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Trennung trotz Liebe

Ich weiß nicht, wie weit der Gedanke bzgl. Trennung bei ihr geht. Gesprochen über eine Trennung haben wir. Aber endgültig vollzogen habe ich es nicht. sie lässt mich noch im Unklaren.
Habt ihr auch über ihre Gründe gesprochen?

Gibt es noch weitere Gründe, die nicht mit den Kindern zu tun haben? (Meine Frage ist für dich bestimmt, nicht um sie hier zu beantworten. )
 
Wir haben uns gegenseitig schon des Öfteren gesagt, dass es schade ist, dass wir uns erst jetzt begegnet sind, weil es eben oft sehr sehr gut und leicht ist. Wir sagen uns gegenseitig Dinge, gegen uns Tipps, die wir annehmen und umsetzen. Das wäre bei unseren Expartnern nie möglich gewesen
Ich kann das sehr gut nachempfinden - in meiner langjährigen 1. Ehe hatte ich das so auch nicht....jetzt schon.

Was möchtest DU denn?

Wieso denkst du, dass unbedingt an diesem Wochenende eine Entscheidung getroffen werden muss?

Ihr könntet beispielsweise auch eine "Pause" vereinbaren und mal schauen, wie es euch jeweils damit geht(?)
 
Ich finde seltsam, dass in diesem Zusammenhang überhaupt der Gedanke an eine Trennung aufkommt. Das sind doch wirklich lösbare und endliche Probleme, und wenn man keinen Konsens findet, beiben die Erziehungsfragen einfach beim für das Kind elternverantwortlichen Part.

Kann so gar nicht nachfühlen, dass da tatsächlich solch eine Schicksalsentscheidung dran hängen soll, wenn es doch sonst so prima klappt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habt ihr auch über ihre Gründe gesprochen?
Nein!

Zur zweiten Frage kann ich auch wenn es für mich bestimmt. Aus meiner Sicht fast nichts. Natürlich gibt es Dinge die mich stören. Als ich noch jünger war, hätte ich diese nicht tolerieren können. Heute lächle ich sie weg (Thema Hygiene - ich habe fast einen Putzfimmel). Die Toleranz, die ich bei den anderen dingen aufbringe möchte ich auch beim Thema Erziehung aufbringen.
Was möchtest DU denn?
Die meinst Beziehung fortsetzen oder aufgeben?
Wieso denkst du, dass unbedingt an diesem Wochenende eine Entscheidung getroffen werden muss?

Ihr könntet beispielsweise auch eine "Pause" vereinbaren und mal schauen, wie es euch jeweils damit geht(?)
ich mag klare Sachen. Ich denke jedoch nicht (hab ich das geschrieben), dass es eine Entscheidung geben muss?
 
Habt ihr auch über ihre Gründe gesprochen?
Nein!

Zur zweiten Frage kann ich auch wenn es für mich bestimmt. Aus meiner Sicht fast nichts. Natürlich gibt es Dinge die mich stören. Als ich noch jünger war, hätte ich diese nicht tolerieren können. Heute lächle ich sie weg (Thema Hygiene - ich habe fast einen Putzfimmel). Die Toleranz, die ich bei den anderen Dingen aufbringe möchte ich auch beim Thema Erziehung aufbringen.
 
Hallo,

seit etwas mehr als 2 Jahren lebe ich in einer halben Patchworkfamilie bzw. wissen wir nicht ob es weitergeht oder wir uns trennen sollen. Halb deshalb, weil wir nicht zusammen wohnen (wir haben beide das Wechselmodell und ein Umzug kommt daher nicht in Frage). Fast jedes zweite Wochenende können wir zu fünft verbringen. Wir haben zusammen drei Jungs (meiner 8, Ihre 9 und 13). Alle untereinander verstehen sich wirklich sehr gut. Wir können jeweils auch ohne den anderen Elternteil was mit den Kindern unternehmen und im Urlaub war es auch schon so, dass mein Sohn bei ihr bleib und ihre mit mir unterwegs waren. Die üblichen Reibereien gibt es natürlich auch. Der ältere hat pubertäre Phasen, ihr 9 jährige ist ein guter Schüler und wird vermutlich auf das Gymnasium gehen. Aber er geht nicht gerne in die Schule und deshalb gibt es oft Diskussionen. Meiner ist hart an der Grenze zur Hochbegabung und ist dies in Teilbereichen auch - deshalb ist es auch manchmal schwierig mit ihm. Ihm fällt alles total leicht. Er geht in die zweite Klasse und korrigiert schon mal den 4. Klässler - was nie gut ankommt. Dennoch spielen die drei trotz des Altersunterschiedes zusammen, bauen im Wald gemeinsam Hütten etc. pp.

Das Problem auf meine Seite ist evtl. meine mangelnde Toleranz was ihren inkonsequenten Erziehungsstil angeht. Sie sagt oft nein. Egal, ob bei Süßigkeiten, länger wach bleiben etc. und dann wird doch ein wenig quengeln ein Ja draus. Ich habe sie schon oft gebeten konsequenter zu sein. Selbst ihre Kinder haben das schon moniert - auch sie wollen klaren Ansagen. Ein paar Monate war es besser und jetzt ist sie wieder eingeknickt. Sie sagt, sie will es nicht anders. Ich mache mit meinem Sohn, oft Kurzverträge (es unterschreiben beide) für ein paar Tage, in dem jeweils ein Thema verschriftlicht wird. Kommt dann eine Diskussion auf, wird kurz nachgelesen, was wir vereinbart haben und damit ist die Diskussion beendet. Das mag seltsam erscheinen. Es funktioniert hervorragend.
Sie möchte so etwas nicht. Sie sagt, wenn sie sich emotional nicht richtig gut dabei fühlt, würde sie den Vertrag nicht anwenden. Deshalb lässt es es gleich. Sie vereinbaren mündlich etwas und nach einigen Tagen weiß keiner mehr, was sie vereinbart haben und sie diskutieren wieder. Sie empfindet diese Diskussionen nicht als schlimm, sondern eher als hilfreich. Die Kinder sind nett und es gibt auch Grenzen für sie, dennoch wird recht oft über Medienkonsum diskutiert und ihr älterer nervt immer wieder solange, dass er das Handy länger nutzen kann als vereinbart und kommt mit den seltsamsten Argumenten daher. Sie gibt fast immer nach.

Auch gibt es derartiges:
Dürfen wir was Süßes?
Nein!
Och komm, eine Kleinigkeit- Bitte
Nein!
Die Kinder ziehen enttäuscht ab und sie kommt mit: ach ich habe noch was gefunden, das könnt ihr haben.

Ihr kleiner baucht viel Schlaf. Wenn er zu wenig schläft wird er am nächsten Tag unerträglich rastet aus, schreit rum. Dennoch darf er immer wieder lange wach bleiben. Ihre Argumentation ist dann, dass es gerade für ihn so schön sei und sie es ihm nicht vermiesen möchte. Am nächsten tag ist dann die Hölle los.

Und mich nervt das. Ich habe ihr das schon X-Mal gesagt und sie hat immer zugestimmt, dass etwas mehr Konsequenz besser wäre. Das hat auch echt ganz gut geklappt. Aber wir sind wieder dort, wo wir mal waren. Sie sollen z.B. wenig Marmelade nehmen und halten sie nicht dran etc. pp. Sie sagt sie wolle es nicht und auch ihr EX-Mann ist daran verzweifelt.

Die Diskussionen darüber gingen immer öfter in Streit über und ich frage mich, bin ich nicht tolerant genug. Muss ich das respektieren? Ich weiß es nicht.
Unserer Herzen passen zusammen und wir haben uns gegenseitig bestätigt, dass wir uns noch lieben. Die genauen Gründe, warum sie die Zukunft schwierig sieht weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall waren es für sie auch zu viele Diskussionen / Streitereien.

Hinzu kommt, dass wir mit unseren EX-Partern immer wieder Reibereien haben (sie eher wenig - ich massiv, weil meine seit Jahren gerichtlich Dinge auch gegen seinen Willen durchsetzen will. Das Gericht zwar immer ablehnt aber unglaublich hohe Kosten entstehen). Meine beiden Eltern sind schwer krank etc.
Über die Probleme mit den EX-Partner reden wir ganz offen. Es belastet uns zumindest vordergründig wenig.

Liebe ist vorhanden, Sex ist gut und ausreichend. Kommunikation offen, gerade aus und ehrlich, nie beleidigend. Wir wollen uns zwar beide nicht verlieren. Wissen aber nicht, wie es weitergehen kann.

Was meint ihr zur ihre Inkonsequenz bzw. viel wichtiger zu meiner mangelnden Toleranz

Was sollen da Diskussionen bringen über Erziehung wenn IHR es nicht schafft euch zu einigen.
Was lebt ihr denn so den Kindern vor, die schauen 24 Stunden was ihr so treibt.
Nutzen das um euch gegeneinander auszuspielen, um ihren Willen zu kriegen.
So Pfiffig sind die, nur ihr merkt das nicht, seit zu sehr damit beschäftigt, euch Erwachsene gegenseitig zu erziehen.

Was du da als Liebe siehst ist keine.
Wir spüren, wenn uns jemand liebt oder wir lieben durch das, was er sagt oder tut oder durch das, was wir sagen oder wie wir handeln.
Warum ist das bei euch nicht so, war wohl auch schon der Grund des scheitern der alten Beziehungen.

Wahre Liebe bedeutet loslassen, akzeptieren und annehmen.
Und nicht durch Gerichte klären zu lassen das man selbst alles richtig, der Partner alles falsch gemacht hat.
Das kann doch niemand für euch entscheiden wie ihr zu leben habt.
Wer mit der Vergangenheit nicht abschließen kann, hat keine Zukunft.
 
Wäre es nicht sinnvoll, detaillierter zu erfahren, was sie bewegt?
Die meinst Beziehung fortsetzen oder aufgeben?
Ja, genau....ob du dich trennen möchtest oder nicht. Weißt du das? Hast du einen guten Kontakt zu dir selbst?
ich mag klare Sachen. Ich denke jedoch nicht (hab ich das geschrieben), dass es eine Entscheidung geben muss?
Siehe dein Beitrag #30 ganz unten.
 
Liebe ist vorhanden, Sex ist gut und ausreichend. Kommunikation offen, gerade aus und ehrlich, nie beleidigend. Wir wollen uns zwar beide nicht verlieren. Wissen aber nicht, wie es weitergehen kann.
Mach dich mal locker.
Was meint ihr zur ihre Inkonsequenz bzw. viel wichtiger zu meiner mangelnden Toleranz
Letzteres würde mich sehr nerven und bei mir wäre der Ofen aus.
Man muss auch mal gönnen können.
Einem Kind vorschreiben, wieviel Marmelade es aufs Brot geben darf, ist...krank.
Sorry.
Sie ist lässig, du eher Erbsenzähler.
Hätte ich keinen Bock drauf.
 
Kann es sein, dass du vor dieser Beziehung nicht allzu viel Erfahrung im Zusammenhang mit Zweierbeziehung/Familienleben sammeln konntest?

Vermutung meinerseits (mit Fragezeichen) aufgrund deines Eingangsbeitrags und eines Beitrags in einem anderen Thread.
 
Ganz jung nicht, doch ab Ende 20/Anfang 30 hätte ich dir deine Grenzen aufgezeigt.
Liegt ihr nicht, sonst wäre das Thema schon vom Tisch.
Spannender Ansatz. Kann es nicht vielleicht auch sein @Flitzpipe , dass du ein bisschen ähnlich agierst wie die Kinder und durch ständige Diskussion probierst, deinen Willen bei ihr zu bekommen, weil sie auch dir gegenüber nicht konsequent genug Grenzen setzt? Ist jetzt sicher etwas überspitzt.

Ansonsten würde ich auch sagen: Ja, du liest dich etwas intolerant und vehement, was nicht heißt, dass mich ihre inkonsequenz nicht auch nerven würde. Trotzdem glaube ich, dass es für euch beide einfacher wäre, wenn du dich da großteils raushälst und dir denkst "so ist sie halt". Die perfekte Erziehungsmethode ist ihre Inkonsequenz sicher nicht, aber wenn es nur das ist, liest es sich auch nicht dramatisch.
 

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