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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Möglicherweise ist es aus verschiedenen Gründen tatsächlich besser, wenn du krankgeschrieben bleibst, bis dein Antrag durch ist oder ggf. erstmal abgelehnt wird.

An deiner Stelle würde ich die Zeit nutzen, um mental besser mit der Erkrankung klar zu kommen, ggf. mit psychotherapeutischen Hilfe / Selbsthilfegruppe o. ä..

Letzteres macht aus meiner Erfahrung (chronische Erkrankung) viel aus.
 
Meine direkte Kollegin gibt mir indirekt die Schuld dafür, dass ich krank bin. Sie ist zum einen der Meinung, dass ich jetzt „nacharbeiten“ oder mehr arbeiten muss, weil ich lange weg war und sie alles machen musste. Außerdem lässt sie mich oft hängen, meldet sich zu wichtigen Terminen krank und gibt mir am Ende die Schuld, dass irgendetwas nicht so gut lief. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mehr so viel und schnell arbeiten kann wie vorher, aber das ist ihr egal.
Das Thema habe ich bei meiner Chefin auch schon angesprochen, aber sie weiß auch keine Lösung.

Diese Art Gesprächsführung ist nicht zielführend. Ihr als Mitarbeiter werdet die Kindergartenkinder, der Chef zum Kindergärtner, der Streit schlichten soll.

Hätte der Vorgesetzte viel früher, nach deiner Rückkehr, ein Gespräch angesetzt oder wärst du bereits direkt aktiv geworden, sobald klar war, du bist wenig belastbar ab jetzt, könnte der Verlauf anders aussehen.

So aber wurde diese ungesunde Situation erschaffen.

Es ist Fakt, dass sie mehr arbeitet als ich. Das kann man auch nachvollziehen anhand unserer Auszeichnungen. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich es bei unserer Chefin angesprochen habe und sie keine Lösung finden will oder kann.

Was war denn die Aussage der Vorgesetzten?
Wie wurden die Aufgaben verteilt?
Blieb einfach alles wie vorher und ihr sollt das untereinander regeln?
Dann wird vermutlich darauf gesetzt, dass man dich loswerden wird, wenn du dich nur unwohl genug fühlst.

Es wird wahrscheinlich auch ein Gespräch zwischen Vorgesetzter und Kollegin gegeben haben.

Was genau soll der Chef jetzt tun?
Jemanden neuen einstellen?
Bis da ein Bewerbungsprozess durch ist und jemand Passendes gefunden ist, vergehen Monate, bis der überhaupt den Job antritt und dann stellt er Wochen oder gar Monate erstmal ne Doppelbelastung dar, weil dann derjenige der nicht krank ist auch noch zum eigentlichen Job einen neuen einarbeiten soll...

Dafür gibt's Zeitarbeit.
Es wird kaum nur derart anspruchsvolle Tätigkeiten auf diesen beiden Arbeitsplätzen geben, dass sich nicht eine Entlastung ergeben könnte. Ohne vorherige monatelange Einarbeitung; die so oftmals gar nicht mehr stattfindet. Vielfach werden neue Mitarbeiter ins kalte Wasser geworfen, das ist ein alter Hut. Weil es gut genug funktioniert. In Einarbeitung wird nur das Nötigste investiert.

Übrigens hat sich hier der Chef ja was einfallen lassen. Er hat halt auf die Leute, die da sind, umverteilt.

Das sehe ich nicht.
Es wird ausgesessen statt zu handeln.

Es gibt mehrere Teams, es hätten sich bessere Ansätze finden lassen können, als während des Ausfalls einer Mitarbeiterin die eine verbliebene Kollegin einfach mit allem zu überlasten. Zeitarbeit hätte ein alternativer (Vollzeit) oder zusätzlicher (dann reduzierte Stunden) Weg sein können.
Unzufrieden wie sie sich zeigt fühlte sie sich offensichtlich im Regen stehengelassen, zu Recht.
Als gute Führung kann ich das nicht sehen.

Meine Rechnungen, meine Miete usw. bezahlen sich nicht einfach so. Ich brauche das Geld.

Schön, aber ein Unternehmen ist keine Sozialstation, das muss man auch ganz klar sehen.
Wenn du keine ausreichende Leistung erbringen kannst, muss das früher oder später Folgen haben.

Wieso gab/gibt es keine betriebliche Wiedereingliederung?

Wenn du nicht arbeiten kannst, musst du krankgeschrieben werden.
Wenn du nicht krankgeschrieben wirst, musst du liefern. In Deutschland gibt es nur diese Alles-oder-Nichts-Mentalität, wir haben keine Teilzeit-Krankschreibung.

Alternativ wäre noch eine Möglichkeit, in Teilzeit zu gehen und der Betrieb stellt eine weitere Teilzeitkraft ein. Über Zeitarbeit oder direkt. Das wird weder vom Unternehmen (Kostengründe) oder dir (du willst ja trotz Minderleistung Vollzeit bezahlt werden) gewünscht.

Ich finde das Verhalten aller drei Beteiligten nicht angemessen und am bezeichnendsten das der Vorgesetzten, da hier die Verantwortung läge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde an Deiner Stelle, viel Verständnis für die Kollegin zeigen, die monatelang für 2 gearbeitet hat und jetzt offenbar gefrustet, körperlich und mental angegriffen ist.
Die Erwartung, daß die Kollegin weiterhin Mehrarbeit leistet, weil Du zwar wieder Vollzeit anwesend bist, aber nicht voll einsatzfähig, finde ich vermessen. Und daß ihre Arbeit nicht aufgefangen wird, wenn sie krank ist, weil Du deine Arbeit schon nicht schaffst und sie deshalb nicht noch vertreten kannst, ist auch kein Zustand. Dann muß sie ja nach Wiedergenesung allein ihre Rückstände aufarbeiten plus Deine Minderleistung. Dann soll sie ja weiterhin Mehrarbeit leisten.

Ich würde freundlich und verständnisvoll auf die Kollegin zugehen und mit ihr gemeinsam überlegen, wie eine Entlastung für sie aussehen könnte und dann gemeinsam mit der Chefin sprechen, den erarbeiteten Vorschlag vorbringen und die Chefin auffordern, diesen Vorschlag umzusetzen oder eine Alternativlösung zu finden. Das ist nämlich ihre Aufgabe. Sie kann nicht erwarten, daß Personalengpässe dauerhaft von einer Mitarbeiterin aufgefangen werden.

Wenn es mehrere Zweierteams gibt, dann wäre vielleicht eine Rotation der teams möglich. Das könnte auch ein klassischer Fall für Verstärkung durch Zeitarbeit sein.
 
Und in erster Linie will ich nicht gemobbt werden. Das, was sie macht, geht nämlich so langsam in diese Richtung. Sie will mich einfach nur fertig machen, anstatt mal mit unserer Chefin über mögliche Lösungen zu sprechen. Sie will nicht verstehen, dass ich krank bin und nichts dafür kann. Sie will erzwingen, dass wir gleich viel arbeiten, aber das geht aktuell nun mal nicht. Ich habe jetzt so oft versucht, es ihr im normalen Ton zu erklären.
Ich glaube nicht, dass deine Kollegin dich mobbt. Sie wird einfach fertig sein. So lange Zeit ist sie für alles allein zuständig, wann hatte sie das letze Mal frei, so richtig ein oder zwei Wochen? Weißt du, wie frustrierend es ist, über Monate hin für zwei zu arbeiten? Und dann kommt die zweite Vollzeitkraft zurück, arbeitet trotz Anwesenheit aber nur Teilzeit (natürlich bei vollem Lohn), und es wird erwartet, dass sie ohne Murren weiterhin übernimmt. Da wäre ich auch bedient und bestimmt nicht immer ganz korrekt, trotz guter Kinderstube. Irgendwan erreicht jeder sein Limit, Was wäre, wenn die Kollegin wegen Bourn out ausfällt? Da ist sie auch nicht in einer Woche wieder fit. Auch deine Unterstellungen von "krank machen" finde ich unter aller Kanone.
Übrigens gibt es kein Homeoffice auf Bestellung.
Auch, wenn hier einige gegenteiliger Meinung sind, die Chefin ist in der (Fürsorge-)Pflicht. Und wenn sie es nicht lösen kann, gibt es eine übergeordnete Stelle, sonst ist der Laden bald dicht.
 
Liebe TE, bitte sei mir nicht böse, aber irgendwie bist du fasch informiert.

Wundert mich ehrlich gesagt. Du warst doch in der Reha.
Die haben Sozialberater. Wurdest du nicht über die weiteren Schritte informiert?

Du bist offenbar arbeitsfähig entlassen worden?
Sehr seltsam alles......

Reduziere auf gar keinen Fall von dir aus die Stunden.
 
Die Erwartung, daß die Kollegin weiterhin Mehrarbeit leistet, weil Du zwar wieder Vollzeit anwesend bist, aber nicht voll einsatzfähig, finde ich vermessen. Und daß ihre Arbeit nicht aufgefangen wird, wenn sie krank ist, weil Du deine Arbeit schon nicht schaffst und sie deshalb nicht noch vertreten kannst, ist auch kein Zustand.

Wenn sie nicht dumm ist, schreibt sie bereits Bewerbungen und verabschiedet sich aus dem Chaosladen.

Du bist offenbar arbeitsfähig entlassen worden?
Sehr seltsam alles......

Sehr merkwürdig, ja.
Die Klinik bescheinigt nach einer Reha ja die (Rest-)Leistungsfähigkeit.
Auch wenn es danach noch eine Verschlechterung gegeben hätte, hier muss das wohl volle Leistungsfähigkeit gewesen sein.
Würde auch erklären, dass nichts über eine Wiedereingliederung geschrieben wurde.
Alles aber nur Glaskugelguckerei, wenn du, @Träumchen95 , uns dazu keine Infos gibst.
 
damit dann einen GdB oder Pflegestufe???

Das geht schon, ein Grund für einen GdB muss nicht zwingend die Leistungsfähigkeit derart negativ beeinflussen wie hier geschildert.

Wenn ich jedoch nur derart eingeschränkt leistungsfähig bin, müsste das die Rehaklinik bemerkt haben. Dann wäre eine Stundenreduktion nötig.

Wenn die Rehaklinik volle Leistungsfähigkeit bescheinigte, ist schwer nachvollziehbar, wie es danach zur geschilderten deutlichen Leistungsminderung kommt.

Alles sehr verwirrend.
 
Wenn ich dann als schwerbehindert eingestuft bin, habe ich andere Möglichkeiten und Ansprüche. Ich werde meine Stunden so reduzieren, dass ich dann den Anforderungen wieder entspreche. Ich habe dann nämlich Möglichkeiten, das dann fehlende Geld aufzustocken. Außerdem werde ich dann fast nur noch im Homeoffice arbeiten und habe Anspruch auf mehr Pausen. Das wird dann alles besser funktionieren.



Musik hören ist offensichtlich mit Behinderung verboten? Oder was möchtest du mir damit sagen?





Ich möchte eigentlich keinen Stress und Probleme bei der Arbeit haben. Es geht mir mit meiner persönlichen Situation schon körperlich und psychisch schlecht genug. Ich möchte keinen Streit mit ihr. Ich habe nicht entschieden, dass sie meine Arbeit übernehmen muss. Ich möchte eigentlich immer so gut es geht mit allen gut auskomme, keine Probleme verursachen und entspannt leben. Das versuche ich immer und tue viel dafür. Und in erster Linie will ich nicht gemobbt werden. Das, was sie macht, geht nämlich so langsam in diese Richtung. Sie will mich einfach nur fertig machen, anstatt mal mit unserer Chefin über mögliche Lösungen zu sprechen. Sie will nicht verstehen, dass ich krank bin und nichts dafür kann. Sie will erzwingen, dass wir gleich viel arbeiten, aber das geht aktuell nun mal nicht. Ich habe jetzt so oft versucht, es ihr im normalen Ton zu erklären. Ich habe sogar Verständnis gezeigt. Ich bin auf unsere Chefin zugegangen. Ich habe es versucht. Sie macht mich stattdessen nur weiterhin fertig. Wenn das so weiter geht, dann wird mir das zu viel. Ich werde mich dann wieder krankschreiben lassen müssen.
Ich sehe hier das Problem, dass deine Kollegin nicht mehr gewillt ist, Mehrarbeit zu leisten, obwohl du Stand jetzt Vollzeit da bist und dementsprechend auch bezahlt wirst. Du kannst nicht erwarten, dass sie das einfach schluckt, nachdem sie dich die letzten zwei Monate voll vertreten hat.

Seh es mal aus ihrer Perspektive: Du kommst mit vielen Ansprüchen wieder zurück an die Arbeit und gibst ihr subtil das Gefühl, dass sie Krankheitstage simuliert, nachdem sie wochenlang die Stellung gehalten hat. Da wäre ich auch irgendwann nicht mehr gewillt, eine Lösung zu finden.

Ich würde erstmal sehen, dass die Gesundheit soweit es geht wieder stimmig ist und versuchen, einen Weg zu finden, dass du arbeiten kannst und dich trotzdem um deine Gesundheit kümmern kannst. Und vllt im Hinterkopf behalten, dass deine Kollegin ebenfalls private und gesundheitliche Probleme hat, die sie nicht auf der Arbeit kommuniziert.
 
Finde ich nicht verwirrend.

Das Fazit aus der Reha ist eine Prognose, keine verbindliche Feststellung. In realen Bedingungen, (Arbeits)Alltag und unter Progression kann das schon wieder anders aussehen. Das eine ist eine Einschätzung, das andere das tatsächliche Ergebnis unter realen Bedingungen.

Außerdem kennt doch hier keiner den Entlassungsbrief. Der im Übrigen null verbindlich ist.
 

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