@Kylar: Dass du die erste Einschätzung über das komplette Skript bekommen hast, klingt nach einer ziemlich wertvollen Erfahrung – und zehn Seiten Rückmeldung, das ist ja nicht wenig. Vor allem, wenn’s um Dinge wie Figurenentwicklung oder Spannungsbögen geht, ist so eine Außensicht wahrscheinlich Gold wert.
Mich beruhigt auch, dass ein Probelektorat so konkret ausfallen kann – Satz für Satz zerlegt zu werden klingt zwar erst mal einschüchternd, aber es macht total Sinn, wenn man dadurch typische Muster erkennt und nicht immer im eigenen Nebel stochert.
Hast du das Gefühl, du konntest danach selbst „klarer“ weiterschreiben – oder hat’s auch was gelähmt? Und: Wie hast du den passenden Lektor gefunden?
@Penny: Deine Zoom-Erfahrungen klingen ehrlich gesagt viel lebendiger, als ich’s mir vorgestellt hätte. Diese kleine Einschränkung mit dem „nicht im selben Raum sein“ wiegt anscheinend weniger, wenn der Rest stimmt. Dass du das Gefühl hattest, da entsteht Nähe, gibt mir gerade richtig Mut.
Und was du zur Anzeige schreibst – das ist so ein Punkt, den ich gut nachvollziehen kann. Ich glaub auch, ich bräuchte eine Gruppe, die inhaltlich und atmosphärisch einfach „passt“. Dass es nicht zustande kam, weil die Themen nicht deine waren, zeigt ja auch, dass du dich ernst nimmst.
Vielleicht ergibt sich ja doch noch was im Herbst – falls du das über Zoom anstößt, würd ich mich tatsächlich gern austauschen, wie du’s aufziehst.
@Ausnahmsweise: Diese Hintergrundstory – dass was beauftragtes nicht kam und du dann selbst entscheiden musstest – hat was total Ehrliches. Ich find spannend, dass du trotzdem dran geblieben bist und am Ende sogar positives Feedback bekommen hast.
Ich kenn dieses Gefühl, wenn der eigene Plan durchkreuzt wird – und man sich erstmal dagegen sträubt, obwohl das Ergebnis nicht schlechter sein muss. Hattest du danach das Gefühl, es ist deins, oder hat sich der Bruch in der Planung irgendwie durchgezogen?
@EmmaB: Deine Sicht auf das „Autorin-Sein“ hat mich gerade ziemlich geerdet. Vielleicht liegt da genau das, was ich selber so oft verdränge: dass man nicht darauf warten muss, „ernannt“ zu werden. Sondern dass Schreiben an sich schon reicht, um Autor:in zu sein.
Deine Linie – nicht alles hängt davon ab, wie oder ob man es rausbringt – fühlt sich sehr befreiend an. Ich hab selbst oft diesen Konflikt: Ist es nur echt, wenn es jemand „offiziell“ liest? Aber vielleicht geht’s mehr darum, dass man etwas fertig macht, an dem man innerlich hängt.
Mag banal klingen, aber deine Worte haben’s echt klar gemacht. Und dass du auch sagst, Selbstverlag ist kein „weniger echter“ Weg, tut gut. Hast du diesen Schritt eigentlich mal selbst erwogen?