Sicherlich gibt es auch unter den Frauen solche und solche und ich bin bei dir, dass eine erfüllende Partnerschaft auch für Erika Mustermann wahrscheinlich DIE Beziehungsform der ersten Wahl wäre. Mit Nachdruck suchen dann vor allem noch jene Frauen, bei denen die Kinderfrage noch offen und ein entsprechender Wunsch da ist. Sobald dieses Thema jedoch abgehakt ist, sieht es dann doch ganz anders aus in der Vehemenz, mit der Frauen suchen. Das merkt man ja schon hier im Forum. Jammerlappenthreads bedürftiger Frauen findest du hier einfach nicht und das ist schon repräsentativ für unsere Gesellschaft. Die arrangieren sich schon deutlich besser mit dem Einzeldasein.
Und wenn ich dann mal einen Blick über meine alleinlebende Freundinnen- und Bekanntenriege schweifen lasse (die allesamt Ü50 sind), kenne ich keine einzige, die aus der Not heraus noch irgendeinen Partner nehmen würde, stattdessen wissen die genau, was sie wollen, vor allem aber nicht wollen und suchen sich eher neue FreundINNEN als dass sie sich halbherzig neue Männerbeziehungen antun. Sie schaffen sich ein gemütliches Zuhause (was seltsamerweise kaum ein Mann alleine hinkriegt; deren Buden sind meist einfach nur nüchtern und zweckmäßig; Herd ud Waschmaschine bedienen können sie allerdings tatsächlich, das ist schon richtig) und halten einfach die Augen offen, ob da jemand ihre Bahn kreuzt, bei dem es doch auch im Herzen mal wieder bubbern könnte. Die Datingportale wie Tinder, Bumble & Co. erschlagen und ernüchtern dann schnell und werden eher nur mal ausprobiert. Dann gibt es Exkurse zu den vermeintlich wertigeren Portalen, bei denen die Männer nicht nur etwas in der Hose, sondern vor allem etwas im Hirn haben und auch nicht selten wirtschaftlich solide dastehen. Wie gesagt kenne ich da gleich ein paar Frauen, die dort auch fündig geworden sind.
Diesen echten Leidensdruck und Frust und die Vehemenz, mit denen so mancher Mann sucht, den kenne ich tatsächlich nicht von Frauen.
Hmm also ich höre von Frauen genug Gejammer im Umfeld. "Männer sind nicht mehr das, was sie mal waren". Tja, Frauen aber irgendwie auch nicht. Der ewige Kampf eben.
Das Gejammer bei Frauen ist eher hintenrum, unterschwellig und äußert sich in Frust, Verbittertheit und überzogenem Sarkasmus.
Ich habe ein Arbeitsumfeld, in dem eine sehr gut aussehende 30 Jährige, eine eher durchschnittlich aussehende bisschen verlebte 45 Jährige und eine wirklich unattraktive Frau um die 40 arbeiten, in meiner Abteilung.
Die Damen bestätigen sich regelmässig gegenseitig in den Pausen, dass die Männer von heute nichts mehr taugen. Alle drei sind jedes Wochenende on Tour, auf Männersuche, ab und zu auch online unterwegs. Alle drei sind grundverschieden und scheinen niemanden zu finden, obwohl sie sicher Angebote haben, die eine mehr, die andere weniger. Alle haben einen - wirklich schwierigen - Charakter.
Alle drei sind unfassbar charakterlich und optisch wählerisch. Diese ungesunde Kombi lässt sie Solo bleiben. Nach außen immer "Ich brauch keinen Mann". Aber tatsächlich fliegen sie Freitag bis Sonntag auf Events herum, immer in der Hoffnung, Mr Right zu treffen.
Männer sind da gerade aus und ehrlicher, die suchen einfach, klar und deutlich. Frauen "suchen nicht, wollen ja eigentlich nicht". Und in Wahrheit suchen sie genauso. Ihr Frust äußert sich dann in verbitterten Charaktereigenschaften, getarnt als Sarkasmus.
Ich habe zwei Beziehungen hinter mir. Beide 2 Jahre, beide gescheitert, beendet von der Frau jeweils nicht von mir. Beide Damen über 40, absolut nicht konfliktfähig, die eine schmiss Geschirr an die Wand wenn die Diskussion nicht nach ihrer Meinung beendet wurde, die andere schmiss mich regelmäßig aus der Wohnung, wenn es nicht so lief, wie sie es sich vorstellte. Beide kaum echte Hobbys und Interessen, beide aggressiv, obwohl nach außen immer total entspannt getan wurde.
Da steckte einfach viel Frust hinter, weil ich nicht so funktionierte, wie man es gern gehabt hätte, weil ich mit anderen Worten einfach ein eigenständiger Mann war, mit Hobbys, Interessen, mit Liebe, aber auch eigenen Zeiten.
Komisch ist, vor 10 Jahren hatte ich diese Auseinandersetzungen mit meinen Beziehungspartnerinnen nicht. Ich habe mich weiter entwickelt, ich war in Therapie, ich würde sagen, ich kenne meine Fehler, arbeite daran, bin reflektiert und kritifähig, das waren die beiden Damen null. Das waren meine Beziehungspartnerinnen früher definitiv. Da war ich aber oft nicht reif genug, weshalb die Beziehungen auch zu Bruch gingen, oder es passte einfach nicht.
Social Media befeuert diese Einstellung, dass man als Frau keinen Partner braucht und so verhalten sich jedenfalls viele, auch wenn sie eigentlich durchaus einen suchen oder sich einen wünschen würden.
Jetzt kann man sagen "Ja wieso suchst du dir solche Frauen". Da antworte ich folgendes: Ich habe garkeine große Wahl, denn die meisten Frauen sind einfach vergeben, mit denen ich super auskomme im Umfeld, oder einfach nicht interessiert, zu jung oder zu alt. Die "verfügbaren", die scheinbar auch Interesse an mir haben, scheinen alle "so" zu sein wie beschrieben. Mann hat auch nicht zu entscheiden, es wurde schon geschrieben, man muss fast nehmen, was da ist, wenn ich als Mann noch diese Ansprüche an den Tag legen würde, wie es Frauen tun, würde garnichts mehr matchen.
Ich habe unverhandelbare Dinge, aber inzwischen bin ich optisch stark von meinen Vorstellungen runter gegangen, und das entgegen meiner eigentlichen Prinzipien, das würden die meisten Frauen nie tun, die ich kenne, im Gegenteil, je älter sie werden, desto höher die Anforderungen, während sie selber den Anforderungen überhaupt nicht mehr gerecht werden, weil sie optisch einfach altern und wir Männer suchen eher als Frauen das tun nach Optik aus.