Ich finde schon die Haltung seltsam, den Ort als "wegsperren" i. S. eines Gefängnisses zu betrachten. Ich hätte ihm gesagt "Du bekommst jetzt mal 10 Minuten Zeit, um über dein Handeln nachzudenken und danach reden wir. Bitte geh dazu ins.. z. B. Schlafzimmer, ich komme später nach."
Das ist kein Wegsperren, sondern man schafft einen ansonsten reizfreien Raum für das Kind, in dem es in sich gehen kann. ich würde mich sehr wundern, wenn die Beratung dir gesagt hat, das sei nicht in Ordnung.
Weißt du, ich denke noch immer an etwas, was ich als Kind erlebt habe und was mich entsetzt hat. Ein Nachbarsjunge hat der (eigenen) Katze einen Tritt verpasst, dass sie meterweit durch die Luft geflogen und jaulend gelandet ist. Die Mutter hat das gesehen, ging auf den Jungen zu und sagte "Jan, so etwas tut man nicht, das tut der xxxx doch weh!" Damit war es das dann auch. Der Junge drehte sich um und verdrehte die Augen. Er quälte weiterhin regelmäßig Tiere, die ihm unterkamen. Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn du dich durch Heulerei deines Filius so manipulieren lässt. Ich fand das sogar als Kind furchtbar.
Erziehung bedeutet zu lernen, dass es Regeln gibt, an die man sich zu halten hat. Dazu gehören auch klare Ansagen, vor allem aber Zeit, das falsche Verhalten zu reflektieren. Im Vorbeigehen funktioniert das nicht.