Also ich bin ja der Überzeugung, dass Glück und Zufriedenheit nicht davon abhängen, was von AUSSEN in unserem Leben so passiert, sondern ob wir innerlich sozusagen "bereit" sind für Glück und Zufriedenheit. (mal abgesehen von der Befriedigung der absoluten Grundbedürfnisse, wie Gesundheit, Nahrung, Dach überm Kopf, Sicherheit, einigermaßen soziale Kontakte uä, ohne die man halt wirklich ein schweres Leben hat).
Ich denke, die Vorstellung, dass gewisse Dinge in unserem Leben "passieren" oder vorhanden sein müssten, und DANN endlich können wir glücklich sein, ist grundverkehrt: Andersrum wird ein Schuh draus: Glücklich und Zufrieden können wir dann sein, wenn wir es schaffen, das was uns das Leben so zuspült in Glück zu "verwandeln".
Es gibt Menschen, die haben buchstäblich alles und sind totunglücklich und es gibt menschen, die haben fast nichts und sich super zufrieden.
Für mich ist das in etwa so, wie wenn ich mir vorstelle, man bekommt ein Stück Holz: der eine Sacht: Mist, was soll ich mit dem Holz- und wirft es weg, weil er lieber etwas schöneres gehabt hätte. Und der andere schnitzt sich daraus was tolles und ist mit dem selben Stück Holz glücklich.
Den Unterschied macht die Gabe, mit Phantasie und Geschick etwas aus dem Holz zu machen.
Und so ist das Wohl mit dem Leben auch.
Es gibt Menschen, die müssen um die Welt reisen und fühlen sich doch leer und andere gehen jedes Jahr nur für eine Woche nach Bad Füssing und erleben einen schönen Urlaub, der sie erfüllt.
Das ist wohl auch die große Aufgabe im Leben: Lernen, aus dem Stück Holz etwas gescheites zu machen.