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Mein mann kann sich nicht von sachen trennen

Nyu

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich werde gerade wieder von der Tatsache konfrontiert, dass mein Mann sich von nichts trennen kann. Wenn man mehr Sachen hat als Platz z.B. Kleiderschrank oder Filme, dann mistest doch eig jeder mal aus, oder nicht? Mein mann nicht. z.B. Ps3 ukd ps4 spiele - zockt er schon lange nicht, verstauben nur im Regal. Klamotten sortiert er nicht aus. ich stopfe es nur noch in seinen Kleiderschrank weil es nicht mehr rein passt, sortiert er nicht aus, fällt schon raus, wenn er den kleiderschrank auf macht. Er hat anndie 80 Tshirts. er hängt an Gegenständen und ich verstehe nicht wieso. DVDs/bluerays 2 regale voll. Wenn er einkaufen geht zb Lebensmittel kauft er häufig viel obwohl noch was da ist. Kein Platz mehr, wird dann auf den Boden gestellt. Hilfe will er sich keine holen. ich bin die jenige , die eine QA hat, wegen eigener Probleme mit Ordnung. Aber mein mann ändert nichts und für mich ist das erdrückend. was kann ich tun? ich hatte eine rosa Brille auf oder Scheuklappen aufgesetzt, und habs schon nicht mehr gesehen. Jetzt mit meiner QA fällt langsam der Schleier der Ignoranz? Oder des Übersehens ? und mein Mann versteht es nicht . wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen Wohnung, müssen September hier raus. und jetzt ist die Gelegenheit auszumisten. wie kriege ich meinen Mann davon überzeugt, endlich mal Sachen auszusortieren? Mich erdrücken die vielen Sachen. Daher sortiere ich meine Sachen aus. Aber ich kann nicht die einzige sein, die versucht gegen das Chaos anzugehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztendlich sind es seine Sachen und nur er bestimmt, wann etwas weggeschmissen wird. Ich würde auch nicht wollen, dass mir jemand in meine Ordnung oder in meinen Besitz reinredet. Unfair wird es nur, wenn es kaum mehr Platz in eurer Wohnung für deine Sachen gibt. Das wäre dann ein Argument wo du ansetzen kannst.
 
oh mein Thema, aber der Part desjenigen, der nicht wegwerfen kann.

Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht wie ich langsam beginnen muss mich umzuorientieren und Dinge zu entsorgen. Ist übrigens immer schwieriger, weil die Möglichkeiten von Sperrmüll, Altkleidercontainern, Elektroschrottabgabe ect. hier auf dem Land immer schwerer werden.

Ich war mein langes Leben lang (bis vor kurzem) bettelarm. Minigehalt und jeden Monat gekämpft, weil ich nichts mit Transferleistungen zu tun haben will. Ich habe nichts weg geworfen, weil ich es ja irgendwann hätte brauchen können. Decken, die 40 Jahre alt waren - aber gut - die haben mir dann immer noch gedient zum Auto abdecken. Schaukelstuhl, der gar nicht mehr in die Wohnung passt, steht im Keller, weil es früher mein Traum war einen Schaukelstuhl zu besitzen.

Diese damalige (nicht mehr vorhandene!) Armut hat sich eingebrannt und bestimmt mein Leben. Ich bekomme so oft Kleinigkeiten geschenkt, mit denen ich nichts anfangen kann, diese liegen nur im Weg rum. Aber ich kann sie nicht weg werfen weil da ja jemand mit Gutes wollte und an mich gedacht hat.

Ich glaube, um ein solches Verhalten zu verändern ist das Wissen warum, wieso, weshalb wichtig. Der Folgeschritt ist dann zu versuchen es zu ändern. Bei mir ging das erst als der Leidensdruck größer wurde und mir die Sachen auf den "Keks gehen". Nein, ich bin kein Messi, aber um es auch nicht irgendwann zu werden sollte ich jetzt für mich lernen "auszumisten".

Gibt es die Chance, mal in guter Stimmung mit Deinem Mann darüber zu reden ohne Vorhaltungen, lässt er solche Gedanken oder Fragen zu? Wenn er nur einen Ansatz von mir hat und meinen Gefühlen, dann geht es ihm selber schlecht mit seiner Eigenschaft des nicht trennen könnens. Ich könnte Dir Dinge erzählen, die sind einfach nur traurig, machen mein eigenes Leben schwer, liegen aber an Dingen, die sich eingebrannt haben. Ölgemälde (angefertigt nach den Wünschen meiner Mutter) und Porzellanpuppen meiner Mutter blockieren ein ganzes Zimmer, ich kann sie nicht wegwerfen, weil ich das Gefühl habe, dadurch meine verstorbene Mutter zu missachten. Verschenken würde ich gerne alles, aber das kannst du hier auf dem Land auch vergessen und eine gewisse Problematik durch meine Sehbehinderung...... Ich will da gar nicht ausufern sondern einfach versuchen Dir zu erklären, was sich dahinter alles verbergen kann.

Gruß von Grisu
 
Hallo Druschek,
habt ihr schon über folgenden Trick gesprochen: Du darfst einmal nach deinem Belieben von seinen Sachen was in stabile Umzugskartons räumen, er von deinen. Dann schaut ihr gegenseitig durch und dürft einen bestimmten Prozentsatz zurückräumen (z. B. 50 %). Die Kartons werden dann sauber verschlossen und (mit Inhalt und Datum) beschriftet – und dann entweder in den Keller, auf den Dachboden oder in einen angemieteten Lagerraum verfrachtet. Nach einem Jahr schaut man nochmal kurz rein und wenn nichts drin ist, das man im vergangenen Jahr vermisst hat, wirft man den Inhalt ungesehen weg bzw. entsorgt es.
Durch diesen Zwischenschritt und auch durch die Gegenseitigkeit kann man die Situation verändern.
Alles Gute!
 
Meine Tochter ging aus meinem Zimmer an mir vorbei mit vier gefüllten großen schwarzen Säcken und ich hielt mir die Augen zu.... nachher guckte ich nach, was mir fehlt..................
Mir fiel nur ein roter Blazer ein, ich hatte keine Ahnung, was sie entnommen hat, bis heute nicht.

Liebe Leute, ich vermute, das hat etwas mit dem lymbischen System zu tun. Jagen, sammeln, Horten von Vorräten liegt in uns drin, bei einem mehr, bei anderen weniger.
 
Ich kenne kaum wen, der dieses Problem nicht hat. Rundherum ist ein Klagen da, viel zu viel muss ich verwalten, viel zu viel klebt an mir fest, ich habe Platz nötig, kann mich aber nicht trennen, sollte mich trennen, schaffs aber nicht...
 
Ich würde auch nicht wollen, dass mir jemand in meine Ordnung oder in meinen Besitz reinredet. Unfair wird es nur, wenn es kaum mehr Platz in eurer Wohnung für deine Sachen gibt.
Aber auch die Aspekte des unnötigen Geldausgebens, das vielleicht an anderer Stelle für Schöneres genutzt werden könnte oder dass eben die Wohnung immer voller und rümpeliger wird, finde ich wichtig.

Wie ist es bei Euch, @Nyu, leidest Du unter dadurch entstehender Unordnung oder gibt er mehr Geld aus, als Du es für Eure Finanzen angemessen findest?

Mein Partner ist ähnlich und in seinem Arbeitszimmer und Schrank kann er es halten, wie er möchte. Es gibt quasi zwei Richtlinien: Es muss noch möglich sein, sauber zu machen und er darf keine gemeinsam genutzten Räume oder Flächen vollrümpeln.
 
Wenn er psychisch Probleme hat etwas loszuwerden und etwas trotzdem einfacher entsorgen möchte, könnte er auch mit den Dingen so umgehen, dass er sie mit Absicht strenger bewertet und vergleiche zieht. Manches könnte beispielsweise nicht so gesund sein oder könnte unpraktischer sein in der Benutzung. Auch könnte er versuchen auf die gute Qualität bei Dingen zu achten, wie lange etwas etwa hält. Aber er könnte auch versuchen eher abenteuerliche Begründungen für sich zu finden, wenn er etwas loswerden möchte. Hauptsache er hätte einen Grund. Er muss aber selbst wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich male mir manchmal aus, dass es einen Brand gibt und alles weg ist. Mir scheint, ich würde nicht trauern, das wäre irgendwie letztendlich egal.
Ich male mir manchmal aus, jemand kommt und fragt, was willst du dafür, wieviel Euro soll ich dir geben dafür, für alles- was wieder ein Beweis ist, es ist deshalb kein Loslassen möglich, weil es angeblich einen materiellen Wert hat, den man nicht wegwerfen darf, das wäre wie Geld wegwerfen.

Mein Entsetzen ist immer groß, wenn ich sehe, dass ich etwas aufbewahre, das man jederzeit fast oder gar geschenkt nachgeworfen kriegt.

Was auch oft der Fall ist, im Umfeld wird das gebraucht, das ich lagere, da bin ich dann immer froh, weil ich es nicht weggeworfen habe und verschenks, gern sogar. Nur in den Müll kann ich es nicht geben, das ist echt nachdenkenswert- man kriegt nur ein Danke dafür, also auch nichts.
Aber dieses Danke und etwas haben, das gebraucht und gewollt ist, das ist scheinbar viel wert, schauts aus. Handelsgut? Sammeln wir, um damit handeln zu können? Bei mir ist es so.

Zb nehme ich den Gartensessel mit von der Nachbarin, weil ich gerne Besuch habe, ich male mir aus, mit diesem erhandle ich mir einen Nachmittag in der Sonne sitzen mit jemand, den ich mag.. dafür brauch ich diesen Stuhl. Das viele Zusatzgeschirr ist wiederum eine Zutat für ein Fest miteinander, die Küchenutensilien sind eine wertvolle Investition für ein Menü zaubern für liebe Gäste, die Stoffe und die Nähzutaten sind für eine gemütliche Ausstattung gedacht, wiederum für Besuch, mich bewundern, mich ehren, mich schätzen, kann das dahinter stecken, wieso ich es aufhebe, habe ich das im Visier?
Kann man nicht bei allem hinterfragen, was man damit will, wollte? Will man das noch immer?
 
Dieses "danke" steht aber auch dafür, dass dieses "Ding" jetzt einen Zwecke erfüllt, während es bei uns rumlag. Die Puppen meiner Mutter und deren Ölbilder sind für mich ein Balast, für sie waren es teure Gegenstände, die sie glücklich gemacht haben. Da ich ihr "Glück" nicht schätzen kann, kann ich es dennoch nicht wegwerfen.... Teufelskreis.....

Aber für mich ganz klar ein Weg zu lernen, der wird noch lange lange dauern bis er sinnvoll umgesetzt ist, aber ich fange mal an, mich auf meine Reise zu begeben.

Gruß von Grisu
 

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