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Mit allem überfordert

MariieElisabeth

Neues Mitglied
Guten Abend, ich hoffe, ich darf das hier schreiben. 🌛🌜

Unter anderem habe ich eine schwere chronische Depression und kPTBS, starke chronische Schmerzen, Fibromyalgie. Seit einigen Jahren beziehe ich volle Erwerbsunfähigkeitsrente, habe zwei kranke Katzen und lebe sehr zurückgezogen. Ich muss mich um nichts kümmern, außer um mich und meine Katzen und den Haushalt. Doch oft schaffe ich nicht einmal die Körperpflege, mir ist immer alles gleich viel zu viel. Ich fühle mich so schlecht, weil ich mich so gerne im Tierschutz engagieren würde (vorallem für die armen Stadttauben), und kann mich aber oft nicht einmal um mich selbst kümmern. Ich fühle mich wie der aller schlechteste Mensch und wie die absolute Vollversagerin. Es macht mir sehr zu schaffen, dass ich mich nicht aktiv gegen Tierleid einsetzen kann, weil mir schlicht die Kraft fehlt. Sowohl psychisch als auch physisch. Ich bewundere die Menschen, die neben Arbeit, Familie, Hobbits, etc. auch noch so viel für andere tun.
Und ich, sitze manchmal stundenlang da und schon atmen ist mir zu viel. Und wenn es eine Hölle gibt, hoffe ich, ich fahre hinab für meine Passivität.
Dabei bricht es mir all das Tierleid das Herz.

Kann das wer nachvollziehen?
Danke fürs Lesen ❤️
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Mariie Elisabeth,
es ist nun einmal so, daß wir genau der Mensch sind, mit dieser Lebensgeschichte, die wir nun mal haben.
Dieses Bedauern, das auch mal sein darf, aber am Besten nicht ständig, führt dann eigentlich nur in eine Abwärtsspirale.
Mir sagte mal jemand schon vor langer Zeit, Vergleichen ist der beste Weg sich mies zu fühlen.
Vielleicht kannst du wieder sehen, was du noch kannst, und wertschätzen was du hast. Ich freute mich z.B. dieser Tage über die Katze der ich bei meinem Vater mal einen Freßplatz verschafft habe, weil mich dieser Kater so sehr geliebt hat, und umgekehrt. Er ist leider schon verstorben, aber auch sowas kann einem Freude vermitteln, weil die Liebe ja bleibt, und das Schöne was man mit einem Wesen hatte.
Ich könnte mir vorstellen, wenn es dir irgendwie gelingt, das was ist etwas mehr anzunehmen, und ein bisschen auch wieder zu sehen was gut ist, z.B. ist es doch schön daß du Katzen hast, daß dir das wieder mehr Energie gibt.
Suche nach Dingen, nach Möglichkeiten wie es etwas besser werden kann.
Am besten erst mal mit was kleinem anfangen, und auch immer wieder ds sehen, was gut war.
Sich selbst etwas bemuttern.
Schon eine gute Tasse Tee, kann ein Genuß sein, oder sich die Zähne geputzt zu haben.
Male dir was aus, was dich auch inspiriert, und dann versuche es zu tun.
Und wenn mal was nicht so klappt, Schwamm drüber, weiter den guten Weg gehen.
Hier zu schreiben war bestimmt ein guter Anfang!
Gruß Chana
 
Du bist sicher keine Vollversagerin. Auch ich habe depressive Phasen, da ich eine bipolare Störung habe und weiß daher, wie wertlos man sich fühlen kann. Doch die Depression lügt. Du bist so wertvoll wie die, die sich ehrenamtlich irgendwo betätigen können.

Dass du dich um zwei kranke Katzen kümmern kannst, ist doch toll. Das kann nicht jeder, der so viele gesundheitliche Baustellen hat wie du.

Machst du eine Therapie? Die Depression zu bekämpfen, finde ich das Dringendste.
 
Du bist sicher keine Vollversagerin. Auch ich habe depressive Phasen, da ich eine bipolare Störung habe und weiß daher, wie wertlos man sich fühlen kann. Doch die Depression lügt. Du bist so wertvoll wie die, die sich ehrenamtlich irgendwo betätigen können.

Dass du dich um zwei kranke Katzen kümmern kannst, ist doch toll. Das kann nicht jeder, der so viele gesundheitliche Baustellen hat wie du.

Machst du eine Therapie? Die Depression zu bekämpfen, finde ich das Dringendste.
Danke für deine warmen Worte und deinen Zuspruch! ♡
Es tut mir leid, dass du weißt, wie sich das anfühlt. Und ich hoffe, deine Worte an mich nimmst du dir auch selbst zu Herzen

Tatsächlich fühle ich mich so, seit ich ein kleines Kind war. Ich werde einfach niemals genug sein.

Ja. Seit 8 Jahren, jedoch hat sich in unserer Dynamik seit 2 Monaten leider etwas verändert, sodass ich mich sehr aus der therapeutischen Beziehung zurück gezogen habe und ihn nicht mehr an mich ran lasse.
 
Kann das wer nachvollziehen?
Danke fürs Lesen ❤️
Doch, ich kann das nachvollziehen.
Ich bin auch chron. krank, psych. wie auch körperlich.
Wenn wieder so ein Tag rum ist, denke ich oft im Bett, was hast du heut sinnvolles getan?
Nicht viel, aber mehr schaffe ich nicht.
Habe übrigens auch 2 Katzen, meine Seelentröster.
Sich im Tierschutz betätigen, wäre schon was, ich bin in einem Katzenforum und spende da ab und zu mal was an TS-Vereine. Mehr geht dann eben nicht.
Nimmst du Medikamente gegen Depression? Ich ja, sonst würde ich garnicht mehr funktionieren.
 
Kann das wer nachvollziehen?

Viele Menschen verwechseln Aktivität mit Wert. Aber Dein Wert hängt nicht daran, wie viel Du leisten oder für andere tun kannst. Daß Du für Dich sorgst, so gut es eben gerade geht, hat nun mal Priorität. Manchmal ist „überleben“ eine Höchstleistung, also wirklich genug.

Passivität aus Krankheit ist keine Schuld. Dieses stundenlange Sitzen und Atmen, das Du beschreibst, ist doch kein Nichts. Es ist Dein Nervensystem, das versucht, nicht noch weiter zu zerbrechen.

Du bist in diesen Gedanken nicht allein, auch wenn es sich gerade sehr einsam anfühlt.
 
Najo... wer war zuerst da, die Henne, oder das Ei?

Das Wesen der Depression ist so, diese zeigt genau so eine Befindlichkeit in allen möglichen Abstufungen.

Liebe MariieElisabeth, du lebst praktisch im Nachtmodus. So etwas kommt nicht von heute auf morgen, das ist ein langer Prozess, bis man so derart schwach ist und so immens lahm.

Wegen eines Unfalls habe ich fünf Wochen im künstlichem Koma verbracht, als ich "geweckt" wurde, gabs nicht einmal die Kraft, meinen Waschlappen zu halten, oder den gar über mein Gesicht zu führen. Das nur nach fünf Wochen!! Wundere dich also nicht, dass du es so hast, das ist die Folge von... langer kalter Nacht um dich herum.

Du bist wie in einem künstlichem Koma.

Ich wünsch dir gute Besserung.

Du hast schon was dafür getan für besser- du hast dich hier eingeloggt! Herzlich Willkommen in unserer Mitte! 😍🙋‍♂️💐💐

Du wirst merken, wenn du mitschreibst, mit dabei bist, taucht wie von selber eine andere Befindlichkeit auf. Lahme Nerven werden wieder aktiviert und damit einhergehend gehts dir bestimmt schon viel leichter.
Bei dir wird sicher viel passiert sein, das hier wertvoll ist beim Aufeinander eingehen können, du wirst sicherlich das eine oder andere Gefühl kennen und mitfühlen können und gut verstehen können.

Viele Worte, kurzer Sinn: egal, wie viel du tust, ALLES ist ein Beitrag in deine Wiederherstellung, selbst wenn du dreimal am Tag die Fäuste ballst, oder mit den Zehen wippst, oder durchatmest tief, so tief es geht, oder beim Katzi füttern mit dem Kopf zum Boden gehst und dich wieder aufrichtest. ""Dein kleiner Finger bewegt sich noch" du lebst noch!

Liebe Grüße von einer, die das kennt- das ist aber schon ein halbes Jahrhundert her.
 
Übrigens, meine Mutter bedauerte irrsinnig die hungrigen Kinder in Afrika.
Was wir bemerken, was wir wahrnehmen, es nimmt uns nicht alles mit. Manches sehr- bei dir sind es die Stadttauben, die bemerkst du, denen willst du helfen.

Meine Mam litt an großem "Hunger", ( Bedürfnisse von ihr waren nicht gestillt) .... die Kinder aus Afrika.. schau her, das bist du... wir projezieren.

Die bedauernswerte Stadttaube... das bist du...

Ich habe immer die Mütter bedauert, die Kinder alleine großziehen mussten, ohne Unterstützung, ohne Rückhalt- das war ich selber.

Wenn ich jemand frage, falls du viel Geld über hättest, wen würdest du unterstützen... dann hört man viel heraus, man kann bei jedem dann erfahren, welchen Mangel er bemerkt. Man bemerkt nichts, was einem nicht selber betrifft.
 
Guten Abend, ich hoffe, ich darf das hier schreiben. 🌛🌜
Das ist die Frage ? Du schreibst es ja , also möchtest Du es schreiben, warum möchtest Du es schreiben, suchst Du Hilfe in Form von Linderung ? Erbauung in Form von Zuspruch ?
Unter anderem habe ich eine schwere chronische Depression und kPTBS, starke chronische Schmerzen, Fibromyalgie. Seit einigen Jahren beziehe ich volle Erwerbsunfähigkeitsrente, habe zwei kranke Katzen und lebe sehr zurückgezogen.
Der eine lebt zurückgezogen weil er muss, der andere weil er will. Wie ist das bei Dir ? Bist Du gerne unter Menschen , aber Dir fehlt die Kraft oder hast Du eh mit den meisten nix am Hut , weil denen sind Tiere egal und deren Leid - irrelevant.
Ich muss mich um nichts kümmern, außer um mich und meine Katzen und den Haushalt. Doch oft schaffe ich nicht einmal die Körperpflege, mir ist immer alles gleich viel zu viel.
Also ich hatte 23 Jahre zwei gesunde Katzen, in der Familie gab es aber noch mehr , die wurden nicht so alt wie meine, aber es wurde sich auch nicht so gut drum gekümmert, Katzen mögen es , wenn es sehr sauber ist, aber sauber bedeutet nicht putzmittelverseucht - oder chemisch toxisch giftig, weil es alles tötet , letztendlich auch die Katzen. Ich fand immer die übertreiben das auf der einen Seite und auf der anderen Seite kommen die Tiere zu kurz ( Ernährung / Freude/ Konsequenz).
Kannst Du Dir keine Hilfe für den Haushalt besorgen ?
Manchmal reicht es ja wenn nur einer mal zwei drei Stunden schafft , der auch was schaffen kann.....und dann ist erst mal wieder Grund drin ....denn je mehr man sich selbst zubaut, desto mehr muss man für wenige Dinge tun, je besser man Ordnung hält , desto eher kann man was machen ....also produktiv....

Ich fühle mich so schlecht, weil ich mich so gerne im Tierschutz engagieren würde (vorallem für die armen Stadttauben), und kann mich aber oft nicht einmal um mich selbst kümmern.
chronische Schmerzen aufgrund eines Defektes im Nervensystem können und zwingen alle Menschen , die das haben in die Knie , auch psychisch, aber viele schwören auf Bewegung , als Grundlage zur Linderung . Das geht mit einfachen Dingen los im Sitzen mal die Schultern und die Arme kreisen mal auf den Rücken legen und Radfahren ....auf den Bauch legen und Trockenschwimmen - ist alles total blöd - deshalb machen es die meisten nicht 3 Mal am Tag , aber die die es machen haben weniger Schmerzen und schwören drauf, weil Sensomotorik ist veränderbar, die Schmerzverarbeitung kann man ggf. irgendwann wieder reparieren, die Weichen sind gestellt , aber die Züge fahren noch nicht ....Linderung ist jedoch besser als Schmerzen rumkriegen...nur so ein Gedanke ....

Ich fühle mich wie der aller schlechteste Mensch und wie die absolute Vollversagerin. Es macht mir sehr zu schaffen, dass ich mich nicht aktiv gegen Tierleid einsetzen kann, weil mir schlicht die Kraft fehlt. Sowohl psychisch als auch physisch. Ich bewundere die Menschen, die neben Arbeit, Familie, Hobbits, etc. auch noch so viel für andere tun.
Du kannst auf viele Arten helfen - beispielsweise bei Organisation, dazu musst Du nachdenken und Dinge vorbereiten, wie Termine machen , Leute einteilen etc.
Vielleicht geht es Dir psychisch besser - wenn Du den Weg für Dich entdeckst, das Tierleid macht Dir zu schaffen -
beklagen tust Du die eigenen Kraftlosigkeit und das Du wenig von Dir hälst....wenn Du nun einen Schritt machst und aktiv etwas gegen das Tierleid tust, Du kannst ja auch im Internet Gruppen und IGs finden, die sich für den Tierschutz oder gegen das Tierleid engagieren, da gibt es bspw. auch Foren oder sowas , Deine körperliche Anwesenheit und Deine körperliche Hilfe kann sich auch verlagern, bspw. Du schreibst die Berichte oder recherchierst wichtige Daten etc.
Da kannst Du Dich vielleicht auch einbringen, um im Gegenzug ggf. eine Hand wäscht die andere , wenn die Leute mitbekommen Du hast Schmerzen, dann kommen die ggf . vorbei und bringen Dir was mit , weil Du mit denen zu tun hast.
Auch aus der Tatsache heraus, dass man anderem nicht egal ist, kann man sehr viel Selbstwert beziehen, denn warum kümmern die sich, wenn man denen doch egal ist ?

Vielleicht ist man es ja denen wert, dass sie es tun.



Und ich, sitze manchmal stundenlang da und schon atmen ist mir zu viel. Und wenn es eine Hölle gibt, hoffe ich, ich fahre hinab für meine Passivität.

Warum da sitzt Du ja dann auch nur rum ....wäre da nicht der Himmel cooler ? Also so mit rumfliegen und Brathähnchen, die einem in den Mund fliegen, ach nein das war das Schlaraffenland ...

Dabei bricht es mir all das Tierleid das Herz.
Hoffentlich meist Du nicht das Leid Deiner Katzen, denn wenn das nicht mehr geht , dass Du Dich da gut kümmern kannst, solltest Du die abgeben oder Dir entsprechende Hilfe holen .
Aber das Du da passiv bleiben musst - ist Deine Entscheidung - denn den Post hier schreibst Du ja auch , Du fragst sogar ob es jemand nachvollziehen kann, das würdest Du ja nicht machen , wenn Du keinen Anschluß suchen würdest, aber wenn Du das hier aktiv schreibst
kannst Du ja bspw. auch was aktiv für den Verein , die IG oder die Gruppe schreiben, die sich gegen Tierleid engagiert, das hebt dann vielleicht Deinen Selbstwert und mindert das Tierleid , Du findest Anschluß , weil darum geht es Dir , die Stadttauben retten, gibt es doch sicher auch Menschen , die das auch wollen, ich seh in nahezu jeder großen Stadt Leute Tauben füttern.

Kann das wer nachvollziehen?
Danke fürs Lesen ❤️

Wie definierst Du nachvollziehen ? Wenn Du Dich schon für das Lesen derart bedankst......
was willst Du dann für das Schreiben tun ?
Also bei mir brauchst Du Dich nicht bedanken, sondern eigentlich musst Du Dich doch bei Dir bedanken, denn , wenn Du das nicht geschrieben hättest, hätte ich nix dazu schreiben können .also Danke !!!
 

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