Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wer kann mir sagen, ob ein Manuskript gut ist – habt ihr Erfahrungen?

Das mit der Auswahl deiner Testleser klingt gut durchdacht – war das eher Zufall oder bewusst kuratiert?

Das war kein Zufall, nein.

Und hat dich das am Ende eher gestärkt oder verunsichert, dass es nicht mehr deinem ursprünglichen Plan entsprach?

Es wurde etwas Beauftragtes nicht geliefert, daher die Änderung. Hat mich schlicht verärgert und es musste etwas Zeit vergehen.
 
Deine nüchterne Sicht auf Verlage vs. Selfpublishing hilft mir beim Sortieren. Ich frag mich gerade: Kennst du konkrete Unterschiede im Gefühl dabei – also ob man sich bei der einen Option „mehr Autor:in“ fühlt als bei der anderen? Und wie frei warst du in Entscheidungen bei deinem Vorgehen?
Ich würde mal behaupten die Entscheidung wird dir in den meisten Fällen so und so abgenommen. Nämlich dann, wenn dich kein klassischer Verlag unter Vertrag nimmt. Dann kann man es entweder sein lassen oder man sieht sich die anderen Optionen an.
Ob du dann das Gefühl hast eine Autorin zu sein, kannst nur du entscheiden. Manche veröffentlichen ein PDF im Internet und fühlen sich als Bestseller Autorin🙂
Das ist halt auch immer die Frage wo man hin möchte und was die Ziele sind. Ich sehe das nicht so strengt, man kann sich auch als Autor fühlen wenn man nicht veröffentlicht. Sagt ja auch keiner, man ist erst Autor wenn man XY Bücher geschrieben oder verkauft hat. Das wäre denke ich auch schade.
Autor zu sein heißt ja auch nicht, man kann davon wirklich leben. Autor heißt ja im Grunde nur, man ist der Verfasser - und man bleibt ja der Verfasser auch wenn man die Geschichte nicht verkaufen kann/will.
Für mich ist man auch nicht nur ein Autor wenn man bei einem klassischen Verlag veröffentlicht. Dafür hat sich die Brache in den letzten Jahrzehnten einfach zu sehr verändert. Man kann auch mit selbst veröffentlichten Büchern einen relativ guten Erfolg haben. Umgekehrt heißt es nicht, man veröffentlicht mit einem klassischen Verlag und hat dann ausgesorgt.
 
@Kylar: Dass du die erste Einschätzung über das komplette Skript bekommen hast, klingt nach einer ziemlich wertvollen Erfahrung – und zehn Seiten Rückmeldung, das ist ja nicht wenig. Vor allem, wenn’s um Dinge wie Figurenentwicklung oder Spannungsbögen geht, ist so eine Außensicht wahrscheinlich Gold wert.

Mich beruhigt auch, dass ein Probelektorat so konkret ausfallen kann – Satz für Satz zerlegt zu werden klingt zwar erst mal einschüchternd, aber es macht total Sinn, wenn man dadurch typische Muster erkennt und nicht immer im eigenen Nebel stochert.

Hast du das Gefühl, du konntest danach selbst „klarer“ weiterschreiben – oder hat’s auch was gelähmt? Und: Wie hast du den passenden Lektor gefunden?

@Penny: Deine Zoom-Erfahrungen klingen ehrlich gesagt viel lebendiger, als ich’s mir vorgestellt hätte. Diese kleine Einschränkung mit dem „nicht im selben Raum sein“ wiegt anscheinend weniger, wenn der Rest stimmt. Dass du das Gefühl hattest, da entsteht Nähe, gibt mir gerade richtig Mut.

Und was du zur Anzeige schreibst – das ist so ein Punkt, den ich gut nachvollziehen kann. Ich glaub auch, ich bräuchte eine Gruppe, die inhaltlich und atmosphärisch einfach „passt“. Dass es nicht zustande kam, weil die Themen nicht deine waren, zeigt ja auch, dass du dich ernst nimmst.

Vielleicht ergibt sich ja doch noch was im Herbst – falls du das über Zoom anstößt, würd ich mich tatsächlich gern austauschen, wie du’s aufziehst.

@Ausnahmsweise: Diese Hintergrundstory – dass was beauftragtes nicht kam und du dann selbst entscheiden musstest – hat was total Ehrliches. Ich find spannend, dass du trotzdem dran geblieben bist und am Ende sogar positives Feedback bekommen hast.

Ich kenn dieses Gefühl, wenn der eigene Plan durchkreuzt wird – und man sich erstmal dagegen sträubt, obwohl das Ergebnis nicht schlechter sein muss. Hattest du danach das Gefühl, es ist deins, oder hat sich der Bruch in der Planung irgendwie durchgezogen?

@EmmaB: Deine Sicht auf das „Autorin-Sein“ hat mich gerade ziemlich geerdet. Vielleicht liegt da genau das, was ich selber so oft verdränge: dass man nicht darauf warten muss, „ernannt“ zu werden. Sondern dass Schreiben an sich schon reicht, um Autor:in zu sein.

Deine Linie – nicht alles hängt davon ab, wie oder ob man es rausbringt – fühlt sich sehr befreiend an. Ich hab selbst oft diesen Konflikt: Ist es nur echt, wenn es jemand „offiziell“ liest? Aber vielleicht geht’s mehr darum, dass man etwas fertig macht, an dem man innerlich hängt.

Mag banal klingen, aber deine Worte haben’s echt klar gemacht. Und dass du auch sagst, Selbstverlag ist kein „weniger echter“ Weg, tut gut. Hast du diesen Schritt eigentlich mal selbst erwogen?
 
@Penny: Deine Zoom-Erfahrungen klingen ehrlich gesagt viel lebendiger, als ich’s mir vorgestellt hätte. Diese kleine Einschränkung mit dem „nicht im selben Raum sein“ wiegt anscheinend weniger, wenn der Rest stimmt. Dass du das Gefühl hattest, da entsteht Nähe, gibt mir gerade richtig Mut.

Und was du zur Anzeige schreibst – das ist so ein Punkt, den ich gut nachvollziehen kann. Ich glaub auch, ich bräuchte eine Gruppe, die inhaltlich und atmosphärisch einfach „passt“. Dass es nicht zustande kam, weil die Themen nicht deine waren, zeigt ja auch, dass du dich ernst nimmst.

Vielleicht ergibt sich ja doch noch was im Herbst – falls du das über Zoom anstößt, würd ich mich tatsächlich gern austauschen, wie du’s aufziehst.

Ich glaube, es hängt alles von den Menschen ab, die sich zusammenfinden... Da kann auf jeden Fall Nähe entstehen!

Ich habe auch vor das mal zu probieren. Allerdings ist es erst frühestens ab Mitte Oktober möglich... Wenn es klappt, sage ich gern Bescheid.
 
Deine Sicht auf das „Autorin-Sein“ hat mich gerade ziemlich geerdet. Vielleicht liegt da genau das, was ich selber so oft verdränge: dass man nicht darauf warten muss, „ernannt“ zu werden. Sondern dass Schreiben an sich schon reicht, um Autor:in zu sein.

Deine Linie – nicht alles hängt davon ab, wie oder ob man es rausbringt – fühlt sich sehr befreiend an. Ich hab selbst oft diesen Konflikt: Ist es nur echt, wenn es jemand „offiziell“ liest? Aber vielleicht geht’s mehr darum, dass man etwas fertig macht, an dem man innerlich hängt.

Mag banal klingen, aber deine Worte haben’s echt klar gemacht. Und dass du auch sagst, Selbstverlag ist kein „weniger echter“ Weg, tut gut. Hast du diesen Schritt eigentlich mal selbst erwogen?
Man muss mit sich selbst im Reinen sein. Ich finde Schrieben sollte man in erster Linie für sich. Entweder um sich etwas von der Seele zu schreiben, einen Ausgleich zu haben oder eben die eigene Kreativität raus zu lassen. Da braucht man nicht die Zustimmung von anderen oder gar die Erlaubnis dazu. Wenn man es machen will, tut man es. Wenn man dann nicht nur Schreiben möchte sondern eben auch mal etwas veröffentlichen möchte, dann muss man das auch nur mit sich selbst ausmachen. Ist es einem der Aufwand wert oder nicht. Was da andere dazu sagen, muss einem nicht beeinflussen.

Ich würde mir da nicht zu viel Druck machen. Sofern man da nicht den Wunsch hat, vom Schrieben leben zu können, sollte man es als Hobby sehen. Und das macht man gerne und nicht ausschließlich mit Druck. Weil dann macht es bald keinen Spaß mehr und alles Positive ist dann weg. Man tut was man kann, alles was danach passiert ist nicht mehr in den eigenen Händen. Man kann nur darauf achten, sein Bestes dazu beigetragen zu haben und man sollte selbst damit zufrieden sein.

Viele Bücher kommen heutzutage im Selbstverlag raus, selbst mit Dienstleistungsverlagen wie dem Novum Verlag kannst du deine Bücher online verkaufen oder sie kommen ins Buchgeschäft. Man ist da nicht mehr auf einen klassischen Verlag angewiesen. Ich hätte jetzt nicht mehr das Gefühl, dass es da eine bessere und eine schlechtere Variante gibt. Druckkostenzuschussverlag sollte man wenn meiden aber alles andere bleibt da einem selbst überlassen und muss zu einem passen.
Erwogen ja aber nur als Idee. Denke da müsste man selbst noch viel üben damit ich letztlich auch mit der Qualität zufrieden bin. Dazu müsste man sich aber auch die Zeit nehmen und an der scheitert es🙂
 
Hast du das Gefühl, du konntest danach selbst „klarer“ weiterschreiben – oder hat’s auch was gelähmt? Und: Wie hast du den passenden Lektor gefunden?

Mein Roman war soweit ja schon fertig, ich musste also nicht groß was weiterschreiben.
Nur die Fehler ausmerzen und die Verbesserungstipps umsetzen.

Den Lektor habe ich auf dieser Seite gefunden:


Habe dort das Genre eingegeben, dann wurden mir alle Lektoren ausgespuckt, die auf dieses Genre spezialisiert waren.
Habe dann deren Homepages besucht, mir ein paar passend scheinende rausgepickt und die einfach mal angeschrieben , was die mir für ca. XXX Euro für Leistungen anbieten könnten.
Haben auch alle recht schnell und nett geantwortet.
 
@EmmaB: Das mit dem „erst mal für sich schreiben“ klingt so schlicht – und gleichzeitig merke ich, wie schwer mir das oft fällt, weil der Gedanke an „was andere wohl denken“ schon mit am Tisch sitzt, bevor der erste Satz steht. Vielleicht müsste ich wirklich bewusster trennen: der Teil, der nur für mich ist, und der, der irgendwann vielleicht raus darf. Dass du sagst, die Entscheidung bleibt bei einem selbst und es gibt keine „richtige“ oder „falsche“ Veröffentlichungsform, macht’s irgendwie leichter im Kopf. Und ja, der Punkt mit dem Üben – ich ertappe mich oft dabei, wie ich zu ungeduldig bin. Wenn du sagst, dir fehlt gerade die Zeit, heißt das, du hast den Gedanken ans Veröffentlichen komplett auf Pause gesetzt oder läuft der so im Hintergrund weiter?

@Kylar: Dass du den Lektor so gezielt übers Genre gesucht hast, klingt total logisch – ich glaub, ich hätte mich sonst einfach in einer Liste verloren. Und dass alle schnell geantwortet haben, nimmt auch ein bisschen diesen „die lachen mich bestimmt aus“-Gedanken. Ich frage mich gerade: Hast du beim Anschreiben schon Textproben mitgeschickt oder erst mal nur angefragt, was möglich ist? Und noch was: Diese Umsetzung der Verbesserungstipps – hattest du da gleich den Impuls, alles anzugehen, oder gab’s auch Sachen, bei denen du dachtest „nee, das bleibt so, wie ich’s will“?
 
@Kylar: Dass du den Lektor so gezielt übers Genre gesucht hast, klingt total logisch – ich glaub, ich hätte mich sonst einfach in einer Liste verloren. Und dass alle schnell geantwortet haben, nimmt auch ein bisschen diesen „die lachen mich bestimmt aus“-Gedanken. Ich frage mich gerade: Hast du beim Anschreiben schon Textproben mitgeschickt oder erst mal nur angefragt, was möglich ist? Und noch was: Diese Umsetzung der Verbesserungstipps – hattest du da gleich den Impuls, alles anzugehen, oder gab’s auch Sachen, bei denen du dachtest „nee, das bleibt so, wie ich’s will“?

Die lachen dich bestimmt nicht aus. 🙂
Die verdienen mit sowas ihr Geld und sind solche Anfragen gewohnt.

Ich habe keine Textproben mitgeschickt,
Genre und Seitenanzahl hatte ich nur genannt, und erwähnt dass ich beim Schreiben absoluter Laie bin und darum gern einen Profi hätte, der da rüber guckt und mir sagen kann, was ich besser machen kann.
Dass ich mir aber kein komplettes Lektorat leisten kann, sondern nur ein Budget von XXX Euro habe und was man mir dafür anbieten könnte.

Ich meine, ein Lektor hat dann eine Textprobe von wenigen Seiten verlangt , die er gratis für mich lektoriert hätte, damit ich dann sehe, ob mir seine Art zu lektorieren zusagt, und er wollte die Seiten auch haben, um mir dann genauer sagen zu können, wieviel er berechnen würde.

Aber die anderen wollten keine Textproben.
Die haben mir ihre Angebote mit Preis geschickt und wann sie mit der Arbeit anfangen könnten ( das hat so von sofort bis 6 Monate Wartezeit gereicht)
 
Und die Verbesserungstipps habe ich zum größten Teil umgesetzt, außer einen, schlicht, weil ich für den zu faul war und da auch nicht so Interesse dran hatte, das anders zu machen - war jedenfalls eine Sache, wo ich fast 1/3 des Buchs hätte umschreiben müssen.
 
Finde ich gut, wie klar und offen du da rangegangen bist – dieses „Ich bin Laie, sagt mir bitte, was besser geht“ ist wahrscheinlich ehrlicher als man denkt. Und dass es gleich so konkrete Rückmeldungen zum Budget gab, klingt beruhigend. Die Gratis-Textprobe von einem Lektor wirkt wie ein fairer Weg, um rauszufinden, ob die Chemie passt. Spannend auch, dass es so große Unterschiede bei Wartezeiten gibt – würdest du eher den schnellen Start nehmen oder lieber warten, wenn dir jemand besonders zusagt?

Bei dem einen Verbesserungstipp, den du nicht angefasst hast – war das eine reine Stilfrage oder hätte es inhaltlich richtig ins Fundament eingegriffen? Und wie war das Gefühl, so viel umzusetzen: eher „Yes, jetzt wird’s runder“ oder auch Momente von „Mist, jetzt ist es nicht mehr ganz mein Ton“?

Und noch was: Hast du nach dem Lektorat gemerkt, dass du beim nächsten Projekt automatisch manches anders machst – oder war es eher ein punktuelles „jetzt weiß ich, wie ich diesen Text rette“?
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben