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Sind Menschen, die extrem leben, glücklicher?

gw75

Mitglied
Hallo zusammen,
mir kommt diese Frage in den Sinn, da ich in letzter Zeit, meinen Lebensentwurf etwas in Frage stelle. Du wirst geboren, gehst zur Schule um sich auf den Beruf vorzubereiten, leider hast du keine Ahnung, was du gerne machen würdest, also machst du etwas, das dir zumindest etwas liegt, aber glücklich bist du nicht, weil du dich nicht eingehend mit dir selbst beschäftigt hast. Hin und wieder wechselst du die Firma oder die Sparte, aber glücklicher wirst du dadurch auch nicht. Es ist erträglich, um sich seinen Lebensunterhalt zu sichern und zweimal im Jahr in Urlaub zu fahren, oder damit du mobil bist. Dann findest du eine Freundin/Freund, heiratest evtl. und kriegst (vielleicht) Kinder.
Das soll dann das Leben sein, nachdem sich alle sehnen. Ok, denkst, du, findest du ein Hobby, das dich zumindest etwas erfüllt. Und auf deine Gesundheit musst du auch achten. Also machst du etwas Sport, ernährst dich einigermassen gesund, und das mit den Süchten hält sich so die Waage. Da frage ich mich, was machen die Leute anders, die z. B. ständig um die Welt reisen, oder die jeden Tag einen Marathon laufen, oder die zufällig irgendwo Talente haben, gefördert werden und ihr Hobby zum Beruf machen.

Wenn du Familie hast, versuchst du deinen Alltag (schlimmes Wort, oder) so schön wie möglich zu gestalteten und fühlst dich als Zuschauer von den Menschen, die extreme Dinge tun (in welcher Form auch immer, egal ob gut oder schlecht für den Menschen). Als Kind bekommt man ja schon beigebracht dass ein stabiler Ablauf (Alltag) wichtig ist. Meint ihr, es kommt von dort, wie man gelernt hat, sein Leben zu gestaltet. Hat es jemand geschafft, aus dem sogenannten stabilen Alltag auszubrechen.

Wie sind die Ergebnisse? Wäre schön, wenn ich mich hier austauschen könnte.
 
Menschen habe alle ähnliche Alltage. Schule, Ausbildung, Arbeit, Freundin, Heiraten, Kinder kriegen, Urlaube, bis zur Rente arbeiten.

Ich hätte eine Frage: Du schreibst immer von "du" ? Meinst du dich damit? Mich kannst du damit nicht meinen weil du mich nicht kennst 😎

Ich habe Schule, Ausbildung, Arbeiten, in Urlaub fahren, dafür sorgen, dass ich eine vernünftige Rente bekomme, hat geklappt. Ich habe nie geheiratet und habe keine Kinder.

Was sind denn das für extreme Dinge, die andere tun?
 
Es geht doch schon damit los, was man als "extrem" ansieht.

Du nennst z.B. in deiner Liste Leute, die einen Marathon laufen. Ich laufe jedes Jahr drei bis fünf, und an mir und meinem Leben ist aber auch echt so gar nichts "extrem".

Und was ist an "ständig um die Welt reisen" extrem? Das tun heutzutage auch Hinz und Kunz und ohne Rücksicht auf nachkommende Generationen.

Ich denke, ohne eine Definition des Begriffst wirst du zu keiner Antwort kommen.

Ich halte es aber für einen wichtigen Schlüssel zum Glück, überhaupt irgendwas Eigenes, selbst Gewähltes zu machen.
 
Oft läuft das Leben ja nicht in der Art geregelten Bahnen. Läuft nicht in einem stabilen Alltagsgeschehen.

Viele Menschen kämpfen ihr Leben lang darum diesen stabilen Alltag zu schaffen, damit er ihnen Halt gibt, scheitern aber daran, weil irgendwelche Faktoren nicht da sind , die dann dazu führen, das es klappt, die sind sozusagen seit Geburt ausgebrochen und bleiben es auch sozusagen ihr Leben lang.

Du hast diesen stabilen Alltag und fragst Dich , wie es denn nun ist , wenn Du da ausbrichst, weil Du eine Erwartungshaltung an das Leben hast und dadurch eine Vorstellung, was in Deinem Leben anders sein könnte .

Du redest da von einer Instabilität weil Du das Leben was Du denen zuschreibst denkst nur führen zu können, wenn Du das sichere Gefüge verlässt.

Nehmen wir doch mal ein Beispiel - einer geht nach Patagonien um dort die Archäologie zu unterstützen und buddelt 6 Monate irgendwelche Vasen aus oder Tonscherben.

Wenn Du das nun mal überdenkst und die ganze Reise nicht bezahlt und organisiert wird, dann musst Du sie selbst finanzieren.
Ok - nun finanzieren wir eine Expedition, die 6 Monate in Patagonien buddelt , brauchen ein Kamerateam, ärztliche Versorgung , militärische Unterstützung, Geld , Mitarbeiter, Dokumente etc.

Wenn das alles zusammen ist und das geht super in einer stabilen Lage , weil da alles geregelt ist , keiner muss bestochen werden und kein Warlord fällt willkürliche Entscheidungen ......
gehen wir auf die Reise .......

der Alltag wird sehr stabil sein, Aufstehen zur gleichen Zeit, buddeln , schlafen , das ist natürlich für jemanden, der etwas erleben will , also Action , Abenteuer, etc. so was von dröge langweilig , dass der freiwillig nach 3 Tagen geht oder am liebsten weg will. Für den Archäologen ist es aber die Auszeit, die er sich privat nehmen kann, sein erster Trip, die erste Expedition, die er auf die Füsse stellt ,sein Kapital das er Investiert, seine Erfüllung, wenn er jeden Tag die Erde schaufelt.

Das Kamerateam schneidet dann die 6 Monate auf sagen wir mal ne 45 Minuten Sendung zusammen , Du sitzt vor dem TV und denkst Dir toll- der macht wozu er Bock drauf hat, der bricht aus , der lebt sein Abenteuer.....

aber in Wirklichkeit sind seine Bahnen noch viel stabiler , weil der das sonst gar nicht organisieren und umsetzen könnte .

Wer reist denn bitte durch die Welt ? Die Leute die die Flüge bezahlt bekommen und die Leute die sich die Flüge leisten können .

Also setzt Dich an den Tisch - zähle Dein Geld und Du weißt wo Du morgen hin fliegen kannst , denn die Kostenfrage ist wohl die wichtigste.
Hab auf dem Flughafen noch keine Anhalter gesehen mit so Pappschildern ....wo das Reiseziel drauf steht.....
Also wieso nicht stabiles Alltagsding und trotzdem reisen .......weil das wäre ja vernünftiger als instabiles Ding mit Zahlungsverzügen, Fristversäumnissen, etc.

Reisen muss ja nicht alles sein, Du kannst ja auch Hobbys wählen, so etwas wie Marathonlauf - hier ist ja ein User der läuft welche , auch der wird sich darauf vorbereiten , denke ich dafür sorgen das er da an den Start gehen kann, seine Nummer hat und seine Zeit gestoppt wird , das er anreist und abreist, das Training richtig gewählt hat , sollte er umkippen, sollte er krankenversichert sein .......etc.

Aber die Sicherheit ergibt sich doch aus Stabilität im Alltag .

Wenn Du aber die Sicherheit verlassen willst - auch gut -gehe nicht mehr arbeiten, mache was Du willst, solange das Geld noch reicht , schaue Dir den eigenen Untergang an ,denn zu etwas anderem wird es nicht führen, wenn das stabile Verhältnis mehr einzunehmen , als Du ausgibst, verlassen wird.

Deshalb , was bedeutet es für Dich wenn Du von ausbrechen redest ???? Instabilität als Dauerzustand stelle ich mir sehr stressig vor ......frag mal die Leute hier die alle versuchen Stabilität ins Leben zu bekommen ,aber daran scheitern ohne selbst wirklich schuld zu sein,
denn sie können im Grunde oft nix dafür, was man ihnen angetan hat oder wie sich andere ihnen gegenüber verhalten, die gehen auf dem Zahnfleisch und wünschen sich Stabilität , suchen den Halt.

Du suchst aber die Haltlosigkeit - also das Leben von der Hand in den Mund - auf die eigenen Fähigkeiten besinnen den Rucksack packen und los ......aber auch hier wirst Du merken , je vernunftbezogener , stabiler Du die Sache angehst, desto weniger Probleme hast Du nachher .

Überdenke das doch noch mal ....für mich reisen die , die sich das leisten können aufgrund der Stabilität oder des Vermögens.

Gut auch der süchtige Säufer/Drogi/ etc. der eigentlich nix auf die Reihe bekommt, außer mehr Schulden zu machen , kann auch im Lotto 10 Millionen gewinnen, dann durch die Welt reisen und sagen " Ich lebe wie ich will glücklich ". Aber kann man das planen ???? Nein , dem fliegt die Stabilität in Form eines Gewinnes zu .

Also wie ist das zu verstehen ??? Ausbruch - so als willst Du ein instabiles Umfeld, dass den Bauch runtergeht , weil Du Dich dann selbst für Dich vor Dir beweisen kannst ???

Laß Dich von nem Kumpel 100 Km in irgend ne Richtung fahren, ohne Geld , aussetzen, irgendwo in der Pampa, dann ist die Aufgabe , finde den Weg nach Hause .......und schon bist Du ganz auf Dich alleine gestellt, probiere es doch mal aus , für viele reichen schon 5 km , weil die nach dem Fußweg von 5 km sich dann nur noch eine Frage stellen, wem hab ich nochmal den Wohnungsschlüssel gegeben...........
 
Ich finde, es gibt einen Unterschied zwischen "Starren Strukturen, die einem nicht gut tun" und "extrem leben".

Manche lieben die Routinen ihres Alltags, da es Routinen sind, die Stabilität geben. Manche hassen jegliche Routinen und können nur (meist sehr routiniert 😀 ) befreit davon leben.
Manche lieben Beziehungen und ein enges Zusammenleben in Familie, manche fahren als einsame Wölfe/Wölfinnen besser.

Es gibt viele Hybridformen, wie zB ein stabil geregelter Alltag mit diversen Pausen, die man gut für verschiedene andersartige Erfahrungen nutzen kann.

Letztlich ist es doch ein Experimentieren - was liegt mir am besten, was brauche ich gerade?
Mal geht es vielleicht vor allem um das Gefühl der Lebendigkeit- dann wieder mehr um Sicherheit.

Wer die Jonglage mit den eigenen verschiedenen Bedürfnissen halbwegs beherrscht, hat dabei schon halb gewonnen. 🙃
 
Wow.
Das ist Typsache, nehme ich an.

Manche sind mit einem ruhig verlaufenden Leben zufrieden, andere sehen das als eintönig und denen schlafen dabei die Füße ein.
Die einen verharren dennoch darin, vielleicht weil sie ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben, wenig Antrieb haben, lieber träumen als zu machen, ...
Andere brechen aus oder fügen sich gleich gar nicht erst da rein, weil es nicht zu ihnen passt.

Was für den einen Normalität bedeutet, ist für den anderen extrem und dazwischen liegt wieder viel.

Ich für meinen Teil fühlte mich lebendiger, wenn ich aktiver war und nicht immer aus Sicherheitsgründen verzichtete.
Heißt aber auch, Risiken eingehen zu wollen, mögliche Konsequenzen zu bedenken und bereit zu sein, die zu tragen.

Anders zu entscheiden wäre manchmal klüger gewesen, war mir bewusst, dennoch entschied ich wie ich entschied und würde das wieder tun.
Was ich bereue sind ausschließlich Vernunftentscheidungen.

Es ist auch nicht nötig, nur das eine oder nur das andere zu wählen.
Weshalb nicht auf eine Grundsicherheit setzen, doch sich Raum schaffen für Ausbrüche aus dem Alltag, ein paar forderndere, aufregendere Elemente, Abwechslung ins Leben bringen?

Als Kind bekommt man ja schon beigebracht dass ein stabiler Ablauf (Alltag) wichtig ist. Meint ihr, es kommt von dort, wie man gelernt hat, sein Leben zu gestaltet.

Man muss aber nicht beibehalten, befolgen, was man als Kind verinnerlicht hat.
Das hat jeder selbst in der Hand.

Da frage ich mich, was machen die Leute anders, die z. B. ständig um die Welt reisen, oder die jeden Tag einen Marathon laufen, oder die zufällig irgendwo Talente haben, gefördert werden und ihr Hobby zum Beruf machen.

Sie tun es einfach.
Weil sie sich dafür entscheiden.
Wenn du dich anders entscheidest, liegt das bei dir. Die jeweiligen Konsequenzen aus unseren Entscheidungen gehören dazu.
 
Ich kann schon behaupten das ich teilweise sehr extrem gelebt habe mal unfreiwillig, mal freiwilig und auch der Abenteuerlust wegen. Aber glücklicher als andere?. Nö!
 
Solange man nicht den Eindruck gewinnt, fremdbestimmt zu leben, ist jede Lebensform in Ordnung.
Ich finde Alltag super und mag keine Extreme.
Aber wenn jemand dieses Gefühl braucht - nur zu!
Man sollte jedoch, wenn man Familie hat, diese durch eine ordentliche Lebensversicherung absichern, falls beim Extrmsport oder der Weltreise etwas passieren sollte.
Ideal ist es, wenn man sich mit jemandem verpartnert, der ähnlich tickt.
 

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