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Wie Selbstwert aufbauen nach jahrelanger Ablehnung?

Du schreibst hier immer von "Psychiatern", wenn es um das Thema Therapie geht.
Aber was die User hier meinen, sind eben keine Psychiater, sondern Psychotherapeuten!
Psychiater sind ausgebildete Ärzte, und die sind eher für die medikamentöse Behandlung zuständig, also zum Antidepressiva, Antipsychotika oder angst-und zwanglösende Medikamente zu verschreiben.

Aber die ganzen Therapien wie z.B. Verhaltens- oder Traumatherapie werden nunmal von Psychotherapeuten gemacht, die keine Ärzte sind, und deshalb natürlich auch gar keine Medikamente verschreiben dürfen.
Hast du mit denen auch so schlechte Erfahrungen gemacht?
Oder warst du noch nie bei einem Psychotherapeuten, sondern nur bei Psychiatern?

Und sonst, wie gefällt es dir eigentlich auf diesem Bauernhof? Hast du wenigstens dort etwas Kontakt zu deinen Mitbewohnern, oder gibt's da auch Probleme?
Habt ihr dort auch Tiere, mit denen du gut klarkommst, und die dir etwas Zuneigung geben können?
Gerade Autisten kommen ja oft sehr gut mit Tieren aus, und deshalb wird gerade in der Therapie mit autistischen Kindern viel mit Tieren gearbeitet...
Tatsächlich habe ich bisher nur mit Psychiatern zu tun. Damit die Kosten für eine Therapie von der Krankenkasse übernommen wird, muss ich vorher vom Psychiater an einen Therapeuten weitergewiesen werden. Leider ist die letzte Psychiaterin sehr stur gewesen und hat sich geweigert Diagnosen, die von der Klinik wo ich zwangswiesen wurde zu angpasst wurden, zu akzeptieren(Von Autismus+ Bipolare Störung zu Autismus +ADS). Dabei fixiert sie sich auf einen einzelnen fehlenden Punkt in der ADS-Testung, welche ich früher mal gemacht hatte.

Auf dem Bauernhof helfe ich bei den Tieren mit. Es hat Pferde, Katzen, Hunde, Schafe, Yaks, Truthähne, Hühner, Pfaue und Kune-Kune-Schweine. Mein Ziel ist es, innerhalb der Möglichkeiten eine Ausbildung in der Tierpflege zu machen. Es ist sehr schöne und erfüllende Arbeit, aber wenn die Arbeit getan ist, fangen die Gedankenkreise wieder an. Mit den Mitbewohner und der Gastfamilie verstehe ich mich recht gut. Ich bin zwar noch eher still und zurückhaltend, aber die Gespräche laufen schon besser.
 
Hallo Krullagh,
was mir so einfällt (sorry, wenn davon schon was genannt wurde)
- eine Liste machen, wo du alles aufschreibst, was du in deinem Leben schon erreicht hast (und kommt es dir noch so unbedeutend vor- dass du deine schwere, lieblose Kindheit ertragen hast, ist zum Beispiel an sich schon eine starke Leistung)
- eine Liste machen, was du an dir magst und worin du gut bist

Dann kannst du dir einen Satz ausdenken, der dich positiv und stolz stimmt und den jeden Tag vor dem Spiegel zu dir selber (laut) sagen.

Und du kannst mal versuchen, dich selber zu umarmen. Klingt erst mal strange , aber wenn man das wirklich ernsthaft tut, mit dem Gedanken "ich darf mir auch mal selber was gutes tun- das habe ich verdient", dann kann das deinem Körper gut tun.
Eventuell magst du auch mal sowas wie progressive Muskelentspannung/ Traumreisen/Entspannungsübungen ausprobieren. Das tut der Psyche allgemein gut und kann auch helfen eine bessere Beziehung zu sich und seinem Körper aufzubauen.

Ich drücke dir die Daumen, dass du etwas findest, was dir hilft, dich selber mehr wertzuschätzen.
Du hast es auf jeden Fall verdient.
Gute Ansätze, die ich so probieren kann. Ich habe es auch schon mit Mediation versucht, kann mich aber dabei scheinbar nicht genug entspannen.
Aber die Liste mit den Dinge mit den Dingen die ich an mir mag und die ich gut kann, ist ein Vorschlag, den ich sicher anwenden kann.
 
Das ist so pauschal einfach falsch, da fehlen ja jegliche andere Einflussfaktoren wie Gruppendynamiken, Milieu, Interaktionsort, andere beteiligte Persönlichkeiten...

Daher schrieb ich das Wort "meistens" und nicht das Wort "immer". Und es ist aus meiner Erfahrung so (und vielleicht für einige andere auch) und sicherlich nicht gültig für die Menschheit. Sowas würde ich nie behaupten.

Aber jetzt.....bitte....

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