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Schluss machen trotz Liebe

SMTSOD

Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich bin nun schon seit rund 5 Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir sind beide Anfang 30. Ich liebe Sie sehr und Sie mich eigentlich auch (so wie ich es aufnehme)...

Es könnte ein langer Text werden, es tut mir schon mal sehr Leid!
Wir haben in unserer Beziehung sehr viele Hürden gemeistert, viel gefeiert, gestritten, gelacht und gelernt. Überwiegend hat sich die Beziehung positiv gestaltet und hat auch eine positive Entwicklung genommen. Nach kleinen Rückschlägen wie beispielsweise kurze Zeiten wenig bis kein Sex, einmal Fremdküssen von ihr, was ich verziehen habe und meine faule Art im Haushalt nichts zu machen. Alles Dinge die mehr oder weniger gelöst werden konnten.

Wir reden viel miteinander und kommunizieren wenn uns etwas nicht passt. Der Inhalt hat bei bestimmten Themen sehr konstruktive Gewichtung, weswegen wir auch oft auf eine Lösung/Kompromiss kommen. In manchen Fällen habe ich mich unter gestellt, da ich Sie liebe und ich Ihr zeigen wollte, dass ich mich für unsere Beziehung einsetze und mehr Kompromisse eingegangen bin als Sie (in meinen Augen). Das Thema hatten wir grob ab und zu mal angesprochen, da ich nach einer gewissen Zeit gemerkt habe, dass ich mich immer verstelle und dadurch auch in der Öffentlichkeit der vorsichtige kleine Mann war und die Frau quasi die Hosen in der Beziehung an hatte.

Nach gesundem Menschenverstand gilt das meiner Meinung nach für beide Seiten. Es treffen zwei Individuen aufeinander, die miteinander klar kommen wollen. Bestenfalls beide 50:50. Es kann nicht immer so sein, einer macht mal mehr als der andere, aber am Ende sollte es 50:50 sein. Nach meinem Gefühl war es aber eher 70:30.

Ich habe mich nun mehr wieder um mich gekümmert, mich auf Platz 1 gestellt und nicht mehr meine Freundin. Ja, Sie ist mir immer noch wichtig, aber ICH stehe an erster Stelle und ich will auch mal für mich die beste Lösung bekommen. Das hat sich anfangs schlecht angefühlt, da ich mir selber fremd vorkam, aber das hat mich an eine Zeit vor der Beziehung erinnert, wie ich einst war. Da habe ich gemerkt, dass die Beziehung mich doch mehr gelenkt hat als zuvor gedacht. Zu Beginn der Beziehung war es andersherum, ich war viel selbstbewusster und konnte ein "freieres" Leben führen bevor ich dann nach und nach immer mehr eingeengt wurde.

Nun bin ich an dem Punkt gelangt, dass ich besonders an der Außenwelt und den Mitmenschen merke, wie ich mich für mein Selbstwertgefühl ins Positive verändert habe. Sie zeigen mir mehr Bestätigung in meiner Art. Kurz gesagt, ich werde wieder mehr gesehen und erhört. Einen Nachteil hat das ganze leider: Meine Freundin zeigt Eifersucht und distanziert sich gefühlt von mir bzw, zeigt sich mir in manchen Situationen kälter. Ich merke also, Ihr passt diese eine Person nicht, in die Sie sich einst eigentlich verliebt hatte. Zwischendurch gibt es allerdings Momente, wo Sie sehr viel Liebe zeigt, mehr als zuvor. Ich weiß nicht, ob das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Einerseits finde ich das gut, aber ich will dieses Gefühl öfter oder bestenfalls immer haben (Was natürlich Wunschdenken ist, weil man das nicht wirklich hinkriegen kann und ich keinen zwingen möchte).

Ich spiele mit dem Gedanken Schluss zu machen, da mich die ganze langgezogene Situation sehr stresst und viel Kraft kostet. Ich denke und wieder dran, dass es wahrscheinlich auch andere Frauen da draußen gibt, die mich so nehmen würden, wie ich bin. Aber stimmt das wirklich? Ich will deswegen auch nicht unsere kostbare, gemeinsame Zeit und Erinnerungen einfach wegwerfen, weil ich trotzdem noch sehr an unserer Beziehung hänge. Denkt man sich jetzt aber die negativen Aspekte dazu, die ich noch nicht genannt hatte wie z.b: manche Gespräche die von mir initiiert werden und Sie "angreifen" werden nicht umgesetzt oder wahrgenommen und brauchen mehrere Anläufe oder laufen generell ins Leere nach einigen Wochen besserung.

Macht es Sinn erst einmal etwas alleine durch die Welt zu schlendern oder sollte man noch mehr Kraft in eine komisch strukturierte Beziehung stecken? Ich habe das Gefühl dass weitere Gespräch nicht viel Voran bringen und es gibt keine Anzeichen von Entwicklung mehr... Ein Ultimatum kann ich Ihr nicht antun, da das einfach nicht meine Art ist und ich ihr so keinen Druck oder leere Hoffnungen machen will, obwohl es in meinem Kopf quasi schon als fast beendet steht.
Ich werde ihr wahrscheinlich sehr das Herz brechen und die Welt wird ihr unten den Füßen weggezogen... Alleine der Gedanke daran tut mir sehr weh und bringt immer wieder Tränen in mir hervor. Ich habe auch Angst davor, dass Sie sich deswegen etwas antut, aber ich muss ja auch an mich denken und ich will mich ja auch noch weiterentwickeln... Andererseits macht mich der Gedanke fertig, dass jemand anders die weiteren Kapitel mit Ihr schreiben wird und nicht ich. Wobei ich Ihr aber auch eine gute Beziehung wünschen möchte, falls ich Sie nicht komplett erfüllen kann... Ich weiß einfach nicht mehr weiter und fühle mich verloren.

Ich musste hier mal so richtig meinen Frust rauslassen, weil ich nicht mehr weiß was richtig und falsch ist.
Danke jedenfalls fürs Lesen.
 
Du wirst vielleicht überrascht sein, wenn ich dir sage, dass du dich auf dem Weg der Besserung befindest, in dem du immer mehr Persönlichkeit entwickelst. Je mehr du an deiner Persönlichkeit arbeitest, wo du immer mehr in der Lage sein bist, deiner Partnerin (ohne Worte!) die rote Linie zu zeigen, die sie niemals übertreten sollte, umso mehr mit Respekt wird sie dir gegenüber treten. Denke daran, ohne Respekt stirbt jede Liebe! Eine positive Veränderung hast du ja auf deinem Weg schon bemerkt, wo sie zwischendurch dir mehr Liebe zeigte. Das wird immer besser werden, je mehr du an deiner Persönlichkeit arbeitest. Die meisten Frauen wünschen sich einen Fels in der Brandung als Mann, zu dem sie Aufschauen kann, der ihre Bedürfnisse an Sicherheit und Geborgenheit befriedigt. Damit meine ich nicht, deine Körpergröße und physische Stärke, sondern die psychische Stärke die von innen kommt. Mein Rat, gebe sie nicht auf, weil in dieser Beziehung mit ihr noch viel Potenzial steckt. Und denke daran, immer auf das Gefühlsgleichgewicht beider Partner zu achten, dass immer 50:50 bleiben sollte, wie du ja schon selbst erkannt hast. Hoffe dir mit meinen Beitrag geholfen zu haben!
 
Die Schwierigkeiten, die du in der Beziehung siehst, werden für mich in deinem Text nicht deutlich. Ich lese nichts Eindeutiges heraus, nichts Gravierendes. Was meinst du z.B. mit "komisch strukturiert"? Wenn das verständlich sein soll, wären konkrete Beispiele und Situationen sinnvoll. Ansonsten klingt das nach durchschnittlicher Beziehung(sarbeit).

Wenn sie dir das nicht mehr wert ist, deine Gefühle sich verändert haben, dann lass sie los.
 
Du musst wissen, was Du möchtest, wir können Dir nur unsere Sicht der Dinge schildern.

Einige Anmerkungen zu einer Beziehung/Partnerschaft aus meiner Sicht.
Eine Partnerschaft einzugehen bedeutet immer, Kompromisse einzugehen.
Lebt man in einer Partnerschaft, ist es ein anderes Leben, als das als Single.
Wer sich in einer Partnerschaft immer an erster Stelle sieht, versteht den Sinn einer Partnerschaft nicht, er bleibt besser Single.

Der Konsens aus diesen Gedanken: Trenne Dich, Deiner Partnerin zuliebe.
 
Du wirst vielleicht überrascht sein, wenn ich dir sage, dass du dich auf dem Weg der Besserung befindest, in dem du immer mehr Persönlichkeit entwickelst. Je mehr du an deiner Persönlichkeit arbeitest, wo du immer mehr in der Lage sein bist, deiner Partnerin (ohne Worte!) die rote Linie zu zeigen, die sie niemals übertreten sollte, umso mehr mit Respekt wird sie dir gegenüber treten. Denke daran, ohne Respekt stirbt jede Liebe! Eine positive Veränderung hast du ja auf deinem Weg schon bemerkt, wo sie zwischendurch dir mehr Liebe zeigte. Das wird immer besser werden, je mehr du an deiner Persönlichkeit arbeitest. Die meisten Frauen wünschen sich einen Fels in der Brandung als Mann, zu dem sie Aufschauen kann, der ihre Bedürfnisse an Sicherheit und Geborgenheit befriedigt. Damit meine ich nicht, deine Körpergröße und physische Stärke, sondern die psychische Stärke die von innen kommt. Mein Rat, gebe sie nicht auf, weil in dieser Beziehung mit ihr noch viel Potenzial steckt. Und denke daran, immer auf das Gefühlsgleichgewicht beider Partner zu achten, dass immer 50:50 bleiben sollte, wie du ja schon selbst erkannt hast. Hoffe dir mit meinen Beitrag geholfen zu haben!
Danke für deine Worte. Aufgrund der Unstimmigkeiten die da meistens herrschen, habe ich oft das Gefühl, dass ich Ihr so nicht passe wie ich bin. Die schönen Momente sind wirklich schön, aber die Tiefs sind zum Teil dann trotzdem noch sehr Tief und die würde ich gerne ablegen oder reduzieren. Meine mentale Kraft reicht nicht mehr so aus wie früher und ich weiß nicht ob es richtig ist mehr zu investieren, da die Zeit auch ein wichtiges Thema für mich ist und diese so langsam drückt mit Anfang 30...
 
Die Schwierigkeiten, die du in der Beziehung siehst, werden für mich in deinem Text nicht deutlich. Ich lese nichts Eindeutiges heraus, nichts Gravierendes. Was meinst du z.B. mit "komisch strukturiert"? Wenn das verständlich sein soll, wären konkrete Beispiele und Situationen sinnvoll. Ansonsten klingt das nach durchschnittlicher Beziehung(sarbeit).

Wenn sie dir das nicht mehr wert ist, deine Gefühle sich verändert haben, dann lass sie los.
Mit komisch strukturiert meine ich eine sehr schwankende Gefühlslage in der Beziehung. Die guten Momenten sind sehr gut, die nicht so guten sind sehr tief, wie ich vorhin beschrieben hatte.
Ich habe ihr oftmals gesagt, was mich stört und das hat Sie erst einmal angenommen, verfolgt den Gedanken auch 1-2x (oder zum Teil auch garnicht) und dann drehen wir uns im Kreis, dass wir wieder nach paar Wochen darüber reden müssen. Das ist bei mehreren Themen der Fall so gesehen als Übererklärung für die Situationen, die wir haben.

Dies zieht sich auch schon seit ca. 2 Jahren so, das heißt ich habe es nicht vor Kurzem so wahrgenommen und entschieden, dass es mir nicht passt. Ich war bisher immer sehr resistent und habe viel bewegt (oder bewegen wollen), damit sich in beide Richtungen was tut, aber aktuell kann ich das von meiner Kraft her nicht mehr so gut.
 
Du musst wissen, was Du möchtest, wir können Dir nur unsere Sicht der Dinge schildern.

Einige Anmerkungen zu einer Beziehung/Partnerschaft aus meiner Sicht.
Eine Partnerschaft einzugehen bedeutet immer, Kompromisse einzugehen.
Lebt man in einer Partnerschaft, ist es ein anderes Leben, als das als Single.
Wer sich in einer Partnerschaft immer an erster Stelle sieht, versteht den Sinn einer Partnerschaft nicht, er bleibt besser Single.

Der Konsens aus diesen Gedanken: Trenne Dich, Deiner Partnerin zuliebe.
Danke, ich möchte mich hierbei nicht immer an erster Stelle sehen, meine Freundin ist mir immer noch sehr wichtig. Ich möchte meine Gefühle an erste Stelle setzen, damit ich nicht wieder in ein Loch falle und wieder klein werde. Nach dem Prinzip: ich muss mich erst selbst lieben können, damit ich andere genauso wieder lieben kann.

Ich lasse Sie ja hier nicht links liegen, ganz im Gegenteil. Ich hatte mich nur verloren in der letzten Zeit und das musste ich wieder aufarbeiten.
 
Hallo, eine Partnerschaft sollte immer Geben und Nehmen sein und langfristig sollte jeder sich so einbringen können und authentisch sein können, wie er ist.

Es bringt nichts, sich kleiner oder größer zu machen dem Partner zuliebe. Du hast Dich verändert, bist wieder mehr Du selbst geworden (so verstehe ich das, dass Du Dich an erste Stelle stellst) und sie muss lernen, damit umzugehen.

Es hört sich für mich nicht so an, als seist Du völlig egoistisch, aber Du machst Dich nicht mehr kleiner als Du bist. Sie ist eifersüchtig auf der einen Seite, anhänglich auf der anderen, weil sie vermutlich Angst hat, Dich zu verlieren. Fremdgegangen ist aber ja doch sie beim Fremdküssen.

Liebst Du sie noch? Das klingt für mich nicht so klar durch. Wenn nicht, dann mache Schluss, denn dann hat sie jemanden verdient, der sie wirklich liebt. Man sollte nicht bei jemanden bleiben, um ihm nicht weh zu tun, wenn man ihn nicht mehr liebt.
 

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