Vieles bei der Kindererziehung ist eine Frage der Einstellung und inwiefern man selber bereit ist, für Kinder auch mal zurückzustecken. Ich habe meine Tochter weitgehend allein erzogen (Mann weit weg tätig oder im Ausland), habe mir lediglich nach der Geburt 8 Monate Auszeit gegönnt. Danach war ich wieder Vollzeit (!) arbeiten und habe es auch gut hingekriegt. Es war nicht immer einfach, aber es ging... mit Kreativität, Verzicht, Abstimmung mit Freunden, benachbarten Eltern in ähnlicher Situation, manchmal auch gegen Widerstände, (sehr, sehr selten da reichen die Finger einer Hand) durch Unterstützung der Großeltern. Aber es ging und rückblickend sogar gut.
Auch viele Firmen haben mittlerweile begriffen, dass Arbeitszeitmodelle flexibler gehandhabt können werden müssen, damit die Frauen dem Arbeitsmarkt erhalten bleiben oder ihm schneller wieder zur Verfügung stehen. Ich hatte verstanden, dass die Ex-Frau in einem größeren Unternehmen administrativ arbeitet. Gerade solche Unternehmen machen unglaublich viel in dieser Hinsicht möglich und man kann auch remote arbeiten. Ganz ab davon gibt es auch Betreuungstage, die einem von gesetzeswegen zustehen, wenn ein Kind mal ernsthaft erkrankt ist.
@Keineidee hat seine Frau im Laufe des Tages immer mal wieder beschrieben. Viele ihrer Probleme sind Luxusprobleme, wie sie sich z. B. verantwortungslos in eine Schuldenmisere hineingeritten hat, aus der sie sich dann wieder völlig passiv retten ließ. Sie zeigt sich über die ganze Zeit sehr passiv, kam mit nix in die Puschen - außer ihren außerhäusigen sexuellen Exkursen. Da klappte es dann plötzlich mit der Motivation und von der Depression war plötzlich nicht mehr viel zu spüren. Schelm, wer Böses dabei denkt!
Mich wundert keineswegs, dass die Ex nicht mehr arbeiten will und nein, ich vermute nicht ihr großes Engagement für Kinder und Haushalt dahinter.