Also ich wollte hin, wie gesagt, waren wir nicht fest verabredet, aber sie stellte es am Abend zuvor in Aussicht.
Gegen 18 Uhr schrieb sie noch, dass der Trubel sich gelegt hat und sie die Kinder bettfertig macht, so wie bei mir zu dem Zeitpunkt. Diese nachricht habe ich so "interpretiert", dass es nicht mehr lange dauert, bis sie Zeit hätte.
Um 20 Uhr schrieb sie dann, dass sie total müde sei, eine Freundin hätte "sich angekündigt" noch vorbei zu kommen, die würde sie aber schnell wieder vor die Tür setzen..
Ich war bis zu dem Zeitpunkt halt davon ausgegangen, dass wir uns "gleich" sehen, ob es ein richtiges Treffen oder "blöd gesagt" nur ein umarmen ist, war ja offen. So groß die Vorfreude darauf war, so groß war dann die Enttäuschung.
Ist bestimmt auch zum Teil mein Fehler gewesen, aber wie soll man Vorfreude zügeln bei der Vorgeschichte, insb nach (vor)+
gestern.
Ich war irgendwie sehr enttäuscht und traurig... einmal, dass sie nicht früher schon was gesagt hat und dass statt mir dann eine Freundin zu ihr geht.
Als sie nach der "Absage" noch schrieb, meinte sie, sie denkt an mich und hätte ein schlechtes Gewissen, aber das hat mich dann auch erst mal nicht getröstet.
Ich musste die Situation halt so akzeptieren, "blöd gelaufen"..
Emotional war es für mich deutlich schlimmer als "blöd gelaufen", ich hab mir beim laufen erst mal eine ganze Weile die Tränen verkniffen...
Hätte sie mir zu dem Zeitpunkt geschrieben, sie sei doch "frei" und ich solle kommen, hätte ich das nicht mehr gekonnt, dafür war ich zu..?aufgewühlt?
Das Laufen und das Telefonat mit meiner Mutter taten aber gut und half mir dass sich das ganze etwas setzen und ich einen Strich drunter ziehen konnte.
Dass sie sich dann zu späterer Stunde doch nochmal meldete und mit mir schrieben hat war ein schönes Extra, hätte ich aber nicht mehr zwingend gebraucht.
Es ist gerade alles wie am Gummiband zwischen Nähe und Entfernung.
Unser erstes Treffen, das wir beide auf jeden Fall ein weiteres wollen, dann aber gerade keines mehr in Aussicht zu haben, weil die Umstände bei uns beiden kompliziert sind.
Das "verstehe" ich, macht mich aber traurig.
Dann unser Treffen vorgestern, dass sie mich noch zu ihr ließ in dieser etwas verrückten aktion, und dazu meine Überraschung total gut angekommen ist, sie sprachlos war - und im "Gegensatz" dann dazu die "Absage" gestern.
Es ist leicht gesagt, "steigere sich da in nichts rein", aber Kopf und Herz liegen gerade einfach im klinsch.. Ich würde GERNE den den knopf oder Drehregler finden, womit ich alles etwas runterschrauben und dämpfen könnte.
Ich weiß nicht, was ich "denken" soll, damit die "Gefühle" etwas beruhigt werden und sich nicht zu stark aufbauen, sodass ich am Ende nach jedem schönen Moment einen "gefühlten Rückschlag" erlebe.