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Sexuell extrem devot & emotional völlig blockiert – wie soll ich so jemals eine Beziehung führen?

Und auch wenn du jetzt noch nicht an dich glauben kannst, fang an und zieh aus.
Damit du lernen kannst, an dich zu glauben.
Ja vielen Dank euch für die aufbauenden Worte, das habe ich gebraucht ☺️ Es wird nicht einfach werden und ich werde furchtbare Angst haben, aber da muss ich einfach durch, es gibt leider keine Alternative.
 
Ja sollte man meinen, aber sie haben mir das so lange eingetrichtert bis ich selbst angefangen habe es zu glauben. Deswegen hat dann die Angst überwogen.
Da frag ich mich, was deine Eltern antreibt, dir sowas einzureden.
Evtl. haben sie sich selbst nicht mehr soviel zu sagen, bzw. haben Angst,
dich loszulassen und "brauchen" dich für ihr eigenes Leben?
 
Findest du wirklich ? 😞
Natürlich.
Die Komfortzone ist ein wichtiger Punkt bei mir
Da muss Du halt mal raus.
So im Alltag mag das stimmen, aber sexuell gibt es bestimmt nicht so viele. Frauen sind von Natur aus sexuell eher devot.
Sagt wer? Ist das ein Gesetz oder sowas?
Dass ich mich dann wohl noch einsamer fühlen werde in der eigenen Wohnung. Aktuell habe ich immerhin noch meine Eltern auch wenn wir uns nicht immer gut verstehen und so, aber immerhin ist jemand da.
Du musst lernen irgendwann alleine zurecht zu kommen.
Alt genug bist Du ja.
Ja okay, aber ich habe ja auch Probleme damit auf mich stolz zu sein für solche Dinge. Es gab ja immer wieder Dinge, die ich selber geschafft habe, aber Erfolg alleine hat mir leider nicht viel geholfen.
Dann wird es Zeit, dass Du das änderst.
Ja sollte man meinen, aber sie haben mir das so lange eingetrichtert bis ich selbst angefangen habe es zu glauben. Deswegen hat dann die Angst überwogen.
Dann ändere das.
Ja vielen Dank euch für die aufbauenden Worte, das habe ich gebraucht ☺️ Es wird nicht einfach werden und ich werde furchtbare Angst haben, aber da muss ich einfach durch, es gibt leider keine Alternative.
Nein, es gibt keine Alternative.
 
Da frag ich mich, was deine Eltern antreibt, dir sowas einzureden.
Evtl. haben sie sich selbst nicht mehr soviel zu sagen, bzw. haben Angst,
dich loszulassen und "brauchen" dich für ihr eigenes Leben?
Kann schon sein, ja. Die sind ja allgemein sehr negativ geworden. Nicht nur mir gegenüber. Auch gegenüber anderen Familienangehörigen, meinen Geschwistern und sogar gegenüber sich selber.
 
Hattest du nich auch mal geschrieben, dass du noch Geschwister hast, die aber alle
schon ausgezogen sind? Vielleicht könnten dich diese auch etwas unterstützen?...
Ja genau ich habe drei Schwestern, aber die haben alle ihr eigenes Leben und ihre eigenen Sorgen. Zwei sind verheiratet und haben schon Kinder. Ich bin mit Abstand der Jüngste. Die sagen aber auch schon länger, dass ich ausziehen soll und eine davon würde mich auch unterstützen, mit ihr habe ich noch am meisten zu tun und sie wohnt auch in der Nähe. Aber da geht es dann ganz praktisch um sowas wie Unterstützung beim Umzug, bei der Bewältigung des Alltags und des Haushalts wird mir ja niemand helfen können.
 
Sagt wer? Ist das ein Gesetz oder sowas?
Ich habe es oft gehört und es deckt sich auch mit meiner persönlichen Erfahrung, die zugegeben nicht so groß ist, aber selbst mir ist das aufgefallen. Hatte auch schonmal eine Frau kennengelernt, die von mir erniedrigt werden wollte und das war nicht die Einzige, die devot war. Auf ganz normalen Dating Apps wohlgemerkt 😅 Da musste ich schon schmunzeln, welch Ironie des Schicksals das doch war 😂

Aber auch losgelöst von dieser ich nenn sie mal expliziten Unterwürfigkeit kann man das Ganze ja auch so betrachten: Die meisten Männer sind den Frauen ja schon körperlich überlegen. Erfolgreiche, gebildete Männer sind dann auch noch zusätzlich finanziell, vom Status her und intellektuell überlegen. Es macht schon Sinn, dass die Frauen sich da unterordnen wollen, zumindest wenn man es rein logisch betrachtet. Auch was die heutige Erziehung angeht, Frauen wird immer noch vieles abgenommen und so lernen sie nie richtig, was es bedeutet, unabhängig und frei zu sein. Die Meisten sind totunglücklich, wenn sie nicht in einer Beziehung sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Ich bin 28 und habe das Gefühl, dass mein Leben sich gleichzeitig im Kreis und auf mich selbst zu bewegt. Ich schreibe das, weil ich niemanden habe, mit dem ich offen reden kann, und weil ich langsam Angst habe, dass ich mich in mir selbst verliere.

Meine Geschichte ist geprägt von seltenen, extrem belastenden Phobien, einer Art hochfunktionaler Depression, sozialer Isolation, einer sehr problematischen Sexualität und einer tief sitzenden Selbstabwertung, die ich kaum noch kontrollieren kann.

Zu meinen Phobien:
Ich kämpfe seit meiner frühen Jugend mit
– Emetophobie (starke Angst vorm Erbrechen)
– Phagophobie (Angst vorm Verschlucken)

Das hat mein ganzes Leben eingeschränkt. Ich esse vorsichtig, vermeide Medikamente, Arztbesuche, Menschenmengen, Reisen – alles, was körperliche Symptome auslösen könnte. Ich war bis letztes Jahr seit 9 Jahren nicht mehr im Urlaub. Ich hatte nie eine Freundin, nie einen Kuss, nie echte Freundschaften. Ich habe nie allein gelebt und wohne noch bei meinen Eltern, wo ich mich nie geborgen gefühlt habe.

Ich merke immer mehr, wie sehr mir dadurch ein Stück Leben fehlt, das man nie nachholen kann. Dieser Schmerz sitzt mittlerweile so tief, dass er körperlich spürbar ist.

Zur Sexualität:
Ich bin extrem devot veranlagt. Dazu kommen Neigungen, die in mir ein starkes Schamgefühl auslösen und sich oft wie ein selbstzerstörerischer Drang anfühlen. Ich habe das Gefühl, dass ich emotional nichts spüre außer dann, wenn es um diese Dynamik geht — Machtverlust, Kontrolle, Unterwerfung.
Das treibt mich manchmal in Situationen, die mir nicht guttun. Heute habe ich wieder eine Frau kontaktiert, von der ich mich eigentlich distanzieren wollte, weil das Ganze für mich mehr zerstörerisch als erfüllend ist.

Ich schäme mich dafür, aber ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich möchte irgendwann einen Menschen lieben, eine Partnerin finden – aber ich weiß nicht, wie, wenn meine Sexualität so eng mit Schmerz, Abwertung und Kontrollverlust verknüpft ist.

Zur Depression:
Nach außen funktioniere ich perfekt.
Ich habe Informatik studiert, Bachelor & Master mit Bestnoten abgeschlossen, arbeite erfolgreich, gelte als zuverlässig und leistungsstark.
Aber sobald ich zu Hause bin, breche ich innerlich zusammen. Dann ist nur noch Leere da. Ich funktioniere, aber ich lebe nicht.

Meine größte Angst:
Dass ich nie eine echte Beziehung führen kann, nie normale Zärtlichkeit oder Nähe erlebe – und dass meine Sexualität, meine Phobien und meine Isolation mein Leben vollständig bestimmen werden.

Meine Frage an euch:
Wie kann man sein Leben an diesem Punkt noch umdrehen?
Wie schafft man es, wieder Halt zu finden, wenn man gleichzeitig so viele Probleme und so viel Scham in sich trägt?
Und wie lernt man eine gesunde Sexualität, wenn der eigene Kompass so in Richtung Selbstabwertung gezogen ist?

Ich freue mich über jeden Gedanken und jedes ernst gemeinte Wort.
Danke, dass ihr bis hierher gelesen habt.
Nun, was ist normal, wer bestimmt das?
Führt jeder eine Beziehung , heiratet und mehr?
Nein, warum willst du so sein wie andre dich haben wollen.
Das hat dich ja dahin gebracht wo du nun stehst.
Wer entscheidet für dich wie du Leben musst, außer DU selbst?
Alles andre was von dir erwartet wird musst du nicht erfüllen, wem willst du was damit beweisen?
Das ist ein erster Schritt das zu verstehen, das du nur Glücklich werden kannst, wenn du so lebst wie es für dich passt.
Das geht nur bei dir vor Ort im ( echten ) Leben, nicht über Bit % Byte im Forum!!
 

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