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Reha Argumente von Verkauf in sozialen Bereich

Wumpe

Mitglied
Reha Argumente von Verkauf in den sozialen Bereich.

Hi liebe Forumsmitglieder,

Ich bin neu und bräuchte mal eure Hilfe, euren Ratschlag.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

Ich bin jetzt seit 1/ 1/5 Jahren krankgeschrieben ( mittlere Depression) und Ende November ausgesteuert worden. Seit Mitte Dezember bin in einer psychosomatischen Reha.

Grund hier für sind Kindheitstrauma..Eltern, Verlust der Mutter im frühen alter mit jahrelangen Wachkoma und Mobbing auf der Arbeit, bei meinen letzten drei Arbeitsstellen.

Habe mich über die Jahre trotz Hauptschulabschluss in Führungspositionen hochgearbeitet. Allerdings hat mich das in Verbindung mit dem Kindheitstrauma letztendlich kaputt gemacht und hier in die Reha gebracht. ( Gibt natürlich noch mehr Gründe die dazu führen, aber ich möchte jetzt nicht auf alles genau eingehen)
Da ich Eigentum besitze glaube ich ehrlich gesagt nicht das ich arbeitsunfähig entlassen werde...egal ob es mir gut geht oder nicht... deswegen habe ich natürlich große Angst vor den nächsten Wochen...

Was ich bereits gemerkt habe das hier wie am Fließband mit den Patienten gearbeitet wird. In den Einzelgesprächen hat man nicht genug Zeit um über alle Dinge zu sprechen und ich merke schon wie ich in eine Ecke gedrängt werde ( arbeitsfähig entlassen - denke auf der einen Seite wegen dem Eigentum, auf der anderen Seite bin ich noch relativ jung )

Ich habe aber 30 Jahre lang Sachen in mich hinein gefressen und weiß natürlich nicht wie schnell ich das ablegen kann, deswegen habe ich unfassbare Angst hier nach direkt ins Arbeitsleben zurück zu kehren, ich hab jetzt schon panische Angst, wenn ich nur an die ganzen Vorstellungsgespräche denke, das wird mich mental extrem fordern. Da ich sehr gute Qualifikationen habe ( Führungspositionen ) gute bzw sehr gute Arbeitszeugnisse, wird mich wohl jeder einladen wollen.

Nach der Aussteuerung, war ich 2 Wochen arbeitslos und habe in der Zeit knapp 10 Vermittlungsvorschläge bekommen wo ich mich hätte Bewerben müssen....

Jetzt zu dem vllt eigentlichen Problem?

Ich habe mit meiner Psychologin eher den Familien Teil besprochen, für den beruflichen Teil war außer in den Gruppengesprächen noch nicht viel Zeit...ich habe ihr gesagt, das ich auf gar keinen Fall in meinen alten Bereich ( Beruf ) zurück kann, da ich mit dem Druck nicht mehr umgehen kann und das einfach nicht mehr schaffe, egal ob Führungspositionen oder nur einfacher Angestellter ( verkauf ).

Meiner Sozialberaterin, habe ich das ebenfalls gesagt. Sie meinte, am kommenden Montag habe ich Visite ( Oberarzt und Psychologin ) dort sollte ich ansprechen das ich nicht zurück kann und eine Umschulung möchte. ( In den sozialen Bereich ) Die beiden Personen entscheiden wohl darüber.

Meine Frage ist jetzt:

Wie argumentiere ich das am besten, dass ich meinen alten Job nicht mehr ausüben kann und in den sozialen Bereich wechseln, umschulen kann.

Meine Psychologin meinte, das, dass nicht gerne gesehen wird und die Chancen nicht so hoch sind da ich in einer psychosomatischen Reha bin und dann in den sozialen Bereich wechseln möchte...

Ich habe da z.B an Sozialassistent gedacht, für alles andere brauche man ein Studium, was ich nicht besitze...

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher was ich sonst machen soll...ich arbeite gerne mit Menschen, besitze überdurchschnittliche Empathie, bin sehr hilfsbereit und helfe super gerne, egal ob alten oder jungen Leuten... Das sind ja eigentlich gute Vorraussetzungen für diese berufsspate...Ich möchte einfach aus diesen marktwirtschaftlichen Druck oder Konkurrenz Kampf raus, das schaffe ich an der Arbeit einfach nicht mehr.

Wie würdet ihr das ganze angehen? Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht ein wenig helfen.

Liebe Grüße
 
Hattest Du früher schon Berührungspunkte mit dem sozialen Bereich, hast Du z. B. mal ein Praktikum gemacht o. ä.? Ich komme nicht aus dem Bereich, aber könnte es sein, dass Du Dir die Atmosphäre im sozialen Bereich harmonischer vorstellst, als sie in der Realität ist? Ich habe einige Bekannte, die im sozialen Bereich arbeiten, und was die so schildern... Ich würde es mir mit psychischer Vorbelastung nicht zutrauen.

Verkauf ist ein hartes Geschäft, das ist klar. Aber käme nicht etwas in Frage, was mit Deinem bisherigen Beruf verwandt ist und Deine Kenntnisse und Erfahrungen nutzt, aber etwas nervenschonender ist als Verkauf?
 
Mir fallen gerade folgende Passagen auf:

>Da ich Eigentum besitze glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass ich arbeitsunfähig entlassen werde...egal ob es mir gut geht oder nicht... deswegen habe ich natürlich große Angst vor den nächsten Wochen...

>In den Einzelgesprächen hat man nicht genug Zeit um über alle Dinge zu sprechen und ich merke schon, wie ich in eine Ecke gedrängt werde ( arbeitsfähig entlassen - denke auf der einen Seite wegen dem Eigentum, auf der anderen Seite bin ich noch relativ jung )

Ok.
Du könntest überlegen, wo genau das Problem ist.
Wenn Dein Eigentum geerbt= schuldenfrei ist, brauchst Du zum Leben grad mal entsprechende Einkünfte für lästige Abgaben.
Du kannst jeden weiteren Verbrauch auf Null reduzieren, was fast schon mit Bürgergeld plus Pfandsammeln zu finanzieren wäre.
Nicht Dein Ding?
Dann kannst Du vermieten und von dem Einkommen Dein Leben finanzieren.
Da Du natürlich weniger ausgeben wirst als Du einnimmst ( anders wäre es ziemlich doof) , entwickelst Du Vermögen.


Ich frag mich übrigens gerade, was an Deinem Beitrag ich falsch verstanden habe, da alles so einfach aus sieht??
 
Meine Psychologin meinte, das, dass nicht gerne gesehen wird und die Chancen nicht so hoch sind da ich in einer psychosomatischen Reha bin und dann in den sozialen Bereich wechseln möchte...
Gerade im sozialen Bereich braucht man ein "dickes Fell". Labile Menschen gehen auch da unter. Überall ist Personalmangel, wenige müssen also viel leisten, der Druck von oben immens hoch und gerade im sozialen Bereich arbeiten nicht immer die sozialsten Menschen. Alles ist inzwischen privatisiert, ob Pflegeheime, Kindergärten, Krankenhäuser usw. da geht es auch nur noch um Wirtschaftlichkeit und Einsparungen. Wer am resilientesten ist, kommt durch, alle anderen wechseln den Beruf.

Ich würde es an deiner Stelle lassen, da gibt es nichts zu romantisieren.
 
Reha Argumente von Verkauf in den sozialen Bereich.

Hi liebe Forumsmitglieder,

Ich bin neu und bräuchte mal eure Hilfe, euren Ratschlag.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

Ich bin jetzt seit 1/ 1/5 Jahren krankgeschrieben ( mittlere Depression) und Ende November ausgesteuert worden. Seit Mitte Dezember bin in einer psychosomatischen Reha.

Grund hier für sind Kindheitstrauma..Eltern, Verlust der Mutter im frühen alter mit jahrelangen Wachkoma und Mobbing auf der Arbeit, bei meinen letzten drei Arbeitsstellen.

Habe mich über die Jahre trotz Hauptschulabschluss in Führungspositionen hochgearbeitet. Allerdings hat mich das in Verbindung mit dem Kindheitstrauma letztendlich kaputt gemacht und hier in die Reha gebracht. ( Gibt natürlich noch mehr Gründe die dazu führen, aber ich möchte jetzt nicht auf alles genau eingehen)
Da ich Eigentum besitze glaube ich ehrlich gesagt nicht das ich arbeitsunfähig entlassen werde...egal ob es mir gut geht oder nicht... deswegen habe ich natürlich große Angst vor den nächsten Wochen...

Was ich bereits gemerkt habe das hier wie am Fließband mit den Patienten gearbeitet wird. In den Einzelgesprächen hat man nicht genug Zeit um über alle Dinge zu sprechen und ich merke schon wie ich in eine Ecke gedrängt werde ( arbeitsfähig entlassen - denke auf der einen Seite wegen dem Eigentum, auf der anderen Seite bin ich noch relativ jung )

Ich habe aber 30 Jahre lang Sachen in mich hinein gefressen und weiß natürlich nicht wie schnell ich das ablegen kann, deswegen habe ich unfassbare Angst hier nach direkt ins Arbeitsleben zurück zu kehren, ich hab jetzt schon panische Angst, wenn ich nur an die ganzen Vorstellungsgespräche denke, das wird mich mental extrem fordern. Da ich sehr gute Qualifikationen habe ( Führungspositionen ) gute bzw sehr gute Arbeitszeugnisse, wird mich wohl jeder einladen wollen.

Nach der Aussteuerung, war ich 2 Wochen arbeitslos und habe in der Zeit knapp 10 Vermittlungsvorschläge bekommen wo ich mich hätte Bewerben müssen....

Jetzt zu dem vllt eigentlichen Problem?

Ich habe mit meiner Psychologin eher den Familien Teil besprochen, für den beruflichen Teil war außer in den Gruppengesprächen noch nicht viel Zeit...ich habe ihr gesagt, das ich auf gar keinen Fall in meinen alten Bereich ( Beruf ) zurück kann, da ich mit dem Druck nicht mehr umgehen kann und das einfach nicht mehr schaffe, egal ob Führungspositionen oder nur einfacher Angestellter ( verkauf ).

Meiner Sozialberaterin, habe ich das ebenfalls gesagt. Sie meinte, am kommenden Montag habe ich Visite ( Oberarzt und Psychologin ) dort sollte ich ansprechen das ich nicht zurück kann und eine Umschulung möchte. ( In den sozialen Bereich ) Die beiden Personen entscheiden wohl darüber.

Meine Frage ist jetzt:

Wie argumentiere ich das am besten, dass ich meinen alten Job nicht mehr ausüben kann und in den sozialen Bereich wechseln, umschulen kann.

Meine Psychologin meinte, das, dass nicht gerne gesehen wird und die Chancen nicht so hoch sind da ich in einer psychosomatischen Reha bin und dann in den sozialen Bereich wechseln möchte...

Ich habe da z.B an Sozialassistent gedacht, für alles andere brauche man ein Studium, was ich nicht besitze...

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher was ich sonst machen soll...ich arbeite gerne mit Menschen, besitze überdurchschnittliche Empathie, bin sehr hilfsbereit und helfe super gerne, egal ob alten oder jungen Leuten... Das sind ja eigentlich gute Vorraussetzungen für diese berufsspate...Ich möchte einfach aus diesen marktwirtschaftlichen Druck oder Konkurrenz Kampf raus, das schaffe ich an der Arbeit einfach nicht mehr.

Wie würdet ihr das ganze angehen? Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht ein wenig helfen.

Liebe Grüße
Du schreibst es ja selbst:
"Was ich bereits gemerkt habe das hier wie am Fließband mit den Patienten gearbeitet wird. "

Die Rehaeinrichtung gehört letztendlich auch zum sozialen Bereich.

So wird es auch anderswo ablaufen.
 
Hallo Wumpe,
erstmal kannst du ja grundsätzlich arbeiten was du magst. Die Psychologen etc. sprechen ja lediglich Empfehlungen aus... Somit probiere es halt aus und bewerbe dich erstmal auf Teilzeitstellen etc. Dann kannst du sehen wie du mit dem Druck etc. klar kommst... Die Frage ist für mich ob du es dir selbst leisten kannst oder ob du auf monetäre Leistungen von außen anwiesen bist, die dich natürlich in deinen Entscheidungen einschränken können.

Wenn du einen Ausbilderschein hast könntest du dich auch als Ausbilder in einem Sozialwerk bewerben und junge Menschen mit Startschwierigkeiten unterstüzen. Dann könntest du deine fachliche Expertise im "sozialen Kontext" einbringen. Allerdings müsstest du weitere Quallifikationen erwerben, hättest, aber schonmal den Fuss in der Tür ...
 

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