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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Was kommt kann auch wieder gehen.
In einem
Punkt hat @Ausnahmsweise recht :

Wir hier also der größte Teil hier hat Mitgefühl mit dir. Weil manche wissen wie es ist oder so viel einfühlvermögen besitzen sich es vorzustellen.

Das Problem ist die Chefin sieht das aus Unternehmersicht - die ist selten empathisch und oftmals lassen sie lieber Mitarbeiter gehen die das System ankreiden als das System zu ändern… aus Bequemlichkeit. Auch wenn du beispielsweise gute Arbeit leistest und sagen wir deine Kollegin weniger .. weiß das die Chefin nicht sie sieht nur die Arbeit ist erledigt. Wie was wann wer das weiß sie ja nicht.
Deine Kollegin springt herum mit dem. O-Ton alles okay.


Du gehst hin und machst aufmerksam das Fehler im System sind (Beleidigungen am Arbeitsplatz)
Darin ist erstmal nichts verkehrtes und gute Chefs würden dann überlegen.
Deine Chefin wirkt aber wie jemand der dich jetzt als Stressor identifiziert hat -
Bedeutet aus ihrer Sicht das nervt sie sie will das die Arbeit gemacht wird und die Leute machen und nicht weitere Probleme erzeugen.
Dass das Problem die Art der Kollegin ist .. interessiert sie nicht .. sie sitzt ja nicht daneben und bekommt es ja nicht mit.

Aufmerksam machen das im System etwas kränkelt -
Im Sinne von die Kollegin ist ne Tratschtante und giftig …

Das scheint ihr egal zu sein..

Da sehe ich ein großes Problem !
Eines dass für dich Liebe Te zum Hindernis werden könnte.

Leider gibt es nicht viele Gute Chefs die sich mit so einer Problematik auseinandersetzen. Und in dem Falle tut sie es nicht. Ergo nimmt sie in Kauf dass du all along kündigst

Diesen Post habe ich nicht geschrieben um dir den Wind aus den Segel zu nehmen. Im Gegenteil ich finde es wichtig auf ein kränkelndes System aufmerksam zu machen. Nur leider zeigt meine Erfahrung .. kränkelnde Systeme sind bequem .. Änderung wird als anstrengend empfunden. Umdenken und umstrukturieren ebenso. Das Eingeständnis das ein System kränkelt noch mehr.

Und da sehe ich ein großes Problem denn die Chefin lässt das kränkelnde System laufen.

Das zeigt mir ganz deutlich- das die bequeme Variante ihre Variante ist. Nicht aus Boshaftigkeit .. nehme ich an .. sondern schlichtweg aus Bequemlichkeit.
Und Bequemlichkeit ist ein weitverbreiteres Phänomen.

Bequem ist bei einem kränkelnden System wegzusehen anstatt Einsatz zu zeigen.
 
Danke für den Beitrag so sehe ich das auch. Ob dumm oder boshaft möge man jetzt so dahin stellen…



Das ist das falsche Mindset ich schaffe es da raus. Das geht. Du brauchst nur Zeit und bestenfalls kein toxisches Umfeld. Das dir einredet du wärst ein Krüppel.

Deine Freizeitgestaltung kannst nur Du beeinflussen. Neue Wege gehen. Ausprobieren ob bisherige Interessen mit Hilfsmitteln machbar sind.
Klar kannst Du noch was.

Du bist recht intelligent und weißt schon selbst, dass das Quatsch ist.
Vielleicht kannst du Sachen nicht mehr machen, die du vor deiner Erkrankung machen konntest. Ganz sicher gibt es Sachen, die du auch künftig wirst machen können. Die wirst du nach und nach entdecken, aber wahrscheinlich nicht auf dem Sofa.

Das was ich machen kann beschränkt sich auf alles im Sitzen und da ist die Auswahl beschränkt. Rumsitzen und am Handy sein, kann ich auch zuhause.
 
Das was ich machen kann beschränkt sich auf alles im Sitzen und da ist die Auswahl beschränkt. Rumsitzen und am Handy sein, kann ich auch zuhause.

Das ist alles noch sehr frisch und die Auswirkungen auf die Psyche normal und nicht zu unterschätzen.
Doch du kannst sehr viel mehr als nur am Handy sitzen. Es braucht Zeit; versuche liebevoll mit dir selbst zu sein und hole psychologische Unterstützung ins Boot.
 
Zu deinen Krankheitszustand möchte ich dir nochmal Mut zusprechen. Ich war auch in einem Krankheitszustand bei dem ich dachte ich komme da nie wieder raus.
Was kommt kann auch wieder gehen.

Ich kann dir wieder nur anraten dich mit deiner Krankheit anders auseinander zusetzen und dein Mindset zu ändern - ich lebe im Gefängnis (limitierender Gedanke - negativ)
Änderung -> was braucht mein Körper von mir .. was will er mir sagen was fehlt ihm in die Heilung zu gehen? Das ist individuell und kannst du nur selbst rausfinden…

Als ich völlig entkräftet war und nicht mehr konnte - habe ich angefangen zu recherchieren .. was gibt es .. wer hatte das selbe und ist nun in einem besseren Zustand oder sogar geheilt. Ich bin von der Ohnmacht in den Einsatz gekommen.
Von dem ich sieche jetzt dahin - zu Nein ich bekomme das hin .. das kann dir keiner abnehmen denn es ist dein Mindset dein Körper das kannst nur du ändern. Und es gibt kein schneller denn ich muss morgen funktionieren. Es gibt kein warum geht das jetzt nicht - sondern ok .. ich habe gerade etwas verlernt das kann ich aber wieder neu lernen.
Manche Dinge brauchen mehr Zeit und wir Menschen neigen zur Ungeduld ich will jetzt aber auch das machen was ich vorher konnte ..
wenn ein System überlastet ist im
Körper meldet es sich so -> chronisch krank. Das ist aber nichts absolutes. Sondern eine Moment Aufnahme in sehr vielen Fällen.

Wiederholung:
Was kommt kann auch wieder gehen.
 
Plan B und C für den Fall des Falles schaden aber sicher nicht. Ich bin lieber vorbereitet als kalt erwischt zu werden.
Ja und nein. Denn oft kommt es anders als man denkt. Und unbegründete Sorgen und Ängste vor etwas das noch nicht eingetreten ist, kann mitunter schlimmer sein als die Situation selbst.
Man kann sich eben auch nicht gegen alles rüsten.
Das sage ich als jemand der immer vom Schlimmsten ausging oder vielleicht auch noch geht.
Das lässt einen oftmals auch erstarren, weil man gedanklich schon Wege geht, die man nicht gehen will. Das ist belastend. Und eigentlich noch nicht gegeben, das man sich damit auseinander setzt.
Manch einer fährt damit gut, für einen anderen ist es besser nicht immer mit dem Schlimmsten zu rechnen. Vor allem wenn es davon schon genug gab, dann möchte man einfach auch etwas positiver in die Zukunft sehen.
 
Und wie soll ich dann meine Kosten decken?

Angesichts seiner Tragweite möchte ich den Punkt mit der Rente ohne persönliche Wertung näher einordnen.

Der Gedanke an Rente wird in belastenden Situationen oft gut gemeint eingebracht, weil er vordergründig eine zeitnahe, allumfassende Entlastung zu bieten scheint. De facto ist er aber kein kleiner Schritt, sondern eine sehr weitreichende Entscheidung mit langfristigen Folgen – beruflich, finanziell und auch psychisch.

Verrentung löst kein konkretes Arbeitsproblem. Sie beendet das Arbeitsverhältnis insgesamt. Auch Fragen nach Anpassung, Schutz und Gestaltung des Arbeitsplatzes hören dann natürlich mit einem Schlag auf - jedoch vollständig zu deinen Lasten. Zwar nicht im Sinne einer Schuldzuweisung, aber faktisch ist das die sachliche Folge dieser Entscheidung.

Gerade wenn man krank ist und dabei auch noch offen unter Druck gesetzt wird, kann der Gedanke an einen Rückzug ins Frührentnerleben zunächst beruhigend oder gar "vernünftig" - im Sinne von Selbstfürsorge - wirken. Im weiteren Verlauf zeigt sich aber, daß durch den finanziellen Cut eben auch Handlungsspielräume, Perspektiven und insofern letztlich existentielle Lebensqualität dauerhaft eingeschränkt werden.

Solange noch Gestaltungsmöglichkeiten bestehen – etwa durch Anpassungen, Entlastung, zeitliche oder organisatorische Lösungen –, sollten diese IMO vorrangig geprüft werden. Frühverrentung hingegen ist ein letzter Schritt, aber für Dich - nicht damit alle anderen endlich den Fall schließen und das als "Erfolg" für sich verbuchen können.

Erst wenn medizinisch eindeutig feststeht, daß keine andere Lösung mehr tragfähig ist, ist das eine andere Situation. Davon sprechen wir nach allem, was du schilderst, derzeit aber noch lange nicht, denn Du schaffst ja noch und zwar nicht wenig. Dein aktuelles Thema sollte daher IMO Zumutbarkeit, Schutz und Ausgestaltung deiner Arbeitssituation bleiben und nicht der vollständige Rückzug daraus.

Du darfst deine Gesundheit schützen, ohne dein gesamtes Berufsleben aufzugeben. Das schließt sich nicht aus und da würde ich mir an Deiner Stelle eine starke Skepsis bewahren. Denn niemand meint es besser mit Dir und Deiner Zukunft als Du selbst.
 
Gib dir Zeit und suche dir Hilfe, um deine gesundheitliche Situation und Einschränkung zu verarbeiten. Das wird schon.

Ich habe MS. Mit Einschränkungen. Im Rollstuhl sitze ich nicht, aber das könnte tatsächlich irgendwann kommen. Ich kann zig Dinge nicht mehr, die ich extrem gerne gemacht habe.
Aber für jedes Ding, was ich nicht mehr kann, kann ich 10 andere immer noch. Und im Gegensatz zum Sofa kann ich dann im Rollstuhl immer noch ins Kino, zum Candlelight Dinner, in die Kneipe, ins Theater, ans Meer, mit der Seilbahn auf den Berg, zu einer Weinverkostung, spazieren fahren, zum Brunch, ins Museum, ins Konzert, die Sonne in der Natur auf- und untergehen sehen, Sternschnuppen schauen, mit einem Elektrodreirad fahren (ich hab eins, das Ding ist Burner!), eine hübsche Stadt anschauen, in den Park, Bogenschießen, Ukulele spielen, eine Schifffahrt machen, Bilder malen und zig Dinge mehr. Ich kann sogar neue Leidenschaften entdecken, auf die ich vorher nicht gekommen wäre.

Es ist dann anders, ja. Aber anders ist nur anders, nicht automatisch schlechter. Prioritäten werden sich verschieben, Einstellungen ändern, der Blick ein anderer.

Gib dir Zeit.
 
Ich setze mich nicht auch noch in einen Rollstuhl. Das letzte bisschen Würde lasse ich mir nicht nehmen.

Auch hier lautet meine ganz persönliche Empfehlung: Schau auf Dich und Deine Bedürfnisse und steh weiter dazu. Andere laufen nicht in Deinen Schuhen, sie müssen Deine Entscheidungen nicht mit ausbaden und auch Mehrheiten haben nicht immer recht. Zudem sind Gefühle nicht verhandelbar. Wenn Du bestimmte Hilfsmittel als psychisch unzumutbar empfindest, dann ist das so. Dieses Dein Gefühl wird sich nicht plötzlich ändern, weil gefühlt alle anderen das für Quatsch halten. Es geht hier um Dich und nicht um alle anderen, also bleib bei Dir und achte auf Deine Grenzen.

Ganz allgemein noch ein paar Einordnungen dazu:

Der Einwand ein Rollstuhl sei doch zumutbar, da einfacher als lange Wege zu Fuß klingt auf den ersten Blick vernünftig und ist wohl auch fürsorglich gemeint, rechtlich und sachlich aber falsch aufgesetzt. Genau hier gilt es, sauber zu trennen.

Zumutbarkeit ist kein objektiver Effizienzvergleich („praktischer“, „leichter“, „schneller“), sondern eine individuelle, rechtlich gebundene Bewertung. Maßgeblich ist nicht, was Außenstehende für sinnvoll halten, sondern ob eine Maßnahme der betroffenen Person unter Berücksichtigung ihrer körperlichen, psychischen und sozialen Situation zugemutet werden kann.

Ein Rollstuhl ist kein neutrales Fortbewegungsmittel wie ein Paar andere Schuhe. Er bedeutet eine erhebliche Veränderung der Selbstwahrnehmung, eine sichtbare Stigmatisierung und häufig einen tiefen psychischen Einschnitt. Das kann unzumutbar sein, auch wenn es für andere objektiv „logischer“ erscheint.

Vergleiche von wegen der Fußweg sei doch schlimmer“ sind kein juristisches Argument. Das Recht verlangt keinen Optimierungsvergleich nach dem Motto: Wenn A anstrengend ist, mußt du B akzeptieren, selbst wenn B für dich psychisch schwerer wiegt. Es gibt keine Pflicht, das objektiv effizienteste Mittel zu wählen, sondern nur die Pflicht, zumutbare Maßnahmen in Betracht zu ziehen.

Auch wichtig: Daß jemand sich im Alltag überlastet oder Dinge zu Fuß bewältigt, begründet keine Pflicht, alternative Hilfsmittel zu nutzen. Menschen handeln nicht immer gesundheitsoptimal. Das ist rechtlich erlaubt. Sanktioniert wird nur die schuldhafte Verweigerung zumutbarer Maßnahmen, nicht widersprüchliches oder für Außenstehende unlogisches Verhalten.

Medizinisch gilt ebenfalls kein Automatismus. Ein Rollstuhl ist kein „Upgrade“, sondern eine einschneidende Maßnahme mit Nebenfolgen wie Bewegungsabbau, Abhängigkeit und psychischer Belastung. Ärzte empfehlen Hilfsmittel, sie ordnen sie nicht an. Wenn jemand sagt: „Das kann ich (noch) nicht tragen“, ist das ein legitimer medizinischer Standpunkt.

Problematisch wird es dort, wo Ablehnung moralisch umgedeutet wird („was Sie da veranstalten“, „Sie versuchen nicht genug“). Das ist kein sachliches Argument, sondern eine Bewertung. Sie verschiebt die Verantwortung von strukturellen Fragen wie Arbeitsweg, Arbeitsplatzgestaltung und Zumutbarkeit auf die betroffene Person. Diese Verschiebung trägt rechtlich nicht.

Zusammengefaßt:
Ein Rollstuhl ist nicht per se zumutbar.
Zumutbarkeit ist individuell, nicht vergleichend.
Niemand muß das für andere „vernünftigere“ Mittel wählen.
Widersprüchliches Verhalten hebt Selbstbestimmungsrechte nicht auf.

Vielleicht hilft diese Einordnung, die Diskussion etwas zu entlasten.
 
Wie sieht eigentlich deine häusliche Umgebung aus? Ist die halbwegs barrierefrei, so dass du auch mit entsprechenden Hilfsmitteln aus dem Haus kämst? Hast du entsprechende Hilfe zu Hause, einen Pflegegrad, sonstige Hilfen?

Nein, du musst keinen Rollstuhl benutzen, auch keinen Rollator. Alternativ sitzt du halt die ganze Zeit auf deinem Sofa und guckst dir die Welt von draussen an, statt mittendrin zu sein. Du grenzt dich selbst damit aus, aber das ist dein gutes Recht. Genau so, wie ein Demenzkranker das Recht zu Verwahrlosung hat.

Willst du das wirklich? Auf dem Sofa verkümmern deine Muskeln und Fähigkeiten noch schneller als im Rollstuhl. Davon kannst du ausgehen. Ja, du möchtest nicht als schwerbehindert wahrgenommen werden. Aber in der Wohnung nimmt man dich halt gar nicht mehr wahr, egal wie. Das Leben ist draussen, vor deiner Haustür - da spielt die Musik. Die große Frage bleibt, ob du daran teilnehmen möchtest oder nicht.
 

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