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Charlie Kirk - Diskussion

Nachtgespenst

Aktives Mitglied
Angeregt durch einen anderen Thread soll dieser hier die Möglichkeit geben über den Zusammenhang von Gesetzen zum Besitz von Schusswaffen und der Anzahl von Toten durch Schusswaffen zu diskutieren.

Warum sind die Gesetze vor allem in den USA nach wie vor so lasch? Wer profitiert von diesen Gesetzen? Wer leidet unter ihnen? Was müsste passieren um den Schusswaffen-Besitz in Zukunft strenger zu regeln? Ist es ein Problem, das Menschen außerhalb der USA überhaupt interessieren sollte, bzw. hat es einen Einfluss auf die Sichtweisen der Menschen und Gesetze anderswo auf der Welt?
 
A

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Re: Charlie Kirk - Diskussion
Ist halt die Frage, ob die Gesetze sehr viel verändern. Mir ist bekannt, dass Waffen gekauft werden können über den Schwarzmarkt (und speziell im nahen Ausland), ganz problemlos.

Grundsätzlich wäre auch ich für schärfere Gesetze und reduzierte Möglichkeiten zum Waffenerwerb. An den USA sieht man ja leider dass es nicht klappt weil die Waffenlobby zu viel zu sagen und mit Orangen an der Macht kann dieser fromme Wunsch vergessen werden.
Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass mittlerweile die Gesellschaft so verroht ist und so auf biegen und brechen jeder Recht behalten möchte, dass ich persönlich keine Chance sehe auf einen besseren Umgang mit Waffen (aller Art!). Dazu gehören dann auch zwangsläufig Autos......

Gruß von Grisu
 
Als ich in der Grundschule war habe ich eine Schlagzeile in einer Zeitung gelesen "7-Jähriger erschießt kleinen Bruder" und mich fürchterlich erschreckt wie ein Kind - ungefähr so alt wie ich - seinen Bruder erschießen kann. Mit meinem eigenen Bruder habe ich mich zwar nicht besonders gut verstanden, aber das fand ich absolut fürchterlich. Meine Mutter hat mir dann erklärt, dass das in Amerika - also sehr weit weg - passiert ist und ein Unfall war, weil der Junge die Waffe seiner Eltern gefunden und damit gespielt hat ohne die Absicht jemanden umzubringen. Fürchterlich erschreckt hat mich dieser Zeitungsartikel trotzdem.

Vor ein paar Jahren hat eine Freundin von mir den Jagdschein gemacht um als Naturschützerin besser mit Jäger/innen ins Gespräch kommen zu können und hat dabei gemerkt, wie viel Spaß ihr das Schießen am Schießstand macht. Sie hat seitdem eine Lang- und eine Kurzwaffe zu Hause und obwohl ich weiß, dass sie sicher aufbewahrt sind, wie es hier ja auch zwingend vorgeschrieben ist, fühle ich mich in dem Haus unwohl. Ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen es (in Amerika aber auch hier) wirklich gibt, die mit ihrer Waffe unter dem Kopfkissen schlafen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass es ein ganz großer Irrtum ist, wenn sie sich dadurch sicherer fühlen. Die Wahrscheinlichkeit eher von Einbrecher/innen mit der eigenen Waffe erschossen zu werden als den Eindringling abzuwehren ist groß. Eine Waffe im Haus bedeutet Gefahr.

Sorgen macht mir, wenn so ein Umgang mit Waffen immer normaler wird, was durch entsprechende Gesetzgebung meiner Meinung nach stark unterstützt wird, wenn immer mehr Waffen in immer mehr Haushalten für immer mehr Menschen immer freier zugänglich sind. Und das, was in Amerika normal ist oder wird breitet sich erfahrungsgemäß mit etwas Verzögerung auch in andere Teile der Welt aus, scheint auch uns dann nicht mehr so abwegig. Deswegen fällt es mir schwer entsprechende Nachrichten von mir wegzuschieben und zu denken "Betrifft mich nicht, sollen die doch machen was sie wollen". Und, ja, auch mit Messern kann schlimmes geschehen und es gibt genug illegale Schusswaffen, aber das ist für mich kein Argument deswegen nicht wenigsten für eine größere Hürde in der legalen Beschaffung zu sorgen.

Auf den konkreten Fall von Charlie Kirk bezogen fällt es mir schwer Mitgefühl mit einem Waffen-Befürworter zu empfinden, so falsch es natürlich in jedem Fall gewesen ist ihn zu erschießen. Ähnlich geht es mir, wenn Menschen mit dem Auto oder Motorrad rasen - sich und andere zum Beispiel mit riskanten Überholmanövern gefährden - und dann verunglücken. Oder wenn starke Raucher/innen an Lungenkrebs sterben. Das ist dann für mich eine traurige aber leider logische Konsequenz aus dem Verhalten. Gut, bei Charlie Kirk ist der Zusammenhang nicht so direkt, weil er niemanden mit einer Waffe bedroht und infolgedessen dann selber erschossen wurde, aber vom Prinzip her hat er sich für das eingesetzt, was ihn am Ende das Leben gekostet hat.
 
An den USA sieht man ja leider dass es nicht klappt weil die Waffenlobby zu viel zu sagen und mit Orangen an der Macht kann dieser fromme Wunsch vergessen werden.
Ja, das fürchte ich auch.

In Amerika darf nunmal jeder sein Haus schützen .. und wenn du den oberen Artikel liest siehst du wie weit das gehen kann…,
Genau das sind die Beispiele die mir Angst machen. Einerseits frage ich mich, wie bedroht sich jemand grundsätzlich fühlen muss, wenn er auf einen Jugendlichen der an seiner Haustür klingelt schießt, weil es sich um einen Einbrecher handeln könnte. Was würde in der Situation mehr Sicherheit geben? Andererseits kann ich auch nicht nachvollziehen, dass er es für angemessen und gerechtfertigt hält sozusagen "auf Verdacht" jemanden erschießen zu wollen. Da hat doch jemand jede Verhältnismäßigkeit aus dem Blick verloren.
 
Der Mörder hätte Charlie Krik auch mit strengeren Waffengesetzen erschossen oder einen anderen Weg gefunden, ihn zu ermorden. Diese Tat eigent sich sicherlich nicht, um über Waffengesetze zu diskutieren.
Davon abgesehen - nicht die Waffen schießen, sondern die Menschen, die sie betätigen. Wer jemanden umbringen will, wird immer Wege finden. Das soll aber nicht heißen, dass die Amerikaner ein aus unserer europäischen Sicht gestörtes Verhältnis zum Waffenbesitz haben.
 
Erschreckend was dieser Mensch für Aussagen getätigt hat und wie die Medien damit umgehen:

 

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