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Verzweifle an Beikost (Baby)

Marina253

Neues Mitglied
Hallo,
mein Baby ist grad 10 Monate alt geworden. Ich stille, da sämtliche Fremdsauger (sogar der Schnuller) konsequent abgelehnt wird. Ich stille furchtbar gerne. Finds total schön und praktisch. Von mir aus, würde ich das auch eine ganze Weile so weiter machen. Allerdings sagt der Kinderarzt, ab 6 Monate muss Beikost her. Angefangen habe ich jedoch erst mit Erfüllung der Reifezeichen. Das war ungefähr mit 7 Monaten. Erste Versuche waren natürlich wenig erfolgreich. Ich habs immer wieder mal probiert. Dann auch mal eine Pause gemacht und wieder angefangen. Leider bis heute ohne wirkliche Erfolge.

Was ich bis jetzt probiert habe:
-sämtliche Geschmacksrichtungen;Gemüse,Obst,Getreide
-verschiedene Uhrzeiten
-im Hochstuhl, auf der Spielmatte und auf dem Schoß
-verschiedene Löffel und mit dem Finger
-wechselnde Sorten am Tag
-2 Wochen immer wieder den gleichen Brei
-einfachen Naturjoghurt angeboten
-das Lätzchen mal weggelassen

Fingerfood wird auch nur angeekelt angeschaut, weggeschmissen oder garnicht beachtet. Brei wird wenns gut läuft 2 Löffel von gegessen. Aber meist wird der Kopf weggedreht und der Mund zugelassen. Man muss mit ganz viel Spaß und rumalbern Glück haben, dass sie mal den Mund aufmacht. Meist wird dann das Gesicht verzogen, gewürgt und ausgespuckt.

Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Von überall hör ich immer nur: Sie MUSS essen in dem Alter. Andere machen das auch usw…

Mein Baby macht einen gesunden Eindruck. Sie ist wohlgenährt. Ziemlich speckig, keineswegs zu dünn und nie krank.

Dennoch mache ich mir sorgen. Was habt ihr für Erfahrungen? Lass ich mich umsonst verrückt machen? Irgendwelche Tipps, wie man noch herangehen kann?

Der Kinderarzt sagt immer nur: einfach weiter Brei füttern. Ja das tue ich seit Monaten und irgendwie komm ich nicht weiter.

Ich bin zum ersten Mal Mutter. Ich versuche mich immer nicht so verrückt zu machen von anderen. Dennoch passiert das manchmal. Ich frage mich, ob ich was falsch mache. Sie krabbelt auch noch nicht und kann noch nicht stehen. Deshalb zweifle ich an mir selbst.

Wie war das bei euren Babies?
 
Sitzt sie mit am Tisch bei Euren Mahlzeiten?
Ich würde sie konsequent teilhaben lassen an den gemeinsamen Mahlzeiten und ihr dabei immer wieder einen Teller und Tasse mit hinstellen und darauf Dinge legen, die sie selbstständig aufnehmen kann.

Wenn es keine Bedenken bezüglich fehlender Nährstoffe gibt, würde ich das so machen und darauf warten, dass sie selbstständig neugierig wird und selbst zugreift.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen ihre Eltern nachahmen. Das kommt von ganz allein. Keinen Druck, keine Forderungen.
Ist so ähnlich bei der Windelentwöhnung. Bei der Körperpflege ein Töpfchen hingestellt bzw. später Toilettenstuhl mit Tritt zum Selbst-Draufklettern angeboten und sie auch nicht bei meinen Toilettengängen ausgesperrt. Das ging dann von ganz allein.

Mach Dir keinen Stress. Sie muss gar nichts, so lange sie gesund ist. 10 Monate ist noch nicht so alt, dass man unruhig werden müsste.

Irgendwann hast Du vielleicht auch gar nicht mehr genug Milch oder Ihr seid öfter an Orten, wo man nicht mal eben stillen kann. Je natürlicher Du damit umgehst und ihr gleichzeitig Alternativen anbietest, umso selbstverständlicher wird das mit der Zeit.
 
Chill mal, lass dich nicht kirre machen.
Sie verhungert nicht und macht das in ihrem Tempo.

Ich hatte auch so eine Mäkelliese.
Immer wieder was anbieten, aber nicht verrückt machen.
Soll man nicht, doch Brotrinde mochte sie.
Ich bot neben Babykost einfach alles an, was ich selbst aß.
Angefangen selbst neugierig zu probieren hat sie, als es Thaicurry mit Reis gab. Definitiv zu scharf für Zwerge. Sie mochte es.
Da platzte ein Knoten, aber noch eine ganze Weile wurde nur wenig gegessen und ergänzend gestillt.

Noch heute, längst erwachsen, ist sie wählerisch, liebt asiatische Küche und verabscheut alles ohne Biss und Breiartiges.

Vertrau mehr auf dich und dein Baby, lass dir nichts einreden.
 
Mein Sohn war auch Stilljunkie und nur schwer von fester Nahrung zu überzeugen.

Letztlich hat er mit 10 Monaten angefangen, Miniportionen zu essen, und zwar selbstgekochten Brokkoli mit Kartoffeln.

Dann ging es schnell, mit einem Jahr haben wir abgestillt, und er hat recht schnell alles normal gegessen.

Babygläschen hat er nie gegessen, nie ein Fläschchen getrunken, kein Schnuller.
Das ist alles normal.
 
OK:
Also Aufstehen und Gehen erfolgt i.d.R. mit 12 Monaten, +- individuelle Schwankungsbreite. Es gibt tatsächlich auch Kinder, die die Krabbelphase schlichtweg auslassen ohne sonstige Auffälligkeiten. Ansonsten ist der Kinderarzt gefragt, was motorische Entwicklungsstände betrifft. Wenn irgendetwas an Reflexen oder Tonus auffällig ist, dann wird/muss er entsprechende Physio verordnen. Ist anscheinend nicht der Fall, und dann kannst du an dieser Stelle loslassen. Wenn du regelmäßig zu den Untersuchungen gehst und der Doc nichts Auffälliges an der Motorik findet, dann kannst du an dieser Stelle beruhigt sein.
 
Vielleicht mal probieren, dass der Papa ihr Brei anbietet und du währenddessen nicht im Raum bist?

Ich hatte übrigens auch einen Stilljunkie....ich glaube mit 10 Monaten hatte er auch kaum Beikost gegessen.
 
Meine Enkelin und mein Enkel waren beide richtige Stilljunkies. Bei meiner Enkelin war es so, dass sie ¹½ Jahre gestillt wurde. Sie hat auch jegliche Beikost verweigert. Mit 1½ Jahren war Quelle Mama vorbei. Das Kind fing dann an zu essen, hier mal zwei Löffelchen von diesem, da mal ein Bissen von jenem und wir dachten immer, das Kind bekommen wir nicht groß... Sie ist jetzt 13 und 182 cm hoch... und nicht unterwegs verhungert. Sie isst wie ein Scheunendrescher und ist nicht dick dabei.
Mein Enkel hat sich einfach nicht abstillen lassen. Der hing mit 2½ noch an Mama dran... hat aber auch anderes gegessen. Es haben sich schon alle lustig darüber gemacht, dass sie später wohl mit zur Schule gehen müsste... Eine Kindergärtnerin wusste Rat und sagte, es sei ein Platz in der Kleinkindgruppe frei, vielleicht würde das helfen. Er wollte schon mit einem Jahr gerne mit seiner Schwester im Kindergarten bleiben... hat sich da oft an den Türrahmen geklammert... das hat geholfen. Er hat zwar noch bestimmt so ein viertel Jahr in entspannten Momenten immee wieder versucht seine Mama auszupacken, hat aber dann irgendwann akzeptiert, dass er darauf zukünftig verzichten muss. Er ist jetzt 10 Jahre alt und ein kleveres Kerlchen...
 

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