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Mein mann kann sich nicht von sachen trennen

Habt ihr schon mal darüber gesprochen?

Wenn ich das in einem anderen Thread richtig gelesen habe, müsst ihr im Laufe des Jahres umziehen.

Das wäre doch ein guter Anlass, schon mal anzufangen.

Einkaufen (zu viel): Wo genau passiert das "zu viel"? Schreibt ihr keinen Einkaufzettel oder kauft er im Supermarkt noch weitere Sachen ein?
 
Diskutieren bringt bei Hortern nichts.
wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Wohnung
Sucht euch eine Wohnung mit einem Zimmer nur für ihn. Da darf er dann horten was er will. Da gehst du nicht rein, staubst nicht ab, räumst nicht auf, nichts. Liegt etwas von ihm in eurem gemeinschaftlichen Bereich herum, Türe zu seinem Zimmer auf, reinschmeissen, Türe zu.
Ps3 ukd ps4 spiele - zockt er schon lange nicht, verstauben nur im Regal.
Regelmässig die Dinge mit der dicksten Staubschicht wegschmeissen, ohne sich noch lange zu überlegen ob er es vielleicht irgendwann doch noch brauchen könnte. Einfach weg. Unbesehen.
Klamotten sortiert er nicht aus. ich stopfe es nur noch in seinen Kleiderschrank weil es nicht mehr rein passt
Er bekommt einen Kleiderschrank in SEINEM Zimmer. Da kommt erstmal all sein Zeugs rein. Das, was gewaschen wurde kommt in den Kleiderschrank in eurem Schlafzimmer. Wenn dir da dann ein Kleidungsstück auffällt, das er lange nicht mehr getragen hat, dann Türe zu seinem Zimmer auf, reinschmeissen, Türe zu.
Wenn er einkaufen geht zb Lebensmittel kauft er häufig viel obwohl noch was da ist.
Lass ihn nicht mehr alleine einkaufen. Geh mit ihm und sorge dafür, dass nur in den Einkaufswagen kommt was auf dem Einkaufszettel steht. Kauft er trotzdem was und lässt es auf dem Boden stehen, dann Türe zu seinem Zimmer auf, reinschmeissen, Türe zu. Möge es da verrotten.
 
Letztendlich sind es seine Sachen und nur er bestimmt, wann etwas weggeschmissen wird. Ich würde auch nicht wollen, dass mir jemand in meine Ordnung oder in meinen Besitz reinredet. Unfair wird es nur, wenn es kaum mehr Platz in eurer Wohnung für deine Sachen gibt. Das wäre dann ein Argument wo du ansetzen kannst.
Es ist ja kaum Platz in unserer Wohnung. Das ist ja das Problem.
 
Aber auch die Aspekte des unnötigen Geldausgebens, das vielleicht an anderer Stelle für Schöneres genutzt werden könnte oder dass eben die Wohnung immer voller und rümpeliger wird, finde ich wichtig.

Wie ist es bei Euch, @Nyu, leidest Du unter dadurch entstehender Unordnung oder gibt er mehr Geld aus, als Du es für Eure Finanzen angemessen findest?

Mein Partner ist ähnlich und in seinem Arbeitszimmer und Schrank kann er es halten, wie er möchte. Es gibt quasi zwei Richtlinien: Es muss noch möglich sein, sauber zu machen und er darf keine gemeinsam genutzten Räume oder Flächen vollrümpeln.
Bei uns ist ziemliches Chaos. Habe nicht umsonst eine QA. Er hat nicht mal einen Überblick über das, was er hat. Hat mit Sicherheit genügend DVDs, blurays doppelt
 
Hallo Druschek,
habt ihr schon über folgenden Trick gesprochen: Du darfst einmal nach deinem Belieben von seinen Sachen was in stabile Umzugskartons räumen, er von deinen. Dann schaut ihr gegenseitig durch und dürft einen bestimmten Prozentsatz zurückräumen (z. B. 50 %). Die Kartons werden dann sauber verschlossen und (mit Inhalt und Datum) beschriftet – und dann entweder in den Keller, auf den Dachboden oder in einen angemieteten Lagerraum verfrachtet. Nach einem Jahr schaut man nochmal kurz rein und wenn nichts drin ist, das man im vergangenen Jahr vermisst hat, wirft man den Inhalt ungesehen weg bzw. entsorgt es.
Durch diesen Zwischenschritt und auch durch die Gegenseitigkeit kann man die Situation verändern.
Alles Gute!
Würde er nicht mitmachen. die dvds und blueeays sind noxh das kleinste problem. Leider ist er da absolut unkooperativ und sieht das Problem nicht. Er trennt sich nicht mal von kaputten Sachen. Die schmeiß ich schon weg. Merkt er nicht mal in den meisten Fällen

-Er kauft super viel doppelt an allem
-sein Kleiderschrank Platz wirklich aus allen Nähten ,fällt teilweise raus, wenn man ihn öffnet
-So viele Kabel etc die überall herum fliegen
-So viel Rauch zeugs, das überall herum fliegt
-so viele tassen und Gläser, dass sie nicht mehr rein passen in den Schrank, geschweige denn genutzt werden (sind halt alles besondere tassen. .. )
- dann kauft er für seine "Pflanzen " so viel Erde, die einfach offen im wohnzimmer steht
- Er hat keine Ahnung 40 oder 50 Feuerzeuge , sind ja alles besondere, die auch überall herum fliegen
Etc
 
oh mein Thema, aber der Part desjenigen, der nicht wegwerfen kann.

Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht wie ich langsam beginnen muss mich umzuorientieren und Dinge zu entsorgen. Ist übrigens immer schwieriger, weil die Möglichkeiten von Sperrmüll, Altkleidercontainern, Elektroschrottabgabe ect. hier auf dem Land immer schwerer werden.

Ich war mein langes Leben lang (bis vor kurzem) bettelarm. Minigehalt und jeden Monat gekämpft, weil ich nichts mit Transferleistungen zu tun haben will. Ich habe nichts weg geworfen, weil ich es ja irgendwann hätte brauchen können. Decken, die 40 Jahre alt waren - aber gut - die haben mir dann immer noch gedient zum Auto abdecken. Schaukelstuhl, der gar nicht mehr in die Wohnung passt, steht im Keller, weil es früher mein Traum war einen Schaukelstuhl zu besitzen.

Diese damalige (nicht mehr vorhandene!) Armut hat sich eingebrannt und bestimmt mein Leben. Ich bekomme so oft Kleinigkeiten geschenkt, mit denen ich nichts anfangen kann, diese liegen nur im Weg rum. Aber ich kann sie nicht weg werfen weil da ja jemand mit Gutes wollte und an mich gedacht hat.

Ich glaube, um ein solches Verhalten zu verändern ist das Wissen warum, wieso, weshalb wichtig. Der Folgeschritt ist dann zu versuchen es zu ändern. Bei mir ging das erst als der Leidensdruck größer wurde und mir die Sachen auf den "Keks gehen". Nein, ich bin kein Messi, aber um es auch nicht irgendwann zu werden sollte ich jetzt für mich lernen "auszumisten".

Gibt es die Chance, mal in guter Stimmung mit Deinem Mann darüber zu reden ohne Vorhaltungen, lässt er solche Gedanken oder Fragen zu? Wenn er nur einen Ansatz von mir hat und meinen Gefühlen, dann geht es ihm selber schlecht mit seiner Eigenschaft des nicht trennen könnens. Ich könnte Dir Dinge erzählen, die sind einfach nur traurig, machen mein eigenes Leben schwer, liegen aber an Dingen, die sich eingebrannt haben. Ölgemälde (angefertigt nach den Wünschen meiner Mutter) und Porzellanpuppen meiner Mutter blockieren ein ganzes Zimmer, ich kann sie nicht wegwerfen, weil ich das Gefühl habe, dadurch meine verstorbene Mutter zu missachten. Verschenken würde ich gerne alles, aber das kannst du hier auf dem Land auch vergessen und eine gewisse Problematik durch meine Sehbehinderung...... Ich will da gar nicht ausufern sondern einfach versuchen Dir zu erklären, was sich dahinter alles verbergen kann.

Gruß von Grisu
Ihm geht das ähnlich. Seine Mutter ist tot, und von den Dingen kann er sich noch weniger trennen. Er hatte auch lange Zeit nicht viel. Kann ich ja auch verstehen, aber wenn der Platz ausgeht, muss man sich irgendwann von sachen trennen.
 
Ja, aber der Weg dahin geht über ganz viele Zwischenschritte beim Betreffenden. Da gibt es schlechtes Gewissen, Verknüpfungen oftmals mit Kindheitswunden und so vielem mehr.
Ich weiß schon lange dass diese Dinge mich belasten aber in meinem Hirn spuckt ein kleines Teufelchen, welches regelmässig mit seinen Hörnern "pieckst" und Schmerzen verursacht.

Ich versuche den Weg nun rückwärtsrum...... ich habe nicht um diese Dinge gebeten, andere haben derzeit keinen Wert mehr und ich muss beginnen, ganz langsam Stück um Stück - da wo es weniger schmerzt anfangen, bis ich mal routinierter bin.

Mir kommt da noch was in den Kopf: geknüpft mit Verantwortung ist teilweise der Mist - zumindest das Erbe meiner Mutter verbunden, die mir ewig erzählte wie wertvoll die Dinge alle sind (eben nicht für mich) und ich immer spürte wie geschockt sie war dass ich für diese Dinge gar nichts übrig hatte. Ich war nämlich froh meine Miete und den Strom zahlen zu können, da habe ich mir keine Pelzmäntel gekauft - die aber liebte meine Mutter .... alles nur vom edelsten ....

Gruß von Grisu

p.s. ich habe auch mal Feuerzeuge gesammelt - mal ein Rolls Royce, Motorräder und Pistolen. Den Quatsch habe ich auch noch. Damals vom Mund abgespart jedes einzelne Teil ..... vermutlich deshalb..... wird eine Übung für den Januar .... entsorgen.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Habt ihr schon mal darüber gesprochen?

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Das wäre doch ein guter Anlass, schon mal anzufangen.

Einkaufen (zu viel): Wo genau passiert das "zu viel"? Schreibt ihr keinen Einkaufzettel oder kauft er im Supermarkt noch weitere Sachen ein?
Ja genau. Wir müssen Ende September hier raus sein. Genau, deswegen fange ich schon an und sortiere ordentlich aus.

Also ich schreibe einkaufslisten. Mein mann weniger. Z.B. kauft er ständig für die arbeit neuen fertig Reis, obwohl noch5 Tüten da sind. Nur als beispiel.

Das drüber sprechen endet meistens im Streit. Ich weiß nicht genau, wie ich das besser kommunizieren kann
 

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