Struwwelpeter
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Ich finde auch, dass die Mutter dem Sohn Raum lassen sollte und ihn nicht zu einem Gespräch drängen, zu dem er zur Zeit nicht bereit ist.
Ich war bei diesem Telefongespräch nicht anwesend und kann deshalb nur wiedergeben, was meine Nachbarin mir erzählt hat.
Der Sohn rief gestern an und forderte ziemich unfreudlich (so das Empfinden meiner Nachbarin) dass man ihm einige Dinge schicke, die ihm gehören und die sich noch im Elternhaus befinden.
In diesem Kontext hat meine Nachbarin dann darum gebeten, er möge ihr die Gründe für den Kontaktabbruch nennen.
Dass sie das getan hat, mag aus der Sicht anderer verkehrt sein. Ich selber hätte mich ähnlich verhalten wie meine Nachbarin.
Ich bin Mutter, habe keinen Kontakt zu meiner Mutter und meine Kinder sind in verschiedenen "Schweregraden" in der Auseinandersetzung mit mir. Dabei ging es mir mehr als einmal so, dass ich aus allen Wolken gefallen bin, weil ich mich an Dinge gar nicht erinnern konnte oder sie wirklich zwar ungünstig liefen, aber nur einmal passiert sind und plötzlich wurde daraus "Du hast immer ...".
Dass du dich in einer ähnlichen Situation befindest, tut mir sehr leid.
Ich kann mir gut vorstellen, dass man häufig Dinge sagt, die man selber als völlig banal und nebensächlich empfindet, die aber beim Gegenüber in einer völlig anderen Bedeutung ankommen.
Solche Äußerungen haben womöglich eine solcheTragweite, dass daraus ein "Du hast immer ... " wird.
Ich glaube, gerade Menschen, die sehr sensibel sind, nejgen manchmal dazu, gesprochene Worte überzuinterpretieren und fehlzudeuten. Und so entstehen dann Missverständnisse.