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Trennen oder weiter quälen

Wie ist es denn bei deiner Frau - sie wird doch merken, dass da bei dir kein Feuer mehr brennt. Hast du schon mal so etwas wie eine Trennung erwähnt? Oder glaubt sie, dass alles in bester Ordnung ist? Und würde aus allen Wolken fallen? Dann verschließt sie ihre Augen wahrscheinlich vor den Tatsachen.
Vermutlich spürt sie aber schon, dass es nicht mehr so rund läuft.
Ich meine auch, dass eine faire Trennung das Beste wäre. Sie hat jedenfalls ihre Familie (erwachsene eigene Kinder), und hätte dann auch die Möglichkeit, sich partnerschaftlich neu zu orientieren, Mit einem Mann, der sie liebt und schätzt.
Und du kannst ungehindert in dein neues Glück starten, deine Freundin scheint ja darauf zu warten?
(Wobei natürlich nicht gesagt ist, dass dann automatisch alles super wird - ich habe schon erlebt, dass die neue Partnerschaft, die der Trennungsgrund war, nicht gehalten hat - stattdessen aber der/die Verlassene das Glück fand. Aber ich will nicht unken! Du bist unglücklich, das alleine ist ja schon ein Grund, ein neues Kapitel aufzuschlagen ...)
 
Hallo,

Ja, ich würde das Gespräch mit deiner Frau demnächst machen, und für Dich selbst, wenn es Dir aus Respekt ihr gegenüber wichtig ist, auch bezüglich finanziellem Aspekt nachdenken, wie Du ihr noch eine Zeit lang von Dir aus helfen kannst. Man muss ja nicht unbedingt wegen dem finanziellen zu Streiten anfangen.

Es ihr also anbieten, aber sie entscheiden lassen, ob sie das möchte. Insgesamt aber unbedingt Dich trennen. Weil es mehreren Menschen gegenüber unfair ist. Du betrügst ja nicht nur deine Frau, sondern im Endeffekt auch Dich. Dich um ein Leben, wie Du es Dir wünschst.

Deine Frau um ein Leben, wo sie freudvoll umarmt und geküsst wird. Und ich vermute, sie ahnt, dass etwas nicht stimmt. In einer Umarmung merkt man Widerwille.

Mlg
 
Beim Lesen deines Textes spürt man vor allem eins: wie fertig du bist. Und das meine ich nicht wertend, sondern menschlich. Dein Körper und deine Seele zeigen dir sehr klar, dass es so nicht weitergehen kann.
In einer Ehe zu bleiben, nur aus Respekt oder um dem anderen eine Illusion oder vermeintliches Glück zu lassen, fühlt sich vielleicht richtig an, ist es aber auf Dauer nicht. Du lebst dann eine Lüge, und auch deine Frau lebt in einer, ohne es zu wissen.
Wahrheit tut weh, ja. Aber sie ist ehrlicher als jahrelanges inneres Wegsein.
Die Affäre ist für mich nicht der Kern des Problems, sondern ein Zeichen dafür, dass in dir schon lange etwas fehlt. Sie hat dir gezeigt, dass du überhaupt noch fühlen kannst.
Ob daraus Zukunft wird, weiß niemand aber das musst du jetzt noch gar nicht entscheiden.
Wichtig ist: Triff deine Entscheidung nicht aus Angst oder Schuld, sondern aus Ehrlichkeit.
Und bitte nimm dir Hilfe an, der Schritt zur Therapeutin war genau richtig.
Du musst das nicht alleine tragen.
Ich wünsche dir viel Kraft für das, was vor dir liegt.
 
Respekt ist in deinem Falle eine respektvolle Trennung, bei der du deiner Frau ihre Würde lässt und alles mit ihr auf Augenhöhe regelst. Die finanzielle Absicherung wird einerseits juristisch geregelt - ihr seid ja verheiratet - andererseits kannst du da ja auch privat noch etwas veranlassen, wenn du das gerne möchtest.

Ich würde allerdings nichts von der Affäre erzählen, das ganze wird schon schwer genug für deine Frau und du würdest damit ohnehin nur dein Gewissen erleichtern. Für sie macht es keinen Unterschied mehr. Natürlich kann es aber auch sein, dass sie längst etwas ahnt.

Was mir etwas aufstößt ist deine Frage, ob du nach 20 Jahren auch mal an dich denken darfst. Heißt das, du warst nie glücklich in deiner Ehe? Wurdest du damals dazu gezwungen?
Wenn es sicher vermeiden lässt - würde ich es auch nicht erzählen - ob sie ahnt - dass etwas nicht stimmt - sicherlich - dass ich eine Affäre hab - ich denke nicht - Treffen fanden während der Arbeitszeit oder auf Dienstreisen statt.

die Frage - was passiert ist - bzw. was falsch gelaufen ist - habe ich mir natürlich auch schon gestellt.
Natürlich wurde ich nicht gezwungen - jetzt - so viele Jahre später - kommt die Frage auf - war es Liebe - oder einfach die pure Angst - niemals jemanden zu bekommen - ich war so einsam damals - und bin sowieso schüchtern und zurückhalten.

Wir haben uns auf ihrer Arbeit ( ich Zivi ) kennengelernt. Sie hatte eine sehr schwere Zeit - ichtig Trouble mit ihrem ersten Mann - der offen fremd ging - und es tobte ein bitterer Krieg ( Kinder als Waffe eingesetzt). Ich war da - hab zugehört - habe sie seelisch unterstützt - ich wurde gebraucht - und bin für Sie da gewesen - daraus wurde mehr - aber ob ich damals als naiver junger Mann wusste - ob es Liebe wahr - oder einfach nur Mitleid - jetzt weiß ich es nicht mehr. Ich hatte mein Leben komplett auf Sie und die Kinder ausgerichtet - mich habe ich hinten angestellt. Das war okay.
Nun über die Jahre - die Kinder sind groß - ein Sohn hat sie vor 4 Jahren durch einen Unfall verloren - haben wir uns beide verändert - ich wahrscheinlich mehr als Sie ( das will ich keinesfalls bestreiten).
Ich fühle mich jedenfalls nicht mehr glücklich - selbstbestimmt. Klar ist Ehe ein Kompromiss - aber ich fühle mich unter totaler Kontrolle - sie ist eher wie eine Mutter geworden - als eine Partnerin. Wenn ich so ( seit Jahren) ältere Ehepaare sehen - wo er so bedröppelt hinter ihr her läuft - beim Einkaufen - oder so - so fühle ich mich jetzt schon - dass WILL ICH NICHT noch 20-30 Jahre.


Wenn du schon körperlich leidest, dann trennt dich. Ziehe nicht sofort mit deiner Affäre zusammen, bleibe erst mal alleine, damit du wieder zu dir findest. Sage deiner Frau nichts von der Affäre. Die Trennung reicht für sie erst mal. Wie kommt deine Frau mit den Ehezustand zurecht?
Ein Zusammenziehen ist auch erstmal nicht angedacht. Erstens sind unsere beruflichen Mittelpunkte zu weit entfernt (150 km) - und weder ich noch Sie möchten diesen Schritt schon gehen, sachlich genug sind wir beide dafür.
Das weiß ich nicht - wir reden kaum miteinander - ich höre natürlich zu - wenn sie von ihrem ob erzählt - aber ich erzähle kaum etwas - so war ich aber schon immer - der Stille - Schweigsame.
Ich kann sicherlich vieles - nur eines kann ich gar nicht - und dazu stehe ich : Sprechen - über mich - über Gefühle - über alles - ich wollte nie jemanden verletzen - nun ist es soweit - dass ich jemand verletze - egal - wie ich mich entscheide.
Wie ist es denn bei deiner Frau - sie wird doch merken, dass da bei dir kein Feuer mehr brennt. Hast du schon mal so etwas wie eine Trennung erwähnt? Oder glaubt sie, dass alles in bester Ordnung ist? Und würde aus allen Wolken fallen? Dann verschließt sie ihre Augen wahrscheinlich vor den Tatsachen.
Vermutlich spürt sie aber schon, dass es nicht mehr so rund läuft.
Ich meine auch, dass eine faire Trennung das Beste wäre. Sie hat jedenfalls ihre Familie (erwachsene eigene Kinder), und hätte dann auch die Möglichkeit, sich partnerschaftlich neu zu orientieren, Mit einem Mann, der sie liebt und schätzt.
Und du kannst ungehindert in dein neues Glück starten, deine Freundin scheint ja darauf zu warten?
(Wobei natürlich nicht gesagt ist, dass dann automatisch alles super wird - ich habe schon erlebt, dass die neue Partnerschaft, die der Trennungsgrund war, nicht gehalten hat - stattdessen aber der/die Verlassene das Glück fand. Aber ich will nicht unken! Du bist unglücklich, das alleine ist ja schon ein Grund, ein neues Kapitel aufzuschlagen ...)
Wenn sie etwas merkt - hat Sie bisher nichts gesagt. Eine Trennung habe ich bisher nie ins Spiel gebracht - der Zahlenkopf spricht klar dagegen - ist ja auch ein Haus mit bei.
Ein Ende wäre sicherlich so oder so gekommen - meine neue Freundin hat den Prozess sicherlich nur beschleunigt.
Und klar - unterm Strich sehe ich das auch so - dass meine Frau dann vielleicht - irgendwann - versteht - dass es so besser gewesen sein könnte - und vielleicht findet Sie tatsächlich jemand - der mehr Empfinden kann als ich ( auch wenn Sie schon 59 ist).
Und ja - mir ist bewusst - was ich auch alles verlieren kann - mit Schlag ist alles weg - Familie - Stiefkinder - Stiefenkel - Haus - das Umfeld - und eine Garantie - dass ich mit einem neuem Glück bis ans Ende aller Tage glücklich werde - habe ich auch nicht - es kann sein - dass ich irgendwann alt und einsam bin - das Risiko muss ich wohl eingehen - ein Schicksal - wo ich dann wohl nicht der Einzige sein werde.
 
Beim Lesen deines Textes spürt man vor allem eins: wie fertig du bist. Und das meine ich nicht wertend, sondern menschlich. Dein Körper und deine Seele zeigen dir sehr klar, dass es so nicht weitergehen kann.
In einer Ehe zu bleiben, nur aus Respekt oder um dem anderen eine Illusion oder vermeintliches Glück zu lassen, fühlt sich vielleicht richtig an, ist es aber auf Dauer nicht. Du lebst dann eine Lüge, und auch deine Frau lebt in einer, ohne es zu wissen.
Wahrheit tut weh, ja. Aber sie ist ehrlicher als jahrelanges inneres Wegsein.
Die Affäre ist für mich nicht der Kern des Problems, sondern ein Zeichen dafür, dass in dir schon lange etwas fehlt. Sie hat dir gezeigt, dass du überhaupt noch fühlen kannst.
Ob daraus Zukunft wird, weiß niemand aber das musst du jetzt noch gar nicht entscheiden.
Wichtig ist: Triff deine Entscheidung nicht aus Angst oder Schuld, sondern aus Ehrlichkeit.
Und bitte nimm dir Hilfe an, der Schritt zur Therapeutin war genau richtig.
Du musst das nicht alleine tragen.
Ich wünsche dir viel Kraft für das, was vor dir liegt.
Joly
danke für diese Nachricht - die ist so - " kann ich nicht beschreiben".
Wäre ich glücklich - hätte ich die Affäre niemals kennengelernt - den Kontakt aufrecht erhalten - intensiviert ( wir schreiben seit Monaten täglich - mehrmals ) - und sogar mich auch in Sie verliebt - dass habe ich aber erst vor ein paar Wochen gespürt und gefühlt.
 
ich denke - sie liebt mich noch - aber das Sie mit der aktuellen Situation glücklich ist - kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
Ich werde auf jeden Fall fair sein - dafür sind 20 Jahre und der Respekt einfach zu groß.
Finanziell hab ich es natürlich einfacher - da ich einen Vollzeitjob habe - bei ihr ist die Lage viel gravierender.
Tja, also doch der Respekt und die Nächstenliebe ihr gegenüber, den du verspürst, aufgrund ihrer finanziellen Abhängigkeit von ihr die gegenüber, der es dir noch nicht ermöglicht, einfach deinen Trennungswunsch ihr gegenüber auszusprechen...
Tja, das ist nicht einfach.

Andererseits wenn du meinst, auch sie sei eigentlich unglücklich in der Ehe mit dir, sollte es doch wieder nicht allzu schwer fallen das Thema Trennung mit ihr zu besprechen. Denn das beruht ja dann schon auf Einvernehmlichkeit.

Würdest/Könntest/Möchtest du sie denn weiterhin finanziell unterstützen eben aus Nächstenliebe heraus?
Könnte mir aber hier vorstellen, das das auch nicht für immer so sein kann/sollte. Sonst kriegst du auch irgendwann Ärger vin deiner Affäre
 
Tja, also doch der Respekt und die Nächstenliebe ihr gegenüber, den du verspürst, aufgrund ihrer finanziellen Abhängigkeit von ihr die gegenüber, der es dir noch nicht ermöglicht, einfach deinen Trennungswunsch ihr gegenüber auszusprechen...
Tja, das ist nicht einfach.

Andererseits wenn du meinst, auch sie sei eigentlich unglücklich in der Ehe mit dir, sollte es doch wieder nicht allzu schwer fallen das Thema Trennung mit ihr zu besprechen. Denn das beruht ja dann schon auf Einvernehmlichkeit.

Würdest/Könntest/Möchtest du sie denn weiterhin finanziell unterstützen eben aus Nächstenliebe heraus?
Könnte mir aber hier vorstellen, das das auch nicht für immer so sein kann/sollte. Sonst kriegst du auch irgendwann Ärger vin deiner Affäre
Ich würde soweit es möglich ist - auch nach dem Trennungsjahr noch eine gewisse Zeit unterstützen - ist natürlich auch abhänging davon - wie wir uns wegen dem Haus entscheiden - ob Verkauf / oder behalten .... das ist ein Faktor - der eine große Rolle spielt.
 
Ui, mir graust es ja immer vor Trennungen und ich bin da wahrlich keine Meisterin - aber in deiner Situation würde ich mich definitiv trennen.

Klar und fair. Ich weiß nicht, ob deine Frau es nicht eh schon ahnt. Dein Verhalten bemerkt sie ja auch.
 

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