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Ich kenne mein Kind nicht.

Ich war gerade aus der katastrophalen Situationen bei meinen Eltern raus und in eine WG gezogen. Ich hatte bis dahin keine Ausbildung oder ein Studium. Ich wollte gerade ins Leben starten und musste mich mit den normalen erwachsenen Dingen auseinandersetzen. Ich wollte eine Ausbildung suchen usw. Ich war nicht in der Lage mich um ein Kind zu kümmern.
Liebe Sonnenblume84,
ich bin ganz sicher Du hattest schwerwiegende Gründe, Dein Kind damals wegzugeben. Genauso wie alle Mütter, die ihr Kind zur Adoption freigeben. Bei Dir ist der Kindsvater dem zuvorgekommen. Und ich glaube nicht, dass das ein Fehler war, dass das Kind bei seinem Vater aufgewachsen ist, wo es ihm offensichtlich gut ergangen ist. Bestimmt war es für den jungen Vater eine grosse Herausforderung. Aber das wäre es für Dich genauso gewesen.

Ebenfalls gibt es bestimmt auch Gründe, weshalb Du erst jetzt den Kontakt zu Deiner Tochter suchst. Vielleicht hattest Du ja bisher den Mut nicht, weil Du vor so einer Reaktion Angst hattest. Aber ich möchte nicht spekulieren.

Dein Kind ist verständlicherweise sehr verletzt, weil es sich von Dir im Stich gelassen fühlt. Und ich denke, im Moment musst Du das akzeptieren.

Aber die Möglichkeit, dass sich das eines Tages ändert besteht durchaus. Und auch wenn es noch viele Jahre dauert. Aber vielleicht möchte sie doch irgendwann genauer wissen, was Deine Gründe waren und Dich kennenlernen. Vielleicht auch ihre Halbgeschwister. Das kannst Du nicht wissen, aber ich würde den Gedanken auch nicht aufgeben und ich wünsche Dir, dass der Tag kommen wird.
 
Ich möchte jetzt nicht so einfach aufgeben. Ich weiß aber auch nicht was ich machen soll. Vielleicht war es nur die erste Reaktion aus so einer Art Schock heraus weil ich mich jetzt plötzlich gemeldet habe.
Hallo Sonnenblume,
ich habe Schwierigkeiten mir Deine Situation mit 19 vorzustellen.
Deiner jetzt erwachsenen Tochter wird es wohl auch so gehen, und sie ist offensichtlich wütend. Kannst Du das nicht verstehen?
Was glaubst Du wie es ihr gehen würde, wüsste sie von Deinen 2 weiteren Kindern die nicht verlassen wurden?
Vielleicht hatte sie schon sehr damit zu kämpfen als Neugeborenes verlassen worden zu sein. Und nun Deine unerwartete Kontaktaufnahme.

Respektiere bitte den Wunsch Deiner Erstgeborenen und versuche nicht weiter Kontakt aufzunehmen. Sie hat sich deutlich ausgedrückt.
LG
 
Ich verstehe deine damalige Lage mit 19, weniger aber , dass du nicht viel früher Kontakt mit der
Tochter gesucht hat. Es ist jetzt zu spät hat sie ja deutlich gemacht, lass sie in Ruhe und kümmere dich um deinen anderen Kinder.
Sie ist bei ihrem Vater und seiner neue Frau aufgewachsen und es ging ihr scheinbar dort nicht schlecht. Der Vater hat im Gegensatz zu dir die Verantwortung übernommen, obwohl er auch noch jung war und die Stiefmutter ist nun ihre Mutter.Du wolltest doch damals , dass sie adoptiert wird.
Du musst nun sehen wie du selber damit klarkommst, aber belaste deine Tochter nicht mehr damit. Sie lebt nun ihr Leben und braucht dich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...)
Das sehe ich genauso.

Wenn man selbst nie in solch einer Situation war, ist es leicht, mit erhobenem Zeigefinger zu behaupten, dass man selbstverständlich ganz anders und vor allem überaus korrekt gehandelt hätte.


@Sonnenblume84 war 19 Jahre jung, hatte sich gerade aus ihren eigenen schwierigen familiären Verhältnissen gelöst und wollte ein neues Leben starten, als sie ungeplant schwanger wurde.
Sie musste sich ganz allein, ohne den Kindsvater und sicherlich auch ohne den Beistand und Rückhalt ihrer eigenen Familie, mit dieser Situation auseinandersetzten.
Und dann hat sie nun mal gehandelt, wie sie gehandelt hat.


Man kann darüber empört den Kopf schütteln. . Man kann aber auch Verständnis dafür haben.
Ich persönlich habe Verständnis.

Und du warst 21 Jahre lang nicht in der Lage, Kontakt aufzunehmen.
Es ist zu spät, du kannst den Umgang nicht nach deinen Bedürfnissen erzwingen.
(...)@Sonnenblume84 schrieb, dass sie ihre Tochter nie vergessen hat.
Mir fallen einige Gründe ein, warum sie über viele Jahre hinweg nicht versucht hat, ihr Kind zu kontaktieren.

Nun hat sie es eben nach 21 Jahren getan.

@Sonnenblume84 Die Antwort deiner Tochter, sofern die wirklich von ihr stammt, ist niederschmetternd.
Es kann aber gut sein, dass das eine allererste, von starken Emotionen überlagerte Reaktion war.

Ich würde einige Zeit verstreichen lassen und dann ganz in Ruhe einen Brief verfassen.
Versuche zu erklätern, wie es damals zu dieser schwerwiegenden Entscheidung kam.
Schildere ihr deine damaligen Beweggründe, deine Gefühle, die Ausweglosigkeit, mit der du dich zu diesem Schritt entschieden hast.
Und im Prinzip war dieses Weglaufen aus der Geburtsklinik gar keine Entscheidung, sondern ein in Angst und Verzweiflung gefasster spontaner Entschluss.

Ich würde die Hoffnung noch nicht aufgeben.
Vielleicht gelingt euch nach und nach eine zarte Annäherung.
Wäre ich deine 21 jährige Tochter, würde ich, egal wie wütend ich bin, wissen wollen, wer meine leibliche Mutter ist. Außerdem wäre ich neugierig auf meine Halbgeschwister
 
Zuletzt bearbeitet:
Offenbar geht es deiner Tochter gut. Wäre das auch so, wenn dein Plan der Adoptionsfreigabe geklappt hätte? Das Abhauen aus dem KKH war schlechter als sich um das Baby zu kümmern, aber besser als eine Adoption einzuleiten. So würde ich das sehen.

Vielleicht noch für dein Verständnis: der Vater musste mindestens eine Klage auf Anerkennung der Vaterschaft einreichen und dann noch eine weitere Klage, damit ihm allein die elterliche Sorge übertragen wird. Das Gericht muss dann jeweils deine Zustimmung dazu ersetzen.

Und die ganze Zeit sitzt das Jugendamt mit im Boot, und das Gericht könnte auch einen Vormund einsetzen. Und der bringt das Baby dann lieber in eine Pflegefamilie statt es beim Vater zu lassen. Das meint deine Tochter wenn sie sagt, daß Jugendamt sass ihnen im Nacken.
 
Ich habe sie über ihren Vater kontaktiert, weil das meine einzige Möglichkeit war. Ich kenne nur seinen Namen und ihren nicht also habe ich nach ihm in Social Media gesucht.

Sie wurde anscheinend adoptiert, aber er hat sie nicht zur Adoption gegeben. Sie ist ja offensichtlich bei ihm. Ich kenne die genauen Hintergründe dazu nicht. Vielleicht ist er verheiratet und die Frau hat sie adoptiert?! Ich weiß es nicht.

Mein Mann weiß es aber unsere Kinder bisher nicht.
Der Kindesvater (Erzeuger) wird das Kind wohl adoptiert haben, ein Glück für das Mädchen,so ist ihr das Kinderheim erspart geblieben und damit noch sehr viel mehr Leid als ohnehin schon. Auch das weiß ich leider sehr genau.
 

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