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Ich will aufwachen

Mein Profil ist weiterhin aktiv, hab auch gerade ein neues Match gesehen und ich halte mich "offen" für das, was sich da anbietet..

Der Frau von Freitag habe ich heute früh eine Nachricht geschrieben, dass es zwar ein netter Abend war, ich aber nicht das Gefühl habe, dass bei uns "der Funke übergesprungen" sei.
=> Da wir uns ja beide Zeit zum Kennenlernen genommen haben, finde ich es nur fair und respektvoll, so ein "Feedback" auszutauschen, anstatt den Kontakt wortlos im Sande verlaufen zu lassen. So denke ich zumindest - würde ich ein Date haben und die Frau total toll finden, sie mich aber nicht, möchte ich lieber klare, ehrliche Worte anstatt "geghostet" zu werden.
Ich erwarte nicht, dass Sie jetzt etwas anderes sagt/empfindet, wie der Abend für Sie war. Falls duch, weiß ich aber nicht, ob ich noch ein Treffen möchte, da ich es etwas langweilig fand und sehr einseitig das Gespräch am Leben halten musste..

Mit diesen Erfahrungen, die ich gerade mache, lerne ich halt auch ein wenig mich selbst oder vielleicht auch meine Außenwirkung kennen:
1.) Ich habe ein Dating Profil, was regelmäßig neuen Anklang findet, auch wenn ich mich nicht für den Adonis halte und sehr offen mit meiner aktuellen Situation umgehe. Das, gebe ich ehrlich zu, streichelt natürlich auch mein Ego..ich hätte damit so nie gerechnet! Ich mache mich aber nicht abhängig von äußerer Bestätigung sondern es unterstützt meinen bisherigen Weg von Reflexion und Selbsterkenntnis. Besser gehts doch nicht!
2.) Finde ich in den Gesprächen oder z.B. diesem ersten Treffen heraus, was ich suche bzw nicht. Ich könnte mich nicht mit so einer Frau längerfristig "anfreunden", die mich eigentlich langweilt, böse gesagt..Dann sage ich lieber Lebwohl. Ich bin nicht "bedürftig" irgendwas am Laufen zu halten, was mich nicht anspricht.
3.) Ich war 12 Jahre in einer Beziehung, mich jetzt als Single mit all den neuen Lebensumständen kennenzulernen und Dating "zu üben", von der ersten Kontaktaufnahme, über Chats bis zu echten Treffen, das sind alles wertvolle Erfahrungen oder "Training". Auch das, was Freitagabend alles passiert ist, mit einer "Fremden", also nicht meiner Exfrau, körperlich auf Tuchfühlung zu gehen, das ist jetzt gerade wieder völliges NEULAND aber es entstehen schöne Erfahrungen, Erinnerungen..
4.) Meine Erkenntnis zu meiner Bereitschaft: Wie gesagt, habe ich das Gefühl, wahrlich offen und "bereit" zu sein, nicht nur "Sachen auszuprobieren" sondern ggf. auch etwas Neues, Festes anzufangen - es dabei aber auch nicht zu überstürzen.

--

Abgesehen vom Dating, habe ich aktuell einige aktive, freundschaftliche Kontakte. Teils neue hinzugewonnen und auch neue Möglichkeiten gefunden, über Interessengruppen ganz allgemein "Leute kennenzulernen". Auch auf dieser freundschaftlichen Ebene ist es schön zu sehen, dass ich "ankomme", so wie ich bin. Nicht Trotz, sondern Weil ich so bin.

--

Abgesehen davon: Morgen habe ich mit meiner Ex den ersten Termin zur Mediation bei einer gemeinsamen Familien-Anwältin..
Das wird ziemlich spannend, da ich erwarte, endlich anzufangen, sämtliche offenen Dinge regeln zu können. Sei es die Vereinbarung von den Umgangsformen und Wechselmodell oder die finanziellen Fragen (Unterhalt sowie Aufteilen dessen, was wir haben).
Bisher kam von Ihr kaum zu etwas eine Rückmeldung, sie wolle sich vorher beraten lassen - gut, das findet ja dann morgen für uns beide gleichermaßen statt und ich hoffe sehr, dass wir damit endlich Schritt für Schritt weiter kommen!
Es besteht aber auch die Gefahr, und große Sorge in mir, dass "ihr" das nicht so "hilft", wie sie es bisher formulirt hat, zu brauchen...und dass wir uns im blödesten Falle jeder mit "seinem" Anwalt beraten und dann sehr wahrscheinlich auch nur über diese kommunizieren..

Es gibt also gerade schon einige offene Baustellen und Unsicherheiten, ich hoffe, dass ich gut durch diese Woche komme, meinen Weg weitergehe und nicht ins Stolpern gerate und in eines der Löcher falle.
Ich frage mich, wieso du dann deine andere Bekannte zur Intensivierung eures Kennenlernen "drängst". Wäre ich an ihrer Stelle und wäre da bei mir der Ofen aus.
 
Ich mache mich aber nicht abhängig von äußerer Bestätigung sondern es unterstützt meinen bisherigen Weg von Reflexion und Selbsterkenntnis. Besser gehts doch nicht!
Wie kommst du darauf, du würdest dich aktuell nicht abhängig machen von äußerer Bestätigung? Im Gegenteil, du streust nur breiter, dein Backup hat ein Backup.

Du kommst mir sogar sehr bedürftig nach Bestätigung vor. Der Situation geschuldet zum einen, deiner Persönlichkeit zum anderen. Vielleicht ziehst du in Erwägung, nicht so selbstreflektiert zu sein wie du glaubst. Eigentlich beurteilen das auch eher andere über einen 😉
 
Ich finde, das habe ich weit und breit beleuchtet und dabei auch selbst kritisch hinterfragt, in den jüngsten Beiträgen aber auch in denen vor einer Woche.
Du hast Dich in deinen wenigen Kommentaren stehts kritisch geäußert, ist auch dein Recht, aber ich muss dich hier jetzt nicht von irgendwas "überzeugen", wenn wir da nicht auf einen Nenner kommen.. 😉
Du musst mich von gar nichts überzeugen, das ist deine Kiste.
Ich steuere hier meine Sicht der Dinge bei, was du dir davon nimmst und was nicht, ist für überlassen.
 
Wie kommst du darauf, du würdest dich aktuell nicht abhängig machen von äußerer Bestätigung? Im Gegenteil, du streust nur breiter, dein Backup hat ein Backup.

Du kommst mir sogar sehr bedürftig nach Bestätigung vor. Der Situation geschuldet zum einen, deiner Persönlichkeit zum anderen. Vielleicht ziehst du in Erwägung, nicht so selbstreflektiert zu sein wie du glaubst. Eigentlich beurteilen das auch eher andere über einen 😉
Den Eindruck habe ich ehrlich gesagt auch, für mich fühlt es sich eher wie ein wegrennen, ja vielleicht sogar weg sprinten vor den offensichtlich Themen an und nach ziemlichem Chaos und irgendwie so gar nicht zusammenhängend/ in sich konsistent. Ich kenne das so ähnlich auch von mir selbst aus Zeiten des Umbruchs, ob es mir gut getan hat, hm... Schlussendlich verlagert es halt vieles und durch den Schmerz muss man am Schluss meist trotzdem durch.
 
Und wie sieht es in dir aus bezüglich Vertrauen? Glaubst du, du kannst, wenn du zeitnah wieder in Beziehung bist, tatsächlich ohne Probleme vertrauen? Das du keine Altlasten mit in eine neue Beziehung nimmst?

Versteh mich nicht falsch, ich wünsche dir Freude und Liebe. Erfahrungsgemäß schleppt man aber gar nicht mal so selten Verletzungen und Restposten mit. Mir erscheinst du da zu schnell. Ich meine, diese Frau hat in ihrem Leben ja nun auch genug zu stemmen und auch sie hat Sehnsucht nach Nähe und Liebe. Aber sie weiß, du kommst gerade erst aus so einer Dramasituation und sie hat sicherlich auch Bedenken deswegen.

Ich kann mir nicht helfen, ich bin da skeptisch, ob du nicht doch mehr selbst zu heilen hast, bevor du dich wieder in irgendwas stürzt.
 
Es ist oft sehr schwer sich auf einen neuen Menschen einzulassen.
Diese Beziehungs- und Bindungsängste sind normal...grade wenn man wie diese Frau lange Zeit solo war und unabhängig als Single und Mutter lebt.
Man hat Angst vor neuen Enttäuschungen und Verletzungen.

Dein Date mit der Frau lief gut.
Ich würde mir nicht so viele Gedanken machen und es weiterhin locker weiter laufen lassen.

Konzentriere dich lieber nur auf eine Frau...
 

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