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Ich will aufwachen

Ich glaube, alleinerziehend mit 3 Kindern ist das leider oft nicht so einfach, fest zu planen, da geht's ja ständig drüber und drunter.
Vieles ist eine Frage der Organisation. Schafft er ja auch. Und warum? Weil es ihm wichtig ist.

Ich habe bisher im zwischenmenschlichen Bereich immer die Erfahrung gemacht, wenn jemand einen anderen kennenlernt weil man es selbst unbedingt so möchte , findet man immer einen Zeitpunkt an welchem es klappt. Egal wie eingespannt man eigentlich ist.

Denn das sind dann die Dinge die einen über den ganzen Tag positiv beschäftigen. Morgens kurz der erste Gedanke, abends der letzte. Sie wohnen nicht mal weit voneinander entfernt. Man findet zig Möglichkeiten sich auf einen Kaffee zu treffen. Und wenn es nur 20 Minuten sind.

Auch was der angebliche "Druck" angeht, stimme ich Geist1990 zu.
Frage mich ohnehin was das dann für ein mega Druck sein sollte. Möchte ich nicht, bietet mir genau diese Frage die perfekte Brücke welche ich als Ausrede nutzen kann. "Ja, stimmt. Die Kinder spannen mich zeitlich so ein, das mir Treffen mit dir einfach kaum möglich sind".
Im Prinzip muss man die Frage nur bestätigen und man ist fein raus.
 
Vieles ist eine Frage der Organisation. Schafft er ja auch. Und warum? Weil es ihm wichtig ist.

Ich habe bisher im zwischenmenschlichen Bereich immer die Erfahrung gemacht, wenn jemand einen anderen kennenlernt weil man es selbst unbedingt so möchte , findet man immer einen Zeitpunkt an welchem es klappt. Egal wie eingespannt man eigentlich ist.

Denn das sind dann die Dinge die einen über den ganzen Tag positiv beschäftigen. Morgens kurz der erste Gedanke, abends der letzte. Sie wohnen nicht mal weit voneinander entfernt. Man findet zig Möglichkeiten sich auf einen Kaffee zu treffen. Und wenn es nur 20 Minuten sind.

Auch was der angebliche "Druck" angeht, stimme ich Geist1990 zu.
Frage mich ohnehin was das dann für ein mega Druck sein sollte. Möchte ich nicht, bietet mir genau diese Frage die perfekte Brücke welche ich als Ausrede nutzen kann. "Ja, stimmt. Die Kinder spannen mich zeitlich so ein, das mir Treffen mit dir einfach kaum möglich sind".
Im Prinzip muss man die Frage nur bestätigen und man ist fein raus.
Es nimmt die Leichtigkeit komplett raus. Wenn der TE diese Frage für sich klären muss, dann ist das so und er sollte es ansprechen. Wenn es von der Gegenseite nicht gut aufgenommen wird, passt es hinsichtlich der Geschwindigkeit zwischen den Beiden vielleicht auch einfach nicht. Die Frage ist auch, was macht er mit der Antwort, egal wie sie ausfällt. Im Prinzip möchte er darauf eigentlich gar keine Antwort, er möchte dass sie in dem Maße Verbindlich und ihm zugewand ist, wie er es ihr gegenüber ist. Das ist der eigentliche Punkt und genau da liegt auch das Druckpotential das aufgebaut werden kann.
 
Es ist ja auch in gewisser Hinsicht verständlich, dass @Keineidee mehr Zweisamkeit mit einer Frau verbringen möchte, die ihm gut tut. Die Frau hingegen scheint ihn zumindest bei der Stange halten zu wollen, sonst würde sie sich sicherlich nicht per WA und vor allem inhaltlich nicht so melden wie sie es tut.

Ich bin da aber auch bei @Portion Control. Wenn mir etwas WIRKLICH wichtig ist, dann kriege ich das hin und treffe mich auch persönlich. Da empfinde ich ihr Handeln schon als ein bisschen ambivalent und frage mich, ob es wirklich nur ihr stressiges Leben durch Kids, Job & Co. ist, das sie zurückhält.
 
Hui, da habe ich ja eine richtige Diskussion losgetreten 😀

Erst einmal Danke Euch für Eure Meinungen dazu, so ganz allein scheine ich ja mit meinem Eindruck auch nicht da zu stehen. 😉

Ich kann leider nicht auf alle Einzelne eingehen, aber picke mir mal dies hier heraus:
"Schade, dass du so busy bist und wir uns so selten sehen. Ist das nur im Moment so oder bist du immer so stark eingespannt?"
Falls sie Letzteres bejahen sollte würde ich mir eh überlegen, ob ich da noch groß Hoffnung investiere und sie nicht einfach als Bekannte locker mitlaufen lasse.
Ich würde sie aktuell eher nicht danach fragen - denn das geht ja eben auch quasi nur per Whatsapp, dann liest sie das zwischen Tür und Angel, antwortet aber erst Stunden später und macht sich in der Zeit wohlmöglich Gedanken, was hinter meiner Frage steckt.

Ich habe gerade, so vom Gefühl her, auch keinen "Bedarf" (?) das so zu klären:
Wie in meinem letzten Beitrag geschrieben, brauchte es etwas Zeit dafür aber ich habe emotional einiges an Abstand gewonnen und betrachte das nun deutlich nüchterner.

"Als Bekannte mitlaufen lassen" würde ich so unterschreiben und das ist auch überhaupt nicht abwertend gemeint! Wir kommen grundsätzlich sehr gut mit einander aus, es herrscht viel Vertrauen und Verständnis dem anderen gegenüber - ja wir hatten unsere 2-3 WOW Momente und Schmetterlinge im Bauch - aber ich kann mir aktuell eher nicht vorstellen, dass es für mehr reicht.
Und das ist eben nicht nur die "Zeit-Komponente".
Falls die Sache doch noch einmal Fahrt aufnimmt, sehe ich, was passiert, aber ich "warte"/versteife mich jetzt nicht darauf.


Sonst zu mir..: Die letzte Wohnung war leider nichts (Klein und dazu noch die Räume ungünstig geschnitten), habe aber noch 4 weitere im Blick, sogar in unmittelbarer Nähe zu "hier jetzt" und warte auf Termine..

Montag hole ich mein neues Auto ab! 🙂 Muss dafür 5-6 Stunden Zug fahren, hab zwar keinen gefunden, der mitkommen würde, aber dann mache ich meinen eigenen, kleinen Roadtrip 😉 Ich hänge auch noch zwei Tage Urlaub dran, also bis einschl Mittwoch - vom Abholort aus ist es nicht mehr so weit bis Bremen oder Hamburg, ich überlege aktuell, mich da irgendwo zwei Nächte im Hotel einzuquartieren um einfach mal Abstand von zuhause zu gewinnen (und diesen zu genießen!), ein bisschen die Stadt entdecken usw 🙂

Ich fühle mich gerade wieder ziemlich gut, hatte seit 1-2 Tagen auch gar nicht mehr diese krasse Innere Unruhe oder Panikattacken - und das "Nervenstark" habe ich erst gestern aus der Apotheke geholt, wird sicher nicht schaden, aber diese Nervosität und auch depressive Stimmung ist zumindest für den Moment auch so "weg".
Mal sehen wie lange dieser Frieden anhält und wie gut ich damit umgehen kann, falls sich das Blatt nochmal wendet..?!
Ich hab aber gerade einfach ein paar schöne Dinge vor Augen und was die Bekannte oder die neue Wohnung angeht, kann ich gerade nur warten, was passiert.
 
Nabend zusammen, es ist etwas Zeit vergangen und VIEL passiert..
Ich hoffe, ihr habt Lese-Ausdauer (und Popcorn?) 😉

Der Reihe nach..

Mit dem Auto hat alles geklappt und macht mich echt noch mehr Freude als eh schon gedacht!

Mein Trip nach Hamburg, und diesen auch allein zu machen, war die beste Entscheidung überhaupt. Ich war in dieser Zeit so gefestigt, wie lange nicht. Ich habe viel gesehen, davon sehr viel aufgesaugt, es tat richtig gut!

Zu meiner "Bekannten" bin ich ja quasi auf Sparflamme gegangen und es ging mir gut damit. Sie war ja zeitlich eh selbst im Urlaub.
Ich hatte immer mal wieder ein paar schöne Fotos in meinen Whatsapp Status gepackt, die schien sie offenbar zu verfolgen und schrieb mir immer wieder mal kurz, auch von sich und "dort". Das war echt schön und trotzdem blieb dabei diese "Gelassenheit" (in mir) aufrecht. Ich hing nicht direkt wieder an Ihren Worten und meine Gedanken kreisten auch nicht um Sie.
Das meinte ich halt auch mit "gefestigt".

Mittwochabend ging es zurück nach hause.
Die zwei Arbeitstage Do+Fr waren leider nicht sehr produktiv - Konzentrationsprobleme..Ich werde am Montag direkt ins Büro fahren und hoffe, dass mir das hilft, arbeitsmäßig voranzukommen.

Für Freitagabend hatte ich ein Date mit einer anderen Frau geplant. (hehe, Überraschung!)
Wir hatten "gematcht" und über ein paar Tage ein bisschen geschrieben. Großartig gefunkt hat es dabei nicht, aber ich lud Sie zum Essen ein und sie nahm an - ich dachte mir: Sich einfach real mal zu beschnuppern bringt mehr Klarheit, als nur zu texten, und es ist ja auch einfach eine neue Erfahrung, die ich sammeln kann.
Außerdem kann ich DORT entspannt hingehen, weil ich ja noch Kontakt zu der Bekannten habe - und anders herum kann ich entspannter an diese Bekannte denken, wenn ich gleichzeitig auch offen bin, andere Frauen kennenzulernen.
Tcha, mein erster Eindruck blieb bestehen - da tat sich nix weiter mit dieser Frau, war für mich aber dennoch kein "verlorener Abend". Das Ergebnis war ja vorher offen und so auch OK für mich.

Bis hierhin war alles im Lot.
Jetzt kommt der Twist:

Freitag nachmittags erhielt ich von der Bekannten eine Nachricht, sie sei wieder gut gelandet und kämpft sich gerade mit der Bahn ihren Weg nach Hause.. Und dann schrieb sie, dass sie sich zuhause gleich Ihre Tasche packe und in die Sauna geht. Und sie fragte: "Kommste mit?"
🤯DAS kam ja mal aus dem NICHTS.
Also ich habe in den Tagen davor schon gedacht, dass sie durch Ihren Urlaub, und den Abstand von allem zuhause, befreiter, offener wirkte..
Aber diese Nachricht (=Einladung?!) war mal heftig!!!

Ich wusste nicht, ob ich mich geschmeichelt fühlen sollte oder was ich davon halten sollte. Sie ist nicht der Typ für solche Sprüche im Sinne von "Spielchen", aber auf Grundlage dessen, wo wir gerade stehen, wäre es ein krasser Sprung, sich nackt und verschwitzt in der Sauna gegenüberzustehen..

Ich wusste auch nicht, ob ich diese Einladung angenommen hätte, wenn ich an dem Abend nicht schon ein Date mit einer anderen gehabt hätte.

Diese neu gefundene Gelassenheit und das gefestigt-sein geriet dadurch echt mächtig ins Wanken!

Ich gab Ihr darauf keine Antwort sondern stellte eine Gegenfrage: Wenn sie mich das so "frage" müsste sie sich ja im Klaren sein, dass ich "ja" antworten könnte.
Das gab mir erst einmal Zeit..sie hatte Probleme mit den Zügen und wollte sich später melden. nach zwei Stunden fragte Sie, ob wir telefonieren könnten. Ich war noch am Arbeiten, habe das auch so gesagt, und Gedanklich eher auf mein Date fokussiert.
Ich wollte auch gar nicht "springen", nur weil sie gerade mal wieder "einen Zeitslot für mich frei hat"...!
Aber klar, diese Einladung war schon extrem "reizvoll" und ging mir nicht ganz aus dem Kopf..

Ich blieb aber bei meinem Plan: Ich hab mich fürs Date schick aber dennoch gemütlich gemacht und das auch wie og. durchgezogen.

Als ich da fertig war sah ich eine neue Nachricht von ihr, die war dann schon etwas älter - sie habe Lust auf einen bestimmten Film, die DVD macht sie sich dann später noch an..
Keine direkte Einladung, aber indirekt durchaus so zu verstehen.
Das bestätigte Sie mir quasi auch, da kurz darauf dann kam "Falls ich noch kommen sollte, soll ich kurz schreiben, nichts dass sie dann schon eingeschlafen sei".

Ok, also nachdem ich nicht zu Ihr in die Sauna (!) kam, winkte ein Filmabend (?) in Ihrem Kinder-freien Haus...spannend

Und da bin ich dann auch hingefahren um herauszufinden, was mich da erwartet 😉

Hab unterwegs noch Mikrowellenpopcorn geholt, das fand sie echt witzig/süß.
Der Film lag schon drin, lief aber noch nicht - ok dachte ich, das war also kein reiner "Vorwand" um mich zu ihr zu bitten, sondern erst einmal offiziell der "Plan" für den Abend.
Die Stimmung war sehr locker - ich selbst war es auch (also das, was ich mit dem anderen Date eher mittelfrstig erreichen wollte, hat auch kurzfristig echt gut funktioniert):
Ich habe mir gar keinen Druck gemacht, den Kopf abgeschaltet und auf mein Gefühl gehört.

Ich fragte dann nach einer Weile, ob wir etwas zusammenrutschen sollten und dann kam sie auch direkt zu mir in den Arm. Das war wirklich sehr, sehr angenehm und schön. 50% vom Film haben wir gar nicht richtig mitbekommen, da wir bisschen über dies und das geredet haben. Auf Thema "Sauna" habe ich sie aber nicht abgesprochen..

Wir haben uns noch ein paar mal bisschen neu arrangiert, sie streichelte immer meine Hand oder Arm, der um Sie lag, bis meine Hand dann "plötzlich" auf Ihrem Decollete lag!
Ohlala, Signal ist angekommen. Ich habe aber deswegen noch nicht angefangen, irgendwie zu "Fummeln", sondern erst mal nur Ihr Streicheln erwiedert.

---hier teile ich mal---
 
2/2:
---hier geht es weiter---

Der Film war dann gegen Mitternacht vorbei.
Das Haus verlassen habe ich gegen 4Uhr.. 🙂

Ich gehe nicht zu sehr ins Detail: Wir haben uns sehr langsam an einander herangetastet, bzw sie schien mich dazu einzuladen und ich habe so ein bisschen getestet, was wie ankommt. Das ganze war erst mal nicht intim sondern sehr romantisch und eng verbunden und führte zum ersten Kuss / Küssen daraufhin. Die ganze Zeit über, berührte und griff mich am Arm oder Rücken, war aber offen für Neues, was ich tat. Und ich las Ihre Körpersprache. Es wurde intensiver, intimer, bis sie einmal sagte, sie weiß nicht, ob sie gerade auf Ihre rote Warnleuchte hören solle.. Ich habe darauf hin erst einmal wieder entschleunigt, mich ihr anders zugewandt und ihr zugeflüstert, dass Sie klare Grenzen setzen soll, was sie zulassen möchte bzw nicht. In diesem langsameren Modus verging zunächst viel Zeit bevor wir nochmal in die Richtung kamen...Sie dann aber doch sagte, hier müsste sie die Handbremse ziehen. Es kam also nicht zu Sex, aber es war trotzdem extrem intensiv und emotional-intim. Wir lagen noch ein wenig bei einander, sie in meinem Arm, bis sie dann meinte, jetzt müsse sie mich rausschmeißen 😉
Da ich mich "zuhause" auch nur für den Abend und nicht die Nacht "abgemeldet" hatte, bin ich dann auch Gefahren.

Ich schrieb ihr dass ich gut angekommen bin, das sollte ich, und wir tauschten uns kurz aus. Sie vermisse meine körperliche Nähe, fühlt den Abend noch einmal nach und es entstehe dabei Wärme an allen Stellen, die ich berührt hatte..(also überall 😉 aber das verkniff ich mir zu schreiben)

Stattdessen habe ich etwas geschrieben, was ich bis vor 2-3 Stunden noch für einen Fehler hielt:
Ich habe mich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt, war natürlich auch (freudig) aufgewühlt, und schrieb ihr, dass wir uns AKTIV Zeit für einander nehmen müssen, um herauszufinden, wozu das alles führt und nicht im Alltagswahnsinn wieder untergehen dürfen..

Das war natürlich etwas, was ich ja hier zuletzt auch beschrieben hatte - dass Sie wenig bis gar nichts anbietet, um einander kennenzulernen. Das sprudelte dann so - aber wie oben formuliert - aus mir heraus..

Sie äußerte Verständnis dafür, bedankte sich für meine Offenheit (ich habe es zu dem Zeitpunkt schon bereut, das echt geschrieben zu haben), und bedankte sich auch, dass ich Ihre Grenzen an dem Abend respektiert habe.
Aber. Es setze sie jetzt gerade unter Druck. Und sie fühlt sich unsicher und ängstlich. Habe Angst vor Kontrollverlust.
Und sie sei noch nicht bereit, loszulegen.
Ich fragte darauf hin nach, auf was sich die Bereitschaft beziehe - Sex oder sich auf einen neuen Menschen/Partner einlassen zu können. Sie gab mir zu verstehen, dass es Zweiteres sei.

Tcha, damit war einerseits die Katze aus dem Sack, andererseits blieb die Erinnerung an diesen tollen Abend doch sehr negativ gehaftet durch dieses "offene Ende"..

Für mich war das echt der Worst Case:
Jetzt stehe ich Heini da, zwar etwas Hals über Kopf, aber bereit, etwas neues zu starten (nach ja gar nicht sooo ewig langer Zeit seit der Trennung) und dann hat ausgerechnet Sie, die seit drei Jahren geschieden ist, die Frage zu beantworten, ob sie überhaupt bereit sei...
Mein armer Kopf brummt mächtig...Was ich mit meiner Nachricht losgetreten habe, auch wenn es ja eigentlich auch nur ehrlich gemeint war, das hat mich schwer beschäftigt und besorgt..
Ich weiß ja eigentlich selbst auch nicht, wohin das mit Ihr überhaupt mal führen würde, aber ich war mir sicher, es kaputt gemacht zu haben, dies noch herauszufinden.

Ich schrieb dazu dann nur - und das war so ein bisschen der Schlusssatz: Dass sie sich selbst diese Frage (nach dem bereit sein) beantwortet sei nun sehr wichtig.

Am nächsten Morgen (bzw halt später an diesem Samstagmorgen) ließ ich sie erst einmal in Ruhe.. Sie schrieb allerdings, dass sie die Kinder wieder abholt und ich nicht missverstehen soll, wenn sie nicht erreichbar sei.
Das fand ist tatsächlich sehr freundlich und hat diese unangenehme Situation etwas gelockert - zu sehen, dass sie jetzt nicht "komisch" reagiert oder sich mir gegenüber verhält - sondern sogar eher noch rücksichtsvoll.

Am Abend schrieb sie kurz, wir der Tag war und fragte nach meinem.
Ich hatte den ganzen Tag schon auf der Zunge liegen, dass ich mit meiner Nachricht gestern übers Ziel hinausgeschossen sei, und Ihr keinen Druck machen wolle. Ich habe es aber sein gelassen, da ich dieses "normale" Schreiben angenehmer fand als sie jetzt wieder mit dem "Problem zu konfrontieren"...Ich antwortete also nur kurz, dass hier alles ruhig mit den Kindern war, ich nach der kurzen Nacht müde sei und noch einen gute Nacht wünsche..

Für Heute, Sonntag, war ich mit einem Freund für ein Autotreffen verabredet, eine willkommene Abwechselung/Ablenkung. Mit Ihm habe ich auch die Tage davor viel geschrieben und gesprochen, er meine, gut, dass ich nicht nochmal "zurückgerudert" sei, sondern jetzt auch einfach vom Gegenüber "erwarten" könne, diese nicht unwichtige Frage beantwortet zu kommen. Also, keinen Druck machen, aber auch nicht "entschärfen".

Am Sonntagabend schrieb Sie wieder, von sich aus. Heute sei einfach nicht Ihr Tag gewesehn, die Kinder haben es ihr sehr schwer gemacht aber sie denke auch viel über den Freitag nach und die Frage, was sie möchte oder kann bzw noch nicht kann. Das mache sie traurig und entmutige sie.
Die denke an Ihre Kinder aber auch Ihre eigenen Bedürfnisse - eine Lösung hätte sie nicht.

Hätte mich auch in der kurzen Zeit und dem Wiedersehen mit Ihren Kinden auch extrem gewundert!

Mich hat es aber sehr getroffen, diese offenen Zeilen zu lesen und von Ihrer Traurigkeit zu hören...
Und dann habe ich letztendlich doch geschrieben, dass ich es bereue, diese NAchricht überhaupt geschickt und all das losgetreten zu haben 🙁
Dass ich Ihr keinen Druck oder zeitlich ein Ultimatum für diese Frage/Antwort stelle.
Und ich habe gefragt, ob sie Abstand brauche.

Es schien (wieder) gar nicht schlecht anzukommen, dass ich wieder so offen zu Ihr war:
Ich brauche mich für meine Nachricht vom Vortag nicht entschuldigen und egal was sei, ich soll immer sagen, was ich denke oder fühle.

Sie will ihre Kinder nicht wegorganisieren müssen, aber weißt gerade auch nicht, wie die diese Zeit für uns finden solle.
=> Das ist ja genau das, was ich hier zuletzt geschrieben habe...

Ob ich auf Abstand gehen solle? Da schrieb sie mir, dass ich das bloß sein lassen solle, "auf keinen fall". Sie hätte mich gerade an dem schlechten Tag heute gerne bei sich gehabt.

Ich habe dann, so glaube ich, ganz gute Worte gefunden: Dass ich keinen Druck in diese Frage haben oder machen möchte, sondern wir nun sehen, was die Zeit bringt und wir in dieser "Entschleunigung" und unserer gemeinsamen Basis und dem Verständnis für einander einfach sehen, ob wir denoch auch neue, gemeinsame Momente erschaffen können.

Dieser Gedanke und der offene Austausch heute abend, geben Ihr gerade neuen Mut schrieb sie darauf hin..wo sie eingangs ja beschrieb, dass sie traurig und entmutigt sei..
Scheinbar haben wir die Kurve echt gekriegt, trotz der Ungewissheit eine für beider "versönliche" Basis zu finden.
Wir tauschten noch ein paar schöne Gedanken aus und haben uns eine gute Nacht gewünscht..


Ende offen.
 
Das war echt schön und trotzdem blieb dabei diese "Gelassenheit" (in mir) aufrecht. Ich hing nicht direkt wieder an Ihren Worten und meine Gedanken kreisten auch nicht um Sie.
Das meinte ich halt auch mit "gefestigt".

Außerdem kann ich DORT entspannt hingehen, weil ich ja noch Kontakt zu der Bekannten habe - und anders herum kann ich entspannter an diese Bekannte denken, wenn ich gleichzeitig auch offen bin, andere Frauen kennenzulernen.
Guten Morgen,
das sind für mich die beiden wichtigsten Gedanken innerhalb deiner beiden Beiträge.
Ich denke du solltest versuchen eine Lockerheit aufzubauen. Und dabei hilft, sich nicht nur auf eine Person zu versteifen, sondern die Kontakte breiter zu streuen.
Klar, sind dann nicht alles Rosinen die man trifft, aber existiert keine gefühlte Abhängigkeit nur einer Person gegenüber - weil mehrere offene Optionen immer helfen nicht den Mut zu verlieren.

Etwas Klarheit hast du ja jetzt bei deiner Flamme. Sie ist nach wie vor unentschlossen und weiss selbst nicht so genau wo sie hin möchte.
Finde ich ehrlich gesagt auch für dich letztendlich besser. Es ist eine Option, mehr benötigst du aktuell überhaupt nicht wenn du nicht gerade unsterblich in sie verschossen bist. Sehe sie als das was sie dir auch bietet. Mitunter ein netter Zeitvertreib mit etwas kuscheln aber mehr wirf nicht in die Mitte.
Am Ende des Tages wäre zudem die Frage, ob die ich sage mal "erst beste", jetzt tatsächlich das ist was du als nächste feste Beziehung möchtest, nachdem du gerade erst dein neu gewonnenes Singleleben kennenlernst. Diese Phase könnte noch weitaus besseres bieten.

Nutze diesen Kontakt um deine Trennung besser zu verarbeiten, aber sei nach wie vor offen für andere und da würde ich an deiner Stelle auch aktiv bleiben. Hast du ja offensichtlich schon getan.
 
Und was ist jetzt mit deinen anderen Dates?
Mein Profil ist weiterhin aktiv, hab auch gerade ein neues Match gesehen und ich halte mich "offen" für das, was sich da anbietet..

Der Frau von Freitag habe ich heute früh eine Nachricht geschrieben, dass es zwar ein netter Abend war, ich aber nicht das Gefühl habe, dass bei uns "der Funke übergesprungen" sei.
=> Da wir uns ja beide Zeit zum Kennenlernen genommen haben, finde ich es nur fair und respektvoll, so ein "Feedback" auszutauschen, anstatt den Kontakt wortlos im Sande verlaufen zu lassen. So denke ich zumindest - würde ich ein Date haben und die Frau total toll finden, sie mich aber nicht, möchte ich lieber klare, ehrliche Worte anstatt "geghostet" zu werden.
Ich erwarte nicht, dass Sie jetzt etwas anderes sagt/empfindet, wie der Abend für Sie war. Falls duch, weiß ich aber nicht, ob ich noch ein Treffen möchte, da ich es etwas langweilig fand und sehr einseitig das Gespräch am Leben halten musste..

Mit diesen Erfahrungen, die ich gerade mache, lerne ich halt auch ein wenig mich selbst oder vielleicht auch meine Außenwirkung kennen:
1.) Ich habe ein Dating Profil, was regelmäßig neuen Anklang findet, auch wenn ich mich nicht für den Adonis halte und sehr offen mit meiner aktuellen Situation umgehe. Das, gebe ich ehrlich zu, streichelt natürlich auch mein Ego..ich hätte damit so nie gerechnet! Ich mache mich aber nicht abhängig von äußerer Bestätigung sondern es unterstützt meinen bisherigen Weg von Reflexion und Selbsterkenntnis. Besser gehts doch nicht!
2.) Finde ich in den Gesprächen oder z.B. diesem ersten Treffen heraus, was ich suche bzw nicht. Ich könnte mich nicht mit so einer Frau längerfristig "anfreunden", die mich eigentlich langweilt, böse gesagt..Dann sage ich lieber Lebwohl. Ich bin nicht "bedürftig" irgendwas am Laufen zu halten, was mich nicht anspricht.
3.) Ich war 12 Jahre in einer Beziehung, mich jetzt als Single mit all den neuen Lebensumständen kennenzulernen und Dating "zu üben", von der ersten Kontaktaufnahme, über Chats bis zu echten Treffen, das sind alles wertvolle Erfahrungen oder "Training". Auch das, was Freitagabend alles passiert ist, mit einer "Fremden", also nicht meiner Exfrau, körperlich auf Tuchfühlung zu gehen, das ist jetzt gerade wieder völliges NEULAND aber es entstehen schöne Erfahrungen, Erinnerungen..
4.) Meine Erkenntnis zu meiner Bereitschaft: Wie gesagt, habe ich das Gefühl, wahrlich offen und "bereit" zu sein, nicht nur "Sachen auszuprobieren" sondern ggf. auch etwas Neues, Festes anzufangen - es dabei aber auch nicht zu überstürzen.

--

Abgesehen vom Dating, habe ich aktuell einige aktive, freundschaftliche Kontakte. Teils neue hinzugewonnen und auch neue Möglichkeiten gefunden, über Interessengruppen ganz allgemein "Leute kennenzulernen". Auch auf dieser freundschaftlichen Ebene ist es schön zu sehen, dass ich "ankomme", so wie ich bin. Nicht Trotz, sondern Weil ich so bin.

--

Abgesehen davon: Morgen habe ich mit meiner Ex den ersten Termin zur Mediation bei einer gemeinsamen Familien-Anwältin..
Das wird ziemlich spannend, da ich erwarte, endlich anzufangen, sämtliche offenen Dinge regeln zu können. Sei es die Vereinbarung von den Umgangsformen und Wechselmodell oder die finanziellen Fragen (Unterhalt sowie Aufteilen dessen, was wir haben).
Bisher kam von Ihr kaum zu etwas eine Rückmeldung, sie wolle sich vorher beraten lassen - gut, das findet ja dann morgen für uns beide gleichermaßen statt und ich hoffe sehr, dass wir damit endlich Schritt für Schritt weiter kommen!
Es besteht aber auch die Gefahr, und große Sorge in mir, dass "ihr" das nicht so "hilft", wie sie es bisher formulirt hat, zu brauchen...und dass wir uns im blödesten Falle jeder mit "seinem" Anwalt beraten und dann sehr wahrscheinlich auch nur über diese kommunizieren..

Es gibt also gerade schon einige offene Baustellen und Unsicherheiten, ich hoffe, dass ich gut durch diese Woche komme, meinen Weg weitergehe und nicht ins Stolpern gerate und in eines der Löcher falle.
 

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