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Unsicherheit bei Hundebegegnungen- eure Erfahrungen?

@Kylar
Ich kenne tatsächlich mehr 60-jährige, denen ich zutraue, ihren grossen Hund zu halten als jüngere Menschen. Liegt vielleicht auch an entsprechender Hundeerfahrung.
Hab hier ein relativ junge Familie, die sich einen Cane Corso angeschafft haben. Beide sind nicht gerade von stattlicher Statur. Und der Hund ist noch ein Junghund. Der wird erwachsen mal so viel wie die Frau auf die Waage bringen. Und die schlimmste Zeit steht ihnen erst nich bevor. Die Pubertät. Hier haben so einige jüngere Paare grosse, teilweise exotische Rassehunde, die aufgrund ihrer Rasseveranlagung nicht ganz ohne sind. Die, die vernünftige Trainer gefunden haben, führen ihre Hunde oft mit Maulkorb aus. Ist komischerweise oft immer noch ein No-Go für viele Hundehalter.
Bei dem Cane Corso warte ich ehrlich gesagt auf den Tag an dem er abgegeben wird. Ich hoffe, ich täusche mich für den Hund.
Das ist wieder eine Modeerscheinung, leider. Der Corso ist ein toller Hund, aber nichts für jeden. Leider enden viele im TH 🥺
 
Und sehe ich als Hundehalter, dass da zum Beispiel ein Kind auf meinen Hund zuläuft, dann übernehme ich mal die Verantwortung für das Kind mit und erkläre dem, dass es auf fremde Hunde nicht zuzulaufen hat, was die Eltern wohl verpennt haben, dem Kind beizubringen.
Da sprichst du was an!
Ich finde das ehrlich gesagt... schwierig.
Super gerne bin ich mit meinem Hund "Erziehungsgehilfe", wenn verantwortungsvolle Eltern ihren Kindern beibringen, dass sie einen Hund respektvoll behandeln und auch den Besitzer zuvor fragen müssen, ob der Hund gestreichelt werden darf.

Etwas übermütige Kinder sind auch okay, die lassen sich meistens dennoch erklären, wie es geht.

Freche Kinder sind allerdings eine Zumutung und da bin ich ehrlich gesagt sehr dankbar, dass ich in der Beziehung so einen geduldigen Hund habe. Aber ganz besonders bin ich immer wieder genervt von den zugehörigen Eltern, die ihr Kind dann nicht einfach mal vernünftig zurechtweisen.
Ein Kind ließ meinen Hund trotz meiner mehrfacher Ermahnung einfach nicht in Ruhe und wollte ihn schlussendlich mit einem brennenden Holzstäbchen kombinieren. Sorry, aber da hab ich gebrüllt.
Ein anderes Kind rannte immer wieder von hinten auf meinen Hund zu und machte Schlagbewegungen. Da war ich dann beim x-ten Mal auch nicht mehr nett.
Böse gemeint hat es sicher keines der Kinder, beide waren so klein, dass sie sich der Tragweite bestimmt nicht bewusst waren - aber wo sind denn da die Eltern?
 
Ein unkontrollierter oder unkontrollierbarer Hund heiß nicht gleich gefährlicher Hund!
Ich kann noch so einen netten Hund haben, wenn der nicht abrufbar ist und (so wie es einer früheren Patientin passiert ist) dann vor Freude eine alte Dame anspringt weil er sowas nicht zu tun nie gelernt hst, ist das ein gefährlicher Hund. Es warvübrigens ein wirklich freundlicher Golden Retriver, gerade mal 1 Jshr alt. Dieses Exemplar hat bei meiner Patientin durchs umrempeln einen Trümmerbruch im rechten Handgelenk verursacht. Außerdem hat er ''vor Freude'', dass sie sich zu ihm auf den Boden begeben hat, ihr mehrfache Kratzer und auch Prellungen beigebracht, weil er immer wieder auf sie drauf gesprungen ist. Der dachte, sie wolle mit ihm spielen. Die Dame war vor dem Vorfall gesund, nach dem Unfall hatte sie Pflegegrad 3, weil sie sich nicht mehr pflegen und Anziehen konnte ( versteiftes Handgelenk und permanente Schmerzen in der betroffenen, dominanten Hand) und div. andere Einschränkungen hatte. Auch konnte sie ihren vorher schon pflegebedürftigen Mann nicht mehr versorgen und die beiden mussten gegen ihrer Willen ihr Haus verkaufen und in eine Seniorenwohnanlage mit Pflege ziehen. Ich hatte in der Anlage meine Praxis und dann beide in Behandlung. Also erzähl mir nix von ''ein unkontrollierbarer Hund'' muss nicht gefährlich sein. Unter Umstä den reicht ein Yorky, um schwere Verletzungen zu verursachen, einfach weil jemand über ihn stolpert. Und genau darum gehören Hunde die nicht verlässlich abrufbar sind an die Leine. Übrigens auch hier wurde selbstverstä dlich die alleinige Verantwortung der Halterin zugewiesen.
Ein Hund ksnn nicht nur gefährlich sein, wenn er bissig ist, sondern auch durch sein sonstiges unkontrollierbares Verhalten. Und für das alles hat der Halter die alleinige Verantwortung.
 
Da sprichst du was an!
Ich finde das ehrlich gesagt... schwierig.
Super gerne bin ich mit meinem Hund "Erziehungsgehilfe", wenn verantwortungsvolle Eltern ihren Kindern beibringen, dass sie einen Hund respektvoll behandeln und auch den Besitzer zuvor fragen müssen, ob der Hund gestreichelt werden darf.

Etwas übermütige Kinder sind auch okay, die lassen sich meistens dennoch erklären, wie es geht.

Freche Kinder sind allerdings eine Zumutung und da bin ich ehrlich gesagt sehr dankbar, dass ich in der Beziehung so einen geduldigen Hund habe. Aber ganz besonders bin ich immer wieder genervt von den zugehörigen Eltern, die ihr Kind dann nicht einfach mal vernünftig zurechtweisen.
Ein Kind ließ meinen Hund trotz meiner mehrfacher Ermahnung einfach nicht in Ruhe und wollte ihn schlussendlich mit einem brennenden Holzstäbchen kombinieren. Sorry, aber da hab ich gebrüllt.
Ein anderes Kind rannte immer wieder von hinten auf meinen Hund zu und machte Schlagbewegungen. Da war ich dann beim x-ten Mal auch nicht mehr nett.
Böse gemeint hat es sicher keines der Kinder, beide waren so klein, dass sie sich der Tragweite bestimmt nicht bewusst waren - aber wo sind denn da die Eltern?
Naja, da wäre bei mir schon vorher der Geduldsfaden gerissen. Ich lasse keinen meiner Hunde in so einer Situation, ich werde da sehr schnell sehr deutlich.
 
Wer sagt denn, dass jeder frei laufende Hund es nur darauf abgesehen hat, kleine Kinder umzurempeln?

Hast du da Zahlen wie oft das vor kommt? Wie oft ein Hund kleine und größere Kinder gar nicht beachtet? Wie oft treffen Hunde auf kleine Kinder? Und auf größere? Wo eben nichts passiert?
Ich sage das bzw. habs geschrieben, weil ich sowas schon des öfteren gesehen habe. Und ich sage ja nicht, dass jeder freilaufende Hund das tut. Aber es gibt einfach Hunde, die das tun, die sich im Freilauf befinden und einfach nicht abrufbar sind, weil das kleine Kind da vorne viel spannender ist.Ich habe schon Hunde gesehen, die Fahrradfahrer vom Fahrrad geholt haben oder einfach nur durch anspringen Kleidung verschmutzt haben. Das waren meistens keine gefährlichen Hunde sondern einfach unerzogene, bei denen die Halter es einfach bequem haben wollten. Und wie ich oben schon schrieb, können solche Hunde auch zur Gefahr werden Dass also immer mehr Menschen angst vor Hunden haben, ist doch logisch.
 
Ein Hund, der einen anderen gegen seinen Willen beschnüffeln will, ist nicht alltäglich - es ist eine Respektlosigkeit.
ja, aber auch bei einer Respektlosigkeit darf ein Hund nicht gefährlich werden.
So funktioniert halt unsere Gesellschaft. Respektlosigkeit ist eine Sache: Gefahr für leib und Leben eine andere.
Du würdest vermutlich auch nicht sagen, dass es OK ist, dass ein Typ, einem anderen die Nase bricht wegen einer Respektlosigkeit.

Wo ich dir recht gebe, ist, dass man in der Lage sein sollte, seinen Hund zu halten. Und falls er Verletzungsabsichten haben sollte, dann sollte man ihn mit einem Maulkorb ausstatten.
Eben: Egal was passiert: Schon aus Selbstschutz sollte man seinen Hund IMMER unter Kontrolle haben, auch wenn ANDERE sich falsch verhalten.
Wenn ich mir zB vorstelle, dass ein Kind einen Hund ärgert...natürlich ist das Verhalten des Kindes dann falsch und wenn ein Hund dann zwickt, würde ich auch sagen: Pech gehabt.
Aber wenn man eben einen Hund halten muss, der so ein Kind dann in Stücke reißen könnte....nein, also da würde ich auch als Hundehalter doch meines Lebens nicht mehr froh. Egal welches Fehlverhalten das Kind dann zeigen würde....ich könnte nicht damit leben, wenn mein Hund dann..... 😢
Also wenn man so einen Hund hat, dann kann man doch eigentlich nur dann ruhig schlafen, wenn man weiß: Egal wer meinen Hund ärgert: Der ist absolut im Griff und es wird nichts passieren.

Ich habe eine Bekannte, die hat echt einen ätzenden Hund. Ein richtiges Mistviech, um es mal salopp auszudrücken. Zum Glück ist der eben nur ein kleiner Hosentaschenfiffi. Aber er denkt, er sei ein Rottweiler oder sowas. Also jedenfalls legt der sich oftmals mit Hunden an, die ihn mit einem Haps verspeisen könnten (die reagieren dann aber meist gelassen: Als würden sie denken: Was will dieser Winzling?)
Natürlich nervt es, wenn so ein kleiner Hund nicht erzogen ist und ich frage mich, warum meine Bekannte das Tier nicht in den Griff bekommt, aber aufgrund seiner Größe kann man das eben als nervig abtun.
Wenn ich mir vorstelle, das wäre ein Hund, der wirklich schaden anrichten kann: Mein lieber Schwan....da hätte ich doch auf als Hundehalter selber keine Ruhe mehr.
 
Es wäre "schön", wenn es so einfach wäre und man unerwünschtes Verhalten wie eine Fehlfunktion bei einer Maschine einfach abstellen könnte.
Aber das ist es nicht und deswegen gibt es solche Probleme (Reaktivität) ja auch häufig.
Ich weiß nicht, ich kann das ja derzeit wieder wunderbar in der Hhubdeschule beobachten.
Ich war mit meiner jungen Hündin erst in der Welpengruppe und jetzt in der Junghundgruppe. Meine Hündin ist allerdings die einzige, die nicht an der Leine festgehalten wird. Ich hab zwar eine Schleppleine dran, aber die ist nur zur Korrektur, sollte sie doch mal was interessanter finden als mich. Aber das ist in letzter Zeit nicht mehr vorgekommen.
Und auch die Übungen, die wir da machen, bei einigen Hunden ist das jedes Mal wieder so, als ob die noch nie gehört haben, dass die z. B. auf die ''Decke'' gehen solle, oder dort bleiben sollen, wo drumrum laufen sollen oder einfach im Lauf stehenbleiben. Und wir sind alle gleich lange in dieser Gruppe...

... ich bin der festen Überzeugung, wenn ich mit meinem Hund jeden Tag auch nur für 10 min. etwas aus der Hundeschule wiederhole, dann sitzt das beim nächsten mal. Ich mein ... 10 min... das ist doch nicht zu viel, oder? Meine ist jetzt 8 Monate alt und wenn ich ihr auf dem Platz sage sie soll auf die Decke gehen und warten, dann tut sie das, weil sie genau weiß wenn ich wiederkomme wird Party gemacht und ein Leckerchen gibts auch... Aber sowas sehe ich bei den anderen nicht. Da kommt höchstens mal ein ''Prima'' und dann wird denen ein Leckerchen gegeben und das wars... und ich glaube mittlerweile echt, das wars dann auch bis zur nächsten Woche...

Ich meine, ich hab doch spaß mit meinen Hunden. Auf JEDEM Spaziergang machen wir Gehorsamsübungen, eine Sucheinheit ist auch dabei und wir trainieren Abruf. Jedes Mal. Manchmal wenn sie fast neben mir stehen, manchmal wenn sie weiter weg sind. Und immer wenn uns jemand entgegen kommt.
Bei solchen Gelegenheiten habe ich beiden auch beigebracht, dass Jogger und Fahrradfahrer absolut Tabu sind, denen schauen sie nicht einmal hinterher. Und überhaupt sind fremde Menschen Tabu. Sie dürfen auch nicht gestreichelt werden. Wenn ich gefragt werde sage ich immer nein. Wenn jemand es nicht für nötig befindet zu fragen, bekommt der oder die eine deutliche Ansage von mir.
Auf der anderen Seite spreche ich aber auch Spaziergänger und auch Radfahrer an, ob die vielleicht einen Moment Zeit haben und ich ein paar mal mit meinen Hunden an denen vorbei laufen darf oder ob ein Fahrradfahrer ein, zwei mal umdreht und in verschiedenen Geschwindigkeiten, ruhig auch mal mit Klingel an uns vorbei fahren würden. Gerade jetzt mit der Kleinen ist das wieder sehr aktuell, weil sie das noch gut verfestigen muss, dass andere Menschen mit und ohne Fahrzeug Tabu sind. Aber genau das meinen Hunden verlässlich beizubringen, macht doch auch Freude...
 
Zuletzt bearbeitet:
ja, aber auch bei einer Respektlosigkeit darf ein Hund nicht gefährlich werden.
Die Frage ist, ob der Hund überhaupt gefährlich ist. Manche Hunde sind gerade an der Leine bei Korrekturen anderen Hunden gegenüber einfach laut und stürmisch - ohne, dass da groß etwas passiert. Wenn es ernst gemeint ist, sind sie eher leise und zielgerichtet.

Ich weiß nicht, ich kann das ja derzeit wieder wunderbar in der Hhubdeschulevbeobachten.
Na ja, aber dann siehst du ja auch sehr schön, das es sehr unterschiedliche Hundetypen gibt.
Während dein Hund artig Platz auf der Decke macht, aber bei Spaziergängen noch Schwierigkeiten mit Bewegungsreizen hat, findet ein anderer Hund Platz auf einer Decke völlig überbewertet, aber hatte noch nie ein Thema mit Radfahrern oder Joggern.
Ich finde Hundeschulen auch nicht repräsentativ, die Hunde benehmen sich dort ganz anders als Zuhause. Das "Problem" haben viele Menschen, da Hunde auch ortsbezogen lernen.
 

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