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Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Guten Morgen

Ich hatte vor etwa sechs Monaten eine schwere Hirnhautentzündung und war deswegen vier Monate lang krankgeschrieben. Ich bin bis heute nicht vollständig genesen und daher auch weiterhin öfters krankgeschrieben. Es gibt Tage, da geht es mir nicht gut, und ich habe auch oft Arzttermine, die den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage dauern. Außerdem bin ich generell nicht mehr so leistungsfähig wie vorher.

Wir arbeiten immer zu zweit in eine Team. Meine direkte Kollegin gibt mir indirekt die Schuld dafür, dass ich krank bin. Sie ist zum einen der Meinung, dass ich jetzt „nacharbeiten“ oder mehr arbeiten muss, weil ich lange weg war und sie alles machen musste. Außerdem lässt sie mich oft hängen, meldet sich zu wichtigen Terminen krank und gibt mir am Ende die Schuld, dass irgendetwas nicht so gut lief. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mehr so viel und schnell arbeiten kann wie vorher, aber das ist ihr egal. Sie ist Mitte 50 und sowieso der Meinung, dass junge Menschen empfindlich sind und sich mal zusammenreißen sollen.

Das Thema habe ich bei meiner Chefin auch schon angesprochen, aber sie weiß auch keine Lösung. Meine Kollegin macht alles sehr geschickt und unauffällig.
Die Chefin macht das auch sehr geschickt, indem sie nichts macht.
Deine Chefin muss eine Regelung treffen, wie damit umgegangen wird, wenn jemand seine Arbeit nicht schafft. Wer die liegengebliebene Arbeit erledigen soll und in welcher Priorität die Aufgaben erledigt werden.
Offenbar ist die Kollegin stinkig, weil sie während deiner Abwesenheit "deine Arbeit" zugeteilt bekommen hat. Deine Kollegin ist dir aber nicht weisungsbefugt und kann dir keine Aufgaben delegieren, die Zuteilung der Arbeit obliegt der Chefin. Du musst genau so viel arbeiten wie in deinem Arbeitsvertrag steht und in dieser Zeit so viel wie du schaffst (& wenn du zu wenig Vorgänge schaffst oder nicht mehr so leistungsfähig bist, ist das ein Thema zwischen dir und deiner Chefin, deine Kollegin soll sich da raushalten).

Was deine Kollegin für Meinung über junge Menschen vertritt, braucht dich nicht zu interessieren. Wenn sie was über "junge Menschen" sagt, antworte einfach mit einem desinteressierten "Ach ja" oder "wenn du das sagst..."

Wenn deine Kollegin dich noch einmal kritisiert, dann verweise sie an die Chefin. "Klär das bitte mit Frau xy", "Da bin ich leider nicht der richtige Ansprechpartner", "Die Verteilung der Arbeit übernimmt Frau xyz"
 
Außerdem lässt sie mich oft hängen, meldet sich zu wichtigen Terminen krank und gibt mir am Ende die Schuld, dass irgendetwas nicht so gut lief. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mehr so viel und schnell arbeiten kann wie vorher, aber das ist ihr egal. Sie ist Mitte 50 und sowieso der Meinung, dass junge Menschen empfindlich sind und sich mal zusammenreißen sollen.

Das Thema habe ich bei meiner Chefin auch schon angesprochen, aber sie weiß auch keine Lösung. Meine Kollegin macht alles sehr geschickt und unauffällig. In Gegenwart anderer tut sie verständnisvoll. Wenn sie Aufgaben liegen lässt, dann natürlich nur, weil sie so viel zu tun hatte. Krankheit immer nur mit Attest usw.

Na, wenn sie immer ein Attest hat, dann ist sie ja wahrscheinlich WIRKLICH krank, eventuell was chronisches oder was psychisches- Man sieht Leuten die Krankheit nicht immer an.

Ich finde du forderst hier von deiner Kollegin Sachen für dich ein, die du dann aber selber nicht bereit bist zuzugestehen.
Wenn sie krank ist, wirds als "hängenlassen" ausgelegt und durch die Blume unterstellt, sie wäre hätte nur kein Bock.
Wenn sie Aufgaben nicht schafft, dann ist dir das auch ein Dorn im Auge und du unterstellst, dass sie gar nicht wirklich viel zu tun hatte und sie das mit Absicht liegengelassen hätte.

Es ist auch nicht die Aufgabe deiner Kollegin einzukalkulieren, dass du nicht mehr so schnell und so viel arbeiten kannst.
Schafft ihr deswegen zusammen nicht mehr die anfallende Arbeit, muss deine Chefin sich regen, statt nur die Schultern zu zucken, dass sie dafür keine Lösung hat.
Sie wird sich ja wohl selber auch das Chefgehalt auszahlen, dass sicher über eurem Gehalt liegt, also ihre Aufgabe...

Vielleicht können du und deine Kollegin sich ja mal kollegial zusammenraufen und gemeinsam zur Chefin gehen, wenn die Arbeit von euch beiden nicht mehr zu schaffen ist.
Das ist fürs Arbeitsklima sicher besser, als sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben und Vorwürfe zu machen, wenn viel liegenbleibt.
 
Problem ist immer, was soll der "Chef" groß machen?
Ich sehe da schon von beiden Seiten bisschen das "Problem".
Jeder fühlt sich im Recht.
Also müsste der "Chef" mit beiden ein ernstes Wort reden, ob das alleine ausreicht, steht in den Sternen. Härtere arbeitsrechtliche Maßnahmen sind juristisch wacklig und bringen nur noch mehr Schärfe rein. Da macht es durchaus Sinn, erstmal nicht groß zu reagieren. Vielleicht erledigt sich das Thema von selbst, indem sich die Leute selbst zusammenreißen oder einer geht.

In so einem kleinen Team ist ein Langzeitkranker halt ein echtes Problem, das man als Chef nicht so ohne weiteres gelöst bekommt.
Man darf den Mitarbeiter ja nicht mal fragen, was er hat.
Wie soll man also planen?
Da liegt es auf der Hand, dass erstmal notgedrungen der Workload, für denjenigen, der nicht krank ist, steigt. Selbst wenn der "Druck" nicht vom Chef kommt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass andere Abteilungen und vor allem "Kunden", keinerlei Verständnis dafür haben, wenn etwas länger dauert, dadurch mehr kostet, oder Verzögerungen im gewohnten Ablauf entstehen, nur weil in Abteilung XY jemand krank ist.
Das bedeutet oft gewaltig Stress, für denjenigen der nicht krank ist.

Was genau soll der Chef jetzt tun?
Jemanden neuen einstellen?
Bis da ein Bewerbungsprozess durch ist und jemand Passendes gefunden ist, vergehen Monate, bis der überhaupt den Job antritt und dann stellt er Wochen oder gar Monate erstmal ne Doppelbelastung dar, weil dann derjenige der nicht krank ist auch noch zum eigentlichen Job einen neuen einarbeiten soll...
Immer vorausgesetzt, man kann überhaupt einen neuen einstellen, weil der "Kranke" kann ja durchaus auch mal wieder "nicht krank" sein...

Alles nicht so einfach.
 
meldet sich zu wichtigen Terminen krank

Krankheit immer nur mit Attest
Du „bist“ krank, aber die Kollegin „meldet“ sich krank, sogar mit Attest? Da gibt es nichts, was du ihr vorzuwerfen hast.
Ich werde aber höchstwahrscheinlich als schwerbehindert eingestuft, habe Anspruch auf einen Pflegegrad und somit gewisse Ansprüche auch in Bezug auf die Arbeit. Das wird die Situation nicht entschärfen.
Wenn du als schwerbehindert eingestuft wirst, wird sich die Situation schon entschärfen. Dein Arbeitgeber muss deine Schwerbehinderung bei der Bewertung deiner Arbeitsleistung dann berücksichtigen. Und nur gegenüber diesem bist du verantwortlich für das was du leistest, nicht gegenüber Kollegen.
 
Problem ist immer, was soll der "Chef" groß machen?
Ich sehe da schon von beiden Seiten bisschen das "Problem".
Jeder fühlt sich im Recht.
Also müsste der "Chef" mit beiden ein ernstes Wort reden, ob das alleine ausreicht, steht in den Sternen. Härtere arbeitsrechtliche Maßnahmen sind juristisch wacklig und bringen nur noch mehr Schärfe rein. Da macht es durchaus Sinn, erstmal nicht groß zu reagieren. Vielleicht erledigt sich das Thema von selbst, indem sich die Leute selbst zusammenreißen oder einer geht.

In so einem kleinen Team ist ein Langzeitkranker halt ein echtes Problem, das man als Chef nicht so ohne weiteres gelöst bekommt.
Man darf den Mitarbeiter ja nicht mal fragen, was er hat.
Wie soll man also planen?
Da liegt es auf der Hand, dass erstmal notgedrungen der Workload, für denjenigen, der nicht krank ist, steigt. Selbst wenn der "Druck" nicht vom Chef kommt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass andere Abteilungen und vor allem "Kunden", keinerlei Verständnis dafür haben, wenn etwas länger dauert, dadurch mehr kostet, oder Verzögerungen im gewohnten Ablauf entstehen, nur weil in Abteilung XY jemand krank ist.
Das bedeutet oft gewaltig Stress, für denjenigen der nicht krank ist.

Was genau soll der Chef jetzt tun?
Jemanden neuen einstellen?
Bis da ein Bewerbungsprozess durch ist und jemand Passendes gefunden ist, vergehen Monate, bis der überhaupt den Job antritt und dann stellt er Wochen oder gar Monate erstmal ne Doppelbelastung dar, weil dann derjenige der nicht krank ist auch noch zum eigentlichen Job einen neuen einarbeiten soll...
Immer vorausgesetzt, man kann überhaupt einen neuen einstellen, weil der "Kranke" kann ja durchaus auch mal wieder "nicht krank" sein...

Alles nicht so einfach.
Was mir spontan einfällt:
Einen "Springer" einstellen.
Einen Teamtausch veranlassen (es las sich so als gäbe es mehrere Zweierteams).
Die Arbeit der ausfallende Person nicht nur auf die andere Person im Zweierteam verteilen, sondern auf ALLE oder auch mal selbst Hand anlegen.
Mit der Kollegin sprechen, dass sie nicht darüber zu bestimmen hat, wer welche Arbeit erledigt.
Da hier das Verhältnis der Kollegen angespannt ist: Mediation?
Und ansonsten kann Chef sich auch selbst Gedanken machen, wie er das Problem löst, dafür ist derjenige ja Chef.
 
Guten Morgen

Ich hatte vor etwa sechs Monaten eine schwere Hirnhautentzündung und war deswegen vier Monate lang krankgeschrieben. Ich bin bis heute nicht vollständig genesen und daher auch weiterhin öfters krankgeschrieben. Es gibt Tage, da geht es mir nicht gut, und ich habe auch oft Arzttermine, die den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage dauern. Außerdem bin ich generell nicht mehr so leistungsfähig wie vorher.

Wir arbeiten immer zu zweit in eine Team. Meine direkte Kollegin gibt mir indirekt die Schuld dafür, dass ich krank bin. Sie ist zum einen der Meinung, dass ich jetzt „nacharbeiten“ oder mehr arbeiten muss, weil ich lange weg war und sie alles machen musste. Außerdem lässt sie mich oft hängen, meldet sich zu wichtigen Terminen krank und gibt mir am Ende die Schuld, dass irgendetwas nicht so gut lief. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mehr so viel und schnell arbeiten kann wie vorher, aber das ist ihr egal. Sie ist Mitte 50 und sowieso der Meinung, dass junge Menschen empfindlich sind und sich mal zusammenreißen sollen.

Das Thema habe ich bei meiner Chefin auch schon angesprochen, aber sie weiß auch keine Lösung. Meine Kollegin macht alles sehr geschickt und unauffällig. In Gegenwart anderer tut sie verständnisvoll. Wenn sie Aufgaben liegen lässt, dann natürlich nur, weil sie so viel zu tun hatte. Krankheit immer nur mit Attest usw. Unsere Chefin hat keine Anhaltspunkte, um gegen sie etwas zu machen.

Es kommt jetzt noch dazu, dass meine Situation sich indirekt verschlechtert hat. Meine Ärzte haben mir vor kurzem bescheinigt, dass die Folgeschäden höchstwahrscheinlich dauerhaft sind. Das habe ich bei der Arbeit noch nicht kommuniziert, weil alles noch in der Schwebe ist. Ich werde aber höchstwahrscheinlich als schwerbehindert eingestuft, habe Anspruch auf einen Pflegegrad und somit gewisse Ansprüche auch in Bezug auf die Arbeit. Das wird die Situation nicht entschärfen.

Ich weiß auch nicht so wirklich, was ich machen soll. Kündigen und was anderes suchen, ist in meiner Situation keine Option. Außerdem mag ich den Job und die Aufgaben wirklich sehr gerne.
Also normalerweise hätte man dich erstmal eine Wiedereingliederung machen lassen, da wärst du schrittweise an die vollzeit Leistung heran geführt worden je nach Leistungsfähigkeit. Ich würde versuchen in ein anderes 2er Team zu wechseln, denn gefährdet es beide Arbeitsplätze. Je nach Betriebsgrösse gibt es einen Mitarbeiter der als Obmann in solchen Situationen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Und natürlich solltet ihr zu dritt an einer Lösung für alle arbeiten.
 

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