heißt Kindererziehung, seinen Kindern alles zu ermöglichen, was nur irgendwie geht, in puncto Persönlichkeitsentwicklung, beruflich, in puncto Bildung, materiell auch noch.
Und trotzdem habe ich immer mal wieder das subjektive Gefühl, noch nie wurde so viel thematisiert, was Eltern alles falsch machen.

Es ist immer jemand da, der kritisiert, der es für falsch befindet, zu viel, zu wenig, zu anders, zu wenig anders.
 
Aber so war sie schon als kleines Kind.
Sie kommen alle mit einem gewissen Temperament auf die Welt, die Erfahrung habe ich mit meiner Brut auch gemacht. Meine Kinder sind beide als komplett unterschiedliche Persönlichkeiten geboren worden und ich glaube, man kann mit Erziehung nur sehr begrenzt etwas an diesem Temperament ändern.

Meine Mutter dermaleinst war der festen Überzeugung, sie könne mich nach ihrem Gusto "machen" , ich sollte mich benehmen, sein, fühlen und denken wie von ihr vorgeschrieben. Das war das andere Extrem, was nicht funktioniert hat.
 
Sie kommen alle mit einem gewissen Temperament auf die Welt, die Erfahrung habe ich mit meiner Brut auch gemacht. Meine Kinder sind beide als komplett unterschiedliche Persönlichkeiten geboren worden und ich glaube, man kann mit Erziehung nur sehr begrenzt etwas an diesem Temperament ändern.
Das kann ich bestätigen.
Ich habe zwei Töchter.
Die eine ist besagte Mimose, die andere ist das genaue Gegenteil ihrer Schwester.
Es sind zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten.

Es ist immer jemand da, der kritisiert, der es für falsch befindet, zu viel, zu wenig, zu anders, zu wenig anders.

Die Erfahung habe ich auch schon gemacht.
 
Es ist immer jemand da, der kritisiert, der es für falsch befindet, zu viel, zu wenig, zu anders, zu wenig anders.
Das wird ja auch - im Gegensatz zu früher oder auch in der Däderä - über Eltern, aber auch über Kiga und Schule anerzogen, doch bitte kritisch durchs Leben zu gehen und den Mund aufzumachen. Dann wird eben noch an den eigentlich ganz guten Gegebenheiten herumgekrittelt; Mangel kennt ein großer Teil dieser Generation ja gar nicht. Was Schüler sich heute bei Lehrern herausnehmen, so dass bei denen die Angststörungen und auch Stresssymptome massiv zugenommen haben, kommt ja nicht von ungefähr. Ich hätte mich so etwas früher nicht getraut, und ich war sicherlich nicht schüchtern.
 
Ein Kontaktabbruch zwischen Kindern und Eltern ist meist das Ende eines langen Leidensprozesses, oft ausgelöst durch emotionale Kälte, Überfürsorge
oder ungelöste Konflikte.

Für Kinder ist es oft ein schmerzhafter Akt der Selbstbehauptung, für Eltern ein Trauma, das gesellschaftlich tabuisiert wird. Professionelle Hilfe durch Beratung und der respektvolle Umgang mit den Grenzen des anderen können Wege aus dieser Funkstille ebnen.
Ursachen und Hintergründe
  • Kein "lauter Knall": Der Abbruch ist selten spontan, sondern das Resultat einer langjährigen Entwicklung.
  • Hauptgründe: Laut Studien sind es oft emotionale Verletzungen, andauernde Respektlosigkeit, unterschiedliche Werte, nicht akzeptierte Partner, Suchtprobleme oder das Gefühl, nicht unterstützt zu werden.
  • Rollenbilder: Es ist oft ein notwendiger Bruch (Selbstschutz) aus einer als einengend, bestimmend oder missbräuchlich erlebten Eltern-Kind-Beziehung.
Auswirkungen und Dynamik
  • Schutz vs. Schock: Für Kinder ist die Trennung oft eine Form des Schutzes (Befreiung), während Eltern dies als Schock oder Trauma erleben.
  • Symptome: Auf beiden Seiten entstehen Scham- und Schuldgefühle. Es können depressive Symptome, Schlafstörungen oder körperliche Schmerzen auftreten.
  • Altersstruktur: Kinder brechen den Kontakt oft im Alter zwischen 20 und Mitte 30 ab, wobei der Kontakt zu Vätern häufiger schon früher verloren geht.
Wege und Lösungsansätze
  • Akzeptanz der Grenze: Eltern sollten den Wunsch des Kindes nach Distanz respektieren und nicht bedrängen.
  • Offene Tür: Das Signal, dass die Tür für eine (vielleicht langsame) Wiederannäherung offen bleibt, ist entscheidend, ohne auf dem eigenen Standpunkt zu beharren.
  • Professionelle Hilfe: Beratungsstellen, Familientherapeuten oder Mediatoren können helfen, die Situation aufzuarbeiten.
  • Selbstfürsorge: Betroffene Eltern sollten sich mit eigenen Themen beschäftigen, Selbsthilfegruppen nutzen und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da mir falsche Dinge unterstellt werden und es aus dem Zusammenhang gerissen wird schreibe ich hier nicht mehr.

Dass du hier nicht mehr schreibst, ist für mich völlig okay.
Es ist wirklich nicht nötig, dass du hier noch irgendwelche pauschalen Texte reinkopierst, die aufzeigen, dass Eltern immer die Schuldigen sind..

Hat der Sohn deiner Nachbarin eigentlich Geschwister?

Nein, er ist Einzelkind.


Meine Nachbarin erzählte mir gestern abend noch, dass er bei WhatsApp ein ein Statusbild reingestellt hat: ein Foto auf dem er sehr gekünstelt in die Kamera grinst.
Dieses Statusbild hat nur sein Vater bekommen. Seine Mutter hat er offensichtlich aus dem Verteiler entfernt.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Für mich sieht es so aus, als wolle er seine Mutter mit dieser Aktion bewusst abstrafen.
 
Entscheidend ist was hinter der scheinbar heilen Fassade tatsächlich vorgefallen ist.

Vermutlich sind dem Sohn durch seine Therapie verschiedene Kritikpunkte an den Eltern aufgefallen, welche er früher nicht sah.

Ich denke er will selbständiger und emotional unabhängiger von den Eltern werden.

Meistens vertragen sich Eltern und Kinder später wieder.
Ich hatte selber zu meiner Mutter früher für 10 Jahre den Kontakt abgebrochen.
Später verstanden wir uns dann besser und sie behandelte mich mit mehr Respekt.

Auch Kinder leiden unter dem Kontakt Abbruch.
Zuerst ist es eine Art Befreiungsschlag.
 

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