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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Ich habe meiner Chefin ja schon mehrfach gesagt, dass unsere Verteilung aktuell nicht 50/50 ist, weil ich nicht mehr so viel/schnell alles schaffe. Das ist ja dann keine Neuigkeit für sie.

Ich kann aber nicht in Ruhe und friedlich arbeiten, wenn meine Kollegin mich den ganzen Arbeitstag lang fertig macht. Den ganzen Tag sitzt sie mir gegenüber: Kannst du mal schneller machen? Du bist zu langsam. Wieso ist das noch nicht fertig? Kannst du überhaupt noch was? Geh mal ins Archiv und hol die Akten. Ich habe jetzt meine Sachen fertig. Den Rest musst du machen. Dann musst du halt so lange arbeiten bist du fertig bist. Dann musst du halt mal am Wochenende arbeiten. Dann musst du mal bis abends bleiben.

Wie soll man so normal und friedlich arbeiten?



5 Tage Homeoffice, Teilzeit, Kündigungsschutz
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das permanent so ist, sorry. Sie wird ja zwischendrin auch mal arbeiten. Ausserdem solltest du da auch Grenzen setzen. Du sagst, ich arbeite jetzt und gut ist. Warum lässt du dir so gefallen, falls das so ist?

5 Tage Homeoffice hast du keinen Anspruch drauf. Das halte ich für nicht realisierbar.
 
Der GdB garantiert dir leider nichts davon.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das permanent so ist, sorry. Sie wird ja zwischendrin auch mal arbeiten. Ausserdem solltest du da auch Grenzen setzen. Du sagst, ich arbeite jetzt und gut ist. Warum lässt du dir so gefallen, falls das so ist?

5 Tage Homeoffice hast du keinen Anspruch drauf. Das halte ich für nicht realisierbar.

Ich hatte das schon mal erklärt.

GdB 50 = schwerbehindert = besonderer Kündigungsschutz.
Kündigung nur mit Zustimmung vom Integrationsamt. Ich darf dann nicht aufgrund meiner Behinderung oder etwas was damit zusammenhängen gekündigt werden.

Außerdem werde ich dann nur noch Teilzeit arbeiten. Das wird mich entlasten. Und somit schaffe ich dann meine Aufgaben angepasst an die Stunden wieder ausreichend.

Ich habe dann auch ein Anrecht darauf, dass meine Arbeitsbedingungen angepasst werden. Thema Homeoffice. Es ist für mich aufgrund meiner Einschränkungen nur schwer möglich ins Büro zu kommen. Und gleichzeitig lässt mein Aufgabenbereich 5 Tage Homeoffice zu. Aktuell nur nicht aufgrund persönlicher Präferenzen meiner Chefin. Die zählen dann aber nicht mehr.
 
https://www.myability.org/wissen/wi...sten-irrtuemer-ueber-schwerbehinderung-im-job

https://www.hopkins.law/expertise/11-irrtuemer-ueber-schwerbehinderung-im-job



KI-Zusammenfassung solcher und ähnlicher Links:

Häufige Irrtümer über Schwerbehinderung im Job sind, dass sie unkündbar sind, immer mehr Urlaub bekommen, keine Überstunden machen dürfen oder verbeamtet werden können, während tatsächlich aber auch Kündigungen möglich sind (mit besonderem Verfahren), der Mehrurlaub von der Wochenarbeitszeit abhängt und Überstunden ablehnbar sind, aber nicht pauschal verboten; auch die Pflicht zur Information des Arbeitgebers und eine Bevorzugung bei der Einstellung sind Mythen.
Hier sind 10 häufige Irrtümer über Schwerbehinderung im Job:
  1. „Schwerbehinderte sind unkündbar.“
    • Wahrheit: Kündigungen sind möglich, erfordern aber die Zustimmung des Integrationsamtes und sind an strengere Voraussetzungen geknüpft, besonders bei krankheitsbedingten Kündigungen.
  2. „Sie bekommen automatisch eine Woche mehr Urlaub.“
    • Wahrheit: Schwerbehinderte haben Anspruch auf 5 zusätzliche Urlaubstage bei einer 5-Tage-Woche; bei Teilzeit reduziert sich dieser Anspruch entsprechend.
  3. „Sie dürfen keine Überstunden machen.“
    • Wahrheit: Sie können auf Verlangen von Mehrarbeit freigestellt werden, aber Überstunden sind nicht pauschal verboten.
  4. „Arbeitgeber müssen sie bevorzugt einstellen.“
    • Wahrheit: Sie haben einen Anspruch auf eine angemessene Berücksichtigung, aber keinen automatischen Anspruch auf eine Einstellung.
  5. „Schwerbehinderte müssen ihren Arbeitgeber informieren.“
    • Wahrheit: Arbeitgeber dürfen im Bewerbungsgespräch nicht nach einer Schwerbehinderung fragen; die Information ist meist freiwillig, aber für den Nachteilsausgleich nötig.
  6. „Sie können nicht verbeamtet werden.“
    • Wahrheit: Auch schwerbehinderte Menschen können verbeamtet werden, wenn die gesundheitlichen Anforderungen erfüllt sind.
  7. „Gleichgestellte haben die gleichen Rechte.“
    • Wahrheit: Gleichgestellte (GdB < 50) haben nicht alle Rechte von Schwerbehinderten, z.B. keinen Anspruch auf den Zusatzurlaub.
  8. „Sie sind generell weniger leistungsfähig.“
    • Wahrheit: Das ist ein Vorurteil; oft können sie mit Nachteilsausgleichen voll leistungsfähig sein, und es gibt sogar finanzielle Förderungen für Arbeitgeber.
  9. „Sie haben immer ein Recht auf Teilzeit.“
    • Wahrheit: Sie können einen Antrag stellen, aber der Arbeitgeber kann ihn ablehnen, wenn betriebliche Gründe oder Belange anderer Arbeitnehmer entgegenstehen.
  10. „Sie bekommen eine höhere Rente.“
    • Wahrheit: Es gibt die Möglichkeit der vorzeitigen Altersrente, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht automatisch.
 
Ich kann aber nicht in Ruhe und friedlich arbeiten, wenn meine Kollegin mich den ganzen Arbeitstag lang fertig macht. Den ganzen Tag sitzt sie mir gegenüber: Kannst du mal schneller machen? Du bist zu langsam. Wieso ist das noch nicht fertig? Kannst du überhaupt noch was? Geh mal ins Archiv und hol die Akten. Ich habe jetzt meine Sachen fertig. Den Rest musst du machen. Dann musst du halt so lange arbeiten bist du fertig bist. Dann musst du halt mal am Wochenende arbeiten. Dann musst du mal bis abends bleiben.

Wie soll man so normal und friedlich arbeiten?
Sofern sie dir nicht überstellt ist oder ihr euch absprechen müss,t kannst du die Unterhaltung mit ihr einstellen. Das kann ja auch eine Absprache sein: Eine Abgrenzung, dass Vorgänge nur von einem einzigen Mitarbeiter zu bearbeiten sind. Zur Not setzt du dir einen Kopfhörer auf mit schöner Musik und lässt sie einfach quaken. Ehrlicherweise kann ich mir aber nicht vorstellen, dass mich jemand unentwegt weiter volltextet, wenn ich dem sage, dass er mich in Ruhe lassen soll. Dieser Austausch kommt maximal deshalb zustande, weil du - und das hatten wir jetzt schon endlos - dich nicht klar positionierst und ständig in deinen Rechtfertigungsschleifen kreist. Das ist selbst gewählt, kann somit auch von dir jederzeit beendet werden.

Vorsichtig wäre ich bei dem Vorschlag des 100% Home Office. Zumindest nicht, wenn du da schon immer drauf gedrungen hast. Nicht dass dir noch unterstellt wird, dass du deinerseits provozierst, damit es genau zu deiner Wunschlösung kommt. Dass ein/e Vorgesetzte/r möchte, dass man sich auch mal live und in Farbe trifft, ist völlig legitim. Sonst verliert man nämlich sehr schnell den Anschluss ans Team und das ist natürlich nicht im Interesse der Führung, die per se auf Distanz auch schwieriger ist.

Nachtrag: Dass du ein Recht auf Home Office hast, verorte mal ganz schnell ins Reich der Fantasie. Deine Chefin müsste nur sagen, dass kein Vertrauen da ist, dass du deine Arbeit gut machst und dann musst du sogar ganz fix zusehen, dass du vornehmlich ins Büro kommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm es mir nicht übel, aber ich finde, dass du dich sehr unflexibel zeigst. Du hast jetzt eine bestimmte Vorstellung, wie es laufen soll, wer dich verstehen muss und wenn das nicht zutrifft, dann bockst du.
Ihr müsst euch annähern und auch du musst hier deinen Beitrag leisten. Mit dem Kopf durch die Wand wird nicht klappen - auch nicht, wenn dein Kärtchen mit dem GdB in deiner Brieftasche steckt.
 
Ich hatte das schon mal erklärt.

GdB 50 = schwerbehindert = besonderer Kündigungsschutz.
Kündigung nur mit Zustimmung vom Integrationsamt. Ich darf dann nicht aufgrund meiner Behinderung oder etwas was damit zusammenhängen gekündigt werden.

Außerdem werde ich dann nur noch Teilzeit arbeiten. Das wird mich entlasten. Und somit schaffe ich dann meine Aufgaben angepasst an die Stunden wieder ausreichend.

Ich habe dann auch ein Anrecht darauf, dass meine Arbeitsbedingungen angepasst werden. Thema Homeoffice. Es ist für mich aufgrund meiner Einschränkungen nur schwer möglich ins Büro zu kommen. Und gleichzeitig lässt mein Aufgabenbereich 5 Tage Homeoffice zu. Aktuell nur nicht aufgrund persönlicher Präferenzen meiner Chefin. Die zählen dann aber nicht mehr.
Ja, im Rahmen, wenn es möglich ist. Aber das ist keine Garantie.
 
Du bekommst bei einer 5-Tage-Woche zusätzlich Urlaub von 5 Tagen und steuerliche Auswirkungen.
Ein Anspruch auf Homeoffice hast du dadurch nicht, Kündigungsschutz nur bedingt.
Den Antrag auf Teilzeit kannst du jetzt schon stellen.

Sofern sie dir nicht überstellt ist oder ihr euch absprechen müss,t kannst du die Unterhaltung mit ihr einstellen. Das kann ja auch eine Absprache sein: Eine Abgrenzung, dass Vorgänge nur von einem einzigen Mitarbeiter zu bearbeiten sind. Zur Not setzt du dir einen Kopfhörer auf mit schöner Musik und lässt sie einfach quaken. Ehrlicherweise kann ich mir aber nicht vorstellen, dass mich jemand unentwegt weiter volltextet, wenn ich dem sage, dass er mich in Ruhe lassen soll. Dieser Austausch kommt maximal deshalb zustande, weil du - und das hatten wir jetzt schon endlos - dich nicht klar positionierst und ständig in deinen Rechtfertigungsschleifen kreist. Das ist selbst gewählt, kann somit auch von dir jederzeit beendet werden.

Vorsichtig wäre ich bei dem Vorschlag des 100% Home Office. Zumindest nicht, wenn du da schon immer drauf gedrungen hast. Nicht dass dir noch unterstellt wird, dass du deinerseits provozierst, damit es genau zu deiner Wunschlösung kommt. Dass ein/e Vorgesetzte/r möchte, dass man sich auch mal live und in Farbe trifft, ist völlig legitim. Sonst verliert man nämlich sehr schnell den Anschluss ans Team und das ist natürlich nicht im Interesse der Führung, die per se auf Distanz auch schwieriger ist.

Nachtrag: Dass du ein Recht auf Home Office hast, verorte mal ganz schnell ins Reich der Fantasie. Deine Chefin müsste nur sagen, dass kein Vertrauen da ist, dass du deine Arbeit gut machst und dann musst du sogar ganz fix zusehen, dass du vornehmlich ins Büro kommst.

Ich habe nicht gesagt, dass ich ein Recht auf Homeoffice habe. Bitte richtig lesen. Ich habe ein Recht darauf, dass meine Arbeitsbedingungen angepasst werden. In meinem Fall wäre das Homeoffice, weil ich nur unter großer Gefahr und schwerer Belastung ins Büro kommen kann. Alternativ kann meine Chefin mich gerne morgens abholen und nachmittags wieder nach Hause bringen.

Den Antrag auf Teilzeit kann ich aktuell noch nicht stellen, weil ich ja das restliche Geld irgendwo herbekommen muss.
 

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